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Schuldenkrise: Die populären Irrtümer der Linken

19.06.2012 | 17:29 |  Von Jakob Zirm (Die Presse)

Laut Arbeiterkammer-Präsident Tumpel und ÖGB-Präsident Foglar sind die Banken und nicht ausgabefreudige Staaten Schuld an der Krise. Gegen die Krise helfe auch nicht Sparen, sondern staatliches Investieren.

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Wien. Spätestens seitdem der Sozialist François Hollande in den Pariser Elysée-Palast gewählt wurde, spürt die linke Wirtschaftspolitik auch in Österreich wieder Rückenwind. Statt „Merkel'schem“ Sparen wird wieder staatliches Geldausgeben à la Keynes als Lösung für die Schuldenkrise angepriesen. In diesem Kontext präsentierten AK-Präsident Herbert Tumpel und ÖGB-Präsident Erich Foglar ihre Krisenanalyse samt Lösungsvorschlägen. „Die Presse“ hat sich die wichtigsten Aussagen etwas genauer angesehen:

„Die Staatsschulden sind nur angestiegen, weil die Banken mit Milliarden gerettet werden mussten.“

Für zwei Länder stimmt das teilweise: Irland und Spanien. Dort platzten Immobilienblasen, weshalb die Banken auf riesigen Schulden sitzen blieben. In Griechenland, Italien oder Portugal (und in geringerem Ausmaß auch dem Rest Europas) gab der Staat indes seit Jahren viel mehr aus, als er einnahm, während gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft aufgrund zu hoher Lohnsteigerungen sank. So lag das Budgetdefizit in Griechenland in den vergangenen zehn Jahren nie unter fünf Prozent des BIPs. Die Finanzkrise war also eher der Tropfen, der das staatliche Schuldenfass zum Überlaufen brachte.

„Die Rettungspakete waren ohnehin nicht für die angeschlagenen Staaten, sondern erneut für die Banken.“

Natürlich hatten Berlin und Paris auch ihre eigenen Banken im Hinterkopf, die etwa in griechische Staatsanleihen viel Geld investiert haben. Der Umstand, dass die Insolvenz eines Schuldners auch die Gläubiger belasten würde, ändert jedoch nichts daran, dass ebendieser Schuldner für seine Insolvenz verantwortlich ist.

„Europa darf nicht zulassen, dass die Finanzmärkte einzelne Länder aus dem Euro schießen.“

Dies ist einer der häufigsten Irrtümer: Es sind keine „verrückt spielenden“ Finanzmärkte, die Europas Schuldenländern kein Geld mehr borgen wollen, sondern rationelle Investoren, die Angst haben, ihr Kapital nicht wieder zurückzubekommen. Aufgrund des griechischen Beispiels kann sich kein Käufer von spanischen oder italienischen Anleihen sicher sein, dass es künftig nicht ebenfalls zu einem Schuldenschnitt kommt. Daher wird diesen Ländern nur zu sehr hohen Zinsen Geld geborgt. Gelöst werden kann dieses Problem nur, indem diese Länder das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen. Und zwar durch eine Politik, die eine mittelfristige Konsolidierung der Staatsfinanzen realistisch erscheinen lässt. Dies ist bisher aber noch nicht geschehen.

„Wir brauchen kein Europa des Lohndumpings und Kaputtsparens, sondern Wachstum und Beschäftigung.“

Wachstum ist bei der Bewältigung der Krise natürlich ein wichtiger Faktor. Denn durch Wachstum steigen die Steuereinnahmen, und die Verschuldung, die in Relation zum BIP gemessen wird, sinkt. Allerdings kann Wachstum nicht durch staatliche Investitionen „gekauft“ werden. Dieses Konzept führt – wie in der Vergangenheit mehrfach bewiesen – lediglich zu einer Ausweitung der Staatsverschuldung. Staatliche Investitionen können kurzfristige Konjunkturdellen ausgleichen – aber keine strukturellen Wettbewerbsschwächen.

