Griechenland hat nach Angaben des Finanzministeriums die Umstrukturierung seiner von privaten Gläubigern gehaltenen Schulden im Wert von fast 199 Milliarden Euro oder 96,9 Prozent des Nennwerts abgeschlossen. Finanzminister Philippos Sachinidis erklärte sich am Mittwoch "sehr erfreut über das Ergebnis der Maßnahme zum Anleihentausch". Er bezog sich damit auf die letzte Etappe des Schuldenschnitts, bei dem es Anfang März gelungen war, die griechischen Staatsschulden auf einen Schlag um rund 105 Milliarden Euro zu verringern.
Die Frist für die Teilnahme zögernder Gläubiger an dem Schuldenschnitt war noch einmal bis zum 20. April verlängert worden. Von den griechischen Schulden in Höhe von mehr als 350 Milliarden Euro befanden sich nach Angaben des Athener Finanzministeriums vor dem Schuldenschnitt 206 Milliarden Euro in der Hand privater Gläubiger. Mit dem Schuldenschnitt sollen die Kreditwürdigkeit Griechenlands verbessert und der langfristige Schuldenstand reduziert werden, um die Chancen für eine Sanierung der Staatsfinanzen zu erhöhen.
Der Schuldenschnitt ging einher mit dem zweiten Kreditpaket für Griechenland in Höhe von 130 Milliarden Euro. Griechenlands Gesamtschulden beliefen sich 2011 auf 355,6 Milliarden Euro oder 165,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
(APA/Ag.)

AAA bis RamschSo kreditwürdig sind EU-Länder und USA