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Insider: Spanien beantragt am Wochenende Hilfsgelder

08.06.2012 | 13:57 |   (DiePresse.com)

Die Regierung will für die angeschlagenen Banken am Samstag Finanzhilfen beantragen, sagen EU-Vertreter. In einem IWF-Gutachten wird der Bedarf mit weniger als 50 Milliarden Euro veranschlagt.

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Die spanische Regierung will offenbar am Wochenende Finanzhilfen aus dem europäischen Rettungsfonds EFSF für die angeschlagenen Banken des Landes beantragen. Dies sagten mehrere mit dem Vorgang Vertraute der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. "Die Ankündigung wird für Samstagnachmittag erwartet", so ein EU-Vertreter. Zuvor werde in einer Telefonkonferenz der Euro-Gruppe über Einzelheiten gesprochen.  Er betonte, bis zur Wahl in Griechenland am 17. Juni müsse eine Lösung für Spanien gefunden werden. Ein möglicher Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone könnte für zusätzliche Unruhe im Markt sorgen.

Die Kommission konnte den Bericht noch nicht bestätigen, ist aber auf das Hilfsgesuch vorbereitet. Ein Sprecher erklärte: "Falls ein Antrag kommen sollte, stehen die passenden Instrumente bereit und können gemäß den vereinbarten Leitlinien eingesetzt werden". Die spanische Regierung hat jedoch Berichte zurückgewiesen, nach denen telefonische Beratungen der Eurogruppe über Finanzhilfen für Spanien am Wochenende stattfinden sollen. "Ich weiß nichts über eine solche Telefonkonferenz", sagte die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Madrid.

Die spanische Regierung hatte zuvor angekündigt, ein IWF-Gutachten über den Finanzbedarf der Banken abwarten zu wollen und dann über die Hilfsgelder zu entscheiden. Freitagfrüh sickerten erste Ergebnisse aus dem Gutachten durch. Demnach brauchen die Banken weniger als 50 Milliarden Euro (mehr dazu ...). 

Nowotny: Hilfen in "massiver Größenordnung"

Spanien sollte sich möglichst bald um Hilfe ansuchen, sagte der österreichische Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny am Freitag. Denn: "Je länger die Dinge aufgeschoben werden, desto teurer können sie werden". Über die Summen, um die Spanien ansuchen werde, wollte Nowotny nicht spekulieren, es handle sich aber sicher um eine "massive Größenordnung". Die Eurozone habe Instrumente für einen solchen Fall zur Verfügung, erklärte Nowotny. Er sagte aber auch, dass die Tatsache, dass der permanente Rettungsschirm derzeit nur von wenigen Ländern ratifiziert sei, ihm Sorgen bereite.

Der Nowotny wollte nicht direkt beantworten, ob eine Spanien-Hilfe über eine Kapitalspritze an den dortigen Bankenrestrukturierungsfonds FROB erfolgen könnte. Er machte in einem anderen Zusammenhang aber klar, dass die Rettungsschirme - wie auch der Internationale Währungsfonds (IWF) - nur unter Auflagen Geld vergeben könnten. Es handle sich dabei um eine eine "Hilfe zur Selbsthilfe" und eine "Zwischenfinanzierung". Jeder Schuldner "würde es vorziehen Geld geschenkt zu bekommen, aber das sind nicht die Regeln".

Sechs Prozent Zinsen für zehnjährige Anleihe

Der spanische Finanzminister Cristobal Montoro hatte Anfang der Woche erstmals offen eingeräumt, dass die Tür zum Kapitalmarkt beim aktuellen hohen Renditeniveau für Spanien praktisch geschlossen sei. Das heizte Spekulationen weiter an, Spanien müsse nach Irland, Portugal und Griechenland ebenfalls unter den Euro-Rettungsschirm flüchten.

Dennoch gelangt es dem Land am Donnerstag, eine zehnjährige Anleihe am Markt zu platzieren. Spanien holte sich 2,1 Milliarden Euro und musste dafür "nur" 6,044 Prozent Zinsen zahlen (mehr dazu ...).