„Deregulierung und Lohnsenkungen sind kein taugliches Mittel, diese haben die Krise erst ermöglicht.“

Eine zu geringe Regulierung des Finanzmarktes war zwar Mitauslöser der Finanzkrise. Südeuropa braucht aber auf jeden Fall eine Deregulierung, etwa auf dem Arbeitsmarkt. In Spanien ist es de facto unmöglich, Arbeitsverträge wieder aufzulösen. Auch die Lohnstückkosten sind in den Krisenländern zu hoch, da sie zwischen 2000 und 2010 um 25 bis 36 Prozent gestiegen sind (zum Vergleich: Deutschland weniger als zehn Prozent). Natürlich könnte auch Deutschland seine Löhne anheben. Dann würde aber ganz Europa gegenüber Ländern wie China an Konkurrenzfähigkeit verlieren.

„Die EZB soll wie die US-Notenbank Fed die Druckerpresse anwerfen dürfen, um Staaten zu finanzieren.“

Indirekt wird dies von der EZB schon gemacht, indem sie Banken Geld gibt, um Staatsanleihen zu kaufen. Der große Unterschied zu den USA ist, dass dort die reichen Bundesstaaten bereit sind, für ärmere Bundesstaaten direkt mitzuzahlen. Dies will bisher in Europa weder die Politik noch die Völker.

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60 Kommentare
 
12
Gast: gäst
20.06.2012 19:13
1 2

muahahahaha

"Dann würde aber ganz Europa gegenüber Ländern wie China an Konkurrenzfähigkeit verlieren."
Na dann. Bitte, bitte, alle Unternehmer auf nach China!

Gast: gäst
20.06.2012 19:12
1 2

Traut

die Presse ihren LeserInnen nicht mehr Intelligenz zu? Z.b. einen Artikel, der verschiedene Grundannahmen diskutiert? Das ist doch ein Diskussionshandbuch der IV.
"Allerdings kann Wachstum nicht durch staatliche Investitionen „gekauft“ werden. Dieses Konzept führt – wie in der Vergangenheit mehrfach bewiesen – lediglich zu einer Ausweitung der Staatsverschuldung."
"Bewiesen" wurde in der Vergangenheit beides.
"Die Finanzkrise war also eher der Tropfen, der das staatliche Schuldenfass zum Überlaufen brachte."
Nunja, an anderer Stelle existiert da ja der Begriff des Defizitkreislaufs?
"Der Umstand, dass die Insolvenz eines Schuldners auch die Gläubiger belasten würde, ändert jedoch nichts daran, dass ebendieser Schuldner für seine Insolvenz verantwortlich ist."
Mei, liab. Es handelt sich hier um zwischenstaatliche Verhältnisse. Der Souverän macht die Gesetze. Ups? Achja, da ist er, plötzlich an anderer Stelle:
"Dies will bisher in Europa weder die Politik noch die Völker."
Na wenn sich da der Herr Zirm bloß nicht täuscht....
Schulden stehen im übrigen Vermögen gegenüber.
Nur so zum Nachdenken.

Gast: sn3
20.06.2012 17:11
0 2

Warum haben Staaten überhaupt Schulden?

Schulden hängen ja nicht nur mit "schlecht wirtschaften" zusammen.
Dies ist ja ein populärer Irrtum, der auch von Banken gerne strapaziert wird, um die Ursachenbetrachtung zu leugnen:

Schulden entstehen bei Banken. Banken vergeben ja nicht nur Geld- Banken und Zentralbanken schaffen auch als Einzige im Staat Geld. Dieses Geld wird über Kreditvergabe über Fiat money (Geldschöpfung aus dem Nichts) geschaffen.
Banken müssen zudem Schulden vergeben, da der exponentielle Wachstum dies vorgibt-> daher müssen diese immer mehr und grössere Kredite (teils waghalsig) vergeben.
Dabei wird Kreditgeld geschaffen, dass zugleich die selbe Menge Schulden schafft.Jemand muss folglich immer Schulden haben.

