19.06.2013 01:39 Merkliste 0

Euro-Rettungsschirm auf 800 Mrd. Euro ausgeweitet

30.03.2012 | 17:29 |   (DiePresse.com)

Die Euro-Finanzminister einigten sich in Kopenhagen auf einen höheren Schutzwall. Maria Fekter plauderte die Details vorzeitig aus, was Eurogruppen-Chef Juncker erzürnte.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der neue Euro-Schutzwall soll mehr als 800 Milliarden Euro ausmachen. Das haben die Euro-Finanzminister beschlossen. Aus dem geplanten Moment der Eintracht und Geschlossenheit wurde aber nichts. Ausgerechnet die österreichische Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) sorgte beim EU-Finanzministerrat im Zuge des Treffen der Eurogruppe in Kopenhagen für einen Eklat. Während Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker noch in der laufenden Sitzung der Minister saß, plauderte Fekter bereits mit den Medien und enthüllte vorzeitig Details über die erhöhte "Brandschutzmauer" gegen die Schuldenkrise. Als Juncker davon erfuhr, sagte er aus Verärgerung über das Vorpreschen Fekters eine Pressekonferenz kurzerhand ab (mehr dazu ...). Aus dem starken politischen Signal an die Finanzmärkte wurde nichts.

Seinen Unmut äußerte Juncker auch gegenüber der französischen Tageszeitung "Le Monde". "Man kritisiert die Kommunikation der Eurozone", hob er hervor. "Ich wollte das Geschwätz beenden".

Noch offene EFSF-Gelder als "Puffer"

Der Gesamtbetrag setzt sich laut Fekter aus "200 Milliarden Euro aus den Programmen des EFSF, die bereits für Portugal, Griechenland und Irland" vergeben worden seien, einem "fresh money von 500 Milliarden Euro für den ESM" sowie den 53 Milliarden Hilfen aus bilateralen Krediten aus dem ersten Hilfsprogramm für Griechenland und 49 Milliarden Euro aus dem ESM zusammen. Die "über 800 Milliarden Euro machen eine Billion US-Dollar aus. Das ist die definierte Firewall", so Fekter. In einer Erklärung der Eurogruppe hieß es, dass die Mitglieder der Währungsunion dem Internatinoalen Währungsfonds zusätzliche 150 Milliarden Euro an Beitragszahlungen leisten werden.

Zu den noch offenen 240 Milliarden Euro nicht verwendeter Gelder aus dem EFSF sagte Fekter, diese könnten notfalls als "Puffer" für die Zeit des Parallel-Laufs mit dem ESM dienen. Angesprochen darauf, ob diese 240 Milliarden eingefroren und bei Bedarf abgezogen werden könnten, sagte Fekter, "sollte während der Parallelität etwas ausbrechen, wird man darüber zu diskutieren haben". Der Puffer sei "notwendig bezüglich der noch nicht zur Gänze eingezahlten Tranchen" für den ESM. Beim permanenten Rettungsschirm sollen heuer noch die ersten beiden der fünf Tranchen bezahlt werden, nächstes Jahr weitere zwei und 2014 der letzte ausstehende Teilbetrag. "Dann brauchen wir den Puffer von 240 Milliarden Euro nicht mehr", so Fekter.

"Sehr breiter Konsens"

Es habe über den Vorschlag einen "sehr breiten Konsens gegeben", sagte Fekter. Sie ist zuversichtlich, dass die Aufstockung für Ruhe an den Finanzmärkten sorgt.

Die Euro-Staaten haben seit Monaten über die Höhe des Rettungsschirms gestritten. Im Vorfeld des Treffens in Kopenhagen hat eine Ankündigung aus Paris für Schlagzeilen gesorgt: Der französische Finanzminister Francois Baroin forderte die Ausweitung des Schutzwalls auf über eine Billion Euro (mehr dazu ...). Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble forderte dagegen, das Volumen auf 800 Milliarden Euro zu begrenzen.

