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Nowotny: Italien und Spanien sind nicht Griechenland

24.05.2012 | 13:17 |   (DiePresse.com)

Er hält es für geradezu fahrlässig, den griechischen Staat mit anderen Ländern zu vergleichen. Die Nationalbank rüste sich für alle Eventualitäten.

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Ewald Nowotny, Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), hat davor gewarnt, die Probleme des griechischen Staates mit denen anderer südeuropäischer Länder zu vergleichen. Es sei "geradezu fahrlässig, die Probleme Griechenlands sofort auf andere Staaten zu übertragen", sagte Nowotny mit Blick auf Italien und Spanien. In Bezug auf einen möglichen Euro-Austritt Griechenlands meinte er: "Eine gute Notenbank muss für alle Eventualitäten gerüstet sein, aber sie muss nicht über alle Fragen sprechen." Die Diskussion sei von "ungesunder Hektik" geprägt, und wirke "ein bisschen wie psychologische Kriegsführung".

Warnung vor "massiven Erschütterungen"

Auswirkungen eines möglichen Griechenlandausfalls auf die Nationalbank wurden nicht beziffert, aber Nowotny warnte vor möglichen massiven Erschütterungen. Er verneinte die Frage, ob die Nationalbank eine Rekapitalisierung brauche, sollte es zu einem solchen Szenario kommen. Das Risiko sei adäquat gedeckt, sagte Vizegouverneur Wolfgang Duchatczek.

Die Nationalbank stellte am Donnerstag ihre Bilanzzahlen 2011 vor.Die Nationalbank hat ihre Risikovorsorgen 2011 um 400 Millionen Euro auf 7,2 Milliarden Euro erhöht.

Nowotny rief zur Haushaltsdisziplin in der Eurozone auf: "Zur Stabilisierung der Finanzmärkte ist strikte Budgetdisziplin nötig." Er hoffe, dass es in Österreich zu einer strikten Umsetzung des Fiskalpakts komme.

Die Konjunkturentwicklung in der Eurozone sei sehr unterschiedlich. Während die Konjunktur in anderen Ländern schlechter werde, könnte es in Österreich (und Deutschland) vielleicht zu einer Anhebung der Prognose kommen. Auf eine Frage nach Eurobonds verwies Nowotny auf Anleihen der Europäischen Investmentbank (EIB), seines früheren Arbeitgebers. Diese Anleihen seien "in einem gewissen Sinn ja Eurobonds". Nowotny wollte eine dritte große Finanzspritze durch die Europäische Zentralbank (EZB) nicht ausschließen, die EZB habe aber bereits "massive Maßnahmen gesetzt und es wäre nicht gut, den Eindruck zu erwecken, dass jedes Mal etwas Neues serviert werden muss".

(APA)

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8 Kommentare
Gast: Me Again
28.05.2012 12:19
0 0

Duchatczek

...das Risiko ist adäquat gedeckt? Un ich spinn...

Gast: africano
24.05.2012 17:38
0 0

Ist der Nowotny noch zu RETTEN ?

Es isr erbärmlich ,was sich die Leser alles anhören müssen .

Herr Nowotny, verschonen Sie uns

doch mit ihren unnützen Aussagen. Glaubt doch eh keiner mehr diesen Bullshit (frei nach Steinbrück)!

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Massive Erschütterung für die Sessel der Herren


Die ÖNB-Clowns und Ihrer Top-Gouverneur zeichnen sich insbesonders durch ihr Unnütz-Sein aus. Sie dienen nur sich selbst und ihren politischen Capos .

Eine massive Erschütterung sollte es in der Tat sein und zwar so massiv, dass es den Haufen Unnützer aus den Sesseln wirft.

... fahrlässig, die Probleme Griechenlands ... sofort zu übertragen ...

.... sofort? Daran denkt eh niemand. Aber etwas später kommen die auch noch auf uns zu.
Wir verstehen die Zwischentöne.

Re: ... fahrlässig, die Probleme Griechenlands ... sofort zu übertragen ...

Spanien: 50% Jugenarbeitslosigkeit, 25% Arbeitslosigkeit insgesamt, Weitere Zigmilliarden für das Bankensystem notwendig, 6% Wirtschafts-Schrumpfung, 6% Anleihenverzinsung, Anleihenkurs schon knapp unter Nominale.

Bitte Hr. Nowotny - Sie meinen´s ggfs. gut, aber das ist ja kindisch.
Jeder, der nur ein bisschen rechnen kann weiss, dass da gewaltig zugeschossen werden muss. Und dann tun sich nunmal Parallelen auf.

Gast: rai
24.05.2012 14:40
3 0

Die Konjunkturentwicklung in der Eurozone sei sehr unterschiedlich

deshalb kann eine gemeinsame Währung nicht funktionieren,ausser man beschneidet alle Vaterländer.
Europa ist ein Projekt der Eliten,und ohne ein zentralistisches Europa werden diese Eliten samt Ihrer Währung wieder verschwinden.


Gast: Papa Schlumpf
24.05.2012 14:39
3 0

Oje: ich ahne Schlimmstes!

Die Nowotny-Beschwichtigungsfrequenz wurde erhöht. Es wird etwas Schlimmes kommen.

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