26.05.2013 04:00 Merkliste 0

EFSF-Chef: „Der GAU muss vermieden werden"

11.05.2012 | 17:05 |  von Stefan Riecher (Die Presse)

Klaus Regling, Chef des Rettungsvehikels EFSF, hält wenig von angelsächsischen Professoren und einem griechischen Euro-Austritt. Im Notfall müsse die EFSF eben auch Spanien und Italien retten, meint Regling.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

"Die Presse": Wird Griechenland in zwölf Monaten noch Teil der Eurozone sein?

Klaus Regling: Das hoffe ich. Es liegt an Griechenland selbst, ob es den Prozess der schwierigen Anpassung weitergeht. Die jüngsten Wahlergebnisse haben die Lage sicherlich schwieriger gemacht.

Finanzinstitute wie die Citibank sprechen von einer mehr als 50prozentigen Chance, dass die Griechen die Eurozone verlassen. Welche Prozentzahl würden Sie nennen?

Es macht wenig Sinn, eine konkrete Zahl zu nennen. Der Euroraum möchte, dass Griechenland dabei bleibt. Es sind sehr große Unterstützungsprogramme finanziert worden und die privaten Gläubiger haben auf Forderungen von 107 Mrd. Euro verzichtet. Griechenland hat eine Chance, mit der richtigen Reformpolitik wieder eine tragbare Schuldensituation zu erreichen. Wenn das Land Sparkurs und Strukturreformen durchhält, wird es von Europa auch weiterhin unterstützt werden.

Und wenn nicht?

Darüber soll man im Moment nicht spekulieren. Wir warten nun ab, ob es eine Regierungsbildung gibt. Wenn nicht, wird es Neuwahlen geben und dann werden wir weitersehen.

Nehmen wir an, Griechenland verlässt den Euro. Sie und andere sprechen oft von „katastrophalen Folgen", ohne Details zu nennen. Wie schlimm wäre ein Austritt tatsächlich?

Es wäre die teuerste Lösung für alle Beteiligten. Das ist der Grund, warum die Regierungen des Euroraums alles tun, damit Griechenland dabei bleibt. Der GAU muss vermieden werden. Laut einer Studie der UBS-Bank würde ein Austritt Griechenlands die europäischen Steuerzahler im ersten Jahr zumindest 100 Milliarden Euro kosten. Möglicherweise auch deutlich mehr, weil etwaige Folgekosten nicht klar absehbar sind.

Die Hilfsprogramme der EU sowie die Geldpolitik der EZB haben das Risiko für die Steuerzahler beträchtlich erhöht. Haben Sie die teuerste Lösung durch ihre bisherige Hilfspolitik aktiv herbei manövriert?

Nein, es ist genau andersrum. Zu Beginn der Krise wäre es teurer gewesen, nun haben sich die Marktteilnehmer besser auf alle Eventualitäten eingestellt. Aber es ist weiterhin sinnvoll, Griechenland zu helfen. Ein Austritt aus dem Euro würde zu einer Verelendung in Griechenland führen. Es kann und darf uns als Europäer nicht egal sein, wenn ein Land an unserer Südostflanke im Chaos endet. Ganz abgesehen davon müssten die zentral- und westeuropäischen Banken erhebliche Verluste einstecken.

Viele Ökonomen sagen, ein Verbleib im Euro kann nicht funktionieren, weil es dem Land an Wettbewerbsfähigkeit fehlt. In der Vergangenheit wertete das Land die Drachme regelmäßig ab, in der Eurozone geht das nicht mehr.

Das ist so eine typische Sicht, die oft von angelsächsischen Professoren kundgetan wird. Das trifft die europäische Wirklichkeit überhaupt nicht. Griechenland ist doch gerade dabei, seine Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

In welchen Bereichen?

Ganz grundsätzlich. Das kann man anhand verschiedener Indikatoren ablesen. Die Exporte steigen, obwohl die Gesamtwirtschaft schrumpft. Man kann mit den richtigen Reformen einen guten Aufholprozess in Griechenland in Gang setzen. Erste Anfangserfolge sind schon da.

Können Sie einen konkreten Bereich nennen, in dem Griechenland international wettbewerbsfähig ist?