Schäuble relativiert die "Feuermauer"

Nach dem Treffen am Freitag hat Schäuble die Größe der "Feuermauer" relativiert. "Die Finanzmärkte wollen wissen, ob Europa in der Lage ist, Strukturen zu schaffen, um eine dauerhafte Stabilität sichzuerstellen und da machen wir große Fortschritte". Es gehe "nicht darum ständig nachzuschießen. Als wäre nur die Firewall wichtig. Da können sie zehn Billionen Euro reinsetzen. Wenn sie die Probleme nicht lösen, nützt das gar nichts".

Auf der anderen Seite betonte Schäuble aber die Bedeutung der Anhebung der Brandschutzmauer von 500 auf 800 Milliarden Euro. Damit werde eine "mögliche Ansteckungsgefahr und damit die Gefahr für die Stabilität der Eurozone als Ganzes und negative Auswirkungen für die Stabilität des Weltfinanzsystems verhindert".

(Ag./Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

133 Kommentare
 
12 3 4

Junkers gekränkte männliche Eitelkeit...

...zum Schießen sowas.
Finde ich prima, wie die Fekter so manchen Mandeln die Schneid abkauft. Fekter würde sagen: I bought them the sharpness off;)

Antworten Gast: IdiocyCannotBeCured
31.03.2012 16:12
0 0

Nix verstanden...

Eh klar, da geht es ja nur um Eitelkeit. Nicht darum, dass Finanzminister sich auf die Rettung unserer Währung einigen, für die abgestimmte Kommunikation Voraussetzung ist.

In einem Land voller solcher Ignoranten darf es nicht wundern, dass Fekter Ministerin wird. Sie repräsentiert Sie ausgezeichnet...

Die Wut steigert sich zu Hass

und daher wird der Tag kommen,an dem die sich allmächtig wähnenden Herrschaften (Barroso:"We are building an Empire", Juncker. der etwas in den Raum stellt,und das, wenn die blöde Masse draufkommt, bereits unumkehrbar ist et al.) sich verantworten werden müssen.
Ich hoffe diesen Tag noch zu erleben !!
Das schreibe ich heute,am 30.März.
Ab 1.April haben wir ja die Vorratsdatenspeicherung (totale Überwachung).

Gast: Senf-Geber
30.03.2012 19:03
0 0

da fehlt der Provinzpolitikerin eben das "diplomatische Gefühl"

Schließlich hat der Vorsitzende Aufgaben und Pflichten und auch Rechte,
auf diplomatischer Ebene istz eben erst Schluß wenn "das Resumee" gezogen ist und die Veröffentlichung hat Stil und Form ...

Bei der Schottermizzi fehlt das eben, ....
eine lustig plappernde - aber im Amte überforderte - Parteipuppe .....

Sie vertritt halt die Wirtschaft und so "wirtschaftet" sie sich halt durch das Amt..........

(das Maximum ihrer Fähigkeiten hat sie schon längst überschritten .)


Antworten Gast: WienerInnen
30.03.2012 20:35
2 0

Re: ich weiss aus Wiener Sicht sind alle Nicht-Wiener Provinzler

Sie ist jedenfalls weitaus gebildeter als unser peinlicher Bundeskanzler

Werner Faymann - Studienabbrecher

Maria Theresia Fekter - 2 Studien abgeschlossen: Mag. rer. soc. oec. und Dr. iur.

Antworten Antworten Gast: Krachmanderl
31.03.2012 16:13
0 0

Keine unserer Unis ist weltweit unter den Top 100...

Aber das eine hat mit dem anderen natürlich nix zu tun...

Gast: Plach2
30.03.2012 18:57
3 1

Statt diese Mrd. im eigenen Land zu investieren

schicken wir sie nun nach Griechenland und Brüssel.

Jedes Monat höhere Mrd. Haftungen....

Diese EU bring uns wirklich nur Vorteile, Sicherheit und billigere Preise.

Jetzt sind alle ganz glücklich ..

... vielleicht hätte man doch auf eine Fantastillarde aufstocken sollen. Dann wären alle noch viel glücklicher gewesen.
Ich schaff es einfach nicht mehr, das ernst zu nehmen.

Gast: 1. Parteiloser
30.03.2012 18:39
0 1

Müssen wir uns auf eine Weltwirtschaftskrise wie in den 30ern einstellen?

