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"Grexit kostet Österreich im besten Fall fünf Mrd. Euro"

15.05.2012 | 08:54 |   (DiePresse.com)

Bank Austria-Ökonom Bruckbauer warnt vor den Kosten eines Austritts der Griechen aus der Eurozone. Er hält eine Einigung zwischen den beiden Parteien für die bessere Lösung.

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Der EU und damit auch Österreich würde ein Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone Milliarden teuer zu stehen kommen. Davon ist Bank Austria-Chefvolkswirt Stefan Bruckbauer überzeugt, der im "Ö1-Morgenjournal" von Kosten für Österreich von fünf Milliarden Euro - im besten Fall - spricht.

Sollte es der EU nicht gelingen, den Flächenbrand einzudämmen, dann wären die Kosten viel höher, warnt Bruckbauer. Der österreichische Steuerzahler müsste dann tief in die Tasche greifen. Eine Eskalation "hart auf hart" zwischen Athen und der Eurozone würde ein Vielfaches kosten. Derzeit pokern beide Seiten hoch. Die Griechen möchten sich nicht mehr an die Zusagen für Sparmaßnahmen halten, die Euro-Gemeinschaft will sich dieses Verhalten nicht gefallen lassen.

Griechen-Anleihen nichts mehr wert

Die Wiedereinführung der Drachme hätte für Griechenland desaströse Folgen, meint der BA-Chefökonom. Das Vermögen der Griechen würde sich möglicherweise innerhalb von Tagen, wenn nicht sogar von Stunden, halbieren. Der Euro bliebe Zweit-Währung und würde von den Griechen gehortet. Zugleich würde es Schuldscheine in Euro geben. "Es wäre ein Chaos für Griechenland und Europa", so Bruckbauer.

Würde Griechenland aus dem Euro, nicht aber der EU austreten, hätte es außerdem Anspruch auf weitere Hilfszahlungen. Die griechischen Anleihen bei der EZB der europäischen Zentralbank wären dafür von einem Moment auf den anderen wertlos. Einen wahrscheinlich dreistelligen Milliardenbetrag müsste die Europäische Zentralbank, an der die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) mit 1,94 Prozent beteiligt ist, abschreiben. Rein rechnerisch müsste die OeNB in einem solchen Fall etwa drei Milliarden Euro nach Frankfurt zahlen, um den Status quo beim Eigenkapital aufrecht zu erhalten. (Mehr dazu ...)

In Summe ist Bruckbauer fest überzeugt, dass eine drastische Lösung, in der Griechenland aus der Währungsunion rausgekickt wird, den Österreichern mehr kostet als ein Nachgeben.

(Red.)

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66 Kommentare
 
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EU-Austritt für Freiheit und Rechtsstaat!

Griechenland sollte gleich aus der EU austreten. Könnte ein Vorbild für Österreich werden:

www.eu-austritt.blogspot.com

Gast: pleiti
15.05.2012 22:07
0 0

Hauptproblem Spanien

Griechenland ist nicht das Hauptproblem des Euros. Das ist schon eingepreist.

Spanien hat zusammen rund 1800 Mrd Auslandsschulden, 24,4 % Arbeitslosigkeit, eine negative Leistungsbilanz, ein Kaputtsparpaket, 312 Mrd EZB Gelddruckkredite, 270 Mrd Target 2 Verbindlichkeiten, 6 Millionen leerstehende kreditfinanzierte Immobilien, Banken am Zusammenbruch, eine enorme Kapitalflucht usw.

Da ist der Ofen so gut wie aus. Fällt Spanien fällt der Euro und damit die EU.

Die Fehlkonstruktion Euro zeigt hier ihr wahres Gesicht.

Den Euro aufzulösen wagt in der Eu niemand. Dann wird das System explodieren. Spanien wird versuchen noch alles herauszuholen und dann aus dem Euro aussteigen. Dann fällt das Pyramidenspiel Euro zusammen.

Das Endspiel Euro hat längst begonnen und schreitet zügig voran.

Warum zieht niemand die Notbremse ?


Warum zieht niemand die Notbremse ?

Die Antwort haben Sie sich im Grunde selbst gegeben. Die Notbremse wurde nicht eingebaut.
Ergänzen möchte ich noch, dass die Jugenarbeitslosigkeit bei 50% liegt, die Zinsen für bestehende Schulden auch schon jenseits der 6% und das bei schrumpfender Wirtschaft.
Mit diesen Daten ist eine Gesundung ohne Abwertung kaum möglich.
Und bei diesen Arbeitslosenzahlen wird die Anzahl an Leuten, die laufend weniger zu verlieren haben, irgendwann zu gross werden.

