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"Schnell, Frau Merkel" - Italien fordert Euro-Bonds

13.06.2012 | 15:24 |   (DiePresse.com)

Die italienischen Wirtschaftszeitung "Il Sole 24 Ore" sendet einen dramatischen Appell an die deutsche Bundeskanzlerin.

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"Schnell, Frau Merkel": Diese deutschsprachige Schlagzeile war am 12. Juni auf der Titelseite der italienischen Wirtschaftszeitung "Il Sole 24 Ore" zu lesen. Der Leitartikel von Chefredakteur Roberto Napoletano ist ein dramatischen Appell an Angela Merkel. Sie müsse dafür sorgen, dass Europa politisch zusammenwächst und das Werk von Helmuth Kohl vollenden. Denn so könne es nicht weitergehen. Er zitiert auch Altbundeskanzlers Helmut Schmidt: "Deutschland verliert den Sinn für Geschichte, für seine Befreiung durch Europa und für die Solidarität mit seinen Nachbarn". Außerdem könne Deutschland "inmitten der Ruinen von kleinen und großen europäischen Ländern" nicht stark und gesund bleiben.

Die Rettung der spanischen Banken mit 100 Milliarden Euro sei ein weiteres Warnzeichen, das Merkel weiterhin nicht erkennen wolle. Die Kanzlerin müsse den Märkten endlich eine starke Botschaft senden und den Worten Taten folgen lassen. "Sie werden nicht weit kommen, wenn Sie weiterhin dem Ärger der Griechen gleichgültig gegenüberstehen und vom verletzten Stolz der Spanier, von den Ängsten der Italiener und von der Pein der Franzosen Abstand nehmen", schreibt Napoletano. Erst wenn es die Vereinigten Staaten von Europa gebe, könnten die Finanzmärkte den Euro nicht mehr attackieren.

Er fordert die rasche Umsetzung folgender Punkte:

  • Einheitliches System zur Sicherung der europäischen Bankeinlagen.
  • Direkter Zugang zu den Mitteln des Euro-Rettungsschirms für Banken.
  • Vereinheitlichung der europäischen Staatsschulden, wobei aber in jedem Land die Zinsenlast differenziert werden soll.

>>> Der Kommentar in deutscher Sprache

 

(Red.)

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14 Kommentare

Wielange

sollen die Nettozahler noch die Pleitestaaten finanzieren?! Ein Europa das sich nur auf die Abzocke der wenigen Fleißigen auf diesem Kontinent afbaut, ist zum Scheitern verdammt!

Gast: Mai
13.06.2012 18:51
3 0

Widerlich

"Rund 120 Mrd. Euro schleusen die Italiener jährlich an den Steuerbehörden vorbei, ergab eine Berechnung der Tageszeitung "La Repubblica"."

Die haben genug Geld.
Sie sollen sich selber helfen.

Italien "fordert" deutsche Bonität für italienische Schulden


Was habt Ihr, liebe Nachbarn, mit der jährlichen Zinsersparnis

von mindestens 20 Mrd. Euro durch den Euro gemacht? Was habt Ihr daraus gemacht, dass Euch noch immer als Bettler dastehen lässt???

Eurobonds sind nicht die Lösung, Signore Napolitano.


Gast: unbeteiligter
13.06.2012 17:42
5 0

Der unterscheid zwischen Merkel und der SPD...

is marginal: Die SPD verkauft die Deutschen sofort an die EU, Merkel diese scheibchenweise.

30 Silbleringe für Merkel liegen sicher schon in Brüssel bereit.

Tod der EU !

Gast: HansHuberbauer
13.06.2012 17:35
2 2

..

Ich will endlich den Schilling zurück. Ich will nicht jeden Tag Sorge haben müssen, dass mein Geld morgen nichts mehr wert ist. Ich keine Inflationsrate weit über den Habenzinsen.
Die Politiker sollen endlich den Mut haben das Scheitern des Euro einzugestehen.

Den Schilling - Sie sind vielleicht vertrauensselig.

Ich persönlich akzeptiere nur mehr
Muscheln, Glasperlen und Hosenknöpfe. Zinsen gibt´s keine, aber ich kann mir die Kleidung damit dekorieren. Den Schilling, ha ha, also nein wirklich.

5 0

Schutzgeld

... dafür gibt es bei der Mafia ein Wort:
SCHUTZGELD-ERPRESSUNG.

Also um 2000 die Deutschen am Boden lagen haben die Italiener am meisten gespottet - Kranker Mann Europas keiner braucht euch etc etc

Da wollte kein Italiener helfen, aber jetzt sollen wir laufen.

Nein schauts selber wie ihr eure Schulden abträgt.

Detuschland exportiert in die ganze Welt und Italiener können froh wenn wir dorthin Urlaub fahren.

Gast: gast133
13.06.2012 16:17
5 0

einen punkt hat er vergessen..

direkten, ungehinderten zugang zu den bankkonten der nordstaaten....

Re: einen punkt hat er vergessen..

das wäre wohl eine feine Sache!!! Wunsch an den Nikolaus......

Gast: zurück zur Demokratie, raus aus der EU
13.06.2012 16:00
4 0

hbs

Das grundlegende (innen und außenpolitische) Motto der Staatsschuldenkrise scheint zu lauten:

Die die uns bisher das Geld geschenkt haben sind schuld, weil sie uns nicht noch mehr schenken wollen.

Gast: o sole mio
13.06.2012 15:57
6 0

Vereinheitlichung der europäischen Staatsschulden, wobei aber in jedem Land die Zinsenlast differenziert werden soll.

-> EUDSSR

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