Es wird ja eher nicht funktionieren, dass der Rettungsschirm, bestehend nur aus Schulden, eine Staatsschuldenkrise lösen kann.

Staatsschuldenkrisen kann man nur mit einer Kontrolle über die Staatsausgaben lösen. Dazu sind aber keine brauchbaren Ambitionen erkennbar. Die Schulden der Staaten der Eurozone sind ja schon um 10.000 Mrd. Euro (nur der offizielle Teil) und wachsen um min. 5% jährlich.

Weil aber die Probleme bei den Staatsausgaben nicht gelöst werden und auch die schweren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Disbalancen immer stärker werden, so könnte der Euro durchaus in den nächsten Jahren implodieren. Ich würde meinen, dass dieser Vorgang von Frankreich ausgelöst werden wird, wenn nicht schon vorher Italien zuschlägt.

Wenn der Zerfall des Euros und der Eurozone dann, gegen der Willen der Kommunisten der EU, unkontrolliert doch erfolgen wird, dann wäre eine schwere Wirtschaftskrise die logische Folge.

Es würde, wie 1932, bedeuten, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten um etwa 50% zurückgehen werden. Masseninsolvenzen wären die Folge genauso wie Massen an Arbeitslosen, welche auch kaum eine Staatshilfe bekommen würde. Der Staat hat dann ja nichts mehr, dann haben die Staaten ja schon alles verwirtschaftet.

Die Entscheidungsträger versuchen den Fehler der Deflation nicht zu wiederholen. Nur, die gewählte Weg wird ohne brauchbare Begleitmaßnahmen auch nicht besser funktionieren wie in den 30ern.

Wo bleiben die Strukturmaßnahmen?

0 1

Re: Müssen wir uns auf eine Weltwirtschaftskrise wie in den 30ern einstellen?

Die Unsicherheit, wann endlich diese große Krise kommt, ist ohnehin fast schon unerträglich.

Ein Ende mit Schrecken wäre vermutlich die beste Lösung. In ein paar Jahren oder Jahrzehnten wäre dann alles überwunden.

Antworten Gast: Saiffenstayn
30.03.2012 19:09
0 1

Re: müssen wir

Müssen wir uns auf eine Weltwirtschaftskrise wie in den 30ern einstellen? JA, wenn
die USA so wollen, UND
es die Investoren bis aufs Äußerste treiben ...

Es wäre ganz einfach,
Finanzmärkte REGELN
Tobin-Steuer einführen
(für grenzüberschreitenden Geldverkehr)
Finanztransaktionssteuern
auf alle "Finanzprodukte",
Vermögenssteuern in allen Staaten,
Strenge Kontrollen der Banken, ...
Strenge Regeln für alle Finanzinstitute,
ordentliche Kontrollen und Sanktionen,

aber solange noch 1% Gewinn wo drinnen ist, kann man doch nicht ........

Und nicht nur


Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
30.03.2012 19:53
0 0

Dazu dann viele Fragen!

Was haben die Staatsschulden der Euroländer mit den USA zu tun?

Würden geregelte Finanzmärkte, welche dann Sicherheit in das Finanzsystem bringen würden, den kranken Staaten nicht sofort die Finanzierung entziehen.

Was sollen die wenigen Milliarden aus Finanztransaktionssteuern und Tobinsteuern bewirken, wenn die Staaten der Eurozone jedes Jahr den Schuldenstand um gut 500 Mrd. Euro steigern wollen? Das Versagen der Politiker wäre doch zu max. 10% abgedeckt.

Die Banken und die Finanzinstitute haben die Schulden doch nicht gemacht, es waren nur die Politiker der Staaten. Man könnte den Banken allerdings vorwerfen die Finanzierung des komischen Kommunismus in Europa viel zu lange gemacht zu haben. Brauchen nicht die Staaten, bei den Staatsausgaben, viel strengere Regeln?

Konnte das Finanzsystem nur deshalb so gewaltig überbläht werden, weil eben die Staaten die Schulden so irre gemacht haben und damit die Bilanzsummen der Banken in astronomische Höhen getrieben haben?

Kann es sein, dass die Banken eigentlich gar keine Gewinn machen und von den Staaten gestützt werden müssen?

Sind die Gewinne der Banken nur unreale Buchungsgewinne?

