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Euro-Krise: IWF warnt vor striktem Sparkurs

08.05.2012 | 15:35 |   (DiePresse.com)

Christine Lagarde, Chefin des Weltwährungsfonds, deutete erstmals Flexibilität im Umgang mit den Sparzielen für Griechenland & Co. an.

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor einem zu strikten Sparkurs in überschuldeten Ländern gewarnt. Dies gelte vor allem dann, wenn sich das Wachstum in den betroffenen Ländern abschwäche, sagte IWF-Direktorin Christine Lagarde am Montagabend in einer Rede vor Studenten der Universität Zürich. "Wenn das Wachstum schlechter ist als erwartet, sollten sie lieber an den angekündigten Fiskal-Maßnahmen festhalten statt sich zu sehr auf die angekündigten Fiskal-Ziele zu konzentrieren", sagte Lagarde.

Mit den Äußerungen deutete die IWF-Chefin erstmals mehr Flexibilität im Umgang mit hoch verschuldeten Ländern wie Griechenland an, die im Gegenzug für Milliardenhilfen des IWF und der EU einen strikten Sparkurs eingeschlagen haben, der aber das Wachstum zusätzlich bremst.

Athen: Wird Rettungspaket neu verhandelt?

In Griechenland und Frankreich haben bei den Wahlen am Sonntag Politiker und Parteien große Erfolge erzielt, die gegen den bisherigen Sparkurs Front gemacht haben. In Griechenland könnte nun sogar eine Neuverhandlung des 130 Milliarden Euro schweren zweiten Rettungspakets auf die Agenda kommen. In dem auf internationale Hilfen angewiesenen Land stehen rasche Entscheidungen zu Spar- und Reformschritten an. Bis Juni verlangt die Troika aus EU, IWF und EZB weitere Konsolidierungsmaßnahmen über 11,5 Milliarden Euro im Gegenzug für frisches Geld. Die Euro-Staaten hatten im Februar ein zweites Rettungspaket für Griechenland geschnürt.

Der Auftritt Lagardes hatte heftige Proteste von Studenten ausgelöst. Die Gruppierung "Uni von unten" hatte dazu aufgerufen. Sie kritisierte, es könne nicht sein, dass jemandem, dessen Politik zu Tod und Armut sowie Menschen in den Selbstmord führe, eine weitere Plattform geboten werde. In Griechenland und Italien war es vereinzelt zu Selbstmorden gekommen. Die Menschen sahen angesichts ihrer Einkommens- oder Jobverluste keinen Ausweg mehr.

(APA)

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41 Kommentare
 
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Die Raubkatze bedauert den Tod seiner Beute

Sonderbar und unheimlich klingen Lagarde's Worte. Hat doch der von ihr vertretene IWF maßgeblich dazu beigetragen, das die Sparmaßnahmen umgesetzt wurden.
Zuvor musste noch schnell der gewählte Ministerpräsident einem von der Troika abgeklopften Technokrat-Experten weichen.

Gast: mysterium
09.05.2012 00:01
1 0

Die Sparpakete stehen großteils am Papier, also was soll das Madame Juncker.


im vorauseilendem gehorsam sprach frau...


Gast: LegendIn
08.05.2012 17:45
5 1

Ein totaler Sieg der sozialistischen Internationale - Umverteilung!


Wir, die "Reichen" (Österreich, Deutschland, Holland,...) dürfen für die "Armen" bezahlen. Das Sparpaket der Regierung Faymann mit Pensionskürzungen und Steuererhöhungen für Alle ist somit eigentlich nur eine einzige "Reichensteuer". Denn jeder Österreicher ist ja reich und jeder Grieche ist arm. Auch wenn er tausende Millionen Euro ins Ausland bringt: der Grieche muss unterstützt werden.

Das nennt man "soziale Wärme" und das ist voll ganz total gut für Alle!

Also liebe Landsleute, stellt euch schon mal auf Pension mit 67 ein, damit die armen Griechen auch weiterhin mit 56 in Pension gehen können. Und für längst tote Angehörige die Pension kassieren. Usw. usw.

Antworten Gast: Halbwissen
08.05.2012 18:41
1 0

Re: Ein totaler Sieg der sozialistischen Internationale - Umverteilung!

Jetzt sehen entlich alle Österreicher einmal wie es ist reich zu sein !

Gast: Freiheit
08.05.2012 17:28
5 1

die bereitet schon die hilfe fuer frankreich vor

mit griechenland hat das wenig zu tun sondern es werden die argumente vorbereitet um frankreich aus ihrem dreck zu ziehen auf kosten der anderen natuerlich.

