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Handelsdelegierter in Athen: "Preise höher als in Berlin"

15.06.2012 | 10:21 |   (DiePresse.com)

Geringe Wettbewerbsfähigkeit und Schwierigkeiten mit dem Steuersystem werden der griechischen Wirtschaft auch in Zukunft zu schaffen machen.

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Der österreichische Außenwirtschaftsdelegierte in Athen, Bruno Freytag, hat sich pessimistisch über die Zukunft der griechischen Wirtschaft geäußert. Das Land sei wenig wettbewerbsfähig, sagte er in Athen. "Die Preise sind höher als in Berlin, die Löhne höher als in Spanien". Es sei auf absehbare Zeit keine Änderung zu erwarten.

Die drastischen Sparauflagen der EU und des IWF, die Griechenland als Bedingung für die Milliarden-Hilfskredite auferlegt wurden, haben auch Maßnahmen für die Reform des ineffizienten griechischen Staates beinhaltet. Die Reformen seien aber weitgehend zum Stillstand gekommen, sagte Freytag. Grund dafür seien die Turbulenzen durch die Wahlgänge Anfang Mai und am kommenden Sonntag. Großes Ärgernis sei unter anderem das Steuersystem: So werde nun eine Steuer auf Immobilienbesitz eingehoben, die viele Pensionisten treffe, die sich Wohnungen und Häuser als Altersvorsorge gekauft hätten. Alte Schwierigkeiten gebe es hingegen weiter, etwa dass der Staat Firmen ihre Forderungen aus dem Vorsteuer-Abzug nicht zurückerstatte.

Der Handelsdelegierte sagte, der Urnengang müsse Zweifel am Verbleib Griechenlands im Euro auslöschen. "Solange das Gespenst Drachme nicht weg ist, wird niemand investieren". Stabilisiert sich das Land nach der Wahl, sieht Freytag Möglichkeiten für österreichische Unternehmen. So gebe es viele Firmen mit Liquiditätsschwierigkeiten, die sich übernehmen ließen.

 

(APA)

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12 Kommentare
Gast: rotfeuerstachel
17.06.2012 12:48
0 0

Preise in Griechenland

Leider entwickelt sich in solchen Situationen immer der gleiche Vo5rgang die Reichen werden wieder reicher benutzen Armut um daraus auch noch Kapital zu schlagen. Ein Speuch hat sich immerwieder bewahrheitet "Das kleine bringt das Grosse um oder Wer seine Schuhe nicht pflegt wird nicht lange Freude daran haben. Die Beitrittsfähigkeit von Griechenland wäre sicher überprüfbar gewesen aber die Gier war leider grösser.

Gast: Freiheit
15.06.2012 16:16
2 0

ein staat kann keinen buerger zwingen sich an die

gesetze zu halten so lange er der groesste verbrecher in der gruppe ist. zuerst muss der staat in griechenland neu aufgestellt werden denn er ist nicht nur der groesste verbrecher sondern auch der groesste gegner eines wirtschaftswachstums.

Antworten Gast: rotfeuerstachel
17.06.2012 12:53
0 0

Re: ein staat kann keinen buerger zwingen sich an die

Die Griechen hab ebn an einen Aufbau einer wahren Wirschaft nie gedacht den es war mehr als ertragreich keine Steuern zu bezahlen, eine Lebensphielosphie der kleinen die Grossen haben Ihr Geld nicht in die eigene Wirtschaft gelaasen sondern bauten sich in anderen Ländern eine in aus einer Vorsehung heraus ein zweites Standbein auf. Händler kann ich solange sein solange ich Waren dazu zur Verfügung habe. Die Akropolys ist dafür zu wenig.

da muss Druck her

Preußische Tugenden müssen aufgedrückt werden.

Solange die Griechen sich selbst "verwalten" wird sich nichts ändern

dauert minimal eine Generation muss aber sein, sonst werden die keine Europäer ...

Gast: Gestzloser
15.06.2012 14:24
1 0

Warum ist OLAF noch nicht tätig?

Die Wirtschaft in Griechenland dürfte eher mehr an organiserte Kriminalität erinnern; vielleicht ist OLAF auch eine Schmähtruppe, die sich mit Taschendiebe und Kleinkriminalität beschäftigt

Gehirnwäscheartikel?

Bitte nochmals lesen und nachdenken.

Gast: sutz
15.06.2012 13:10
1 1

also Preise so hoch und Löhne so niedrig wie in Wien


Gast: whoCares
15.06.2012 12:36
4 0

Naivität, Inkompetenz und Größenwahn der Politiker brachte den Euro.

. . . welcher nun der Finanzwelt die Bewertung der Bonität der Länder untereinander ermöglicht und damit ein Fressen für die Kredithaie schafft.
Die Inkompetenz, dass sich 27 verschiedenste Volkswirtschaften im täglichen Wett- und Konkurrenzkampf je gleich stark werden könnten.
Die Ironie, dass die Politiker nun ohne Legitimation für Schulden die Gemeinschaft haftbar machen.
Dass Europa den Euro Euro lässt und in die Landeswährungen zurückkehrte, wäre die Logik und der Wunsch der Völker, doch ignorieren die Politiker.

Gast: Freytag manipuliert am Freitag für Sonntag
15.06.2012 12:31
1 0

Demagogie im Dienste der Wallsteetbankster

Mit billiger Drachme und niedrigen Löhnen würde so mancher gerne mit harten Euros wieder in Griechenland z.B. im Tourismus investieren. Doch davon wollen Goldman Sachs & Co nichts wissen, da sie nur an den exorbitanten Risikoaufschlägen wegen dem PIIGS-Status goldene Profite verdienen. Und dafür sollen die soliden Zahldeppen D+Ö für Jahrzehnte massiv zahlen. Deshalb sollen diese wunderlichen Konstrukte eiligst ohne Volksentscheid durchgedrückt werden.

Wann war Herr Frytag das letzte Mal in Wien einkaufen ?

Die Preise sind auch hier höher als in Berlin. Nebstbei noch Strom, Wasser, Mieten, ......

Ist der Euro noch zu retten und wenn zu welchen Preis für den Steuerzahler?

http://www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/465283_goodbye_euro.html

Artikel lesen, eigene Meinung bilden und bei Gefallen weiterempfehlen.

Re: Ist der Euro noch zu retten und wenn zu welchen Preis für den Steuerzahler?

Sie reihen sich mit Ihrem Artikel in die Schwarzmalerei ein. Es wird weder der Euro zusammenbrechen noch wurde in großem Stil Geld gedruckt, so dass eine Inflationsgefahr bestünde. Es ist eher das Problem, das wir hier zu wenig tun und so unsere Wirtschaft in den Abgrund bringen und eine weitere Kapitalflucht provozieren.
Der Schuldentilgungsfond ist doch endlich ein Ansatz in die richtige Richtung.

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