Die Einkommen sinken um 20 bis 30 Prozent. Damit sinken die Kosten und viele Produkte werden günstiger. Ich höre oft, dass die Griechen nichts exportieren können, aber das ist Unsinn. Es gibt Potenzial in der Landwirtschaft, im Schiffsbau, in der Sonnenenergie und natürlich im Tourismus.

Die Rendite auf zehnjährige spanische Staatsanleihen ist vergangene Woche wieder auf mehr als sechs Prozent angestiegen. Reicht die Feuerkraft der EU aus, falls auch Spanien kein Geld mehr von den Investoren bekommt?

Die Feuerkraft, wenn man alle zugesagten Mittel auf europäischer Ebene addiert, beträgt 1,2 Billionen Euro. Das inkludiert den Schutzschirm des EFSF beziehungsweise künftig des ESM, sowie zugesagte zusätzliche Ressourcen für den Internationalen Währungsfonds. Davon sind mehr als 800 Mrd. Euro nach wie vor verfügbar. Das reicht für alle denkbaren Fälle aus.

Die Euroländer müssen heuer Schulden von 800 Mrd. Euro refinanzieren, 2013 von mehr als 900 Mrd. Euro.

Es nimmt doch niemand an, dass Länder wie Deutschland und Österreich ihren Finanzbedarf nicht selbst decken werden können.

Und wenn sich die Lage in Spanien und Italien weiter verschlechtert?

Für Länder wie Spanien und Italien hätten wir genügend Mittel zur Verfügung. Der Refinanzierungsbedarf für ein Jahr ist geringer als die Feuerkraft der EFSF. Ich möchte aber betonen, dass ich nicht davon ausgehe, dass diese Länder diese Mittel tatsächlich benötigen werden.

Gehen Sie davon aus, dass die Steuerzahler einen Großteil der bisher geleisteten Hilfen wiedersehen werden?

Ja, nehmen wir Irland und Portugal als Beispiel. Irland ist eine Erfolgsgeschichte. Die Iren haben das Leistungsbilanzdefizit in einen Überschuss verwandelt, sind wieder wettbewerbsfähig, weil sie die Löhne reduziert haben. Und auch Portugal erfüllt alle Auflagen, das hat die Troika aus EU, EZB und Internationalem Währungsfonds erst kürzlich wieder bestätigt.

Bleibt neben Griechenland vor allem Spanien. Das Land verfehlte sein Defizitziel für 2011 klar und muss eventuell 100 Mrd. Euro oder mehr für die Rettung seiner Banken ausgeben.

Der Start der neuen Regierung war etwas holprig. Aber das hat sich gebessert. Ministerpräsident Rajoy, der das Amt im Dezember übernommen hat, will die Ausgaben deutlich strikter kontrollieren als die Vorgängerregierung.

Und wenn das nicht gelingt?

Nur über negative Szenarien zu spekulieren bringt doch nichts. Reden wir doch nicht ständig irgendwelche Katastrophen herbei.

Zur Person
Der Deutsche Klaus Regling ist Chef des Hilfsvehikels EFSF (Europäische Finanzstabilisierungsfazilität). Zuvor arbeitete der 61jährige unter anderem für das deutsche Finanzministerium, wo er für die Euroeinführung zuständig war. Zwischenzeitlich war Regling auch als Chef der Europäischen Zentralbank im Gespräch – der Job ging schließlich an Mario Draghi.

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12. Mai 2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

49 Kommentare
 
12
Gast: omg
14.05.2012 22:14
0 0

es ist zu befürchten

das der Mann nicht weiß wovon er redet. Die Zeit wird seine Worte Lügen strafen !

erheblich teurer?

wieso wäre es erheblich teurer gewesen wenn Griechenland sofort Pleite gegangen wäre?
die Banken hätten wir auch direkt, ohne Umweg über Griechenland stützen können!?
jetzt haben wir 270 Milliarden Staatsanleihen in der EZB wir haben zwei rettungsschirme auf die Griechenland zu gegriffen hat und Griechenland ist erst Pleite---> folgezahlungen in Milliarden beträgen kommen auch noch...könnte man bei solchen Interviews vielleicht wieder ein wenig tiefer in die Materie gehen? immer pauschal- es wird teurer zeigt nicht unbedingt von investigativen Journalismus
ich glaub wir und die Manager werden da so richtig verarscht.
wir, weil wir nur der gemeine Mob sind und die EU weil sie entweder für ihr Arbeit nicht geeignet sind oder einfach nur für irgendwelche anderen Interessen handeln!

