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Fekter für Anpassungen bei Griechenland-Hilfspaket

18.06.2012 | 13:18 |   (DiePresse.com)

Es sei jedoch nicht sinnvoll, wieder bei Adam und Eva zu beginnen, sagt die Finanzministerin. Die Troika wird nach der Regierungsbildung den Ist-Zustand evaluieren.

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"Gestern haben wir schon mit Erleichterung zur Kenntnis genommen, dass es eine Mehrheit gibt, die proeuropäisch denkt", so VP-Finanzministerin Maria Fekter zum Ergebnis der Griechenland-Wahl, bei der die konservative Neue Demokratie als Wahlsiegerin hervorgegangen ist. Fekter kann sich nun vorstellen, dass mit einer künftigen neuen Regierung auch über Anpassungen beim Griechenland-Hilfsprogramm verhandelt wird. "Unter Umständen könnten Dinge beschleunigt oder vorgezogen werden, man könnte sich anschauen, was man tut, damit die Depression nicht voranschreitet, sondern wieder Hoffnung kommt", sagte Fekter.

Das gesamte Griechenland-Hilfsprogramm zu ändern mache wenig Sinn. "Es ist nicht sinnvoll, alles in Frage zu stellen, und wieder bei Adam und Eva zu beginnen", so Fekter. Daher müsse man einmal schauen, wie man innerhalb des Programmes weiter vorgeht, auch im Hinblick auf die innergesellschaftliche Situation in Griechenland. Sobald es in Griechenland eine Regierung gebe, werde die Troika nach Athen entsandt werden. Diese werde eine Analyse des Ist-Standes machen und aufzeigen, wo es Handlungsbedarf gebe, wo nachgeschärft werden könne, wie man die Situation je nach Ergebnis verbessern könne. Dieses Monitoring sei Teil des laufenden Programmes.

Fülle von Initiativen für Wachstum

Es werde immer wieder vergessen, dass auch Wachstums- und Beschäftigungsimpulse Teil des Hilfsprogrammes seien. "Alle glauben, es wird nur gespart, im Gegenteil, dort gibt es eine Fülle von Initiativen, die Griechenland in die Lage versetzen, selbst wieder auf den Wachstumspfad zu kommen", sagte Fekter.

Das gesamte Programm sei professionell und ausgewogen. "Ich habe kein Verständnis dafür, dass man es alle zwei Monate in Frage stellt." Zudem würde dies den Satzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) widersprechen. Dort heiße es, dass ein einmal eingeschlagenes Programm entweder durchgezogen werde, oder der Währungsfonds ziehe sich zurück.

Jetzt werde man warten müssen, wie die Koalitionsverhandlungen in Griechenland vorangehen. Dafür hätten die Griechen aber nur drei Tage Zeit: "Bis Ende der Woche werden wir feststellen, ob sich eine tragfähige Koalition bildet oder nicht", so Fekter. Es sei zu hoffen, dass es zu einer stabilen Regierungssituation kommt.

(APA)

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10 Kommentare

Mizzi, mir graut vor Dir!

"Pragmatisch aufweichen", ist das jetzt das Eingeständnis, dass jeder Cent der nach GR geschickt wird, "futsch" ist?

Mizzi, Du hast bereits 40 Millarden Euro in den Sand gesetzt (lt. Deinem Eingeständnis im Standard vom 1. April 2012).

Der Euro, das wissen jetzt sogar schon Frau Merkel und Herr Schäuble, ist eine "Fehlkonstruktion", weil eine Währungsunion ohne politische Union nicht funktionieren kann. Die Politische Union aber kommt nie. Also begreif endlich: der Euro ist gescheitert!

Und versuch nicht mit dem geplanten Verfassungsputsch am 4. Juli ihn zu "retten". Das würde uns auf ewig zu Schuldknechten der Hochfinanz machen und das Ende von Österreich bedeuten. Also keinen ESM und keinen Fiskalpakt!

Gast: Moderndenkender
18.06.2012 17:42
0 0

Liebe Frau Fekter...

...ich stehe voll und ganz hinter ihnen. Ja, wir alle muessen zusammenhalten in der grossen europaeischen Staatsfamilie. Auch die Griechen sind unsere Brueder und Schwestern.

Bez. weiteren Finanzhilfen: haetten Sie was dagegen, wenn ich Ihnen aus freien Stuecken einen Teil meiner Ersparnisse ueberweise ? Ich wuerde gern meinen persoenlichen Beitrag zur Rettung von Griechenland leisten.

Bitte um Bekanntgabe einer Kontonummer.

Es gibt eine neue Maßeinheit ...

1 Fekter ist die kürzeste Distanz zwischen zwei Fettnäpfchen.

Gast: Na und?
18.06.2012 16:08
3 0

Liebe Fr. Fekter:

Machen Sie, was Sie wollen.

Aber nur nicht mit meinem Steuergeld!

Re: Liebe Fr. Fekter:

Frau Fekter kann nicht anders, da sie Finanzministerin eines EU-Musterschülers ist. Auch wenn sie anders denken würde, so ist sie quasi gezwungen, diesen entbehrlichen Senf mitzuteilen. Im Auftrag von Faymann und Spindelegger? Jedes auf Euro aufgebaute Investitionsprogramm ist zum Scheitern verurteilt, da der Euro (nicht nur) für GR die falsche Währung ist. Der Euro steht nicht im guten Verhältnis zur wirtschaftlichen Leistung dieses Landes, er ist um einige Schuhnummern zu groß. Man denke nur an den Schilling unter Seipel (Zwischenkriegszeit). Damals hatte Österreich diesen "Alpendollar" und ein Heer von Arbeitslosen.

Jemand, der behauptet Griechenland wäre ein "Geschäft"...


....ja vor solchen Leuten sollte man sich hüten.

Die Aussagen von Fekter haben seither nur mehr (schlechten) Unterhaltungswert.

Dies ist ein Test

Nämlich einer, ob zu diesem Artikel gepostet werden kann.
Bleibt anzufügen, dass unsere Fr. FM natürlich völlig Recht hat. Jeder, der dafür ist, mehr nicht rückzahlbares Geld zu bekommen, ist diesem Kontinent gegenüber positiv eingestellt.
Jeder andere nicht.
Ist ja auch völlig logisch.
Oder nicht?

Re: Dies ist ein Test

Bravo, das ist eine Bestätigung, dass der Zensor der Presse offenbar in der Parteizentrale der ÖVP sitzt. Mir fällt schon des längeren auf, dass kein Unterschied zum seinerzeitigen ORF-Zensor mehr besteht. Dort haben sie schließlich großkoalitionär das Forum dann endgültig geschlossen und seither schaut sich keiner mehr das Online-Angebot des ORF an.

Die Presse steht knapp davor. Welch eine Entwicklung nach 175 Jahren FREIE PRESSE

Gast: Pussysnake
18.06.2012 15:15
0 3

Es sei jedoch nicht sinnvoll, wieder bei Adam und Eva zu beginnen, sagt die Finanzministerin.

In ihrem Alter wäre dies biologisch auch nicht mehr umsetzbar.

Gast: unbeteiligter
18.06.2012 14:47
2 0

Fekter ist wie Merkel:

jeden Tag ein neuer "Umfaller"!

Das dümmliche Heruntergestotterer von vorher auswendig gelernten Texten der EU-Propaganda kann ich schon nicht mehr hören.

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