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Eurozone: Der neue Weg „raus aus den Schulden“

14.06.2012 | 18:25 |  Von Wolfgang Böhm (Die Presse)

In der Eurozone zeichnet sich Einigung auf einen Schuldentilgungsfonds ab. Er bringt eine goldene Brücke zwischen Spardiktat und gemeinsamer Schuldenfinanzierung. Für Österreich würde dies teurer als heute.

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Um eine weitere Eskalation der Schuldenkrise zu vermeiden, wird in der Eurozone erstmals ernsthaft über eine gemeinsame Tilgung von überhöhten Schulden beraten. Den Weg „raus aus den Schulden“ soll eine Kombination aus Sparverpflichtungen und niedrigen Zinsen ebnen. Die Idee stammt vom deutschen „Sachverständigenrat“, einem Gremium, dem fünf hochrangige Wirtschaftsprofessoren angehören, darunter Peter Bofinger und Lars P. Feld.

Die Chancen für eine Realisierung des Fonds stehen gut: Diese Woche sprach sich eine Mehrheit im Europaparlament für den Fonds aus, und auch von der deutschen Regierung kommen erstmals positive Signale, nachdem ihn Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zuletzt noch vehement abgelehnt hat. Das Modell würde im Sinn der deutschen Regierung den Spardruck erhalten, aber die Umsetzung des Schuldenabbaus für hoch verschuldete Staaten erleichtern. Außerdem würde der Fonds die No-Bail-out-Klausel im EU-Vertrag nicht infrage stellen, weil vorgesehen ist, dass jedes Land für sich selbst haftet. Und auch aus Sicht des neuen französischen Präsidenten François Hollande hätte der Fonds Charme, käme er doch seiner Forderung nach Einführung von Eurobonds zur gemeinsamen Finanzierung von Staatsschulden nahe. Aus der Euro-Arbeitsgruppe, die sich in Brüssel mit dem Krisenmanagement befasst, kommen ebenfalls positive Stimmen. „Er hat Vorteile, ersetzt aber nicht à la longue eine bindende Kontrolle der Budgets“, hieß es auf Anfrage der „Presse“.

In den Schuldentilgungsfonds sollen alle Staatsschulden, die ein Maß von 60 Prozent des BIPs übersteigen, übergeführt werden. Das wäre derzeit ein Volumen von 2,3 Billionen Euro (siehe Grafik). Sie werden dann durch gemeinsame Anleihen finanziert. Die Eurostaaten müssten dafür je nach Schuldenhöhe mit Gold- oder Währungsreserven haften. Durch diese Konstruktion würde zwar jeder Staat für seine eigenen Schulden geradestehen, aber gemeinsam ein relativ niedriger Zinssatz erreicht werden. Damit soll es hoch verschuldeten Ländern wie Italien leichter fallen, Schulden abzubauen. Denn derzeit steigen Jahr für Jahr die Zinsen für die Finanzierung ihrer ausufernden Staatsschulden, und eine Tilgung verlangt immer höhere Einsparungen. Italien musste zuletzt für zehnjährige Anleihen 6,171 Prozent Rendite zahlen.

Laufzeit von bis zu 25 Jahren

Ein gemeinsamer Tilgungsfonds soll den Zinsdruck von den Eurostaaten nehmen, sie aber gleichzeitig zu einem eisernen Sparkurs verpflichten. Er wäre somit auch eine goldene Brücke für die aktuelle Diskrepanz zwischen Spar- und Wachstumspolitik in der EU. Das Modell der deutschen Wirtschaftsprofessoren sieht nämlich einen „Schuldentilgungspakt“ vor, der auf dem politisch vereinbarten Fiskalpakt beruht. Darin verpflichten sich die Teilnehmerstaaten, innerhalb von längstens 25 Jahren ihre Schulden auf die Maastricht-Grenze von 60 Prozent zu senken. Der Tilgungsfonds soll dann auslaufen. Im Pakt ist vorgesehen, dass die Teilnehmerländer bei Bedarf einen Teil ihrer Steuereinnahmen zum Schuldenabbau zweckbinden. Außerdem müssen sie Konsolidierungs- und Strukturreformpläne vorlegen. Wer die Vorgaben nicht erfüllt, muss sich wieder selbst auf den Finanzmärkten zu hohen Zinsen finanzieren. Zum Unterschied zu den umstrittenen Eurobonds soll der Schuldentilgungsfonds sowohl zeitlich als auch in seinem Volumen beschränkt werden. Durch jede einzelne Rückzahlung würde das Volumen des Fonds schrumpfen.