(Ag.)

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83 Kommentare
 
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Gast: Züricher Geschnetzeltes
08.06.2012 20:41
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Zum Glück hat die EM angefangen

Da fällt es Vielen nicht so auf.
Scheint alles nach Plan zu laufen, bei den Eurologen. Man fasst es kaum noch, was aus den vollmundigen Ankündigungen vom Europäischen Wohlstands-, Friedens-, und Freudegroßprojekt übrigbleibt. Und man scheint jedwede Scham betr. fortlaufender Rechtsbrüche abgelegt zu haben - vielleicht gab es sie auch nie.
(Von wegen NO BAILOUT KLAUSEL).

Re: Zum Glück hat die EM angefangen

Nun ja, man muß halt den Spamfilter zwischen den Ohren einschalten.
Es ist arg, welche Nebenschauplätze inszeniert werden und welch geringer Stellenwert den wirklich relevanten Themen in den Medien beigemessen wird.

Gast: Konservativer
08.06.2012 20:26
4 2

Jeder Cent, der an Spanien wandert, ist ein Löffel Reis, der unseren Kindern vom Teller geraubt wird!

Wer zustimmt, bewertet grün, der Rest bewertet rot.


Antworten Gast: Gast_001
08.06.2012 20:20
4 1

Re: Überraschung!

Das ist nicht mehr normal sondern ein Raubzug gegen den Netto Zahler!


Re: Re: Überraschung!

In 2 - 3 Wochen (oder Tagen? ) Kann nur mehr Dagobert DUCK mit Fantastilliarden aushelfen.
Der gibt aber nix her...
woooosh Implosion.

Kann mir bitte jemand sagen, wohin genau man Ansuchen um Finanzhilfe adressieren muss...

Bin nämlich auch in einer relativ blöden Lage.
Habe die letzten 10 Jahre hemmungslos Kredite aufgenommen, jetzt will mir keiner mehr Kredit geben, bin außerdem meistens arbeitslos muss aber die bestehenden Kredite zurückzahlen.

Also insgesamt eine identische Situation wie in Spanien.

Kann ich da Merkel direkt anschreiben oder geht dass nur über die EZB?
Dar ich mir notfalls auch ein paar Millionen Euro selber drucken?

Antworten Gast: Halbwissen
08.06.2012 20:36
0 0

Re: Kann mir bitte jemand sagen, wohin genau man Ansuchen um Finanzhilfe adressieren muss...

Da Sie als Sklave viel zu wenig Schulden haben sehe ich hier keine Chance !

Ein paar Milliarden müssten es schon sein.

Gast: EU=überforderte Pfuscher
08.06.2012 17:53
2 0


Gast: Transatlantische Agenda
08.06.2012 16:45
5 0

Wetten, die Wallstreet-Bankster hatten den EU-Kasperln das EUro-Konzept gesteckt,

um mittels der Zündschnure Ratingagenturen zum gewünschten Zeitpunkt die ganze EU samt Euro versenken zu können, damit sich die bankrotten USA für die nächsten Jahrzehnte die europäische Mittelschicht als versklavte Zahldeppen zur Sanierung halten zu können. Die Wallstreet-Geldsäcke werden dadurch noch viel reicher, astronomisch reich, wir hingegen zu für sie malochenden Bettlern. Es ist ein mittels Geldpolitik geführter Dritter Weltkrieg, was unsere im globalen Business analphabetischen Politkasperln nicht kapieren: Die EU-Kapazunder verjuxen gerade Europa – und wir schauen tatenlos zu? Es ist längst Gefahr in Verzug! Die cleveren, geopolitisch denkenden US-Geldsäcke basteln schon seit dem 1. Erdöl-Schock 1974/75 an der für sie hochprofitablen Verschuldungskrisenindustrie herum und sammelten seither wertvolle Erfahrungen bei den letzten Krisen (Lateinamerika, Asien, Rußland, Japan), was hier kaum jemand kapiert. Europa ist verraten und verkauft.
Die Wallstreethaie sahen im Fernsehen, in Davos (World Economic Forum) und bei den Bilderbergern kurz abschätzend Faymann, den umtriebigen Spindelegger und ihre EU-Kumpanen und wußten sofort, die EU-Tölpelpartie läßt sich gut legen. Und Juncker war/ist ihr Handlanger. Wir sind jetzt in der Kralle der US-Milliardäre, die die Zitrone bis zum allerletzten Blutstropfen ausquetschen. Für sie zählt nur ihr Profit. Bravo EU-Lemminge!