Staaten haben deshalb Staatsschulden, weil diese Geld bei Banken aufnehmen . Dies erhöht die Abhängigkeit zu den Investoren. Staaten können so in Kriege getrieben werden (USA zB)- dies erhöht die Staatsschulden: Der Staat nimmt Geld auf, statt dieses Geld selbst zu schaffen. Der Staat könnte sein Geld selbst schaffen (J.F.Kennedy hat es zB mit der Executive Order 11110 versucht), aber die Politiker nehmen diese Macht ja nicht wahr.
Zudem ist der Finanzmarkt stark Offshore dominiert bzw. auch die City of London - als Finanzzentrum der Welt quasi ein eigener Staat http://www.youtube.com/watch?v=rMwyBnxhIAY auf den England zB keinen (Steuer-)Zugriff hat. Ebenso haben Staaten schweren Zugriff auf reiche Vermögen auf Offshore-Konten, welche eigentlich wieder in die City of London führen.

"Konkurrenzfähigkeit" mit China ist kein sinnvolles Ziel

weil ja schon mal keiner Arbeitsbedingungen will, wie sie in China großflächig herrschen. Und dann sind in einem System flexibler Wechselkurse die Löhne uninteressant: steigen die Löhne in einem Land übermäßig, dann sinkt die Nachfrage nach dessen Gütern und dadurch auch der Wechselkurs, was die Löhne im Vergleich wieder billiger macht. Lohndumping wiederum führt zu billigeren Produkten, was zu mehr Nachfrage und zu einem steigenden Wechselkurs führt - und damit die Löhne im Vergleich wieder steigen läßt.

Man kann natürlich seinen Wechselkurs gezielt nach unten manipulieren, wie es China seit Jahren macht. Aber das geht nur in einer Diktatur lange gut, denn die Menschen werden ja um die Früchte ihrer Arbeit betrogen.

Gast: saubersagich
20.06.2012 15:26
3 1

der ögb ist pleite und die arbeitnehmervertretung in AUT ist tot

die österreichische gewerkschaft ist am boden, jetzt versuchen die rattenfänger für sich zu retten, was nicht mehr zu retten ist

Gast: unglaublichaberwahr
20.06.2012 15:21
4 2

AK-Präsident Herbert Tumpel und ÖGB-Präsident Erich Foglar

bei den zweien ist hopfen und malz verloren was wirtschaftliche kompetenz anbelangt

da fehlen jegliche kenntnisse der grundrechnungsarten, sinnerafssendes lesen und studien verstehen die schon erst recht nicht

und wer solls zahlen?? "ist mir doch wurscht, ich wills ja nur bekommen und nichts bezahlen"

sehr richtig

wohlstand kann nur erarbeitet werden, als staat durch mehr einnahmen als ausgaben und wenn mal ein grosses projekt ansteht (aber bitte kein tunnel) kann das aus dem cashflow finanziert werden

wenn zuviel schulden, zuviel regulierungen, zuviel interventionismus das problem verursachen, ist mehr von demgleichen nicht die loesung.

ab einem bestimmten punkt bekommt die thematik eine eigendynamik, weil von dem schuldenberg die zinsen bedient werden muessen (zins=preis des kredits) und die fressen immer mehr von den verfuegbaren steuereinnahmen

wenn ich 2000 euro pro monat einkommen habe und 5000 euro pro monat ausgebe, mithilfe von krediten, kreditkarten, dispo, ratenzahlung, whatever, und dann ist aufeinmal die rueckzahlungsquote 50-70% von meinem einkommen, waere es unsinnig, noch 5 weitere kreditkarten zu beantragen und noch groesseren dispo.

keynesianismus ist ein irrglaube, wider dem logischen hausverstand und wider dem natuerlichen handeln der menschen.
wir brauchen mehr mises, hayek und menger, nicht keynes

Antworten Gast: soeiner
20.06.2012 15:34
1 1

Re: sehr richtig

naja, wenn ich mit dem zusätzlichen geld investitionen vornehme die mir spätere meheinnahmen ermöglichen, kann das schon funktionieren.

