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Ohne Steuerflucht wäre Athens Problem gelöst

08.06.2012 | 21:26 |   (Die Presse)

Der Chef der griechischen Steuerfahndung schließt sich der Kritik von IWF-Chefin Lagarde an.

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Athen/Ag. Es war ein zorniger Ausbruch, der für viel Verstimmung gesorgt hat. IWF-Chefin Christine Lagarde empfahl den Griechen Ende Mai in einem Zeitungsinterview: „Helft euch selbst und zahlt endlich Steuern!“ Nach heftigen Reaktionen fast aller griechischer Parteien hat nun der Leiter der griechischen Steuerfahndungsbehörde Nikos Lekkas der IWF-Chefin recht geben müssen. Er stimme Lagarde vollkommen zu, sagte er in einem Gespräch mit der Zeitung „Die Welt“. Die Steuerflucht in seinem Land belaufe sich auf zwölf bis 15 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung (BIP). „Wenn wir davon auch nur die Hälfte eintreiben könnten, wäre Griechenlands Problem gelöst.“

Laut Lekkas scheiterten viele Ermittlungen der Steuerbehörde an der mangelnden Kooperation der griechischen Banken. Seine Behörde habe in mehr als 5000 Fällen einen Antrag auf Kontoeinsicht gestellt, doch nur in 214 Fällen sei dies gewährt worden. In 500 Fällen, die das Vermögen von griechischen Politikern beträfen, warte die Steuerfahndung schon seit fünf Monaten auf Auskunft.

Problematisch ist für den griechischen Staatshaushalt auch, dass die meisten Reedereien ihre Geschäfte bereits vor Jahren in Niedrigsteuerländer Ostasiens verlegt haben. Dadurch trägt einer der ehemals wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes kaum noch etwas zur Staatsfinanzierung bei.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.06.2012)

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3 Kommentare
Gast: EFF EFF
10.06.2012 12:59
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Schaulaufen der Bettelmönche

1000e Selbstmorde, die Wirtschaft am Boden, der Staat vor sozialen Unruhen und ein Schuldiger ist gefunden. Wieder einmal hat der IMF ganze Arbeit geleistet. Lagarde hält dem Druck des einbrechenden Lügengebäudes nicht länger stand und stärkt, statt das korrupte Regime mit Lob zu überschütten, für einmal die Linke in Griechenland. Der Ausstieg ist absehbar. Thema erledigt.

Schauen wir auf die nächste Volkswirtschaft, die für die Eurozone "fertig" gemacht wird. Schauen wir weg nach Spanien. In Spanien ist sogar ein Königsmord möglich. Der Regierungschef verfügt über ein sattes Vermögen über 1.7 Milliarden Euro (ca. 2 Milliarden CHF).
Sowie Spanien genauso herabgewirtschaft ist, stehen Italien, Belgien und ein gutes Dutzend weitere Kandidaten Auswahl.

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und genau das werden die sozialisten ändern

die reichen steuerbetrüger werden endlich zahlen müssen!!!!

was heist das die banken kooperieren nicht - ganz einfach eine bank die nicht spurt wird geschlossen. die guthaben erst nach einer hohen besteuerung an die inhaber der konten ausgezahlt.

wenn das wirklich so stimmt

Wenn die Banken nicht kooperieren --> keinen Euro mehr an Steuergeld aus den ANDEREN Ländern.

Subjektives Recht von Steuerbetrügern vs. Arbeitslosigkeit, Destabilisierung auch anderer Länder...

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