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Griechen-Ausstieg kostet Österreich bis zu 7,7 Mrd. Euro

14.05.2012 | 14:35 |   (DiePresse.com)

Beim "Grexit" drohen Haftungen bis zu 3,1 Milliarden schlagend zu werden. Dazu kommen bilaterale Kredite und EZB-Beteiligungen in Milliardenhöhe.

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Wie viel ein plötzlicher Zahlungsausfall oder Euro-Austritt Griechenlands die EU kosten würde, darüber kursierten in den vergangenen Tagen Schätzungen zwischen 280 (Citibank) und 400 Milliarden Euro (JP Morgan). Für das österreichische Budget dürften jedenfalls kurzfristig Haftungen in Höhe von bis zu 3,1 Milliarden Euro schlagend werden. Zu den bereits bilateralen Krediten von 1,6 Milliarden könnten noch Abschreibungen der EZB auf Griechen-Anleihen, die Österreich mit weiteren drei Milliarden treffen, kommen. In Summe müsste der österreichische Steuerzahler in diesem Szenario für 7,7 Milliarden Euro aufkommen.

Sollte die Republik der Nationalbank frisches Geld zuführen müssen, drohen weitere Ausgaben. Zahlen wollten weder das Finanzministerium noch der neue IHS-Chef Christian Keuschnigg nennen. "Quantifizieren kann ich das noch nicht", erklärte Keuschnigg, der Professor für öffentliche Finanzen ist. "Österreich hat sich aber an allen europäischen Aktionen beteiligt."

Österreich haftet für drei Prozent des EFSF

Zusätzlich zu den knapp 1,6 Milliarden Euro an bilateralen Krediten, die die Alpenrepublik bisher gewährt hat, haftet Österreich für 2,99 Prozent der Ausgaben des provisorischen Rettungsschirms EFSF. Wie bekannt haben SPÖ, ÖVP und Grüne am 29. September 2011 im Nationalrat für den Euro-Rettungsschirm eine Staatshaftung von bis zu 21,6 Milliarden Euro abgegeben.

Weil der EFSF in den vergangenen acht Wochen schon 103,7 Milliarden Euro Griechenland-Hilfen ausgegeben hat, würden auf Österreich beim sogenannten "Grexit" (Griechenland-Exit) 3,11 Milliarden Euro an Haftungen entfallen. Zum Vergleich: Bilaterale Kredite und und möglicherweise fällig werdende Haftungen würden dem Doppelten der Lohn- und Einkommenssteuerentlastung bei der letzten Steuerreform 2009 entsprechen (2,3 Milliarden Euro).

Nicht eingerechnet, weil bereits ausgegeben, ist auch die Milliarde, die VP-Finanzministerin Maria Fekter der staatlichen KA Finanz zuschießen musste, damit diese die Verluste aus ihren Griechenland-Papieren tragen kann.

Drei Milliarden Euro an EZB

Einen wahrscheinlich dreistelligen Milliardenbetrag müsste die Europäische Zentralbank, an der die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) mit 1,94 Prozent beteiligt ist, abschreiben. Die EZB hat in den vergangenen zwei Jahren um etwa 50 Milliarden Euro (Nominale) Hellas-Anleihen angekauft. Dazu kommen weitere 103,7 Milliarden Euro, die die griechische Zentralbank der EZB im Rahmen des Clearingsystems "Target 2" schuldet und die im Fall eines Euro-Austritts notleidend würden.

Wie viele Griechenland-Kredite in welcher Qualität noch in der Zentralbank lagern, ist in der Öffentlichkeit unbekannt. Sollten die Target 2-Verbindlichkeiten und das Anleihenprogramm SMP voll ausfallen, sind rund 150 Milliarden Euro an EZB-Aktiva betroffen. Rein rechnerisch müsste die OeNB in einem solchen Fall etwa drei Milliarden Euro nach Frankfurt zahlen, um den Status quo beim Eigenkapital aufrecht zu erhalten. Das ergibt eine Überschlagsrechnung.

Auch nach Exit soll Geld nach Athen fließen

Um ein solches Szenario zu verhindern, wird gerade fieberhaft nach Möglichkeiten gesucht, nach einem Euro-Ausscheiden weiter EFSF-Milliarden nach Griechenland rollen zu lassen - mit dem Ziel, die Griechen in die Lage zu versetzen, ihre Kredite bei den EU-Ländern und der EZB zu bedienen, berichtet die deutsche Tageszeitung "Die Welt".

Schon jetzt werden die sogenannten Griechenlandhilfen fast ausschließlich zur Bedienung der griechischen Staatsschulden verwendet: So überwies der EFSF am vergangenen Donnerstag 4,2 Mrd. Euro nach Athen, um sicherzustellen, dass die Griechen am kommenden Freitag eine fällig werdende drei Milliarden-Anleihe an die EZB zurückzahlen können.

(APA)

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184 Kommentare
 
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GEURO

Nach dem schon zu Beginn eingeführten Teuro kommt nun also der Geuro dann der Peuro, Ieuro, Seuro und schließlich der Deuro. Hauptsache die Bürgerabzocke kann noch lange fröhlich weiterlaufen.
Österreich sollte nicht den Aeuro abwarten sondern noch heute den Schilling wieder einführen.