Re: Re: sehr richtig

das hat bis jetzt noch nie funktioniert, weil durch diese interventionen ein crowding out effekt entsteht, wo staatliches angebot und nachfrage privates angebot & nachfrage verdraengen und eine abhaengigkeit von weiteren staats-interventionen (auf pump) ensteht.

wo das schon funktioniert, ist im privatbereich, wo vor der investition eine kosten-nutzen rechnung aufgestellt wird und ein roi (return on investment) am ende herausschaut (politiker sind dazu nicht in der lage)

Re: sehr richtig

Stimmt *so* natürlich auch nicht. Schulden sind schon möglich, aber nur für Investitionen, die eben über Jahrzehnte zu rechnen sind. Das könnten auch Tunnel sein;-)

Wesentlich ist also der Investitionscharakter. In Ihrem Privat-Beispiel gehen Sie ja auch nur von laufenden Ausgaben aus. D.h. Kredit für Haus = akzeptabel (wenn die Rate in die konservativst erwartbare Einnahmensituation passt). Kredit für ausschliesslich hobbymässig verwendete Fotokamera = NoGo.

Ich verstehe jedoch auch Ihre Abneigung gegen jede Art von Kredit. Ist es doch vorstellbar, auch Pensionserhöhungen als Investition darzustellen - dient sie doch der Ankurbelung der Wirtschaft;-)

Re: Re: sehr richtig

ich erlaube mir jetzt mal ein copy&paste um das scrollen zu ersparen zum oberen kommentar (der passt auch hier dazu) :-))

"das hat bis jetzt noch nie funktioniert, weil durch diese interventionen ein crowding out effekt entsteht, wo staatliches angebot und nachfrage privates angebot & nachfrage verdraengen und eine abhaengigkeit von weiteren staats-interventionen (auf pump) ensteht.

wo das schon funktioniert, ist im privatbereich, wo vor der investition eine kosten-nutzen rechnung aufgestellt wird und ein roi (return on investment) am ende herausschaut (politiker sind dazu nicht in der lage)"

sie haben jedoch recht das manche investitionen "gut" sind - ueblicherweise die, die von privaten getaetigt werden, eben weil eine kosten-nutzen rechnung aufgestellt wird

"Pensionserhöhungen als Investition" dem kann ich mich allerdings nicht anschliessen, weil pensionserhoehungen nicht durch pensions-einzahlungen gedeckt sind und aus dem allgemeinen budget beglichen werden muessen (d.h. neue schulden oder geld-entnahme =gegenteil von investition=diebstahl von der wirtschaft & privaten haushalten durch besteuerung) um die umverteilung zu finanzieren

Re: Re: Re: sehr richtig

Nur kurz zum Pensions-Beispiel: Das war auch so gemeint. Ich habe mich nur auf den Umstand bezogen, dass der Investitionscharakter jeder (schuldenfinanzierten) Mehrausgabe von Regierungen aller Farben seit jeher nach Belieben interpretiert wird;-)

Und da wird dann eine Pensionserhöhung auf Pump ziemlich flott zur nachhaltigen Standortsicherung hochstilisiert.

0 5

schlicht

Neoliberale haben ein sehr schlichtes Weltbild.Der Sozialstaat und die Gewerkschaften sind an allem schuld.Würde es die nicht geben,würden Milch und Honig fließen....

Re: schlicht

Es ist ein wenig langweilig, sich über schlichte Dinge Gedanken zu machen. Daher eine etwas komplexere Frage, die mir tatsächlich noch niemand hat logisch beantworten können:

Was ist sozial daran, jemandem, der sich´s leisten kann, Geld zu verleihen, dafür auch noch zu bezahlen, indem man Zinsen drauflegt? Je mehr Schulden, desto (relativ & absolut) mehr Zinsen.

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Re: Re: schlicht

Mit Logik ist die Frage nicht zu beantworten.Eher damit,dass Bankgeschäfte noch nie unter sozialen Aspekten erfolgt sind,es sei denn die wurden staatlich gefördert und damit sozusagen erzwungen,wie Bausparen,Wohnbauförderung usw.

Re: Re: Re: schlicht

Das stimmt nicht ganz. Schon Kreisky sagte irgendwas über Schulden und Arbeitslosigkeit;-)

Aber worauf ich hinauswollte war natürlich: Solange "Sozialisten" dem Kapital Zinsen finanziert durch die Leistung der Arbeiter hinterherwirft, weil Schulden ja nichts Schlechtes sind und solange "Neoliberale" auch nur in Betracht ziehen, ein Pleiteunternehmen durch staatlichen Eingriff am Leben zu erhalten (Bankenrettung), ist Feuer am ideologischen Dach.

