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Zwei-Jahres-Tief: Euro fällt unter 1,25 Dollar

04.06.2012 | 09:19 |   (DiePresse.com)

Die Probleme im spanischen Bankensystem lasten auf der europäischen Gemeinschaftswährung. Der Euro fiel auf bis zu 1,2458 Dollar.

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Der Kurs des Euro ist am Mittwoch im frühen Handel auf den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren gefallen. Seit Monatsanfang hat der Euro gut acht US-Cent verloren. Am Mittwoch fiel er zeitweise auf 1,2423 Dollar zurück, den tiefsten Stand seit knapp zwei Jahren. Der Dollar-Index, der gegenüber einem Korb aus sechs Währungen ermittelt wird, kletterte im Gegenzug auf ein 20-Monats-Hoch von 82,75 Zählern.

Am Rentenmarkt waren erneut deutsche Anleihen gefragt - die Kurse stiegen, die Rendite der zehnjährigen Bonds rutschte auf ein neues Rekordtief von 1,305 Prozent. "Die Unterschiede bei den Anleihe-Renditen sind inzwischen ziemlich krass. Das kann eine Währungsunion auf Dauer nicht aushalten", sagte ein Händler. Zehnjährige spanische und italienische Bonds wurden am Sekundärmarkt in der Spitze mit 6,723 beziehungsweise 6,155 Prozent verzinst.

Spanische Bankenkrise, Wahlen in Griechenland

Ein Ende der Euro-Krise sei nicht in Sicht und die Verzweiflung der Investoren groß, erklärten Marktexperten. Der mögliche Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone und die sich verschärfenden Probleme im spanischen Bankensektor hatten zuletzt für neue Schockwellen gesorgt. So ist der Chef der spanischen Notenbank Miguel Fernadez Ordonez einen Monat früher als geplant zurückgetreten. Er war heftig wegen seines Krisenmanagements im Fall der angeschlagenen Bankia kritisiert worden.

Getrübt wurde die Stimmung zudem durch Presseberichte, nach denen China kein großes Paket zur Stimulierung der Wirtschaft plane.

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(Ag.)

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52 Kommentare
 
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Da sich auch der USD

im Fall befindet, heißt das ja nur, der EUR fällt im Moment nicht mit gleicher Geschwindigkeit, sondern um eine Spur schneller. In Wirklichkeit noch kein Beinbruch.

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Man wird Sarrazin bald europaweit Denkmäler errichten, statt ihm ständig Schierlingsbecher unter die Nase zu halten.

Faktum ist das der Dollar fällt, der Euro schneller als der Dollar fällt und der Franken Mühe hat sein kostspieliges künstlich nach unten manipuliertes Niveau zu halten - lange halten die Schweizer die Finanzierung bzw. Marktmanipulation des Franken nicht mehr durch.
Sobald diese Mauer bricht wird auch der künstlich heruntergeprügelte Goldpreis durchs Dach gehen und Immobilienwerte explodieren. Die derzeitige europäische Finanzpolitik mit Benzin Feuer löschen zu wollen muss zwangsweise in einem Desaster enden.

Antworten Antworten Gast: St. Gallener
30.05.2012 23:59
0 0

Re: Man wird Sarrazin bald europaweit Denkmäler errichten, statt ihm ständig Schierlingsbecher unter die Nase zu halten.

Genau. Und wir Schweizer haben dann das größte Problem von allen!

Unglaublich eigentlich!!

Da haben die Anerikaner Billionen Schulden und trotzdem fällt der Kurs wenn in Spanien das Geld ein bisschen knapp wird!

Re: Unglaublich eigentlich!!

Der EUR dürfte im Moment nicht wegen der schon vorhandenen Schulden fallen, sondern eher weil man den Europäern im Moment noch weniger eine ernsthafte Lösung der Krise zutraut, als den Amerikanern.

Gast: Erwachet, das Ende ist nah!
30.05.2012 14:14
5 0

Die EU ist toll

der Euro ist toll und am tollsten sind diese unverschämten Lügner die uns in diese Katastrophe hineingelogen haben.....

Politiker- gebt endlich zu, dass.......

.......der Euro nicht funktionieren kann und das Projekt gescheitert ist! Hört sofort auf mit dem Wahnsinn !

Wir sind jetzt dort wo wir nie sein wollten-

Alles, aber auch wirklich alles, was uns Eurokritiker schon vor Jahren prophezeit hatten ist jetzt Wirklichkeit geworden........und unser Land befindet sich ebenso auf dem Fahrstuhl nach unten..... y

Gast: frage
30.05.2012 10:18
0 0

Fiatgeld

Die Volkswirtschaftler hier im Forum mögen mir bitte folgende Fragen beantworten:
Warum wird eine Fiat-Währung an der anderen gemessen?
Warum wird der Wert einer Währung nicht mit Gold in Bezug gesetzt?
(mal angenommen, Gold selbst ist nicht manipuliert)

http://de.wikipedia.org/wiki/Fiatgeld

http://www.goldseiten.de/modules/news/print.php?storyid=10312

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Re: Fiatgeld

weil Geld mit Gold nix Zutun hat. Geld ist ein Tauschmittel und orientiert sich an der Wirtschaftsleistung.
verständlich?

2 0

"Geld ist ein Tauschmittel und orientiert sich an der Wirtschaftsleistung."

Na und?
Hat sich die Wirtschaftleistung auch so schnell vermehrt wie dieses "Tauschmittel"?

Na, sehen Sie!

Re: "Geld ist ein Tauschmittel und orientiert sich an der Wirtschaftsleistung."

Versuchen Sie es mal gedanklich so:

Auch Geld wird gehandelt. Wer in einem anderen Land investieren möchte, benötigt dessen Währung.