Sind die Banken in Ö nicht alles Genossenschaftsbanken, also Parteibonzenhochburgen?

Braucht die Gesellschaft nicht auch Investoren damit überhaupt die Unternehmen leben können und eine Leistung für die Gesellschaft erbringen können?

USA und Banken böse, das stimmt so vielleicht doch nicht.

2 2

Da freut sich die Frau Fekter

über die Hunderten Euro-Milliarden für die Schuldenländer. Und wem das Herz voll ist, dem geht der Mund über.

Gast: Goldgrube Brieftauben
30.03.2012 18:32
3 3

Ein extragroßes Lob unserer Schottermizzi, insoferne daß sie uns wenigstens ehestmöglich über die gewaltige Zeitbombe informierte, wohl in der Hoffnung auf schnellen, empörten, MASSIVEN BÜRGERWIDERSTAND zu ihrer Unterstützung!

Das ist wenigstens mutig, zeigt von einem Mindestmaß an Verantwortungsgefühl sowie wenigstens rüdimentäres Demokratiebewußtsein.

Daß sie sich verplapperte war gewiß nicht der Fall, dafür sorgen schon ihre Souffleure und Hintergrundinformationenschreiber, hoffentlich.

Klar, daß der m.E. im Dienste der Wallstreetmilliardäre agierende und daher USA=IMF-hörige Doppelspieler Juncker von Fekters losem Mundwerk in seiner aufgeplusterten Omnipotenz getroffen wurde, da er erst heimtückisch alles hinter dem Rücken der arg betroffenen Steuerzahler heimlich fixieren wollte, bevor er das Blitzlichtgewitter genießend das Unumstößliche in dosierten wischiwaschi-Appetithäppchen servieren wollte, um egoerhöhend als "Mister Euro" und sich als EU-Retter feiern lassend im Mittelpunkt zu stehen.

Fekter ist hoch anzurechnen, daß sie im Rahmen des ihr Möglichen ein wenig widerständig und vernünftig gehandelt hat.

An Junckers Verhalten erkennt man, daß für ihn das Wohl der EU-Steuerzahler keine Handlungsmaxime ist, eher die langfristigen Profit-Interessen der US-Milliardäre, für die das zu erwartende Schlagendwerden des vorgeblichen Rettungsschirmes ein generationenlanges sicheres und nahezu arbeitslos erlangtes Billionen-Euro-Einkommen darstellt.

Die Rechnung des glühenden Europäers Juncker werden wir nach dem finanzpolitischen Supergau als Sklaven im EU-Gulag der US-Finanzindustrie abzahlen müssen, es sei denn, die Bürger Europas leisten endlich vereinten brieftaubenbenützenden Widerstand.

Antworten Gast: Saiffenstayn
30.03.2012 19:11
0 0

Re: Ein extragroßes Lob ... ?? wofür

Die Eitelkeit trieb sie,
und keine hehren demokratischen Werte ....

Der Mangel an Form und Stil,
und die Mißachtung "diplomatischer Relgeln" ist keine Leistung, sondern eine Dummheit ....

Man wird die Dame demnächst mal "im Regen stehen lassen" .........

Gast: Goldgrube Brieftauben
30.03.2012 18:23
5 4

Ein extragroßes Lob unserer Schottermizzi, insoferne daß sie uns wenigstens ehestmöglich über die gewaltige Zeitbombe informierte, wohl in der Hoffnung auf schnellen, empörten, massiven Bürgerwiderstand zu ihrer Unterstützung!!


Das ist wenigstens mutig, zeigt von einem Mindestmaß an Verantwortungsgefühl sowie wenigstens rüdimentäres Demokratiebewußtsein.

Daß sie sich verplapperte war gewiß nicht der Fall, dafür sorgen schon ihre Souffleure und Hintergrundinformationenschreiber, hoffentlich.

Klar, daß der m.E. im Dienste der Wallstreetmilliardäre agierende und daher USA=IMF-hörige Doppelspieler Juncker von Fekters losem Mundwerk in seiner aufgeplusterten Omnipotenz getroffen wurde, da er erst heimtückisch alles hinter dem Rücken der arg betroffenen Steuerzahler heimlich fixieren wollte, bevor er das Blitzlichtgewitter genießend das Unumstößliche in dosierten wischiwaschi-Appetithäppchen servieren wollte, um egoerhöhend als "Mister Euro" und sich als EU-Retter feiern lassend im Mittelpunkt zu stehen.

