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Spanischer Minister: "Befinden uns in kritischer Phase"

18.06.2012 | 14:10 |   (DiePresse.com)

Finanzminister Montoro fordert ein Eingreifen der europäischen Zentralbank. Die Rekordaufschläge auf spanische Anleihen alarmieren die Regierung.

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Spanien hat angesichts der Verschärfung der Schuldenkrise erneut ein Eingreifen der Europäischen Zentralbank (EZB) gefordert. "Die EZB muss auf die Lage an den Märkten entschieden und zuverlässig reagieren", sagte der spanische Finanzminister Cristóbal Montoro am Montag im Madrider Senat, dem Oberhaus des Parlaments. Die spanische Wirtschaft befinde sich in einer kritischen und entscheidenden Phase.

Die Madrider Regierung war davon ausgegangen, dass die Schuldenkrise nach der Griechenland-Wahl abflauen würde. Es trat jedoch das Gegenteil ein. Die Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen für zehn Jahre stiegen am Montag über die Marke von sieben Prozent und erreichten damit den höchsten Stand seit Einführung des Euro (>>> mehr dazu).

Bankenproblem

Spaniens großes Problem sind seine wegen fauler Immobilienkredite hoch verschuldeten Banken. Erst vor einer Woche hatte sich das Land dazu durchgerungen, für die Institute europäische Rettungsgelder zu beantragen. Unklar ist allerdings nach wie vor, wie hoch die Hilfen ausfallen und aus welchem Topf sie kommen sollen. Zudem fürchten Analysten, dass die dann noch höhere Staatsverschuldung Madrid über den Kopf wachsen könnte. Griechenland, Irland und Portugal hatten sich jeweils zu Hilfsanträgen gezwungen gesehen, kurz nachdem die Renditen ihrer Staatsanleihen über die Sieben-Prozent-Marke geklettert waren.

(APA)

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4 Kommentare

Der bestellt

sicher auch nur 3 Bier! Es gilt die Unschuldsvermutung. Sarkasmus aus.

Der Mann übertreibt doch

Spanien war und ist auf dem richtigen Weg der Konsolidierung. Zugegeben, der Bankensektor macht ein wenig Sorgen, weil diese Immobilienkredite immerzu notleiden.
Die Wirtschaftskraft des Landes schrumpft zwar um ca. 6% während die Verzinsung der laufenden Anleihen bei 5-6% liegt. Aber das war vor 2 Wochen noch nicht wirklich alarmierend.

Im Ernst: Die EZB kann durch Anleihenkäufe gern den Kurs der spanischen Anleihen stützen. Aber ob Spanien bei der nächsten Emission 7 oder 8% versprechen muss, ist völlig egal. Das liegt schon derart weit von Wirtschaftswachstum plus Inflationsrate weg, dass die paar Prozente das Kraut auch nicht mehr fett machen.

Also geht´s unter den Rettungsschirm. Dorthin, wo die Kredite ebenso billig sind wie die Zusagen als Gegenleistung.

Gast: 1. Parteiloser
18.06.2012 14:45
0 0

Geldschöpfung gegen den Bankrott gefordert?

Griechenland, Irland, Spanien, Portugal, Italien, eigentlich alle schon Bankrott und nur durch die EZB offiziell noch am Leben.

Geldschöpfung bringt aber keine Leistung zur Versorgung der Gesellschaft. Die Geldschöpfung hält durch die Buchungen die bankrotten Staaten und Banken am Papier noch am Leben, nur nützen wird es am Ende nichts. Es nützt nichts, weil die Geldschöpfung, der Förderwahnsinn, der Frühruhegenusswahnsinn und die riesigen geschützten Bereiche eben in Wirklichkeit nichts zur Versorgung der Gesellschaft beitragen.


Gast: unbeteiligter
18.06.2012 14:43
1 0

Die Eu ist eine Versammlung von ...

Vertragsbrechern, Bilanzfälschner, Lügnern und Betrüger und wird nur mehr aufrechterhalten, damit die Bonzen noch fett abkassieren können und nicht deren Scheitern eingestehen müssen (wäre doch schade um die vielen Versorgungsposten in Brüssel).

DAbei gehen die über leichen und hebeln die Demokratie und die Verfassung so nebenbei aus.

Der Volksaufstand wird von Spanien ausgehen und 2013 werden die ersten Prozesse gehen die Eu-Verbrecher stattfinden.,,,

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