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Für Länder wie Österreich oder Deutschland, die sich derzeit mit äußerst günstigen Zinsen finanzieren, brächte der Schuldentilgungsfonds für jenen Teil ihrer Schulden, der 60 Prozent des BIPs übersteigt, höhere Zinsen. So zahlt Österreich derzeit für zehnjährige Anleihen lediglich 2,418 Prozent. Für den Fonds wird die Zinshöhe derzeit auf 3,0 bis 3,3 Prozent geschätzt. Allerdings hätte der Fonds den Vorteil, dass er das Risiko eines Auseinanderbrechens der Eurozone deutlich reduzieren würde.

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166 Kommentare
 
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Gast: tigerenter
16.06.2012 18:43
0 0

dumme idee.

wenn das gold eh quasi der bank gehört weil sie das pfandrecht darauf hat ist es doch gscheiter wenn das gold verkauft wird und man braucht keine kreditzinsen zahlen für neue schulden die man nimmt um die alten schulden zurückzuzahlen sondern kann direkt die alten schulden zurückzahlen.

und in der praxis muß man sowieso verhungern wenn kein gold mehr da ist, egal ob es verkauft oder verpfändet ist.

Gast: welch wunderliche "Experten"=Lobbyisten plötzlich regimentweise herbeigeschafft werden um uns zu betören!
16.06.2012 17:52
2 0

Wenn ich "Bofinger" seh, weiß ich woran ich bin: Hände weg!


VOLKSABSTIMMUNG ÜBER SOFORTIGEN EURO-AUSTRITT ABER DALLI !!!

Die gekauften da inkompetenten Medien wollen uns suggerieren, daß unsere überfallsartige "fast track"-Enteignung die einzige TINA(Thatchers "There Is No Alternative", um die Formierung des Widerstandes zu verhindern)-Alternative sei, obwohl das gar nicht stimmt.

Nur weil es den gierigen Wallstreet-Geldsäcken nicht paßt, da sie an einem DM-Kerneuropa weit weniger verdienen würden als mit einer prolongierten Krise mit D+Ö als gewissenhaften Zahlern mit guter Bonität?

Für uns Steuerzahler die einzige Alternative:

Ausstieg aus dem Pleite-Euro.
Rascher Rückzug auf ein starkes DM-Kerneuropa.

Die PIIGS können dann ja abwerten, so wie sie es schon seit immer gewohnt sind.

Warum soll ich als Österreicher für die Profite der Wallstreetbankster und die Sicherung der staatenschuldenhohen Fluchtgelder der PIIGS-Milliardäre in den Steueroasen zum noch längeren Erhalten der EU+Euro-Schimäre der unfähigen Politiker enteignet und damit um meine Lebenschancen betrogen werden?

Für die PIIGS zahlen wir nix!

Solange die Bevölkerung friedlich bleibt, werden wir als dumm verkauft. Über unsere Köpfe hinweg wird supranational in erpresserischer Weise unser Schuldknechtdasein zwangsinstitutionalisiert. Und da sollen wir als NochNichtEntmündigte freiwillig zustimmen?

Eher prügeln wir die unfähige Regierung aus ihren Palästen und übernehmen selbst die Hebeln der Macht! Fast jeder Presse-Poster wäre weit kompetenter dazu!

EU+Euro sind nur ausbeutungsmechanismen für österreich und deutschland!!!

das sieht man ja jetzt immer deutlicher!
Im prinzip sagen die franzosen, italiener, spanier, portugiesen und griechen ja allesamt das selbe:

"Ihr Deppen seid jetzt im euro schlamassel also habt ihr 2 möglichkeiten:
1) ihr zahlt milliarden, die ihr nie wieder seht, und viellciht können wir uns so rauswurschteln

2)oder ihr zahlt nicht, dann brechen eure banken zusammen, absatzmärkte gehen euch verloren, und ihr habt ein unvorhersehbares risiko!