Fekter ist hoch anzurechnen, daß sie im Rahmen des ihr Möglichen ein wenig widerständig und vernünftig gehandelt hat.

An Junckers Verhalten erkennt man, daß für ihn das Wohl der EU-Steuerzahler keine Handlungsmaxime ist, eher die langfristigen Profit-Interessen der US-Milliardäre, für die das zu erwartende Schlagendwerden des vorgeblichen Rettungsschirmes ein generationenlanges sicheres und nahezu arbeitslos erlangtes Billionen-Euro-Einkommen darstellt.

Die Rechnung des glühenden Europäers Juncker werden wir nach dem finanzpolitischen Supergau als Sklaven im EU-Gulag der US-Finanzindustrie abzahlen müssen, es sei denn, die Bürger Europas leisten endlich vereinten brieftaubenbenützenden Widerstand.

0 1

Re: Ein extragroßes Lob unserer Schottermizzi, insoferne daß sie uns wenigstens ehestmöglich über die gewaltige Zeitbombe informierte, wohl in der Hoffnung auf schnellen, empörten, massiven Bürgerwiderstand zu ihrer Unterstützung!!

"...eher die langfristigen Profit-Interessen der US-Milliardäre, für die das zu erwartende Schlagendwerden des vorgeblichen Rettungsschirmes ein generationenlanges sicheres und nahezu arbeitslos erlangtes Billionen-Euro-Einkommen darstellt."

Können Sie diesen Unsinn auch noch halbwegs plausibel erklären?

Antworten Antworten Gast: Global Denken, lokal handeln
30.03.2012 21:36
0 1

Re: Re: Ein extragroßes Lob unserer Schottermizzi, insoferne daß sie uns wenigstens ehestmöglich über die gewaltige Zeitbombe informierte, wohl in der Hoffnung auf schnellen, empörten, massiven Bürgerwiderstand zu ihrer Unterstützung!!

Sollte der Rettungsschirm schlagend werden, was wegen dem Club-Med leicht der Fall sein kann, verdienen die US-Großbanken über Jahrzehnte goldene Wolkenkratzer.

Antworten Antworten Gast: Hochprofitables US-Finanz-Regime
30.03.2012 21:31
0 1

Re: Re: Ein extragroßes Lob unserer Schottermizzi, insoferne daß sie uns wenigstens ehestmöglich über die gewaltige Zeitbombe informierte, wohl in der Hoffnung auf schnellen, empörten, massiven Bürgerwiderstand zu ihrer Unterstützung!!

Über das Interbankgeschäft sind die österr. und EU-Banken mit den US-Banken vernetzt. Die Lehmann-Pleite verdeutlichte das enorme Ausmaß der Abhängigkeit Europas von den amerikanischen Großbanken. Kaum jemand war sich dessen im eher provinziell denkenden, bestenfalls londonorientiert agierenden Österreich und Deutschland bewußt.

Spätestens seit der Nachkriegsära sind die Kriegsverlierer Österreich und Deutschland subtil an der Kandare der USA. Eigentlich schon seit der Zwischenkriegszeit was ua diverse OSS/CIA-finanzierte Zeitungsleute und der steuernde Einfluß des Warburg-Freunds Kurt Grimm (Allen-Dulles-Informant) als Mentor der CA-BV-Vorstandsdirektoren Josef Joham, Schmidt-Chiari (in Rockefellers Trilateral Commission) und Heinrich Treichl (Vorfahr war bereits Rothschild-Vasall) bewiesen. Letzterer pflegte gute Beziehungen zum Geopolitiker und Chase-Vorstand David Rockefeller, unter dessen Fittichen Andreas Treichl bei der Chase rasch Karriere machte. Für einen regionalen Vasallen mag dann vielleicht die Beachtung des Länderrisikos in SüdOsteuropa als weniger wichtig erscheinen…

Die global agierende New Yorker Hochfinanz mit ihren Medienimperien und strategischen Beteiligungen an Konzernen und ihrer Drehtürenpolitik genannten engen Verflechtung mit der US-Geopolitik hat durch kluges Empire Bilding seit mindestens 150 Jahren ein feingesponnenes Netz an profitablen Abhängigkeiten aufgebaut, die das Geschehen in Politik und EU für sie vorteilhaft mitbestimmen.