EFSF und ESM und vielleicht noch EURObonds sind nichts anderes als Verkauf der Gegenwart und Zukunft Österreichs

Das gehört einmal klipp und klar gesagt.

Hier wurden auf Kosten der österreichischen Steuerzahler irrwitzige Haftungen eingegangen, in der Annahme, wohl besser nicht mehr als eine Hoffnung, dass diese nie schlagend werden würden.

Und genau diese Haftungen sollen jetzt noch einmal erhöht werden, um ggf. Spanien, Italien und Frankreich et. al. zu schützen. Am Ende muss sich Österreich selbst schützen.

Kein Wunder, dass die österr. und EURO-Zone Politiker alles tun um diesen Fall nicht eintreten zu lassen: Sie müssten dann zugeben, dass ihre Aktionen bis zum heutigen Zeitpunkt ein "va banque" Spiel ohne Vergleich in der jüngeren Zukunft waren und sind.

Und es komme mir keiner, dass man es 2010 nicht hätte wissen können: Es hat genug warnende Stimmen über die eingeschlagene EURO-GRE-Rettungsstrategie gegeben - sei es von Ökonomen oder Politiker.

Aber damit genug sollen jetzt auch noch EURObonds eingeführt werden: Sogar "Genosse" Leitl, der Herr soll sich jetzt einmal entscheiden, ob er für die österr. Unternehmer oder für die Eurochambre spricht, setzt sich für diese ein - oder zumindest eine Variante davon.

Und genau diese "Rettungsstrategie" führte dazu, dass Griechenland die EURO-Länder erpressen kann - seine Drohungen bedrohen die jetzt regierenden Politiker und natürlich auch die Banken.

Kein Wunder, dass letzere schon ihren Wunschkatalog abgegeben haben http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/schuldenkrise-chaotischer-grexit-befuerchtet-11759175.html

Gast: ASVG-Sklave
22.05.2012 11:09
0 0

Im Jahr 2015 kostet ein Grexit

Im Jahr 2015 kostet uns Steuerzahler ein Grexit nicht 7,7 Mrd €, sondern 30 Mrd €. Bis dorthin müssen wir mit Pensionkürzungen und alle möglichen Kürzungen rechnen, während die reichen Griechen & auch die Zockenbanker ihre Schäfchen längst in Trockenes gelegt haben. Wenn wir jetzt unsere Stimme nicht erheben, bis dorthin sind wir selbst unter der Rettungschirm und Diktat von Brüssel und kein Mensch auf unsere Stimme hört.

Gast: isagsgleiichworsned
15.05.2012 17:56
0 0

Ende mit Schrecken

Besser ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende, denn GR ist ein Fass ohne Boden aus dem rasch von den 3,1 Mrd. auch 10 werden können.

Gast: unbeteiligter
15.05.2012 09:06
2 0

Der Volksaufstand wird vom Süden Europas ausgehen...

und die Eu und den Euro hinwegfegen.

das Motto: Haltet die Diebe

Brüssel wird als Wolfschanze 2 in den Geschichtsbüchern vorkommen und jeder Eu-Fanat verachtet und verspottet werden...

Sparguthaben werden durch hohe Inflation vernichtet

...und das blüht uns bald. Die EU-Druckerpresse läuft ohne Gnade auf Hochtouren, die Spuren werden wir bald merken.

Österreich sollte die Schweiz als Vorbild nehmen und wieder glücklich werden...

Antworten Gast: jessasna 11
15.05.2012 16:38
0 0

Re: Sparguthaben werden durch hohe Inflation vernichtet

Die Schweiz und Norwegen sind ein bisserl außerhalb der Norm - die einen wegen finanz, die anderen wegen Öl.

Gast: mir reichts
15.05.2012 06:12
3 0

xxx

ja, die eu ist schon ein supergeschäft. nur nicht für die zahlenden mitglieder.

Gast: Gut informiert
15.05.2012 05:20
3 0

Das ist gar nichts

Dei Griechen sollen so schnell wie moeglich raus. 3,1 sind nichts. Dafuer sind wir diesen Schwindel endlich los.

Der Platz der Griechen ist nicht in Europa, sondern bei den Tuerken, Azeris, Georgiern, Armeniern....

Gast: zinseszins
15.05.2012 05:05
3 0

gewinn teilen einige wenige.verluste bezahlt die allgemeinheit.


Re: gewinn teilen einige wenige.verluste bezahlt die allgemeinheit.

Genau, Gewinne werden privatisiert, Verluste verstaatlicht.

Gast: test
15.05.2012 00:26
0 0

Bewusstseinsprung

Also ich glaube wir sind alle mitten in einem Evolutionssprung. Es werden immer mehr Stimmen und sie werden lauter. Wenn man durch die Foren liest dann sieht man, dass 90 % der Leute den Politikern nicht mehr glauben. Unser Geldsystem basiert auf Schuld und der Crash wird sicherlich kommen da er unausweichlich ist. Und den Menschen wird es immer mehr bewusst, dass wir immer mehr einer Diktatur gleichkommen. Und irgendwann wird es den Menschen reichen nur zu hoffen, dass sich was ändert und sie werden sich selbst darum kümmern der heutigen Oligarchie zu zeigen wem der Staat gehört. Es ist nämlich, laut Verfassung, das Volk!!

