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Nowotny: "Alle machen sich Sorgen um Griechenland"

10.05.2012 | 13:02 |   (DiePresse.com)

Für den OeNB-Gouverneur sei es aber zu früh, über einen griechischen Euro-Austritt zu reden. Auch das an Athen verborgte Geld müsse man mitberücksichtigen.

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In Europa und in der Europäischen Zentralbank (EZB) wachsen die Sorgen vor einer Eskalation der Griechenland-Krise. Die Situation sei "sehr ernst" zu nehmen, sagte am Donnerstag der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) und EZB-Rat Ewald Nowotny. Die Risiken seien gestiegen.

Derzeit ist es äußerst unklar, ob das schuldenbeladene Land seine Sparzusagen an die Geldgeber einhält oder seine Pflichten außer Acht lässt. Viele Experten reden bereits einem Austritt Athens aus dem Euro das Wort. Für Nowotny sind solche Schlussfolgerungen zu früh. Jetzt gehe es einmal um ein klares Bild einer Regierungskonstellation. "Alles andere muss man abwarten. Ich bin kein Experte in griechischer Innenpolitik. Ich bin nicht sicher, ob es überhaupt welche gibt", räumte Nowotny ein. "Natürlich mache ich mir Sorgen, wenn man sieht, dass hier doch erhebliche Risiken auftreten. Alle machen sich Sorgen", bestätigte der Gouverneur.

Nowotny sieht steigende Risiken

Auch die von Österreich an die Griechen verborgten 1,56 Milliarden Euro, von denen Bernhard Felderer inzwischen ausgeht, dass sie nicht wieder zurückkommen (mehr dazu ...), sind für Nowotny ein Punkt, der mitberücksichtigt werden müsse. Jeder Ökonom müsse darüber nachdenken, was sei, wenn man sein Geld nicht zurückerhalte. "Das heißt nicht, dass wir damit rechnen", so Nowotny. Es sei jedenfalls für alle Betroffenen wichtig, zu einer vernünftigen Lösung zu kommen.

Alles sei eine Frage des politischen Willens in Griechenland, hier aktiv zu werden, resümierte Nowotny heute. "Ohne diese Fähigkeit das zu zeigen wird es sehr schwierig sein, weitere Maßnahmen zu setzen." Wenn der Euro-Rettungsfonds EFSF jetzt einen Teil der fälligen Zahlung zurückhalte, sei dies ein Hinweis darauf, dass hier steigende Risiken gesehen werden, sagte Nowotny. Es liege in der Verantwortung der griechischen Politik, alles zu tun, diese Risiken wieder zu begrenzen.

 

 

(APA)

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9 Kommentare
Gast: Bärenfalle...
10.05.2012 18:38
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Hihi...

Na wenn der alte rosa Brillenträger Nowotny von "sehr ernst" faselt ist es wohl angebracht die Vorräte im eigenem Keller zu überprüfen.

Gast: freund?
10.05.2012 17:50
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ich mache mir NULL sorgen um griechenland,



ich mache mir sorgen um UNS, die die politidioten da mit hineingehängt haben- ohne not !

:-)

Er rechnet nicht damit, dass GR ggfs. die 1,5Mrd. nicht zurückzahlt.
Na dann hoffen wir, dass zurückgezahlt wird.

Ansonsten ist seine Rechnung nämlich um schlappe 1.500.000.000 falsch.

Ich persönlich halte die Tatsache, dass dieser Staat so tut, als würde das Geld zurückfliessen, inzwischen für grob fahrlässig.

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In Europa plagen uns

ziemlich klar deflationäre Tendenzen und Ängste. Da wird es in einigen europ. Ländern heftige Rezessionen geben, bzw. gibt es diese bereits.


1,39 Milliarden € = fast 20 Milliarden Schilling

die nun für Sozialleistung, Bildungspolitik, Investitionen fehlen.

Danke, Schwarz-, Rot- und GrünwählerInnen!

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Novotny hat den Österreicher sehr viel Geld gekostet.

-obwohl er es damals besser gewusst haben sollte, als mittels seiner machtposition schwindlige griechische Staatsanleihen kaufte. Was man jetzt von ihm zu hören bekommt ist eine Verhöhnung der Geprellten.

Gast: nexin
10.05.2012 13:46
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Laut Fekter aber ein gutes Geschäft für Österreich

oder doch nicht.....?

Gast: 1. Parteiloser
10.05.2012 13:40
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Dem Nowotny geht ordentlich die Muffn!

Der hat doch, als Vollverantwortlicher, in die OeNB etwa um 2.000 Mio. Euro Staatsanleihen von Griechenland hereingenommen. Diese Anleihen sind noch immer zu vollen Wert als Vermögen in den Büchern der OeNB!

Das würde dann bedeuten, dass die OeNB ein negatives Eigenkapital aufweisen würde, rechtlich gesehen also Insolvenz anmelden würden, wenn der "Staat" nicht schnell eine Kapitalerhöhung durchführt.

Welch dramatische Auswirkungen eine Abschreibung über 2.000 Mio. Euro haben würde, das zeigt sich im direkten Vergleich mit dem Gewinn 2010 über lächerliche 21 Mio. Euro.

Das die wenigen Beschäftigten bei der OeNB gleich über 100 Mio. Euro an jährlichen Personalaufwendungen bedeuten, das ist eine weitere Auswirkung des Regierungsversagens.

Wegen Griechenland hatten die Österreicher aber schon Milliardenverluste (nicht die Parteibonzen). Bei den Nachfolgeorganisationen der Kommunalkredit wurde ein Teil auch schon gebucht, weitere erhebliche Ausfälle sind wahrscheinlich (auch aus P/ESP/I). Dann noch die bilateralen Kredite, welche auch nach Meinung vom IHS Chef ausfallen werden und dann noch die OeNB Milliarden. Zusammen gewaltige Summen, welche von der Regierung ans Ausland umverteilt wurden.

Ich würde meinen, dass diese Vorgänge ein Verb.rechen an den Österreicher waren und dafür jede verfassungsrechtliche Grundlage gefehlt hat und noch immer fehlt.

Die sind zu weit gegangen, alle Österreicher werden brennen und leiden.

Antworten Gast: derökonom
10.05.2012 17:47
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Re: Dem Nowotny geht ordentlich die Muffn!

ich bin kein spezieller freund der oenb.

aber mit ihrem satz, "alle österreicher werden brennen und leiden", übertreiben sie maßlos.

ja es ist schei....
aber es ist nicht das ende der welt.

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