Antworten Antworten Gast: Die Rothschilds verdienten schon im Biedermeier an der exorbitanten griechischen, osmanischen und habsburgerischen Staatsschuld jährlich 30-40 % Zinsen und wurden rasch enorm reich
30.03.2012 20:21
0 1

Die US-"Donald Ducks" freuen sich über die frischgedruckte Geldschwemme, mit der sie Europa billig aufkaufen können, während unsere Kaufkraft inflationsbedingt nach und nach sinkt

Der im Privatbesitz der Wallstreet-Milliardäre befindliche, die erzielten Profite nicht veröffentlichende Federal Reserve (Gründer-Clans der Rockefeller+Morgan, Rothschild+Warburg sowie ihrer Freunde), dessen handverlesener Präsident und Board allesamt rein zufällig - tlw. schon seit Generationen - aus deren Einflußbereich stammen, und welche 1944 Keynes austricksend den auf einem mündlichen (!) Einlösungsversprechen ("In God We Trust") beruhenden $ zur globalen Leitwährung machten, lenkt über das Instrumentarium der Geld- und Währungspolitik (in)direkt zur eigenen Vorteilserzielung beliebig über seine $-Zinspolitik sowohl die renditeheischenden globalen Finanzströme als auch die Kreditzinsen für Investitionen sowie über die mit Hilfe der gigantischen $-Reserven Chinas künstlich hochgehaltene Währungsparität des (eigentlich auf tönernen Füßen stehenden) $ als Leitwährung im Rahmen des subtil wirkenden globalen Finanz-Regimes der USA auch dessen via EZB von allen EU-Banken (un)günstig zu bezahlenden Preis. Die ebenfalls im Besitz der (dort Robber Barons genannten) Wallstreethaie befindlichen dominanten US-Medienagenturen, die unsere expertise- und daher kritiklosen Medien füttern, sowie die nach Gutdünken agierenden 3 US-Ratingagenturen bestimmen manipulativ das Marktgeschehen, worauf unsere inkompetenten Politiker nur zu spät, zu langsam und daher gigantische Summen verpuffend immer nur reagieren.

Es ist ein gigantischer Raubzug durch Umverteilung von unten=EU nach oben=USA.

Antworten Antworten Antworten Gast: Hochprofitables US-Finanz-Regime
30.03.2012 21:24
0 1

Re: Die US-"Donald Ducks" freuen sich über die frischgedruckte Geldschwemme, mit der sie Europa billig aufkaufen können, während unsere Kaufkraft inflationsbedingt nach und nach sinkt

Über das Interbankgeschäft sind die österr. und EU-Banken mit den US-Banken vernetzt. Die Lehmann-Pleite verdeutlichte das enorme Ausmaß der Abhängigkeit Europas von den amerikanischen Großbanken. Kaum jemand war sich dessen im eher provinziell denkenden, bestenfalls londonorientiert agierenden Österreich und Deutschland bewußt.

Spätestens seit der Nachkriegsära sind die Kriegsverlierer Österreich und Deutschland subtil an der Kandare der USA. Eigentlich schon seit der Zwischenkriegszeit was ua diverse OSS/CIA-finanzierte Zeitungsleute und der steuernde Einfluß des Warburg-Freunds Kurt Grimm (Allen-Dulles-Informant) als Mentor der CA-BV-Vorstandsdirektoren Josef Joham, Schmidt-Chiari (in Rockefellers Trilateral Commission) und Heinrich Treichl (Vorfahr war bereits Rothschild-Vasall) bewiesen. Letzterer pflegte gute Beziehungen zum Geopolitiker und Chase-Vorstand David Rockefeller, unter dessen Fittichen Andreas Treichl bei der Chase rasch Karriere machte. Für einen regionalen Rockefeller-Vasallen mag dann vielleicht die Beachtung des Länderrisikos in SüdOsteuropa als weniger wichtig erscheinen…

Die global agierende New Yorker Hochfinanz mit ihren Medienimperien und strategischen Beteiligungen an Konzernen und ihrer Drehtürenpolitik genannten engen Verflechtung mit der US-Geopolitik hat durch kluges Empire Building seit mindestens 150 Jahren ein feingesponnenes Netz an profitablen Abhängigkeiten aufgebaut, die das Geschehen in Politik und EU für sie vorteilhaft mitbestimmen.