Gast: black magic
08.06.2012 16:35
5 0

der Weg

"Es gibt 2 Wege ein Volk zu versklaven:
Der erste ist das Schwert, der zweite sind Schulden."

John Adams, 2. amerik. Präsident


...

na so lange du beim bankenstresstest gut abschneidest kann dir sowas nicht passieren ;)

es geht weiter...

sowas aber auch...also das hätte ich nicht geglaubt...


Irgendwie bin ich neugierig in welcher Währung mein nächster Lohn kommt

Wenn man sich die Zahlen mit denen so mirnixdirnix umhergeworfen wird anhört (da+dort ein paar 100 Mrd., am besten 1000 Mrd. für EFSF), könnte man fast meinen daß jeder in Europa Millionär ist. Aber der Vergleich macht uns sicher: Schauen Sie, werter Leser, auf Ihr Bankkonto.
Wenn man die Nullen (nein, nicht die "Entscheidungsträger", sondern die des jeweils genannten Geldbetrags) mal ganz ausschreibt kann einem durchaus Angst & Bange werden. Es deutet alles doch irgendwie auf eine Art "Geld- Blase" hin, die knapp vorm Platzen ist. Im Übrigen (off topic): Es kann doch nicht wahr sein, daß man neue Schulden aufnimmt um die Zinsen alter Schulden zu bedienen. Wer kann nur so dumm sein um das Ende nicht abschätzen zu können?

Ein Zahlenspiel - Nachsatz

In Europa leben 640*10^6 Menschen (also 640 Millionen).
Eine Billion (letzter Vorschlag zur Aufstockung EFSF) wäre 1*10^12 €.
Dies würde bedeuten, daß 1562 Menschen zu €-Millionären gemacht werden könnten.
Oder daß 21500 Menschen Schilling- Millionäre sein könnten.
Es entkräftet meine Argumentation von vorhin, bitte verzeihen Sie. Aber immerhin wäre die Billion €, für alle Eropäer, 1562 € im Börserl. Wenn mich nicht ein Ziffernsturz ereilt hat :-)

Antworten Antworten Gast: Mai
08.06.2012 16:28
2 0

Re: Ein Zahlenspiel - Nachsatz

Die Billion Euro entspricht dem privaten Geldvermögen in Spanien.
Die Banken brauchen angeblich 50 Mrd.
Sind also 5 % davon.
Oder 2.000 Euro / EW Spanien im erwerbsfähigen Alter.
Das können die ruhig selber stemmen.
Die Banken haben dort 350 Mrd. Immobilien-Assets, davon sind 50 % notleidend.
Selbsterzeugtes Problem.
Ist national zu lösen.
Die EU bzw. die Euro-Zone haben damit nichts zu tun.

PS: Wären da nicht die Bankenverflechtungen und würden die spanischen Banken die Immobilien einfach einziehen und könnte man diese einfach verkaufen.
Trotz allem.
Es ist ein von Spaniern in Spanien erzeugtes Problem.
Und dort elbst zu lösen.

Antworten Antworten Gast: Mai
08.06.2012 16:20
0 0

Re: Ein Zahlenspiel - Nachsatz

In der Euro-Zone leben
320-330 Mio Menschen (Angaben schwanken).
Also
1. + 2. Zahl gleich lassen
Andere Zahlen verdoppeln.