Gast: test
15.05.2012 00:18
0 0


10 0

Da wird Spindelegger noch 100 Reden an die Nation halten müssen

um auch nur 10% der Österreicher bei den nächsten Wahlen davon zu überzeugen, dass mit unserem Steuergeld zum Wohle der Österreicher gearbeitet wird.
7 Milliarden an die Griechen zu verschenken ist für mich jedenfalls nicht nachvollziehbar. Parteien, die so etwas beschließen, sind für mich auf Jahrzehnte hinaus unwählbar.

Re: Da wird Spindelegger noch 100 Reden an die Nation halten müssen

7 Mrd. ?
Wenn der Spuk vorbei ist, kommen Ihnen die 7 Mrd. wie exakt *nichts* vor.


Re: Da wird Spindelegger noch 100 Reden an die Nation halten müssen

Ich wette, nach einem dreisten Lügenwahlkampf, werden die Regierungsparteien wohl wiederbestätigt werden...

Gast: werbistdu
14.05.2012 22:30
10 0

Angesichts des Verrat`s

....unserer Politiker an das österr. Volk, muß dennen ja förmlich der Angstschweiß stehen, wenn sie an die kommende Wahl denken.
Das österr. Volk ist ja geduldig und gutmütig, aber jetzt ist eine Schwelle überschritten, die wirklich nachdenklich stimmt.

Und ...

Und was kostet es Österreich, wenn die Griechen den €uro behalten? Bisher sollen wir Risiken von an die 30 Milliarden übernommen haben (FM).

Re: Und ...

Der Unterschied ist in der Tat marginal - es ändert sich nur der Zeitpunkt, an dem es zum Crash kommt. Wir haben defacto schon lange die Druckerpresse an den Süden verliehen. Die Rechnung dafür zahlen wir so oder so.

Gast: Sfsg
14.05.2012 22:16
9 0

EFSF und EMS

Und je länger diese Krise dauert, umso mehr Haftungen werden auflaufen und umso höher wird die Rechnung. Wir sind in einem tiefen Strudel, aus dem wir bald nicht mehr ohne schwersten Schaden herauskommen werden. Österreich sollte gemeinsam mit anderen den Euro verlassen und einen Hartwährungsbund eingehen. Gut, dass unsere Haftungen und Schulden in Euro notieren, das könnte uns im Fall der Aufwertung der neuen Währung helfen.

Antworten Gast: test
15.05.2012 00:23
0 0

Re: EFSF und EMS

das wissen unsere Politiker auch aber offensichtlich sind nicht sie diejenigen die die Gesetze machen. Wie sonst ist es denn möglich dass alle Staaten, Unternehmen, Privatpersonen und teilweise Banken verschuldet sind? irgendwer muss ja das ganze Geld haben. Und das sind diejenigen die alles steuern.. Geld ist Macht.. Die Notenpresse zurück an den Staat und weg mit den Banken

Re: EFSF und EMS

Dafür ist es bereits zu spät - verlassen die Schwachen jetzt die Eurozone, müssen die Forderungen an die EZB (unsere Haftungen) abgeschrieben werden. Das zahlt der Steuerzahler hier dann.

Gast: griechischerwein
14.05.2012 22:09
1 0

mrd über mrd. für die korrupti politik in GR und den bankenmärkten- und deswegen sollen die österreicher länger hackeln, zahlen und genau darum werden von faymann/SPÖ die pensionen nach 45 langen versicherungsjahren abgeschafft.


Anfang

am ende wird neben griechenland auch spanien, portugal , italien und andere zu ihrer alten währung wechseln. österreich ev auch nicht ausgeschlossen.

im letzten spiegel wurden auf antrag dokumente aus der kohl-zeit veröffentlicht, in denen dezitiert steht, dass italien nicht reif für den euro ist.
aber die politiker setzten sich über wirtschaftliche tatsachen hinweg.

sicher auch in österreich das selbe.
aber warum liest man sowas nicht auf österreich bezogen?

verhaberung, freunderlwirtschaft, inseratengeschäfte usw...

ÖVP

für den Ex- FM Pröll war der griechenland deal ein geschäft, wegen der guten zinsen.

bei der "figur" spindelegger kann jeder ein mateschitz werden.

und das vertrauen in die ÖVP kann man mit einer launigen rede wiederherstellen, indem man pilz und petzner als "figuren" bezeichnet.
diese wortwahl entspricht den moneten-sager der mikl-leitner.
es wird immer tiefer in der wortwahl und kultur der ÖVP.

Hurra

Die Banken sind gerettet, die Verluste trägt der Steuerzahler.

Die Pleite war doch schon lange klar. Es ging nur noch darum, soviel wie möglich aus der Haftung der Banken hinüber in staatliche Haftungen zu übertragen.

 
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