Gast: Man darf jetzt nicht "kaputtsparen"
08.05.2012 17:17
2 0

Wir müssen uns gesundverschulden !

Frage an die Redaktion: Gibt es tatsächlich Leser, die das Foto von Frau Lagarde mit der Lupe unter dem Bild vergrößern?

Antworten Gast: dik
08.05.2012 17:33
1 0

Re: Wir müssen uns gesundverschulden !

Ja, ich "gestehe". Ich habe Lagarde vergrößert. Wie alt ist sie eigentlich ?

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Da bekommt man direkt Sehnsucht nach DSK

Er hatte wenigstens wegen seiner Entwicklungshilfe-Aktivitäten keine Zeit, um so ein Schmarrn von sich zu geben. Wann wehren sich die anderen IWF Länder endlich? Sie arbeitet nur für Frankreich.

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...

mardal

Der Pleitegeier kreist wieder enger über Griechenland

In den kommenden 30 Tagen müsste Griechenland Zinstermine für begebenen Anleihen wahrnehmen. Einzig, die Regierung fehlt dafür.

http://bit.ly/Jcreue

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Das Geld kommt in ein Fond

um Frankreich zu helfen, die 35 Stunden und die Rente mit 60 zu finanzieren, und die Atomlobby.

Ich versuch's zu verstehen, klappt aber nicht

Wieso muss sich das Wachstum abschwächen, wenn der Staat seine Ausgaben senkt, sprich Staatsverschuldung kontrolliert herunterfährt ?
Und welches Wachstum eigentlich ?

Deutschland hat bis vor kurzem noch Entwicklungshilfe an China gezahlt, weiss nicht, ob das schon gestoppt wurde. Die letzte Meldung zur Veruntreuung von Steuergeldern waren Zahlungen an die stinkreichen Aldi zur Unterstützung der Schulung der Mitarbeiter. Ich bin mir sicher, Multimilliarden könnten eingespart werden, ohne dass das "Wachstum" beeinträchtigt wird.
Was hat der privatwirtschaftliche Sektor mit Einsparungen im Staatshaushalt zu tun ?

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EU hat bisher gehandelt wie die Griechen

Geschenke in die ganze Welt verteilt, das ihr nicht gehört, um hoffiert zu werden.

2 0

Re: Ich versuch's zu verstehen, klappt aber nicht


Wenn ein Staat sich verschuldet, dann gibt er das geborgte Geld aus. Im Idealfall für Investitionen, im schlechtesten Fall für unnötiges Staatspersonal.

Auf jeden Fall führt das ausgegebene Geld dazu, dass das BIP größer wird. Bei Investitionen sofort, bei Gehaltszahlungen dann, wenn die Gehälter ausgegeben werden.

Jedoch kann der Effekt auf das BIP deutlich höher sein, als die reine Schuldensumme, wenn das zusätzliche Geld im Wirtschaftssystem weiterrotiert. Bei einem BIP von z.B. 100 Milliarden kann also eine zusätzliche Verschuldung des Staates von z.B. 5 Milliarden nicht nur zu einem Wirtschaftswachstum von 5% führen , sondern wenn das zusätzliche Geld z.B. 4 x pro Jahr umgeschlagen wird, zu 20% Wirtschaftswachstum.

Vorausgesetzt alle anderen Parameter bleiben gleich und das zusätzliche Geld wird ausschließlich für weiter Ausgaben eingesetzt.

Wenn der Staat nun seine Ausgaben kürzt, dann gibt er weniger Geld aus und das eingesparte Geld wird dem Wirtschaftskreislauf entzogen. Der Effekt der Einsparung kann deutlich stärker ausfallen, als die eigentliche Einsparung, weil durch die nicht getätigten Ausgaben des Staates, sowohl Firmen, als auch Personen das damit verbundenen Einkommen fehlt und sie selbst dadurch weniger ausgeben. Das bedeutet z.B., dass eine Einsparung von z.B. 3% zu einem Rückgang des BIP von 9% führen kann.

Re: Re: Ich versuch's zu verstehen, klappt aber nicht

Die "alternative" Methode wäre, den Bürgern mehr Geld in der Tasche zu lassen. Wenn diese ihr Geld selbst ausgeben, verdoppelt sich die Effektivität für die Wirtschaft. Denn die brauchen keine 50% der Mehreinahmen für die Verwaltung des Geldausgebens.