Gast: Vogel Strauss
14.05.2012 09:18
2 0

Hr. Regling war als oberster Beamter unter Kohl ...

... mitverantwortlich dafür, dass Länder wie Italien u. GR in die Währungsunion aufgenommen wurden. Ebenso der Herr Juncker ... nun versuchen diese Leute, die sich ein bisserl geirrt haben (was uns Milliarden kostet), die Welt nach ihrem Bild zurecht zu rücken! Und niemand protestiert dagegen! Es sollte eigentlich 'Occupy Brüssel' geben ...

Gast: Paul S
13.05.2012 19:38
1 0

Ökonom ?

Hat er keine Ahnung oder ist inkompetent? Kann er keine Zahlen lesen oder kann er sie nicht deuten? Die ganze Südschiene gleitet gerade in eine tiefe Rezesion,die Arbeitslosen zahlen explodieren,der Typ sieht aber "rosa". Jetzt weiß Mann warum solche "experten" NIE eine Stelle in die Realwirtschafft kriegen werden.

Gast: Bärenfalle...
13.05.2012 17:38
1 0

GAU

Tja, GAU bezeichnet ja nur den "Größten anzunehmenden Unfall" .. und wie wir aus der Kraftwerkstechnik wissen fällt so ein GAU dann doch meist erheblich größer aus als "anzunehmen" war.

Dann schauen wir mal wieweit die "Feuerkraft" der EU reicht...

Immerhin, die zunehmende Militarisierung der verwendeten Begriffe, vom Schutzschirm zu Rettungsschirm, zu Bazooka, zu Feuerkraft zeigt wie brenzlig die Lage sein muss.

Tja, spätestens wenn aus Brüssel der Euro-Endsieg über die Märkte und Spekulanten verkündet wird ist es wohl Zeit sein Konto endgültig abzuräumen.


Gast: Zweibuchstabenzone
13.05.2012 14:50
4 0

Boah!

Es riecht schlicht nach V e r b r e c h e n. Vor 20 Jahren hätte man sich das noch nicht vorstellen können.

4 0

Klaus Regling, Chef des Rettungsvehikels EFSF, hält wenig von angelsächsischen Professoren und einem griechischen Euro-Austritt. Im Notfall müsse die EFSF eben auch Spanien und Italien retten, meint Regling.

von welchen Nebeneinkommen lebt der denn ganz gut ?!

Würde man beginnen alle retten zu wollen, würden selbst Summen in unvorstellbarer höhen niemals ausreichen !

Oh Mann, WO haben wir uns da hineinreiten lassen, und WIE kommen wir da wieder einigerweise schmerzfrei heraus, sollte unsere Politiks eher beschäftigen als sich um Klinkerlitzchen (Ausschüsse welche nichts bringen) zu kümmern !

Gast: Unbeteiligter
13.05.2012 13:06
3 0

Glaubt den Eu fanaten kein Wort ...

Sondern zieht diese Verfassungsbrecher und Lügner endlich zur Verantwortung

Tod der eu !

Gast: Reflector
12.05.2012 16:54
5 0

Relings feuchte Träume

Entweder ist er wirklich so naiv und hat keinen Durchblick oder er lügt schamlos.

Diese Rettungsvehikel gehören sofort weg. Der ESM ist die Aufgabe der autonomen Bestimmung der Staaten über ihr Budget und jeder Mandatar der dafür stimmt, begeht Hochverrat.

http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0

Und zu Hr. Reling, am billigsten wäre es gekommen, wenn GR gar nicht erst dem € Raum beigetreten wäre.

http://frontal21.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/Frontal-21/2942216/22387194/38a931/Dokumentation-Die-Griechenland-Luege.html

Warum soll man also nach einer derartigen Lüge den Politikern noch irgend etwas glauben Hr. Reling? Und nun ist die ESM und 'nur mit € gibt es eine heile Welt' Lüge an der Reihe.