Im prinzip stellt der süden den norden vor 2 szenarien:

entweder eine "freiwillige" massenenteignung des nordens mittels enormen zahlungen an den süden, die aber dafür, so vermutet man zumindest eher kalkulierbare risiken mit sich bringt

oder eine staatspleite des südens, die unberechenbare folgen für den norden hat

denn weidereinmal zeigt sich:
nicht der gläubiger hat die macht, sondern der schuldner, denn er kann dne gläubiger erpressen!!!

Die frage ist nur wie lange wir deppen uns noch erpressen lassen.

es wäre and der zeit für ein ende des euros mit schrecken, staat ein schrecken ohne ende.

teuer wird es sowieso, aber fakt ist, ich finnaziere lieber unsere banken direkt, als diese faulen nichtsnutze in griechenland, spanien, portugal und italien!

deswegen wäre es an der zeit diese länder in dne bankrott zu schicken, dann gäbe es vielleicht einige jahre lang shweirigere zeiten, letztendlich würden aber sich alle sachen wieder ins lot bringen, da griechenland dann wettbewerbsfähiger wäre

Das heisst Österreich haftet dann für zusätzliche 2,3 Bio Euro???

Klingt unglaublich, aber genau darum geht es. Alle haften für den Gesamtbetrag. Aber das ist noch lange nicht alles.

Die Schulden Griechenlands oder Portugals findet man in obiger Grafik nicht, was daran liegt, dass die seperat und damit zusätzlich abgehandelt werden.

So wirklich böse an dem Modell ist aber der Umstand, dass wir ja nicht im Begriff sind die Budgets zu sanieren, sondern eifrig neue Schulden anhäufen. Das Problem Spaniens ist ja nicht so sehr die hohe Verschuldung als das hohe Defizit. Im letzten Jahr lag es bei 8,9% des BIP, allen Sanierungsmaßnahmen zum Trotz.

Jetzt gibt es "zur Sicherheit" super strenge Regeln, die aber noch sicherer nicht eingehalten werden (können). Was dann? Angenommen es passiert heuer das was schon im letzten Jahr geschehen ist. Anstatt anvisierter 6% liefert Spanien ein Defizit von eben 8,9%. Fliegt Spanien dann raus und darf pleite gehen? Genau das ist nämlich das Sicherheitsventil.

Damit würde aber der Euro zusammenbrechen, die Banken auch und eine Währungsreform stünde uns bevor. Oder Spanien darf doch nicht pleite gehen, womit letztlich alle Regeln wieder obsolet sind. Genau so wie die Maastricht-Kriterien.

Das einzige was dann gewonnen wäre ist eine Solidarhaftung. Und wetten, dass die nicht zu mehr Disziplin führen wird!

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Re: Das heisst Österreich haftet dann für zusätzliche 2,3 Bio Euro???

nicht österreich haftet für 2,3 billionen sondern alle eurostaaten.können sie nicht lesen oder ,das glaub ich eher,wollen sie nicht.
der strache könnte eine rede auch so beginnen:österreich haftet für 2,3billionen €.das lassen wir uns nicht bieten und so weiter.
das ist demagogie.

Antworten Gast: yamo
16.06.2012 09:28
1 6

Re: Das heisst Österreich haftet dann für zusätzliche 2,3 Bio Euro???

Nein, heisst es nicht.

"Durch diese Konstruktion würde zwar jeder Staat für seine eigenen Schulden geradestehen, aber gemeinsam ein relativ niedriger Zinssatz erreicht werden."

Das grösste Problem der Eurozone ist, dass die Menschen zu blöd sind um auch nur einfache Zeitungsartikel lesen zu können.

Re: Re: Das heisst Österreich haftet dann für zusätzliche 2,3 Bio Euro???

Danke für das Kompliment!

Aber wenn wir schon beim Thema sind, was ist an der bezeichung "gemeinsame Anleihen" so schwer zu verstehen? Ich mein das steht immerhin im Artikel, für alle die lesen können.

Und eine kleine Intelligenzaufgabe: wieso sollten die Spanier weniger Zinsen zahlen, wenn die Gläubiger nicht eine zusätzliche Haftung bekommen? Mit Gold und Währungsreserven, kurz dem Staatsvermögen, haften die Spanier schon jetzt.

Re: Das heisst Österreich haftet dann für zusätzliche 2,3 Bio Euro???

