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"Geierfonds" kreisen über spanischem Bankensektor

05.06.2012 | 15:20 |   (DiePresse.com)

Geierfonds versuchen, aus Notverkäufen des Bankensektors Profit zu schlagen.

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Die Probleme des spanischen Bankensektors haben einen ganzen Schwarm von speziellen Finanzinvestoren nach Madrid gelockt. Diese als "Geierfonds" (Vulture Funds) bezeichneten Schnäppchenjäger setzen darauf, dass der von der Regierung erzwungene Not-Umbau der Branche eine Welle von Notverkäufen zu Schleuderpreisen nach sich ziehen wird.

Die Hedgefonds und Beteiligungsgesellschaften haben sich im edlen Palace Hotel niedergelassen und pflegen Kontakte zu Banken und Regierungsmitarbeitern. "Sie wollen unbedingt zu den allerersten gehören, die von anstehenden Verkäufen Wind bekommen", sagte ein Investmentbanker mit engen Verbindungen zu den Investoren. Ein anderer Banker kommentierte, die Fonds hätten "Blut gerochen".

Immobilien im Visier

In der Vergangenheit verliefen Reisen nach Spanien für die Investoren meist enttäuschend, weil die Preisvorstellungen der betroffenen Banken und der Investoren noch zu weit auseinanderlagen. Nun jedoch hätten sich diese deutlich angenähert, hieß es. Die Investoren haben unter anderem Immobilien sowie ganze Kreditportfolios der notleidenden Banken im Visier.

Die spanische Regierung zwingt den angeschlagenen Bankensektor des Landes zum Verkauf von Vermögenswerten. Da die Reform unter großem Zeitdruck vorangetrieben wird, können Investoren auf Notverkäufe mit großen Preisnachlässen setzen. Auch zum Höhepunkt der Bankenkrise in Irland wimmelte es am Dubliner Flughafen von Vertretern der Branche.

Nach Angaben von Bankern schauen sich derzeit unter vielen anderen auch Fortress, Oak Hill, Corsair Capital, TPG, Apollo sowie US-Investmentbanken den spanischen Bankensektor genau an. Auch die privaten Beteiligungsgesellschaften Lone Star und Blackstone zählten zum Kreis möglicher Interessenten, hieß es.

 

(APA)

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3 Kommentare
Gast: Angespeister
05.06.2012 16:36
1 0

ruling by debt


Das bekannte Muster: erst Großprojekte aufschwatzen, die dann nicht funktionieren.
(ca. 6 Mio Immobilien leer)

Dann dem Schuldner die Schrauben festziehen.

Sachwerte zum Schnäppchenpreis einziehen.

Die Schulden auf die Allgemeinheit abwälzen.

http://www.youtube.com/watch?v=FfWcZJtP6NI

Gast: eh klar
05.06.2012 15:51
1 1

und täglich grüßt das Murmeltier

und wieder US-Investmentbanken.

die US kann den Hals wirklich nicht voll bekommen.
Nicht das wir uns verstecken müssten, aber die Gier der USA scheint grenzenlos. bigger is better

Gast: warumwieso
05.06.2012 15:48
2 1

und wieso unternimmt man nichts gegen solche fonds?

reglementieren, strafzahlungen, etc....

manchmal ist das wohl von vielen doch höher einzustufen als das von wenigen, oder?

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