Re: Re: Ein Zahlenspiel - Nachsatz

Ich hab halt das geographische Europa hergenommen ohne auf die Währung zu achten.
So gesehen entspricht die Billion 43000 Schillingmillionären, quasi jeder Einwohner einer mittleren Stadt vom Kind bis zum Greis, freilich %uell am Anteil der Gesamtpopulation Europas nichtmal im promille-Bereich.
Ich sollte trotzdem mal fragen, ob die kolportierten 50 Mrd. vielleicht einen Tag auf meinem Tageszinskonto (0.5%) zwischengeparkt werden könnten.
Der dahintersteckende Mechanismus ist vmtl die Wurzel der aktuellen Misere :-)

Euro-Bankendesaster: 4,5 Billionen sind genug

4.500 Milliarden € hat Europa zwischen Oktober 2008 und Oktober 2011 in taumelnde Banken gesteckt. Das ist genug, meint EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier. Für Spanien kommt diese Initiative zu spät.

http://bit.ly/Ko9L1Q

Es geht um die Zinsen

Wenn sich die span. Banken das Geld am Markt borgen, müssen sie einen höheren Risikoaufschlag hinlegen (dzt. 6 %) - erhalten sie es aus dem Rettungsschirm der EU, so kriegen sie es sehr günstig (weiß keiner, aber wahrscheinlich gar nix). Wenn man das Geld also schon derart billig kriegt, na, dann muss man doch zugreifen. Der Rest ist Theater...

Re: Es geht um die Zinsen

Im Übrigen bringen die Banken das billige Geld der EZB nicht in Umlauf, sondern spekulieren damit z.B. auf Rohstoffe, wodurch die Inflation steigt.

Gut ist der Zirkus natürlich auch für die EU-Granden, denn diese wollen eine neue Ordnung = Dik t a t u r.

Gast: Volksschädling
08.06.2012 14:52
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Immer noch ein gutes Geschäft für Österreich,

Frau Fekter ? Und was ist mit Portugal,Italien etc. ?
Ab jetzt,solange ich lebe versuche ich die Fekterin zur Rechenschaft zuziehen. Dieser Frau muss man einfach ihr Nicht Handwerk legen und reihenweise verklagen.
Oder eine Sammelklage.

Und wieder dürfen wir bezahlen ohne Recht auf Mitbestimmung.

Was Experten vorausgesagt haben trifft wieder einmal ein und Spanien muss innerhalb einer Woche unter den Rettungsschirm schlüpfen. Dies bedeutet weitere Belastungen für die Haushalte der Geberstaaten, wodurch deren Budgets aus den Rudern zu laufen drohen.

Und wieder einmal darf der Steuerzahler blechen ohne Recht auf Mitbestimmung. Das Volk hat ein Recht und die Politik die Pflicht zu einer umfassenden Information, wobei das Amtsgeheimnis das Volk bei der Informationseinholung massiv behindert.

http://www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/462721_fluch_oder_segen_eine_frage_der_sicht.html

http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/455425_Der-groesste-Betrug-bzw.-Selbstbetrug-in-der-Geschichte-der-2.-Republik.html

Gast: Schnauze voll
08.06.2012 14:39
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Ich bin Hayek und Fekter Fan

Lasst doch das die Märkte regeln. Oder wie? Danach wenn wir die Banken gerettet haben dürfen wir uns wieder von Fekter und Co beschimpfen lassen.
Wenn ich so überlege bin ich doch für die Todesstrafe.

Antworten Gast: Zitrone +Grapefruit
08.06.2012 15:57
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Re: Ich bin Hayek und Fekter Fan

Die Banken sind nicht zu retten. So viel Geld hat kein Mensch auf der Welt außer die ÖVP und die Fekterin . Ich nenne das Bankensozialismus. Die pressen uns aus wie Zitronen.

Antworten Gast: Grüner Kacktus?
08.06.2012 15:13
0 1

Re: Ich bin Hayek und Fekter Fan

Ich habe es schon vor 2 Jahren gesagt und ich sage es noch immer: Schafott und Galgenbauer ist ein zukunftsträchtiger Beruf.

 
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Eurokrise - Die Begriffe

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