Die Währungsreform ist doch sowieso nicht mehr aufzuhalten.

Es wird hier mit Summen gehandelt, die bar jeder Wirtschaftsrealität sind.

Der Steuerzahler steht seit Beginn der sogenannten Krise für die Eigentümer der "System relevanten" Banken gerade; und das sind nicht die Kleinaktionäre......

Eine weitere Haftung der Geberländer führt unweigerlich in eine Zerstörung des ursprünglichen Gedankens der Europäischen Union.

Erschreckend dabei, wie schnell eine unfähige Politikergeneration das Werk anderer zerstören kann.....

Gast: Täuschungsmanöver: wir werden von den griech.Reichen geplündert
15.06.2012 22:11
2 0

Weg aus der Krise: das Fluchtgeld der reichen Griechen in den Steuerparadiesen sofort zur Schuldentilgung beschlagnahmen!!

Laut heutiger, sehr sehenswerter "ZDF info"-Sendung über Griechenland und die EU:

- Laut griech.Verfassung müssen die superreichen Reeder null (!!!) Steuern zahlen, denn dort gestaltet sich die korrupte Oligarchie (Adel+Reiche) die Rechtsordnung so, wie sie für ihresgleichen am günstigsten ist, und

- alleine in der Londoner City haben reiche Griechen einen dreistelligen Milliarden Euro-Betrag an (meist un- bzw. kaum versteuertem) Fluchtgeld veranlagt!

- Die wichtigtuerischen Dümmlinge von der EU bezeichnen alle Griechen unisono als kriminell naiv bzw. inkompetent, denn die wildwuchernde Korruption, Vetternwirtschaft und Arbeitsunlust sowie das notorische Tricksen und über die Verhältnisse leben seien unübersehbar. Alle waren deshalb baff, EU- und Euro-Mitgliedschaft wider alle Vernunft nachgeschmissen zu bekommen.

- Die wenigen damaligen Kritiker in und außerhalb der EU, die sich in Brüssel und in den EU-Mitgliedstaaten überhaupt getrauten den Mund aufzumachen, wurden niedergebügelt, verlacht, gemobbt, sanktioniert, totgeschwiegen. Jeder mußte dafür sein. Fast alle waren es tatsächlich.

Daraus erkennt man, wie die geplünderten Steuerzahler durch unterlassene Information manipuliert werden.

Im Endeffekt werden die Steuerzahler Deutschlands und Österreichs durch Manipulation in Form von Angstmache (Krisenszenario wird hysterisch überzeichnet) und gefeierte "Rettungs"konstruktionen dazu hingetrimmt, widerstandlos für die griech.Superreichen die Schulden zu bezahlen!

Gast: bello
15.06.2012 20:12
2 0

3 Regeln die nicht änderbar sind!!

1, Der Bürger ist zu schwach bzw. nichtswissend und herabgedrosselt worden im laufe der Zeit!!

2, Die Politiker sind zu dumm und zu gierig !!

3,Die Märkte/Börsen/Bilderberger haben die Macht!! --- Gute Nacht!!

Gast: BGE
15.06.2012 17:23
1 0

Urlaubsschein statt Schuldendrama, Schuldenschnitt, ... Vereinbarung zwischen Wien und Athen!!


Urlaub oder einkaufen in Griechenland zum halben Selbstkostenpreis. Das geht so:

Angenommen, Österreich hätte Forderungen gegenüber Griechenland, in der Höhe von 5 Mrd.Euro, dann wären das bei 8 Mio Menschen ca. 600 Euro je Staatsbürger.

Jeder Österreicher erhält jetzt (am besten nicht übertagbare) griechische URLAUBSSCHEINE /Warengutscheine/ ... im Wert von besagten € 600,- für bezahlt dafür € 100,-??). Einlösen kann er sie ausschließlich in Griechenland innerhalb von 25 jahren!?

Ein griechischer Unternehmer (Hotelier, Gastwirt, ...) der mit so einem Schein zu seiner Bank geht, erhält dort NICHT die € 600, sondern abzg. STEUER z.B. nur € 450,-.

Sollte doch irgendwie machbar sein und hätte einen gewissen Charme! Nein??

Antworten Gast: BGE
15.06.2012 18:16
1 0

Re: Urlaubsschein statt Schuldendrama, Schuldenschnitt, ... Vereinbarung zwischen Wien und Athen!!