Und natürlich wäre ein füher Ausstieg GR aus dem € billiger gewesen und damit wären heute für das Land vielleicht sogar schon wieder Perspektiven da.

Aber was natürlich durch die 'Garantiepolitik' und der Einführung dieser unnötigen 'Vehikel' passierte, war, dass das Risiko von den angeschlagenen Finanzinstituten auf die Gesamtbevölkerungen übertragen wurde und munter mit Politiker bzw. Hochverräterhilfe wird.

Und die Finanzinstitute sind natürlich nicht an Austritte einzelner Länder aus dem € oder EU interessiert, das ist ganz klar.

Und ihr Marionetten plappert alles nach was den Finanzinstituten recht und billig ist.

Das ist der wahre Grund Hr. Reling!

Aber dieses Spiel ist vorbei, ihr steht ohne Kleider da und bald werden es alle sehen!

6 0

Inkompetenz in Reinkultur.

Ich frage mich, glaubt der Herr wirklich, das was er hier von sich gibt? Wenn dies das Niveau der Top-Manager in Brüssel ist, dann gute Nacht Europa.

2 0

Re: Inkompetenz in Reinkultur.

zeig nur einen in Brüssel, welcher sich wirklich für die europäische Gemeinschaft einsetzt, ohne aber einzelne Länder zu gefährden, weil von der Bonzität dazu angehalten und von dort genau dafür zusätzlich bezahlt !

Darum erlaubt man ja auch keinerlei Kritik oder Gegewehr, denn die wird mittels totaler Überwachung versucht zu verhindern.

Gast: Curd Eagle
12.05.2012 15:22
3 0

Nur der EFSF muss vermieden werden, wie aus Prof. Dr. Hans Werner Sinns Aussagen herauszuhören ist (Video Nr. 5):

Zum Anfixen: http://www.youtube.com/watch?v=1rvPPxnITzU&feature=related

Zur Erweiterung: http://www.youtube.com/watch?v=FyZLdSfv1G0&feature=related

Die leichtere der schwierigen Kost: http://www.youtube.com/watch?v=QERfizizp28

Die schwierigere der schwierigen Kost: http://www.youtube.com/watch?v=w-Kqp4Bm3qQ

Die absolut unverdauliche Wissenschaft. Oder: Wenn er es sagt, wird es ernst – sehr ernst!
http://www.youtube.com/watch?v=yI4g8Ti6eTM

Die Erklärung der Geldtheorie, wie sie kaum jemand kennt:
http://www.youtube.com/watch?v=ruII5Q5AQfg

http://www.youtube.com/watch?v=0COhz3fHpqg&feature=relmfu

http://www.youtube.com/watch?v=QwFoDvZYQZ0&feature=relmfu

http://www.youtube.com/watch?v=2_IJkcJTw4o&feature=relmfu

http://www.youtube.com/watch?v=j2CrCEuiDys&feature=relmfu

0 0

Re: Nur der EFSF muss vermieden werden, wie aus Prof. Dr. Hans Werner Sinns Aussagen herauszuhören ist (Video Nr. 5):

zu Video Nr 1, eine etwas naiver und zu mathematikgläubiger Wissenschaftler oder was sich halt da so nennt,

das Leben ist nicht mathematisch abbildbar, daher nur eine andere Art des Kaffeesatzlesens, nach 5 Minuten war noch immer nichts erhellendes,
HW Sinn schätze ich sehr, der ist zwar oft für einen NWWler schwer verdaulich, aber man kann seine Logik nachvollziehen.
so werde ich mich durcharbeiten, dauert wohl einige Stunden

Gast: Kompetenz
12.05.2012 14:50
1 0

Klaus Regling: Das hoffe ich.

Wer schon hofft ist mir suspekt.

I have a dream....

Barroso hat sich aufgehängt, Schäubles Rollstuhl hat einen Patschen und das Pygmäenpäärchen (Originalzitat Nigel Farage) van Rompuy-Ashton ist in die Antarktis ausgewandert,,,,
Wann wird diesem elenden und verelenden Zirkus ein Ende gemacht?
Nachher muss halt jeder seine Reste aufsammeln und neu beginnen---es kann ja nur mehr besser werden , wenn dieser Moloch sich aufgelöst hat !!