Gast: mountain man
30.03.2012 18:12
2 0

hoffentlich

hat sie die zahlen richtig wiedergegeben...
u irgendwie hätte sie halt doch in ihrer schottergrube bleiben sollen...

andererseits hat man so immer wieder was zum lachen, oder zum weinen... je nachdem.

6 0

Die Strukturen

können sich mit diesem Schuldenberg und den massenhaften Interventionen der Planwirtschatler ganz sicher nicht verbessern.

Im Gegenteil, des wird immer mehr Verwerfungen geben.

Gast: 78542
30.03.2012 18:06
2 0

Financial Times Deutschland


Die Euro-Zone braucht im Winter 400 Mrd. Euro für das Land x und nimmt dafür Geld aus beiden Fonds. Laut Beschluss wären dann nur noch 100 Mrd. Euro als weiterer Schutz vorhanden, die auch nicht aufgestockt werden dürften.

Das glaubt natürlich kein Mensch. Im Krisenfall würde sofort wieder aufgestockt. Am besten wäre es, immer beide Zahlen zu nennen. Einmal die verfügbaren Summen, einmal die schon verplanten. Nur erstere interessieren am Finanzmarkt.

Die Euro-Zone hat am Ende das Mindestmaß des Erwarteten beschlossen, es aber maximal schlecht verkauft. Besser wird es in Zukunft mit der Kommunikation leider nicht werden. Juncker hat mit seinem Wutausbruch noch einmal gezeigt, dass er tatsächlich keine Lust mehr hat auf den Euro-Gruppenvorsitz.

Schäuble hat im Auftrag von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wieder hauptsächlich an die eigenen Wähler gedacht, die aber bei den vielen Zahlen im Umlauf sowieso nur noch das Schlimmste glauben. Er machte nicht den Eindruck eines Mannes, der als zukünftiger Chef der Euro-Gruppe unterschiedliche Interessen zusammenbinden kann. Dass es in der Euro-Gruppe derzeit wenig gute Leute gibt, zeigt das Beispiel Fekter.

Gast: 25841
30.03.2012 18:04
2 0

Financial Times Deutschland



Die Billion - 1000 Mrd. Euro - ist wichtig nach außen, also für Staaten wie Brasilien, die demnächst auch mit Blick auf Europa ihre Kreditlinien für den Internationalen Währungsfonds (IWF) erhöhen sollen. Aber warum glaubt die Bundesregierung, dass die Brasilianer sich leichter überzeugen lassen, wenn einfach die Zahl erhöht wird. Die Brasilianer oder Chinesen können auch lesen und werden merken, dass die 100 Mrd. Euro, die dazugerechnet werden, längst ausgegeben sind. Herr Schäuble, es ist 500 Jahre her, dass man in fernen Ländern Glasperlen gegen Gold eintauschen konnte.

Den Deutschen ging es zusammen mit Österreich und Finnland darum, den Schirm eben nicht zur Euro-Billion auszuweiten. Sie wollen zwar nach außen mit großen Zahlen glänzen, im Inland aber sagen können, es sei alles nicht so schlimm. Die eigenen Wähler werden auch für dumm verkauft. Und nur nebenbei: Zahlentricksereien in Griechenland standen am Anfang der Krise, das sollte alle Minister besonders vorsichtig sein lassen.

