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EU-Kommission: Steuerbetrug "Geißel" für Griechen

29.05.2012 | 14:58 |   (DiePresse.com)

Die EU-Kommission betont, dass nicht jeder Grieche Steuerhinterzieher sei. Der Steuerhinterziehung müsse aber "die Stirn geboten werden".

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Steuerhinterziehung in Griechenland ist nach Ansicht der EU-Kommission eine "Geißel" für das verschuldete Land. Die Kommission sei jedoch nicht der Meinung, dass alle Griechen Steuerhinterzieher seien, sagte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn am Dienstag in Brüssel auf Fragen von Journalisten. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hatte am Wochenende mit kritischen Äußerungen zur Steuermoral der Griechen für Aufsehen gesorgt.

In einem Interview mit der britischen Tageszeitung "The Guardian" forderte die Französin die Bürger des hoch verschuldeten Landes zur Steuerehrlichkeit auf, um das Land aus der Krise zu führen. Der Kommissionssprecher wollte sich nicht explizit zu den Aussagen Lagardes äußern. Der Kampf gegen Steuerhinterziehung sei aber zentraler Bestandteil der im Rahmen des zweiten Hilfsprogramms für Athen unterzeichneten Vereinbarungen zwischen Griechenland und den internationalen Gläubigern, fügte er jedoch hinzu.

Steuerhinterziehung "die Stirn bieten"

Das Programm helfe den Griechen, "um der Geißel der Steuerhinterziehung die Stirn zu bieten, die ein zentrales Problem bei der Verwaltung der öffentlichen Kassen darstellt", sagte der Rehn-Sprecher. Die EU-Kommission sei - ebenso wie die griechischen Behörden - der Ansicht, dass in diesem Bereich noch mehr getan werden könne.

Die EU-Kommission und der IWF gehören zur sogenannten Gläubiger-Troika, die vor der Auszahlung weiterer Hilfsgelder regelmäßig die Spar- und Reformbemühungen in Griechenland überprüft. Der nächste Besuch der Troika-Experten soll dem Kommissionssprecher zufolge erst stattfinden, wenn sich nach der Parlamentswahl im Juni eine Regierung gebildet hat.

 

(APA)

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17 Kommentare
Gast: NixTax
29.05.2012 20:26
0 0

Steuerbetrug "Geißel" für Griechen

Merkwürdig daran ist nur, das sie sich das Steuerhinterziehen erst seit ihrer Euroeinführung nicht mehr leisten können.

An der Börse in Athen ist die Drachme bereits Realität

Börsenkurse in Athen weisen seit 2008 ein Minus von 90 Prozent aus. Damit notieren griechische Aktien auf Drachme-Niveau.

http://bit.ly/MVqBcA

Antworten Gast: 1. Parteiloser
29.05.2012 17:54
0 1

Der Schilling im Windschatten?

Der ATX ist ja auch um etwa 60% gefallen, bekommt Österreich auch bald einen schwachen Schilling?

Antworten Antworten Gast: Fekterismus
29.05.2012 20:29
0 0

Re: Der Schilling im Windschatten?

Der Össiro wird ein gutes Geschäft.

"Eine Rettung Griechenlands ist nicht mehr machbar"

Für den deutschen Börse-Guru Hans A. Bernecker ist ein "GrEXIT" nur noch eine Frage von Tagen.

http://bit.ly/LDE6rK

Antworten Gast: 1. Parteiloser
29.05.2012 17:10
0 0

Re: "Eine Rettung Griechenlands ist nicht mehr machbar"

Der Grexit wird wegen der geringen Relevanz von Griechenland auf die Eurozone aber keinen wesentlichen Einfluss haben.

Richtig lustig wird es schon bald, wenn der Frexit kommt.

Der Frexit wird auch sichert kommen, weil das Land bei den hohen Defiziten in Phasen der Hochkonjunktur, einer Staatsausgabenquote von 55% und den Vorhaben wirtschaftlich niemals gehalten werden kann. Es wird nur noch 2-4 Jahre dauern bis die Schlachtung der Eurozone und der EU so richtig los geht. Der Gexit ist nur ein harmloses Vorspiel.

Nicht jeder hinterzieht Steuern weil natürlich auch nicht jeder selbständig ist....


Antworten Gast: Vogel Strauss
29.05.2012 20:14
2 0

Re: Nicht jeder hinterzieht Steuern weil natürlich auch nicht jeder selbständig ist....

Aha - nur Selbständige hinterziehen Steuern? Was ist dann bitte mit den vielen Pfuschern bei uns im Lande?? Sie haben mit Verlaub ein sehr einfaches Weltbild!

Antworten Gast: Mai
29.05.2012 19:07
0 0

Re: Nicht jeder hinterzieht Steuern weil natürlich auch nicht jeder selbständig ist....