2 0

Re: I have a dream....

ein wahrlich schöner Traum der leider nicht in Erfüllug gehen wird, da man bereits vorgesorgt, in vielen Ländern (auch in unserem) die unfähigsten Politiker an die loakel Macht gehievt hat, welche all die Tragweiten gar nie verstehen können aber auch gar nicht wollen solange ihr Gehalt und lokaler Einfluss (noch) bestehen bleiben darf !

Würde man heute über einen Beitritt in diese Union abstimmen, gäbe es ein klares NEIN dazu und das wissen die Band.iteros auch sehr genau weshalb auch keine Volksabstimmungen zugelöassen werden.

Antworten Gast: DocEx
12.05.2012 14:16
7 0

Re: I have a dream....

Die ganze EU-Bürokratie sollte auswandern!

Mit etwas Streamlining im Augiasstall Brüssel lässt sich mit der halben Mannschaft der doppelte Effekt erzielen - und nur halb soviel Schaden für Europas Bürger anrichten.

Regling und seine EFSF sind ein Beweis dafür:
Die USA sind bekanntlich auch eine Währungsunion mit 50 Bundesstaaten, die alle ihren eigenen Staatshaushalt haben. So hat Utah im Januar seine Goldreserven erhöht. Auf der anderen Seite waren in den vergangenen Jahren Minnesota und Kalifornien zahlungsunfähig. Kalifornien ist immerhin der siebtgrößte Wirtschaftsraum der Welt.
Warum ist da nicht der Dollar untergegangen oder Kalifornien zum Peso zurück? Bernankes Antwort:

BAILING OUT A STATE IS NOT AN OPTION.

Die Väter der Maastrichter Verträge haben diese eiserne Regel in den Art.125 AEUV (keine Schuldenhaftung) übernommen.

Seit der faktischen Zahlungsunfähigkeit Griechenlands in 05/2010 wird dieser Vertrag gebrochen, angeblich um Griechenland und DEN EURO zu retten, in Wahrheit werden DIE EUROS des 'privaten Sektors' auf Kosten der europäischen Bürger gerettet. Es ist eine gigantische Umschuldung zugunsten der Kapitalbesitzer.

Besonders die deutschen Kapitalbesitzer haben ihre unterschlagenen Euros nicht in Deutschland, sondern aus Rendite-Gier in den ClubMed-Ländern angelegt, die diese Euros ebenfalls nicht nachhaltig investiert, sondern damit Party gefeiert haben.

Wer hat etwas von 'Kalifornien-Rettung' oder Dollar-Financial-Stability-Fiscal-Facility gehört?

ist das auch einer dieser sogenannten "Eliten"?


3 0

es wird auch so 100 Mia € kosten, denn war nun geschieht,

ist schlicht und einfach nur Erpressung, und Erpresser gehören in die Quarantäne und nicht mit Geld ausgestattet.

Aber diese Moral der Griechen traut sich niemand zuzugeben.

Gast: 1. Parteiloser
12.05.2012 08:59
7 0

EFSF und ESM können den Super GAU nicht verhindern!

Auch bei dieser Darstellung werden die gewaltigen Probleme von Frankreich wieder vollkommen ausgeblendet. Wenn Frankreich fällt, dann geht es um knapp 2 Billionen Euro und das steigen alle Hilfsmöglichkeiten aus. Der IWF schafft das nie, EFSF und ESM auch nicht, die EU schon gar nicht. Auch die EZB würde da nur kurz helfen können, der Euro dann eben etwas später ins Nirwana gehen.

Diese ausgeuferte komische Planwirtschaft in F im Umverteilungswahnsinn hatte schon unter Sarkozy eine Staatsausgabenquote von gut 55%. Defizite von über 100 Mrd. Euro pro Jahr in Phasen einer guten Konjunktur (2010/11) zeigten die Unfinanzierbarkeit auch deutlich auf. Daher hatte Sarkozy auch ein Sparpaket geschnürt, welches auch vorwiegend dem einnahmenseitigen Sparen verpflichtet war und damit die volksw. Leistung in F weiter beeinträchtigt.