Ein abnehmendes Vertrauen in eine Krisenlösung, und damit fallende Einschätzung betreffend "Sinn in diese Wirtschaft zu investieren", lässt die Nachfrage sinken. Und ist damit ebenfalls an der Bewertung beteiligt.

Gast: Hardliner 1
30.05.2012 10:02
8 1

Euro abschaffen

Jahrzehntelang hat sich der Schilling im Verbund mit der D-Mark auf den Devisenmärkten hervorragend geschlagen. Dann wurde völlig undemokratisch eine Gemeinschaftswährung eingeführt, die starke Volkswirtschaften und Schwachmatiker in ein Boot zwingt. Das konnte nicht gutgehen, wie man inzwischen sehen kann. Die PIGS-Staaten hätten aufgrund ihrer schwachen Wirtschaftskraft längst abwerten müssen. Nach Griechenland wird nun wohl auch Spanien ins Trudeln kommen. Der Wert des Euro sinkt und verteuert die Importe aus dem Nicht-Euro-Raum, besonders Rohstoffe.
Der Euro hat seine Bewährungsprobe nicht bestanden. Er sollte abgeschafft werden.

6 0

"wurde völlig undemokratisch eine Gemeinschaftswährung eingeführt"

Ich kann mich noch gut erinnern, daß damals bei der Volksabstimmung zum EU-Beitritt vollmundig erklärt wurde, daß der Schilling erhalten bleibt. Daß die Verantwortlichen schon damals gewußt haben, daß es einen Euro geben wird, ist in der Zwischenzeit so zizerlweise herausgekommen.

Man hat uns damals also belogen und hintergangen und damit eine Mehrheit für den EU-Beitritt erschwindelt!

2 5

Re: Euro abschaffen

Der ach so gute harte Schilling mit Inflationsraten in der Gegend von 4-6%.
politiker? Manager? stichwort: ich kann mich an nichts erinnern

Re: Re: Euro abschaffen

Wer die "echten" 4-5% von damals mit den
"getricksten" 2% von heute vergleicht,
muss über ein gerüttelt Mass an Realitätsverweigerung und Obrigkeitsgläubigkeit verfügen.

Antworten Antworten Gast: Hardliner 1
30.05.2012 11:29
9 0

Re: Re: Euro abschaffen

Inflationsraten um 5 Prozent gab es nur in den 70er Jahren nach der Ölkrise. Ansonsten sind die Einkommen stets höher gestiegen als die Inflationsrate. Seit Euro-Einführung sind die Realeinkommen gesunken. Der Euro ist die größte Geldvernichtung der Nachkriegsgeschichte.

Re: Re: Re: Realeinkommen

Nach deutschen Medienberichten sind ist dort das Realeinkommen im letzten Jahrzehnt um geschätzte 5-6% gestiegen. Bei uns wird wohl in ähnlicher Größenordnung sein.

Das Problem und ein Kern der Krise ist jedoch, dass im "Süden" die "normalen" Einkommenssteigerungen, auch nach der EUR-Einführung, im gleichen Ausmaß wie früher weiter gegangen sind. Durch das Ausbleiben der früher üblichen Abwertungen ergibt das jedoch, z.B. in GR, eine dortige Erhöhung des Realeinkommens in Höhe von rund 60%. Und das wurde, so wissen wir heute fast alle, eben nicht über eine steigende Wirtschaftsleistung sondern über Schuldenaufnahmen finanziert.

Gast: Halbwissen
30.05.2012 09:42
3 0

Wie kann das sein ?

Haben doch vor kurzem alle einen Kurs von 2 Dollar für einen Euro vorausgesagt, da die USA pleite ist. Über die US Lebensmittelmarken wird noch immer gelacht.
Viele Europäer werden nach solchen Marken noch lechzen.
Und jetzt ist die letzte Hoffnung das die Amis Kredite aufnehmen damit der Rest der Welt wieder in die Pleite-USA exportieren kann.

Gast: Halbwissen
30.05.2012 09:30
0 1

Wenn das einzige Konzept Exportweltmeister ist


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Na und

das macht doch nichts wenn der euro fällt! dann werden lediglich unsere exporte billiger und wir haben die chance noch mehr zu exportieren und unser wirtschaftswachstum zu erhöhen! kann da jetzt wirklich keinen nachteil erkennen!

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Re: Na und

dumm, dümmer, wiener...

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Re: Re: Na und

wie alt bist du?? 12?? peinlich kann ich da nur sagen!! du disqualifizierst dich von selbst!!

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Re: Na und

die auf ihren Euros sitzen und diese Horten, bekommen halt Angst ;-)

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Sie gehen nach dem Motto: Lieber arm und krank als reich und gesund.

Das unsere Vorprodukte, Rohstoffe und Energie empfindlich und unmittelbar teurer wird, blenden Sie völlig aus. Eine Weichwährung kann schon per Definition kein Vorteil sondern immer nur ein Nachteil sein.

Ein durchschnittlicher Österreicher kann sich einen Urlaub mit seiner Familie in der Schweiz nicht mehr leisten - den Schweizern geht es hingegen (bei einer lächerlichen Mwst von 7,7% und einem Budgetüberschuss) prächtig.


Re: Eine Weichwährung

kann aber trotzdem notwendig sein und werden. Und zwar dann, wenn man über den berühmten "eigenen Verhältnissen" lebt. Denn Abwertungen sind ja im Prinzip nichts anderes, als lauter kleine, aufeinanderfolgende Schuldenschnitte.

Man lebt damit zwar nicht besser, aber wahrscheinlich etwas bequemer. Zumindest so lange man es nicht übertreibt. Denn Weichwährungsländer sind natürliche auch immer potentielle Insolvenzkandidaten.

 
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