Zusätzlich erhöhen sich sogar die Steuereinahmen, diesmal nicht über höhere Steuern (was die Wirtschaft eher abwürgt), sondern durch vermehrten Umsatz und Produktion.

Was bisher alle (nnenenswerten) Steuersenkungen, in praktisch allen Ländern (inkl. Putin's Rußland) zeigten.

PS: und auf das Steuerniveau der letzten Anpassung (kann mich schon gar nicht mehr erinnern, wann das bei uns letztmals war) zurück zu gehen, bedeutet für den Staat bei weitem nicht die "Hosen runter zu lassen".

Ich versuch's zu verstehen, klappt aber nicht

So weit bin ich mit Ihnen einverstanden. Aber: ein gesunder Staat lebt von dem Geld, welches er rechtmässig dem Wirtschaftskreislauf in Form von Steuern entzieht. Damit finanziert er seine Beamten, das Schulsystem, die Landesverteidigung u.a. der Allgemeinheit dienende Einrichtungen. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden.
Nur, Deutschland ist zur Zeit mit mehr als 2 Billionen Euro verschuldet, Österreich mit 217 Milliarden - wo rotiert Ihrer Meinung nach das Geld ? Es müsste doch die Wirtschaft beflügeln wie ein Feuerwerk. Das Geld ist weg, so wie die 350 Milliarden in Griechenland. Und dagegen sträuben sich die ehrlichen Bürger, dass sie weiter ausgenommen werden von der Finanzpolitmafia. Lagarde animiert unsere Volksvertreter weiter Schulden zu machen ohne dass diese Vollpfosten mitbekommen, dass damit die Zinslast so langsam den Staatshaushalt erdrosselt.
Aber ich bin etwas von der Eingangsfrage abgekommen. Der Anteil von Staatsaufträgen sollte in einer freien Marktwirtschaft marginal sein. Die Autobahn muss nicht jedes Jahr neu gestrichen werden. Ausbesserungsarbeiten können vom Erlös aus dem Verkauf der Vignetten finanziert werden. Unseren Volksvertretern zahlen wir nur so viel, wie es sich der Staat leisten kann.
Wir wollen kein neues Geld vom IMF !

Antworten Antworten Antworten Gast: Reflector
09.05.2012 00:04
0 0

Re: Ich versuch's zu verstehen, klappt aber nicht

Sie meinen m. E. das Problem des Geldwesens an sich.

Heutiges Geld entsteht nur durch Schulden, also durch Kreditaufnahme bei Banken wird es erst 'erzeugt' (Fiat)

Verschuldung bedeutet aber natürlich auch, dass es eine Forderung durch den Gläubiger gibt, d. h. das durch diese Schuld geliehene Geld (oder davon abgeleitete weiteres Verschuldungsgeld = fractional) zirkuliert mehr oder minder schnell und wie auch immer im Geldkreislauf.

Problem des heutigen Geldwesens ist aber, dass es immer mehr Forderungen als real zirkulierendes Geld gibt. Zumindest um den Betrag der Zinsen und ZinsesZinsen.

Damit wird aber klar, dass
niemals alle Schulden zurückgezahlt werden können und
damit niemals alle Forderungen erfüllt werden können.

Aber diese bleiben in der Regel aufrecht. Somit ist die Konsequenz die, dass, um die laufenden Gesamtforderungen irgendwie abdecken zu können, immer im Gesamten neue Kredite aufgenommen werden müssen (Nicht von allen zu gleichen Teilen natürlich).

Am Anfang dieses exponentiellen Systems ist die Steigerung der Verschuldung (Forderung) unauffällig (Ö Beginn 70 er), je weiter aber diese fortgeschrieben oder sogar erhöht (Neuverschuldung!) wird, desto offensichtlicher wird diese.

Oder kurz, dieses 'Geld' besteht nur aus 'Zahlen' in den 'Büchern' der Geldgeber (Banken) und wurde nie in Umlauf gesetzt.

Hier nett erklärt:

http://www.youtube.com/watch?v=_h0ozLvUTb0

Wird die Differenz (Geldnot vs. Forderungen) so offensichtlich, ist ein Zyklusende nah.

0 1

Re: Ich versuch's zu verstehen, klappt aber nicht

...

Wirtschaftssystem

Das kapitalistische System wird so oder so untergehen.
95 Prozent des Geldes besitzen 3-5 Prozent der Menschen auf der ganzen Welt. Die restlichen 5 Prozent des Geldes teilen sich die restlichen 95-97 Prozent.
Desweiteren ist das Wirtschaftssystem auf Zinsen und Zinseszins aufgebaut, und der Mensch selber ist leider nicht in der Lage Exponentiell zu denken sondern Linear.
Diese exponentielle Steigerung wir beim Zinseszins sowie auch beim Zins angewendet.
Darüber hinaus wird so viel Geld gedruckt, dass es in Wirklichkeit nicht gibt. Den sie hat keinen materielle Grundlage. Sie ist Virtuell.

