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Berlin lehnt Aufstockung des Euro-Rettungsschirms ab

18.06.2012 | 08:43 |   (DiePresse.com)

Die bis zu 100 Mrd. Euro für spanische Banken sollen aus dem EFSF gezahlt werden. Deutschland möchte das Geld aber dem ESM anrechnen.

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Der Euro-Rettungsschirm könnte im Zuge der Hilfsaktion für Spanien laut einem Zeitungsbericht erneut aufgestockt werden. Entsprechende Überlegungen würden in EU-Hauptstädten und europäischen Institutionen angestellt, wie die Zeitung "Die Welt" mit Bezug auf EU-Diplomaten mehrerer Länder am Montag berichtet. Demnach sollen die bis zu 100 Milliarden Euro für die spanischen Banken aus dem provisorischen Rettungsfonds EFSF gezahlt werden. Das Nachfolgeinstrument, der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM), der ab 1. Juli bereitstehen soll, bliebe so unangetastet. Die deutsche Regierung lehne den Plan jedoch ab, heißt es in dem Bericht.

Ursprünglich war vorgesehen, dass alle EFSF-Hilfen auf den ESM angerechnet werden. Bisher hat der temporäre Krisenfonds EFSF rund 200 Milliarden Euro für Griechenland, Irland und Portugal verplant. Im März vereinbarten die EU-Finanzminister, dass diese EFSF-Hilfen nicht vom ESM abgezogen werden, sondern dazugerechnet. Dadurch würde sich eine kombinierte Gesamtkapazität von 700 Milliarden Euro ergeben.

Brüssel möchte ESM nicht belasten

Der "Welt" zufolge wird nun über eine weitere Aufstockung diskutiert. Die Idee in Brüssel: Die angekündigten bis zu 100 Milliarden Euro, die Spanien zur Rekapitalisierung seiner maroden Banken bekommen soll, fließen aus dem EFSF und werden ebenfalls nicht auf den ESM angerechnet. Somit würde sich die Gesamtkapazität beider Instrumente auf bis 800 Mrd. Euro erhöhen.

Im deutschen Finanzfinanzministerium verweist man auf Anfrage der "Welt" auf die geltende Beschlusslage. Danach sollen nur die bisher schon verabschiedeten Programme für Griechenland, Irland und Portugal zusätzlich zum ESM gezahlt werden. Das Geld für Spanien müsste auf den ESM angerechnet werden. Damit hätte er dann möglicherweise nur 400 Mrd. Euro zur Verfügung.

(APA/Ag.)

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3 Kommentare
Gast: Heissler H
18.06.2012 18:09
0 0

Stopp dem Rettungswahn

Das Gebilde gleicht einem Pyramidenspiel.

Gast: unbteiliuger
18.06.2012 13:56
0 0

es bleibt nur noch zu hoffen, dass

das deutsche Bundesverfassungericht letztlich zu seiner Judiakur seht, und den Rettungswahn als verfassungwidrig aufhebt.

PS: wo ist eigentlich unser Hüter der Verfasssung , der HeiFi?

wieder dort wo ihn der Bruno Kreisky vermutet hat wenn es brenzlich wurde?

Wie wurscht wäre das denn?

Fakt ist, dass hier über Geld diskutiert wird, das niemand hat. Also zwingerweise nur durch "Nachdrucken" erzeugt werden kann. Das wiederum entwertet bereits vorhandenes Geld.

Unter welchem Titel das passiert ist völlig irrelevant, denn es werden wohl nur noch wenige der allerletzten Realitätsverweigerer annehmen, dass der ESM in weiterer Folge nicht beliebig und in immer größeren Schritten aufgestockt werden wird.

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