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Moody's stuft 16 spanische Banken herab

18.05.2012 | 05:44 |   (DiePresse.com)

Spaniens Chancen, heimischen Banken zur Hilfe eilen zu können, hätten sich verschlechtert, urteilt die Ratingagentur Moody's.

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Moody's hat die Bonität von 16 spanischen Banken herabgestuft, darunter die Großbanken Banco Santander und BBVA. Die Kreditwürdigkeit der Geldinstitute habe sich um eine bis drei Stufen verschlechtert, teilte die Ratingagentur am Donnerstag in Madrid mit. Die Abwertungen spiegelten die verschlechterten Bewertungen der Banken wider, in einigen Fällen aber auch die verringerte Möglichkeit des Staates, die Banken zu unterstützen.

Spanien muss immer mehr Zinsen bieten, um sich Geld am Markt zu leihen. Zuletzt verlangten die Investoren für 2015 fällige Anleihen Renditen zwischen 4,375 und 4,876 Prozent. Im März waren die Werte noch bei 2,89 beziehungsweise 4,037 Prozent gelegen. Der Staat verfüge über eine geringere Bonität als zuvor, befand Moody's. Seine Chancen hätten sich daher verschlechtert, dass er den heimischen Banken zur Hilfe eilen könne.

Die Großbanken Banco Santander und BBVA wurden von "Aa3" auf "A3" abgewertet, Banco Popular Espanol von "A2" auf "A3". Belastet wurde ihre Bonität auch von der Rezession in Spanien, der andauernden Immobilienmarkt-Krise und der hohen Arbeitslosigkeit. Moody's bemängelt zudem eine sich verschlechternde Qualität zahlreicher Immobilienkredite aus der Zeit des Immobilienbooms.

Erst am Montag hatte Moody's die Bewertung von 26 italienischen Banken herabgestuft. Darunter waren auch Branchengrößen wie UniCredit und Intesa Sanpaolo. Der Ausblick für alle Betroffenen sei negativ, hieß es. Der italienische Bankenverband nannte die Herabstufung unverantwortlich und sprach von einem "Angriff auf Italien, seine Unternehmen, seine Familien und seine Bürger".

(Ag.)

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5 Kommentare
Gast: LegendIn
18.05.2012 11:09
1 0

Völlig zu Unrecht, diese imperealistischen Abstufungen

Es ist immer wieder das gleiche: imperialistische Agenturen stufen absolut seriöse und mit 99% Eigenkapital ausgestattete Banken ab. Um sie damit in den Ruin zu treiben.

Als Krönung werden sogar demokratische Staaten mit völlig gesunder und konkurrenzfähiger Volkswirtschaft abgestuft, welche jährlich massive Haushaltsüberschüsse erwirtschaften. Siehe Griechenland.

Böser böser Kapitalismus!

***

Wenn man den Ratingagenturen etwas vorwerfen kann dann die Tatsache, dass sie da und dort ZU POSITIV bewert(et)en. Eine Unart, diue sich seit der Lehman-Pleite aber gelegt haben dürfte.

Und wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass es tatsächlich Fieber ist, wenn das Fieberthermometer ausschlägt.

Re: Völlig zu Unrecht, diese imperealistischen Abstufungen

Was man Ratingagenturen auch vorwerfen könnte, ist, als private Unternehmen politische Entscheidungen stärker zu beeinflussen als manches Parlament ...

Die globale Implosion der Korruption

nimmt jetzt volle Fahrt auf, exponentiell.

Nichts Neues

Zuerst werden die Banken abgestuft, dann muss der Staat die Banken retten und letzten Endes muss die Staatengemeinschaft den Staat auffangen. Und wieder sollen die Spekulanten hohe Gewinne einfahren und das Risiko solidarsiert werden. Die nächste Belastung steht ins Haus, womit das größte Sparpaket in Österreich längst Geschichte ist, da es von der internationalen Entwicklung überholt worden ist.

http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/455425_Der-groesste-Betrug-bzw.-Selbstbetrug-in-der-Geschichte-der-2.-Republik.html

Antworten Gast: rai
18.05.2012 08:24
1 0

Re: Nichts Neues

Eurobonds sind vor der Einführung.
alternarivlos.

Je schneller die Bûrger aufwachen und Ihr Geld abziehen desto schneller zerbricht diese unlegitimierte Union.

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