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"Ciao Euro": Berlusconi hält Austritt Italiens für möglich

01.06.2012 | 17:17 |   (DiePresse.com)

Wenn die EZB nicht die Notenpresse anwirft, soll Italien aus dem Euro austreten, so der Ex-Premier. "Dies wäre nicht das Ende der Welt".

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Silvio Berlusconi hat einen Austritt Italiens aus dem Euro-Raum für den Fall gefordert, dass die Europäische Zentralbank (EZB) nicht massiv die Notenpresse anwirft. Alternativ solle Deutschland aus dem Euro-Raum austreten. "Meine "verrückte Idee" ist, dass die Banca d'Italia Euros druckt oder unsere Währung druckt", erklärte der frühere italienische Ministerpräsident am Freitag auf seiner Facebook-Seite. Die italienische Regierung unter Mario Monti müsse ihre Politik ändern und wieder da anfangen, wo er aufgehört habe.

"Wir müssen nach Europa gehen und mit Macht erklären, dass die EZB anfangen muss, Geld zu drucken", erklärte Berlusconi. "So ändert sich die Wirtschaft. Die EZB muss ihren eigenen Auftrag ändern, muss der letztinstanzliche Garant der öffentlichen Schulden werden und anfangen, Geld zu drucken."

"Großbritannien ist ein solides Land"

Andernfalls "müssen wir die Kraft besitzen, "ciao, ciao Euro" zu sagen, also aus dem Euro auszusteigen und in der EU zu bleiben", schrieb Berlusconi - "oder Deutschland zu sagen, es solle aus dem Euro aussteigen, wenn es nicht einverstanden ist."
In einem Gespräch mit Journalisten in Rom sagte Berlusconi außerdem: "Großbritannien ist ein solides Land, das nie dem Euro-Raum beigetreten ist. Sollten wir aus dem Euro austreten, wäre dies nicht das Ende der Welt".

Berlusconis Partei ist die größte im Parlament. Sie hat jedoch bei den Kommunalwahlen jüngst herbe Schlappen erlebt. Berlusconi war nach einer Serie von Skandalen und angesichts zunehmender Probleme des Landes, sich am Kapitalmarkt zu refinanzieren, im November 2011 zurückgetreten. Montis Expertenregierung hängt im Parlament auch von der Unterstützung der Berlusconi-Partei Volk der Freiheit (PDL) ab.

(APA)

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10 Kommentare

diese Meinung hat nicht nur er,


Re: diese Meinung hat nicht nur er,

auch 2 US-Ökonomen fordern inzwischen das Deutschland den euro verlassen sollte.

D hat den Euro dazu genutzt seine Wettbewerbsfähigkeit auf Kosten der schwachen auszubauen..

Während die Süd-Länder massiv die Löhne erhöht haben um den Binnenmarkt anzukurbeln, hat D die Löhne gesenkt, prikäre Arbeitsverhältnisse, Leih- und billigarbeit etabliert und NUR auf EXPORT gesetzt.
Damit hat D eine wirtschaftliche Stärke erreicht die nun den Euroraum zu sprengen droht.#
Besonders die Südländer werden NIE in der Lage sein mit Deutschland gleichzuziehen was aber unbedingt notwendig wäre.


Re: Re: diese Meinung hat nicht nur er,

Also Italien, Spanien und Griechenland haben die Löhne angehoben ? Vielleicht von 1,- Euro auf 2,- ? Warum werden die Südländer nicht gleichziehen können, und warum will Griechenland niemand der ihne auf die Finger sieht ? Vielleicht, weil dann Tote keine Rente mehr bekommen, Sowie blinde Taxifahrer und gliedamputierte Bauarbeiter, und trotz dem arbeiten , das sind allein milliarden die jährlich verschwinden ! In der BRD ist qauch nicht alles Gold,was glänzt, warum gibt es dort wohl die Tafeln, schon mal gehört was das ist ? Dort bekommen sozialschwache Rentner, es werden immer mehr, Niederiglohnarbeiter, kinderreiche Familien und Arbeitslose , einmal die Woche für 1,-Euro ,pro Person,die Lebensmittel von Einkauscenter und Lebensmittelläden , die sonst immer auf den Müll gelandet sind ! Und diese Leute, auch die ganzen Wohnungslosen, können für 1,- auch warmes Essen bekommen ! Das ist die deutsche Seite die niemand kennt ! Vielleicht hilft das ein wenig beim Nachdenken !

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würde mich nicht wundern, wenn bald so etwas wie ein super-euro für die 'braven' kernländer (ohne die südlichen) der eu kommt.

ob dann allerdings österreich zu den südlichen oder nördlichen zugeordnet würde, ist eine andere frage.

Gast: sdfsdf
01.06.2012 18:33
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Ja, ciao dann halt. Italien hätte der Wirtschaftsleistung nach eh nie in den Euroraum dürfen.

Das wussten damals auch die verantwortlichen Politiker.


Berlusconi

mag zwar ein, gewisser Maßen, "Verrückter" sein, aber seine Worte haben in Italien noch immer ein Gewicht, das man nicht unterschätzen sollte. Allerdings ist er nicht der Erste, der so über den Euro spricht. Gleiches haben auch schon Politiker in anderen Ländern gesagt, siehe Großbritannien u.a. Ob die Idee gut oder schlecht ist, kann man heute noch nicht sagen. Man muss abwarten, was sich am 17.6. in Griechenland abspielt und wie sich die Misere in Spanien entwickelt. Zur Zeit sieht es jedenfalls um den Euro ziemlich schlecht aus. Er verliert täglich an Wert und es bleibt auch abzuwarten, wie die Finanzmärkte in den nächsten Tagen und Wochen reagieren werden.

Bewundernswert, dass er zwischen Bunga-Bunga, Gerichtsverhandlungen und Haartransplantationen überhaupt noch Zeit findet sich politisch zu äußern.


Ich glaube mit diesem Statement hat er sich schon mehr Zeit für Europa und die Wirtschaftskrise genommen als während seiner gesamten Ära als Premier.

Er hat sich immer als Dummkopf angestellt ...

... es hat sich nichts geändert.

Re: Er hat sich immer als Dummkopf angestellt ...

Und dieser "Dummkopf" hat ein Medien-Imperium aufgebaut. Korrupt mag er sein, aber dumm ist er nicht.

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