Euro-Krise: Deutschland will Sonderwirtschaftszonen

25.05.2012 | 10:03 |   (DiePresse.com)

Mit steuerlichen Vorteilen und weniger Regulierung soll die Wirtschaft in Ländern wie Griechenland angekurbelt werden. Das schlägt die deutsche Regierung laut "Spiegel"-Informationen in einem Sechs-Punkte-Plan vor.

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Die deutsche Regierung will das Wachstum in der Euro-Zone offenbar mithilfe eines Sechs-Punkte-Plans ankurbeln. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" ohne Nennung von Quellen. Ein Bestandteil des Plans sollen demnach Sonderwirtschaftszonen in den krisengeschüttelten Randstaaten der Währungsunion sein. Man möchte so ausländische Investoren mit Steuer-Vorteilen und weniger strengen Regulierungen anlocken und damit das Wachstum ankurbeln.

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Die Krisenländer sollen zudem Treuhandanstalten nach deutschem Muster oder Privatisierungsfonds einrichten, um ihre vielen Staatsbetriebe zu verkaufen. Zudem wird vorgeschlagen, dass andere Länder das deutsche bzw. österreichische duale Bildungssystem übernehmen, bei dem eine parallele Ausbildung in Betrieb und Schule absolviert wird oder berufsbildende Schulen besucht werden können.

Das Konzept empfiehlt Ländern mit hoher Arbeitslosigkeit auch, den Kündigungsschutz zu lockern und Beschäftigungsverhältnisse mit niedriger Abgabenlast einzuführen.

(Red.)

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48 Kommentare
 
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Organisierter Steuerbetrug

Sonderwirtschaftszonen - Um Himmels Willen NEIN!!!

Sonderwirtschaftszonen locken immer nur den organisierten Steuerbetrug an und bringen letztlich das gesamte Gefüge durcheinander. Und auch Sonderwirtschaftszonen gehen schließlich immer zu Lasten der soliden Volkswirtschaften. Eben weil sie wirtschaftliche Abenteurer begünstigen.

Korsika ist ein französisches Beispiel für eine Sonderwirtschaftszone! Wo in erster Linie Briefkastenfirmen entstehen; mit dem Zweck des Gewinntransfers in die Steueroase.

Gast: Robin H.
26.05.2012 21:17
0 0

Danke

Wer ist denn Schuld daran, dass all die Produktionsstätten aus Europa nach Asien verlagert wurden ?
Da hat es soger steuerliche Vorteile gegeben- die Gruppenbesteuerung zum Beispiel, die dazu gedient hat die Anlaufverluste aus dem Aufbau von Betrieben im Ausland mit inländischen Gewinnen auszugleichen !

Geschweige denn, dass all das know how und die europäischen Arbeitsplätze ersatzlos verschwunden sind !!

Wer hat all diese Gesetze beschlossen ?????

Waren es nicht unsere TOLLEN Volksvertreter die mit Weitsicht, mit Umsicht und Verantwortungsvoll gehandelt haben und so täglich handeln ???

Danke dafür, dass inzwischen nicht nur elektronischer Mist aus China kommt, sondern neben Knoblauch auch weitere Lebensmittel ..............

nochmals DANKE dafür !!!

Liebe Gesetzesmacher !

Gast: Gast4711
26.05.2012 18:01
1 0

Zurück nach Europa

Holt endlich die Produktion von China zurück nach Europa bevor es zu spät ist. Denn China wird uns noch einmal das Fürchten lehren.

China macht dem Westen langsam aber sicher in jedem Wirtschaftssektor massive Konkurrenz. Das KnowHow dass die Chinesen nicht legal erwerben können bekommen sie halt durch staatlich massiv geförderte Wirtschaftsspionage.

Der deutsche Verfassungsschutz warnt mittlerweile massiv vor chinesischen Praktikaten und gezielte Hackerangriffe auf deutsche Mittelständler zur Informationsbeschaffung.


ich predige schon seit 2009, dass die griechen endlich von ihrem hohen ross runter steigen sollen

und damit anfangen sollten china konkurrenz zu machen

warum senkt griechenland nicht seine arbeitskosten massiv, und baut z.b ipods?
oder näht schuhe bzw t-shirts?

das ist deppenarbeit, man braucht dafür keine gut ausgebildeten leute, es verbessert die handelsbilianz, und es würde tonnenweise jobs kreieren, die zwar eintönig sind, aber wenigstens ein bisschen wohlstand und steuereinnahmen schaffen!