Die Urlaubs-, Waren- bzw. Dienstleistungsgutscheine könnte Griechenland als (Teil der geplanten) Sicherstellung im Schuldentilgungsfonds hinterlegen.

Die griechische Wirtschaft würde angekurbelt, der griech. Staat kommt (endlich!!) zu Steuern und die Schulden werden abgebaut.

Und wieder

Einfach nur mehr abgehoben, diese Vorschläge.

Brechen eine Regel nach der anderen und glauben noch immer, dass man ihnen Glauben schenkt.

Alle Schuldnerstaaten haben sich an uns bereichert und auf Pump gelebt. Jetzt sollen wir ihnen auch noch die maßlosen Schulden bezahlen.

Raus aus dem Euro mit D und NL. Das ist die einzige Chance die EU noch zu retten, bevor alles aufgrund dieser Kunstwährung zerbricht

7 0

ESM = Ermächtigungsgesetz von 1933

... man kann es nicht oft genug sagen! Wer Demokratieabbau wie im ESM Vertrag vorgesehen legitimiert, propagiert, unter Vortäuschungen unvollständiger oder falscher Tatsachen rechtfertigt, sollte unabhängig seines oder ihres Couleurs der Wiederbetätigung angeklagt und verurteilt werden!
Wo kommen wir hin - wenn eine Minderheit von politischen EU-Karieristen die Werte und Bürgerrechte eines ganzen Staats unwiderruflich aufs Spiel setzt?! VOLKSAUFKLÄRUNG & VOLKSABSTIMMUNG !

Antworten Gast: yamo
15.06.2012 17:25
0 2

Re: ESM = Ermächtigungsgesetz von 1933

Aufklärung fehlt tatsächlich, denn was hier so an Postings daher kommt ist unter jedem Niveau.

Gast: FdV
15.06.2012 15:00
0 0

Fiat money: Geldschöpfung aus dem Nichts

Wer sich mit dem Thema Fiat money (noch) nicht auseinandergesetzt hat, dem seien Zitate nahegelegt. Zitate sind ein guter Einstieg zum Thema Geldschöpfung über fiat money. Viele bekannte Personen der Geschichte und der Gegenwart haben sich mit guten Zitaten zum Thema Fiat money auseinandergesetzt.

Es sei anzumerken, dass bei der Geldschöpfung folgende Gedanken wichtig sind:
Was das Geld an sich deckt (Gold, Luft, Vertrauen etc.), ist gar nicht primär so wichtig - wer das Geld schafft und wer die Ausgabemenge kontrolliert, ist wichtig.

Aber dennoch sei angemerkt: bei "Luft als Deckung" ist es eben "besonderes Vertrauen" ;-)
Gold und ein Goldstandard an sich, ist besser als Luft.
Dennoch ist Gold an sich, aber auch nicht das momentane Allheilmittel für einen Staat, da Staaten selbst die letzten Jahrezehnte zu viel Gold verkauft haben, die Macht global diesbezüglich verlagert ist.
Geschichtlich sei ein Querverweis auf J.F. Kennedy z.B.gesetzt, der schon vor mehr als 50 Jahren eine alternative Deckung des Dollars durchsetzen wollte.

Was das Geld an sich deckt, ist gar nicht primär so wichtig - wer das Geld schafft und wer die Ausgabemenge kontrolliert, ist wichtig.

Ist dieser Vertrag nicht ein Ansporn

mehr als 60% Staatsschuld zu haben, damit andere zahlen?

Antworten Gast: yamo
15.06.2012 14:19
0 0

Re: Ist dieser Vertrag nicht ein Ansporn

Nein, wieso? Der wird ja nur einmal mit Schulden "befüllt", und ab dann wird nur noch getilgt.

Gast: Preitler W
15.06.2012 13:16
7 0

Im Schatten der Eurokrise vollzieht sich galoppierend

Die muslimische Invasion in Österreich mit nie zuvor gewesenen Ausmaßen.

In den Öffis sieht man schon fast mehr "Gäste" als Einheimische und auch die Zahl der Burka Trägerinnen nimmt eklatant zu.

Zur EURO Krise kommt bald noch die Unkontrollierbare Zuwanderungskrise!