Herausgekommen ist so ein recht merkwürdiger Beschluss. Einerseits bleibt es dabei, dass der ESM 500 Mrd. Euro ausleihen können soll. Nur auf die Anrechnung der bisher schon ausgegebenen oder verplanten EFSF-Gelder in Höhe von 200 Mrd. Euro wird verzichtet. Aus technischen Gründen bleibt aber die EFSF noch bis Mitte 2013 erhalten, einschließlich ihrer noch freien Kapazitäten von 240 Mrd. Euro. Die dürfen nur im Notfall genutzt werden und verfallen dann Mitte 2013. Beispiel: Die Euro-Zone

Gast: 15823
30.03.2012 18:02
2 0

Financial Times Deutschland

Kommentar Erst verkünden die Finanzminister eine Aufstockung des Rettungsschirms, die keine ist. Dann vergeigen sie auch noch die Kommunikation und streiten. Das schürt Misstrauen bei Wählern und Märkten. von Peter Ehrlich Kopenhagen


Dass es in der Politik zugeht wie im Kindergarten, kommt öfter vor. Dass alberne Streitereien offen ausgetragen werden, schon seltener. Was aber nicht passieren darf ist, dass solche Spielereien passieren, wenn es um hunderte von Milliarden Euro geht. Was immer Österreichs Finanzministerin Maria Fekter geritten haben mag, einen gerade erzielten Kompromiss eine Stunde früher als offiziell geplant zu verkünden - Sitzungsleiter Jean-Claude Juncker war zurecht empört. Trotzdem wäre es besser gewesen, nicht verärgert abzureisen. Ein paar ironische Bemerkungen über die hyperaktive Österreicherin hätten es auch getan.

Ist der Euro gerettet?

Ein für alle MalNur vorübergehendDas dicke Ende kommt noch
Zum ErgebnisAlle Umfragen

Aber so ist keine ordentliche Kommunikation nach außen möglich. Hoffentlich scheitert damit der von Fekter und vorher schon von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gemachte Versuch, den Rettungsschirm künstlich hochzurechnen. Plötzlich war von 800 statt von 700 Mrd. Euro die Rede, die die Euro-Schutzmauer künftig umfasst. Das seien "über eine Billion US-Dollar", heißt es in dem Beschluss der Euro-Gruppe.


 
12 3 4

Eurokrise - Die Begriffe

  • Was ist die Eurokrise? Ein Rückblick auf die Ursachen mehr...

    EFSF Der Rettungsschirm und wie er funktioniert mehr...

    Hebel für EFSF Wie man aus sehr viel Geld noch viel mehr Geld macht. mehr ...

    EFSM Der Mechanismus für Finanzstabilisierung und seine Aufgaben mehr...

    ESM Der Europäische Stabilitätsmechanismus soll 2013 den EFSF-Fonds ablösen. mehr ...

    Eurobonds Was gemeinsame EU-Anleihen bezwecken und wie sie funktionieren sollen. mehr ...

    EZB Die EZB ist Hüterin des Euro und soll eine geringe Inflation garantieren. Zumindest bis jetzt. mehr ...

    Waffen der EZB Was die "Bazooka" ist und welche anderen Waffen die Zentralbank hat. mehr ...

    IWF Der IWF ist die Finanzfeuerwehr der Vereinten Nationen und massiv an den Hilfsaktionen in Europa beteiligt. mehr ...

    Ratingagenturen Die wichtigsten Agenturen und deren Bewertungen. mehr ...

    SPIV Das Special Purpose Investment Vehicle soll die Finanzierung in Euroländern erleichtern. mehr ...

    Troika Die Troika ist eine Gruppe von Experten von EZB, IWF und EU-Kommission. mehr ...

    G20 Die 20 größten Wirtschaftsmächte repräsentieren zwei Drittel der Weltbevölkerung. mehr ...

    PSI Beim Private Sector Involvement geht es um die Beteiligung des Privatsektors an der Krisenlösung. mehr ...

    CDS Kreditausfallsversicherungen werden unter anderem dann fällig, wenn ein Land pleite ist. mehr ...

    Sekundärmarkt Der Sekundärmarkt ist der Markt, auf dem die bereits in Umlauf befindlichen Wertpapiere gehandelt werden. mehr ...

    OMT OMT ist die Abkürzung für Outright Monetary Transactions. Dahinter verbirgt sich das von der EZB am 6.September 2012 beschlossene neue Kaufprogramm von Staatsanleihen der Krisenländer. mehr ...