Außerdem sollte girechenland endlich seine preise für übernachtungen anpassen.
"2 wochen griechenland urlaub für 300€ pp **** all inclusiv" (exkl flug versteht sich)

da würden dann vermutlich zehntausende österreicher und deutsche nach griechenland ströhmen, anstatt in die türkei zu fliegen

denn fakt ist, dass gerade die türkei in touristischer hinsicht von der griechenland krise profitiert, und den griechen massenhaft touristen abhanden kommen

außerdem würde der tourismus durch den dadurch verursachten konsum divisen ins land bringen und die handelsbilianz aufbessern

Die all inclusiv clubs können die urlaube sicher deswegen so billig anbeiten, da man dank der hohen arbeitslosigkeit sicher genug leute findet die für sehr wenig geld arbeiten, und da die nachfrage in griechenland dadurch dass niemand ein geld hat generell niedrig ist, wodurch die ua die einkaufspreise weitaus geringer sind als in österreich oder deutschland

Re: ich predige schon seit 2009, dass die griechen endlich von ihrem hohen ross runter steigen sollen

Sie predigen- und keiner hört Sie. Sie Ärmster

Antworten Gast: Gast4711
26.05.2012 17:38
1 0

Re: ich predige schon seit 2009, dass die griechen endlich von ihrem hohen ross runter steigen sollen

Nur dann sollten die Griechen halt so intelligent sein und die deutschen und österreichischen Touristen nicht auch noch vergraulen. Die können froh sein, dass diese nach wie vor zahlreich nach Griechenland kommen. Schließlich ist der Tourismus in Griechenland der wichtigste Wirtschaftsbereich.

Gast: tg
26.05.2012 15:41
2 0

Warum nicht?

Produktion soll zurück nach Europa verlagert werden - es kann doch nicht sein dass es in den südlichen Ländern 20-50% Arbeitslosigkeit gibt und alle Produkte aus China kommen!

Low Cost, Niedriglohn usw. ist ALLES besser als Arbeitslose durchzufüttern während fleissig importiert wird!

Es gäbe mehr als genug Arbeit in Europa, wenn nur die (Neben-)Kosten nicht so hoch wären. Ich denke etwa an Reparaturen/Recycling. Wieviele Geräte werden heute weggeworfen und neu aus China importiert anstatt sie zu reparieren? Wieviel Müll wird verbrannt anstatt Rohstoffe wieder zu verwerten?

Gast: Schnorrer
26.05.2012 08:41
0 1

Super Idee

in den Sonderwirtschaftszonen kann man dann die umweltschädlichen Betriebe ansiedeln ohne irgendwelche Regularien - z.B. Asbestansammlungen unter freiem Himmel, Verklappen von Chemiebrühe in nahegelegene Gewässer ohne Reinigungsstufen, Fabriken mit 16 -Stunden-Tag, Kinderarbeit für die arbeitslose Jugend Europas, Super Idee!

und dann stellt man nachher fest, in DE sind die Kosten zu hoch im Gegensatz zur Sonderwirtschaftszone und man müsse mit der Regulierung, den Umweltstandards, Löhnen und Arbeitskonditionen runter.

eine billige Abwärtsspirale nach unten und alle Nachbarn sind wieder gezwungen doch mitzuziehen wegen der "Wettbewerbsfähigkeit"


Gast: commonSense
26.05.2012 08:19
7 0

Kriminelle Politiker, welche sich bewusst sind,

. . . dass die Wirtschaftsgemeinschaft nur in den Landeswährungen integriert werden könnte.
Unverständlich, dass nun Brüssel und die Länder nicht gemeinsam die Landeswährungen erwägen.

Oh ja, Sonderwirtschaftszonen

wo es keine Arbeiterrechte und keine Steuern für Arbeitgeber gibt! Genau das wird diese Staaten retten!
Man fragt sich schon langsam wo das Ende ist? Vielleicht sollte man die Leibeigenschaft wieder einführen!

Gast: So weit war ich auch schon...
25.05.2012 21:10
0 0

Mit den Überlegungen.

Geht nur nicht, dafür müßte man die Grenzen abschotten, etc..., und sehr viele Vorschriften die hier genannt sind, sind ja von der EU auferlegt worden, wie will man das erklären das die VÖST in Linz keine neuen Hochöfen errichten kann wegen den Auflagen, in Griechenland derartiges kein Problem darstellt.

Was hier die Angela versucht, ist nichts anderes als Harz IV in Griechenland zu installieren, nur das kleine Rezept fehlt, wie Volksaufstände zu verhindern sind. Wirtschaftspolitik und Sanierung ohne den Faktor Mensch zu berücksichtigen geht über eher kurz als lang schief!