Gast: Eurobonds-Wiederauferstehung in neuer Verkleidung
15.06.2012 12:54
3 0

Der angeblich "neue" Weg ist der alte der Rothschilds: 20-40 % Rebbach jährlich für sie + ewige, unentrinnbare Schuldknechtschaft wegen der PIIGS für uns: blöd wären wir!!!

Im Prinzip ist der geplante Fons nichts anderes als das nunmehr getarnte Eurobondsmodell. Für wie blöd halten die uns? Um jeden Preis wollen sie uns eiligst einen Riesenschuldenmühlstein umhängend versenken. Eher werden diese Herren im Dienste der Finanzmafia von uns eigenhändig weggeprügelt.

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Wie naiv sind Sie, Herr Bofinger?

Ich glaube den Herrn Professoren Bofinger & Co schon ihre Rechnung, die sie am grünen Tisch fein ausgerechnet haben. Leider haben sie nicht bedacht, dass das tolle Modell nichts mit der Realität zu tun hat.
Realität wird vielmehr sein:
1) Schuldenvergemeinschaftung samt günstigeren Zinsen wird einen Schmarrn das Erreichen der Sparziele erleichtern, ganz im Gegenteil, die Motivation zum Sparen wird sinken.
2) Wenn ein Staat die 60% Zielgröße nicht erreicht, dann wird - erraten! - "nachverhandelt" (= der Vertrag wird gebrochen).
Und dann?
Wie naiv können Wirtschaftsprofessoren sein?

Antworten Gast: yamo
15.06.2012 14:25
0 3

Re: Wie naiv sind Sie, Herr Bofinger?

Für den Pessimist geht sowieso immer die Welt unter, ganz egal was geschieht. Es ist also völlig egal was Sie sich da zusammenreimen.

Wie die Grafik zeigt, geht es vor allem um Italien. Und dort wird seit Jahren ein Primärüberschuss erzielt, aber wegen der hohen Zinsen die Italien zahlen muss ist sich noch keine Schuldentilgung ausgegangen.

Verleiht man den Italienern mit dieser Konstruktion also niedigere Zinsen, können die auch ohne zusätliche Maßnahmen ihre Schulden tilgen. Sowas nennt man eine Lösung, ausser bei Pessimisten, die sehen da eine Verschwörung oder sonst irgendwas das den Weltuntergang beschleunigt.

Gast: sorge
15.06.2012 12:09
12 0

EU

Wie wir der EU beigetreten sind hat ein ö.Reporter einem Schweizer Politiker die Frage gestellt ob die Schweiz nun nicht isoliert ist, wenn auch Ö. nun bei der EU ist. Dieser lächelte und sagte ganz gemütlich "Wie uns die Geschichte gelehrt hat, muss man nicht überall dabei sein".
O wie recht er hatte !!!

Antworten Gast: Chris S.
15.06.2012 14:54
3 0

Re: EU

Tja, Österreich muss ja immer überall "dabei" sein (dabei ist eigentlich Deutschland, Frankreich, wir sagen schließlich nur Ja und Amen). Auch wenn die Schweiz keine Geschichte wie Österreich hat, so haben sie zumindest aus den zahlreichen Fehlern der Anderen gelernt ;)

Gast: Einkritiiker
15.06.2012 12:08
3 0

Hm

Also das würde dann z.B. am Beispiel von Italien bedeuten, dass das Land für seine im Fonds steckenden Schulden deutlich weniger Zinsen bezahlen würde als für die 60% des BIP, für die es alleine geradestehen muss. Für ein solches Land macht es also ökonomisch Sinn, die Fonds-Schulden sogar noch auszudehnen. Und was passiert außerdem, wenn ein Land es nicht schafft, die Verschuldung nach 25 Jahren auf unter 60% zu drücken? Kommen dann wieder Sanktionen :-)

bailout

PIIGS wir zahlen nicht für eure Krise.

So stolze Nationen werden sich doch bitte selber helfen wollen und nicht immer zu uns betteln kommen.

Ihr hattet seit der EURO Einführung mit niedrigen Zinssätzen die Chance euch zu sanieren und habt sie nicht genutzt, ganz im Gegenteil.
Jetzt seht bitte zu wie Ihr Eure Probleme selber löst und wälzt nicht immer auf uns ab, DANKE.

 
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