Jetzt wird aber der Hammer kommen, wenn Hollande auch nur einen Teil seiner abstrusen Ideen umsetzen wird. Noch mehr Umverteilung, sehr früher Pensionsantritt und noch höhere Steuern werden einfach die zur Versorgung der Gesellschaft notwendigen Leistung noch weiter reduzieren. Die Defizite müssen steigen und F wird sich bald auch nicht mehr am freien Markt finanzieren können, weil die 2 Billionen Schuldengrenze genauso durchbrochen werden wird wie die Schallmauer von 100% des BIP.

F wird den Euro in die Luft jagen und die EU gleich mit dazu.

Es sind die irren Staatsausgaben, welche auf jeden Fall den Euro und die EU ins Nirwana schicken werden!

Gast: OOPS-Gast
12.05.2012 07:51
5 0

Blabla

Es gibt Potentiale... blabla....die Kosten sinken...blabla...Ganz abgesehen davon müssten die zentral- und westeuropäischen Banken erhebliche Verluste einstecken....

OOPS

Darum geht es. Die Bankenmafia will, dass der europäische Steuerzahler für ihre Gewinne blecht. Wir zahlen, sie profitieren - so einfach ist das.

Der GAU muss vermieden werden.

Klaus Regling war doch der zuständige Verantwortliche in Brüssel, der die griechische Finanzentwicklung zu überwachen hatte.
Wahnsinn!

http://www.youtube.com/watch?v=13lkdkXzPFs&feature=player_embedded#!

3 0

Re: Der GAU muss vermieden werden.

erschütternd, und da hat unsere Regierung,
Mitgespielt im Verschweigen, wie bei ACTA, Festplatten Erpressungsabgabe usw.

Gast: Voll überzeugt
12.05.2012 00:25
6 0

Ja, welcher "GAU" denn??

Zweifelt hier etwa jemand am grandiosen Endsieg des Euro??

Antworten Gast: Zeitzeuge
13.05.2012 11:58
1 0

Re: Ja, welcher "GAU" denn??

... ein Freudscher Versprecher eben... (totlach)

14 0

Eindeutig

Wenn ich Chef einer unötigen Pseudobehörde wäre, würde ich mich auch gegen eine Auflösung derselben wehren.

 
12

Eurokrise - Die Begriffe

  • Was ist die Eurokrise? Ein Rückblick auf die Ursachen mehr...

    EFSF Der Rettungsschirm und wie er funktioniert mehr...

    Hebel für EFSF Wie man aus sehr viel Geld noch viel mehr Geld macht. mehr ...

    EFSM Der Mechanismus für Finanzstabilisierung und seine Aufgaben mehr...

    ESM Der Europäische Stabilitätsmechanismus soll 2013 den EFSF-Fonds ablösen. mehr ...

    Eurobonds Was gemeinsame EU-Anleihen bezwecken und wie sie funktionieren sollen. mehr ...

    EZB Die EZB ist Hüterin des Euro und soll eine geringe Inflation garantieren. Zumindest bis jetzt. mehr ...

    Waffen der EZB Was die "Bazooka" ist und welche anderen Waffen die Zentralbank hat. mehr ...

    IWF Der IWF ist die Finanzfeuerwehr der Vereinten Nationen und massiv an den Hilfsaktionen in Europa beteiligt. mehr ...

    Ratingagenturen Die wichtigsten Agenturen und deren Bewertungen. mehr ...

    SPIV Das Special Purpose Investment Vehicle soll die Finanzierung in Euroländern erleichtern. mehr ...

    Troika Die Troika ist eine Gruppe von Experten von EZB, IWF und EU-Kommission. mehr ...

    G20 Die 20 größten Wirtschaftsmächte repräsentieren zwei Drittel der Weltbevölkerung. mehr ...

    PSI Beim Private Sector Involvement geht es um die Beteiligung des Privatsektors an der Krisenlösung. mehr ...

    CDS Kreditausfallsversicherungen werden unter anderem dann fällig, wenn ein Land pleite ist. mehr ...

    Sekundärmarkt Der Sekundärmarkt ist der Markt, auf dem die bereits in Umlauf befindlichen Wertpapiere gehandelt werden. mehr ...

    OMT OMT ist die Abkürzung für Outright Monetary Transactions. Dahinter verbirgt sich das von der EZB am 6.September 2012 beschlossene neue Kaufprogramm von Staatsanleihen der Krisenländer. mehr ...