Der Verkauf von Staatsbetrieben, Merkl möge vor ihrer eigenen Haustüre kehren, welche Probleme es mit der Privatisierung der Wasserversorgung es in Berlin gab, das negativ Beispiel schlechthin. Mittelding wäre hier, Betriebe die nicht auf Gewinn ausgereichtet sind, sondern höchsten neutrale Bilanz brauchen, in dieser Größenordnung wie das in Griechenland notwendig wäre, gibt es schlicht keine Erfahrungen.

Und warum sollte jemand eine Firma kaufen, die gar keine Gewinne machen darf, btw. die Gewinne im Unternehmen zu investieren sind, das einzige Argument könnte sein, ob mein Geld sinnlos auf der Bank gebunden ist, oder in einer Firma ist eigentlich sehr egal...

Gast: eldorado1
25.05.2012 20:45
0 0

Beispiel Sonderwirtschaftszone Shenzhen

1979 noch ein armes Fischerdorf mit 30.000 Einwohnern ist heute zu einer Boomtown mit 12 Millionen Einwohnern und dem höchsten pro Kopf Einkommen in China herangewachsen.

Fischerdörfer hätte Griechenland doch auch genug. Vielleicht können sie eines entbehren.

http://de.wikipedia.org/wiki/Shenzhen

Gast: eldorado1
25.05.2012 18:00
0 0

Sonderwirtschaftszonen sind super

Alle, wirklich alle dürfen da hinein, nur ja um Gottes Willen kein Beamter.
Geht da einer hinein, dann ist es keine Sonderwirtschaftszone mehr.
Was hat dort die Treuhand verloren?


Gast: Johan Meltini
25.05.2012 17:42
0 0

Tunnelsog

Dies antieuropäische Gehabe ist doch schon dabei, kraftlos zu werden. Jahrelang hat sich Deutschland reich verdient an seinen Exporten in das EU-Ausland und dessen KRedite bei deutschen Banken.
Diese Sonderwirtschaftszonen sollen wohl dazu dienen, einen low cost belt in Europa einzuführen, damit die deutsche Industrie dort noch billiger produzieren kann, aber nicht mehr in das EU-Ausland, sonder in die BRICS-Staaten exportieren kann.
Und die europäische Bevölkerung wird ein Wandervolk und zieht von Zone zu Zone, glaubt allgemein an das Glück und die individuelle Leistungsfähigkeit.

Gast: LegendIn
25.05.2012 14:54
6 2

Liebe Frau Merkel, sie haben vollkommen Recht!

ABER:

Diese Südstaaten wollwn einfach nichtreformieren.

Man muss sich ja nur erinnern was ein gewisser Werner Faymann aufführte, als man die AUA privatisieren wollte: "Familiensilber nicht verscherbeln, rotweißrote Heckflosse muss erhalten bleiben, ..."

Und jetzt bedenken sie dass es in den Südländern noch viel mehr solcher grunddummen Leute gibt, die einfach nicht aus ihrem altmarxistischen Sumpf raus wollen.

All diese Länder, inkl. Österreich und Frankreich, haben die Wende von 1989 zumindest geistig nie vollzogen.

Einzig und allein der generalpräventive Rauswurf Griechenlands aus der EURO-Zone und der darauf folgende Staatsbankrott könnte ein letzter Rettungsfaden für Europa sein. Dann nämlich wenn Faymann und Co. SEHEN, was es bedeutet, einen Staat in den Ruin getrieben zu haben.

"Aha, so schaut das aus wenn ein Land seine Beamten und Pensionisten nicht mehr bezahlen kann. Dann könnte ich auch nimmer inserieren, gell Josef (Ostermeier)?"

Nur mehr so ein kollektives AHA-Erlebnis könnte all die kryprokommunistischen "Wir kaufen Wachstum auf Schulden"-Dümmlinge VIELLEICHT wecken.

Aber die Hoffnung wird immer dünner.

Antworten Gast: Einer
27.05.2012 11:01
0 1

Re: Liebe Frau Merkel, sie haben vollkommen Recht!

Hervorragende Leserzuschrift, ich kann Ihnen nur voll und ganz beipflichten.

Antworten Gast: machmuss verschiebnix
25.05.2012 18:44
0 1

Re: Liebe Frau Merkel, sie haben vollkommen Recht!

@LegendIn
DANKE - für diesen überaus klaren Kommentar :)

Genau. Sonderwirtschaftszonen.

Ergebnis: Arbeitsplätze wandern jetzt nach Griechenland anstatt nach Polen oder Rumänien. Muß aber billiger als China sein, sonst lohnt sich das ja alles nicht für die HintermännInnen der Krise..

Die paar Nettozahler sind noch nicht ausgeblutet genug. Da geht noch was, die haben noch zuviel Arbeit und Wohlstand.

Raus aus dieser "Union", die richtiger IG Großkapital heißen müßte.