Gast: Griechenland
15.05.2012 19:55
0 0

Flächenbrand

Ich weiss nicht wie blöd wir uns noch anstellen
müssen um mit dieser EU unterzugehen.
Wenn ich denke wie gut es uns einmal gegangen
ist vor dem EU Beitritt und wie wir noch unsere
Währung den Schilling hatten und wenn man
so nachdenkt was man heute für den Euro
bekommt, fast gar nichts mehr. Die Preise
steigen und steigen und die Löhne ziehen nicht
mit. Wenn das so weitergeht wird sich dieser
Flächenbrand noch ganz stark ausbreiten und
dann Gnade uns Gott.

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Re: Tabuthema

Bevor Österreich untergeht, kann es vielleicht noch rechtzeitig aus der EU aussteigen. Bei der nächsten Nationalratswahl tritt nämlich die EU-Austrittspartei Österreichs an.

PS: Der EU-Austritt Österreichs ist ein Tabuthema und deshalb hat die Presse vermutlich auch noch keinen einzigen Artikel über die EU-Austrittspartei geschrieben. Macht aber nichts. Wir werden es auch so schaffen :-)

Gast: weiterdenkend
15.05.2012 19:04
0 0

Grexit kostet Österreich im besten Fall fünf Mrd. Euro

und den Banken wahrscheinlich mit der üblichen Risikoverlagerung gar nichts...

Eigentlich sagt dieser "Experte", daß Nationalbankgouverneur Novotny (SPÖ) zum Krenreiben ist.

Denn der hat die Politik der EZB mitbestimmt. Oder nur die hochbezahlte Pfote gehoben als es um die Grundsatzentscheidung ging, Ramschanleihen zu kaufen, oder eben nicht.

1 unze ist 1 unze und bleibt eine unze


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Re: 1 unze ist 1 unze und bleibt eine unze

Und 1 Euro ist 10 Euro ist 100 Euro ist...

Re: Re: 1 unze ist 1 unze und bleibt eine unze

ziemlich bald: 1 unze = 1000 euro, 1 unze 10,000 euro, 1 unze = 100,000 euro ;-)))

abwarten bis der zauberlehrling super mario das wasser aufdreht

Dummes Geschwätz eines wohl ziemlich

unfähigen Bankers!

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Re: Dummes Geschwätz eines wohl ziemlich

Oh, er mag durchaus fähig sein, aber vielleicht war ein wenig Eigeninteresse bei der Wortmeldung im Spiel...

0 0

ja wenn Ihr wieder die Banken fragt...

die bisher überwiesenen 380 Mrd gingen an Banken
also warum sollte das nicht so weitergehen?

Gast: Es wird jeden Tag schrecklicher!
15.05.2012 17:55
0 0

und sonst ist eh noch alles in Ordnung???.....

....."Sollte es der EU nicht gelingen, den Flächenbrand einzudämmen" heisst übersetzt, DIE EUROPÄISCHEN STEUERZAHLER MÜSSEN WEITERHIN DIE SCHULDEN DER GRIECHEN BEZAHLEN, WEIL SONST WIRDS NOCH ÄRGER......das ist ja die gleiche Arbeitsmethode, wie die von der Mafia, ENTWEDER IHR BEZAHLT DAS "SCHUTZGELD", ODER DIE SCHÄDEN WERDEN NOCH GRÖSSER....Bitte, WELCHE Politiker haben uns da an die Mafia verkauft und WARUM???

Gast: Verstimmter
15.05.2012 17:05
4 0

Man merkt die Absicht

Der Herr Bruckbauer hat auch immer in Kundenveranstaltungen behauptet, eine Inflation sei gar nicht möglich.
Alle Banken die sich in Griechenland zu viel exponiert haben sind natürlich gegen einen Exit da sie (und nicht wie bisher) der Steuerzahler den Ausfall zu tragen hätten!

Wieviel hättens denn gern?

Allein in den letzten Tagen las ich:

3

oh nein, 5

und aktuell erst: 7 Mrd

würde das kosten.

Na mal sehen, was wirklich rauskommt (so wir die Wahrheit erfahren werden).

Re: Wieviel hättens denn gern?

weitaus mehr

weil der bank-run nicht vermieden werden kann

Antworten Antworten Gast: Milliarden
15.05.2012 19:59
0 0

Re: Re: Wieviel hättens denn gern?