Kurzes Googeln genügt.
Griechenland hat eine doppelt so hohe Selbssständigenquote (31 % mit Landwirtschaft, 22 % ohne) wie die Eurozone (15 % bzw. 13 %) und die dreifache von Österreich (11% und 8 %).

Antworten Gast: FDS
29.05.2012 18:48
3 0

Re: Nicht jeder hinterzieht Steuern weil natürlich auch nicht jeder selbständig ist....

sorry sie kennen Greichenlad nicht , dort hiunterziehen auch die Beamten Steuern, weil sie einfach keine Rechnungen ausstellen ,
+ zwar nicht nur vom Schmiergeld sondern auch vom offizeillen Geld der Republik Hellas ! so schaut' s aus !!!

Gast: fds
29.05.2012 16:33
5 1

fast alle

als jemand der geschäftlich in GRIE bis inkl 2011 tätig war - ich kenne ( fast ) niemanden, der nicht STEUERN hinterzieht in GRIECH - Motto: Die depperten Barbaren - damit sind wir gemeint - zahlen das schon...........

Gast: Bank12
29.05.2012 16:12
4 2

keine Rechnungen ausgestellt

in Griechenland bekommen Sie beim bezahlen nirgends eine Rechnung!

Gast: 1. Parteiloser
29.05.2012 15:41
2 0

Die EU Planwirtschafter haben es immer noch nicht verstanden!

Das Problem Griechenlands liegt doch, bei einer Abgabenquote von mittlerweile knapp 40%, nicht fehlenden Staatseinnahmen. Das Problem liegt doch, wie überall in der EU auch, bei den irren Staatsausgaben um das Versagen der jeweiligen Planwirtschaft finanzieren zu können. Das wird dann noch von Korruption, einem kranken Protektionismus und einem ausgeuferten Bonzentum garniert.

Das Leistungsproblem, eben einer fehlenden Leistung, kommt ja in Griechenland von den riesigen geschützten Bereichen, dem Förderwahnsinn und dem Frühpensionswahnsinn.

Die Planwirtschafter in Europa, welche ja in allen Farben schillern, denen geht zunehmend die Leistung der Gesellschaften verloren. Damit werden auch die Staatseinnahmen immer mehr fehlen, weil es immer weniger Leistungen zum Abkassieren geben wird. Und, wenn keine Leistung der Anderen mehr zum Abkassieren da sind, auch keine anderen Finanzierungen gefunden werden, dann werden auch die unnötigen geschützten Bereiche der Planwirtschaften zusammenbrechen.

Es ist doch alles ganz klar erkennbar. Besonders der Zusammenbruch der großen Planwirtschaften gegen Ende des 20. Jahrhunderts hat die Beweise gebracht. Nur die EU Versager sind absolut lernresistent.

Die Lösung des Leistungsproblems der EU kann alleine durch eine freie Marktwirtschaft sichergestellt werden, was ein massives Zurückziehen des Staates bedeutet. Die Staatsausgaben müssen halbiert werden!

0 0

Re: Die EU Planwirtschafter haben es immer noch nicht verstanden!

*****

siehe auch "Geldsozialismus" von Roland Baader

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
29.05.2012 17:52
1 0

Re: Re: Die EU Planwirtschafter haben es immer noch nicht verstanden!

Ich teile in weiten Bereichen die Meinungen des Hrn. Baader.

Besonders hinsichtlich der Notwendigkeit der "Österreichischen Schule" mehr Bedeutung zukommen zu lassen. Noch viel mehr seine Meinung zum Umverteilungs- und Wohlfahrtsstaat und immer mehr mangelhaft ausgeprägtes Marktwirtschaftsprinzip, auch in D.

Nur, die Planwirtschafter in Europa, auch die Schwarzen und die Blauen, die können eben mit Planwirtschaft einfacher in die gewünschten Bereiche, die eigenen Bereiche, umverteilen. Auch haben wir das Phänomen immer mehr, dass die Politik durch Ideologie geprägt wird und weniger durch wissenschaftliche Erkenntnisse. Es ist also der Glauben der Entscheidungsträger, welcher den Menschen mit der Macht der Gesetzgebung aufgezwungen wird. Solche Entscheidungsträger können nur die Hölle für die Menschen sein, die EUler haben die Hölle auch schon geschaffen.

Gast: strelnikov
29.05.2012 15:12
4 2

Olli

In GR hat mehr oder weniger jeder Steuer hinterzogen. Da gab es in keinem Lokal, Laden etc ein Registrierkasse oder so. Alles "bar auf die Kralle". So sieht's aus. Da will wieder einer der Realität entfliehen, um das zahlende EU-Volk für blöd zu verkaufen.

Antworten Gast: Vogel Strauss
29.05.2012 20:16
1 0

Re: Olli

So ein ehrlicher Finne kann sich die Verhältnisse in GR nicht vorstellen ...

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