Gast: b754
25.05.2012 13:48
0 3

wenn das deutschland will steckt ackermann dahinter

also finger weg

Gast: 1. Parteiloser
25.05.2012 13:37
1 0

Sonderwirtschaftszonen wären auch wieder nur Umverteilungen!

Die positive Diskriminierungen mit Sonderwirtschaftszonen, und deren Steuervorteilen, die kann doch auch nur zum Nachteil der anderen Volkswirtschaften in Europa sein und muss daher von diesen, unter immer größeren Schmerzen, auch bezahlt werden.

Die Treuhandanstalten, vielleicht nach dem Muster der DDR Integration, die können doch auch nur die Hölle sein. Was da alles kaputt gemacht wurden, auch an heftiger Korruption vorhanden war, das konnte doch nur starke Volkswirtschaft wie Deutschland aushalten. Würde man das Modell auf Griechenland umlegen, dann wäre der Korruptionsschaden um den Faktor 10 höher, der Gesamtschaden wahrscheinlich gleich um den Faktor 100 höher.

Weniger, aber dafür klarere und fairere Regulierungen, im Rahmen eines freien Marktes, sind aber wünschenswert und werden eine positive Wirkung haben.

Privatisierungen, wenn der die Parteibonzen vollständig die Finger davon lassen und gut gemacht werden, die können sogar eine Heilung beim Problem der fehlenden Leistungen sein. Nur, es müssen auch protektionistische Gesetze angepasst werden. So wie bei der Telekom darf es nicht laufen.

Der Kündigungsschutz muss auch für alle Beschäftigten gleich gestaltet werden und auch so umgesetzt werden. Da würde dann auch die Heilungsprozesse beschleunigen.

Das Bildungs- Ausbildungssystem nur teilweise in den privaten Bereich zu verlagern, das bringt dann auch nur teilweise Verbesserungen. Eine umfassende Privatisierung wäre besser.

Gast: Mimi Huber
25.05.2012 13:29
2 2

Merkel als Lobbyist der Gropbanken und Großkonzerne

diese Frau wird mir immer unsympathischer: sie vertritt nur mehr die Interessen des Großkapitals und verursacht somit eine Verarmung breiter Bevölkerungsschichten.
Es wird Zeit, dass sie aus der Politik verschwindet.

Krisen beseitigt man indem man die Ursachen beseitigt.

Das Kernproblem in diesem Fall ist jedoch, dass politische Wunschvorstellungen eine ernsthafte Suche nach und eine Auseindersetzung mit den realen Ursachen, verhindern.

Wie z.B. mit falscher (Hart-) Währung für traditionelle Weichwährungsländer, Mißachtung der zugehörigen Verträge, künstliche Zinssenkung, welche Schuldenaufnahmen fördert, etc.

An diese Stelle treten Allgemeinfloskeln wie "Wiege der Demokratie", "Friedensprojet", "GR in Europa behalten", etc., welche damit aber schon überhaupt nichts zu tun haben.
Anm: Bei einem EURO-Austritt bleibt GR weiter in der EU, erhält die Hilfen der EU, und wird auch nicht vom europ. Kontinent abgetrennt und nach Afrika rübergeschoben.

Und damit sind und bleiben alle Maßnahmen das, was sie bisher waren und sind. Nämlich herumdoktern an Symptomen und milliardenschwerer Zeitkauf, ohne Beseitigung der Ursachen.

Gast: nasupermario
25.05.2012 12:38
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die eu schadet europas bürgern nur mehr

sonderwirtschaftszonen mit aussetzung von umwelt und menschenrechten - nach chinesischem vorbild natürlich- die eu/euro lobbys habens nun vollbracht. der soziale abstieg von europas bürgern(hartzIV/altersarmut) wird nun politisch vorangetrieben

Gast: Mai
25.05.2012 12:30
1 3

Unverständlich

Das letzte Mal, daß der Grieche Wesentliches zur Menschheitsentwicklung beigetragen hat, war ca. 500 v.Chr. Und auch diese Hochblüte hat maximal 100 Jahre gedauert.
Seitdem ruhen sich die Typen auf diesen Lorbeeren aus.
Seither kein wesentlicher Beitrag zu Wissenschaft, Technologie und Kunst.
Kein Produkt, dass international konkurrenzfähig wäre oder auch nur von irgendeinem Interesse.
Wahrlich eine Sonderwirtschaftszone.

Re: Kein Produkt, dass international konkurrenzfähig wäre

Ouzo?

Antworten Antworten Gast: Mai
25.05.2012 13:01
0 2

Re: Re: Kein Produkt, dass international konkurrenzfähig wäre

Als Desinfektionsmittel ?

 
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