Ja, und die Milliarden liegen ja eh alle
in der Schweiz und in Liechtenstein die
armen Banken, die EU wird untergehen
und wir mit ihr.

Re: Re: Wieviel hättens denn gern?

Das ist mir schon einsichtig.

Was ich nicht verstehe ist die Berichterstattung, die so unterschiedlich wie falsch ist.


Re: Re: Re: Wieviel hättens denn gern?

hat aus meiner sicht nur einen einzigen grund:

moeglichkeit a) frosch wird in ein heisses wasser geworfen, spuert die unmittelbare hitze & huepft wieder heraus

b) frosch wird in kaltes wasser geworfen, verharrt dort und das wasser wird langsam erwaermt. frosch bleibt drinnen bis er stirbt wegen der hitze

die medien waehlen moeglichkeit b. was waere los, wenn in der presse stuende, oesterreichs banken haben einen kapitalbedarf von 100 mrd euro und sind BANKROTT. morgen frueh stuenden alle am schalter der bank an und wuerde soviel abheben wie moeglich.
da dank fraktionellen reservesystem nicht jeder an sein geld kommen wuerde (eigentlich, fast keiner!) braechen grosse unruhen aus.

so kocht man uns eben schoen langsam. die leute glauben weiterhin, ihr geld ist sicher auf der bank, ihr sparbuch ist sicher, ihre lebensversicherungen sind sicher. wie die schafe grasen sie alle friedlich auf der wiese. und wenn alles crasht, sagt wieder jeder - das hat ja keiner voraussehen koennen.


Ha Ha

Sie sagen alle Huch was das uns kostet wenn Griechenland aus dem Euroraum oder gar aus der EU austritt.
Ach , hat das bisher nichts gekostet?
Und vor allem ist die Frage , kann eigentlich einer dieser Hampelxperten denn sagen wie LANGE noch müssen Millarden , wenn nicht gar Billionen an die Griechen ( Banken ),überwiesen werden?
Ein Jahr, 5,10,100 Jahre?
Ach, und das ist natürlich viel billiger als der Austritt Griechenlands?
Ein Schnäppchenpreis sozusagen!

3 0

Bank Austria-Ökonom Bruckbauer warnt vor den Kosten eines Austritts der Griechen aus der Eurozone. Er hält eine Einigung zwischen den beiden Parteien für die bessere Lösung.

und wen wundert es das so jemand eine derartige "EXPERTISE" abgibt ?!

Gerade die Muttergesellschaft dieses "Ökonomen"ist in gehörigen Schwierigkeiten und wird noch sehr viel Steuergelder brauchen, er selbst auch weiterhin viele schöne Boni; also was soll der denn sonst von sich geben ?!

Ein Bank-Ökonom warnt, dass ein Griechenland-Exit Österreich Geld kosten würde...

Ein Schelm, wer jetzt denkt, dass seine Sorge in Wirklichkeit eine ganz andere ist...

http://www.banken-in-die-schranken.eu

2 0

Re: Ein Bank-Ökonom warnt, dass ein Griechenland-Exit Österreich Geld kosten würde...

reine Panikmache, damit man das Volk weiterhin eingeschüchtert einfacher kontrollieren und zum bezahlen kann !

Zudem weiss angeblich NIEMAND welche eventuellen Kosten wirklich enstehen könnten, ausser dem netten Herrn im vom Volk bezahlten Nadelstreif ?


Gast: grexit3
15.05.2012 14:18
0 0

guter Vorschlag von Marc Faber

Alle Euroländer sollten zu ihren lokalen Währungen zurückkehren, den Euro als Parallelwährung aber behalten.

Genau so wie man mit dem US Dollar in ganz Südamerika zahlen kann, wenn man will, so könnte man den Euro in Europa oder anderen Kontinenten weiter verwenden.

Alle Vermögenspreise der schlecht wirtschaftenden Euroländer (in Euro wird dann Griechenland um 50% ärmer) könnten dann je nach Bedarf abgewertet werden.

Bailout und Transferzahlungen von Norden nach Süden wären nicht notwendig.

Diese halten sowieso nur die Preise der Südländer künstlich hoch und verstärken noch weiter die Ungleichgewichte in Europa.


Gast: plebs potus
15.05.2012 14:05
0 1

Der Austritt ist doch schon fix

denn, es gibt ja nichts mehr zu holen für die Banken und Spekulanten, der nächste logische Schritt, will Griechenland nicht zu Albanien werden ist der Austritt aus der Eurozone.

 
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