Re: Wirtschaftssystem

...wenn wir doch nur ein wirklich kapitalistisches Wirtschaftssystem hätten! Dann gäbe es keine bail outs und die Banken, die schlecht wirtschaften, würden einfach pleite gehn!

In Wirklichkeit ist dies eine SOZIALISTISCHE Krise, welche sich aufgrund des sozialistischen Geldmonopols der EZB sowie den keynesianischen Heilslehrern der Finanzminister (Krugmann und co.) die behaupteten durch Schuldenmachen könne ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum erzeugt werden.

Sich auf Schulden reichkonsumieren funktioniert nur eine gewisse Zeit. Es gab mal eine Werbung: Heute Kaufen, später bezahlen.

Nun sind wir an dem Punkt angelangt, der in der Werbung: Später heißt!

Re: Re: Wirtschaftssystem

Das ist es ja.
Sie machen Schulden über Schulden um die Wirtschaft ,,anzukurbeln", und sind nach einer Zeit (wie einige EU-Länder) nicht einmal mehr in der Lage ihre Zinseszinsen zurück zu zahlen.
Die Frage ist an wen sind diese Länder verschuldet. Wer ist im Besitz dieser Banken bzw. wer sind diese Personen?

Antworten Antworten Antworten Gast: Reflector
09.05.2012 00:21
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Re: Re: Re: Wirtschaftssystem

(...)
Wer ist im Besitz dieser Banken bzw. wer sind diese Personen?
(...)

Eventuell sogar sind Sie ein Eigentümer, direkt oder indirekt. Über Ihren Pensionsfond, ihre Versicherung etc.

Interessant ist aber, dass sich das System beinahe selbst frisst. Denn nur wenige die es irgendwie geschafft haben die Grenze zur Oberschicht zu erreichen hätten zwar prinzipiell die Möglichkeit in Krisenzeiten adequat durchzukommen, werden aber oftmals Opfer ihrer eigenen Fehler bzw. vom wütenden Mob dem ohnehin von oftmals wirklich Verantwortlichen eingetrichtert wird, dass alle Reichen sie beschi++en hätten.

Zum Problem der Schulden bzw. des Schuldgeldes siehe hier:
http://www.youtube.com/watch?v=_h0ozLvUTb0

Gast: Hans im Glück
08.05.2012 16:09
5 0

Ich hab es schon immer gesagt...

Sparen bringt nichts!!!

Man muss Schulden machen. Man muss alles zum Fenster raus hauen.

Dann, und nur dann werden wir alle reich und glücklich.

Oder doch nicht?

In den fetten Jahren hat man nicht gespart.
Jetzt in der Rezession ist kein Geld da. Man muss es Drucken.

Alle die Papiergeld haben werden durch das kommende Gelddrucken ihr hart erspartes verlieren.

Darum muss man alles in Sachwerte umwandeln.
Da haben leider viele über die letzten Jahrzehnte Scheuklappen aufgebaut und kennen nur Verträge und Papier. Jetzt ist ein Wendepunkt erreicht. Wer nicht umdenkt wird es bereuen.

Also Kauft euch was schönes. Schenkt euren Frauen Schuhe, Blumen ... Wer immer noch was zum Sparen über hat soll Silber, Gold, Wald, Acker usw. kaufen.

Alle anderen Papierwerte werden ihren heutigen Wert verlieren.

Ich wünsche allen, die Mut genug haben ihr finanzielles Schicksal in die Hände zu nehmen, gutes Gelingen!

Antworten Gast: Halbwissen
08.05.2012 18:49
0 0

Re: Ich hab es schon immer gesagt...

Ich kaufe lieber eine Schuhfabrik und einen Blumenladen !

Wenn Sie mir sagen was ... ist, kaufe ich die ....Hersteller auch noch.

Antworten Antworten Gast: Hans im Glück
09.05.2012 07:57
0 0

Re: Re: Ich hab es schon immer gesagt...

Timing ist alles!!!

Ich warte lieber bis der Schuldenabbau vollzogen wurde.

Dann werde ich vieleicht auch eine Schuhfabrik und einen Blumenladen kaufen.

Es wird halt etwas billiger für mich sein.

 
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