Mit anderen Worten: Wenn sich Glaubenkrieger gegenseitig was vorwerfen, ist das meist fürchterlich lächerlich.

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Re: Re: Re: Re: schlicht

So kann man das natürlich auch sehen.Es hat aber auch noch niemand etwas sinnvolleres und vor allem funktionierenderes als die Demokratie mit all ihren Schwächen erfunden.Daher muss man eigentlich froh darüber sein,dass sich die Glaubenskrieger ohne Angst vor Verfolgung gegenseitig das Leben schwer machen können.Wie immer bleibt in der Mitte ohnehin der geplagte Bürger,den alle nur aussackeln wollen.

Daher muss man eigentlich froh darüber sein,dass sich die Glaubenskrieger ohne Angst vor Verfolgung gegenseitig das Leben schwer machen können

Wie wahr, wie wahr.

Es ärgert mich halt immer masslos, wenn Ideologie ins Spiel kommt. Da wird andauernd das genaue Gegenteil von dem gemacht, was offiziell vertreten wird.

0 0

Re: Daher muss man eigentlich froh darüber sein,dass sich die Glaubenskrieger ohne Angst vor Verfolgung gegenseitig das Leben schwer machen können

Die Ideologie ist doch grundsätzlich die Basis der Parteien.Dass die dann oft anders oder kaum gelebt wird und oft nicht einmal mehr die wichtigsten Mitglieder den Inhalt kennen,ist sicher mit ein Grund für die heutige Politikerverdrossenheit der Bevölkerung.Ich ärgere mich auch darüber und man kann nur hoffen,dass die nachfolgende Politikergeneration besser als die aktuelle ist,egal welcher Ideologie man selbst nahe steht.

Re: schlicht

der sozialstaat ist eine illusion, dass jeder auf kosten von jemand anderen leben koennte

das problem dabei ist, es ist nicht "erarbeitet" sondern auf pump finanziert. wohlstand auf kreditkarte quasi - das kann langfristig nur schief gehen.

gewerkschaften sind insofern schaedlich, da sie den preisfindungsprozess fuer eine arbeitsressource erheblich beeinflussen, zuungunsten aller beteiligten. kommt noch hinzu: kollektivloehne

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Re: Re: schlicht

Sie sind wohl im 19.Jahrhundert hängen geblieben.

Re: Re: Re: schlicht

offenbar haben sie sich noch nicht mit dem 19. jahrhundert intensiv befasst

da wurden sehr viele technische neuerungen eingefuehrt, soviel erfunden wie selten zuvor, die industrielle revolution erhoehte den wohlstand der bevoelkerung drastisch und es gab sehr viele freiheiten, die es heute nicht mehr gibt

mises sagte ueber 65 jahre vor dem scheitern des sozialismus / kommunismus eben dessen scheitern voraus, weil ein simpler marktmechanismus wie der preisfindungsprozess, die allokation von guetern und die bemessung deren knappheit (preis) dort nicht existiert.
dass ganz europa jetzt wieder richtung sozialismus tendiert zeigt eigentlich nur die ignoranz und praepotenz, sich nicht mit der eigenen vergangenheit auseinander setzen zu wollen/koenen und/oder daraus zu lernen

0 1

Re: Re: Re: Re: schlicht

Sie kommen mir vor wie jemand der für die Monarchie schwärmt weil man damals in so schönen Palais und Schlössern gewohnt hat.Wer völlig ausblendet,dass die Arbeitnehmer immer mehr ihre über Jahrzehnte erkämpften Rechte verlieren und das auch noch gut findet,kann nur ein äußerst unintelligenter Unternehmer sein.

Antworten Gast: b754
20.06.2012 14:00
2 2

Re: schlicht

Die Einsicht, dass das derzeitige Feindbild der Linken - die Banken - doch eher nur Sündenböche als Schuldige sind tut wohl sehr weh. Sie können es drehen und wenden wie sie wollen - die Schulden der Staaten machen Europa zu schaffen ... die Banken als Gläubiger müssen es halt als ausbaden.

0 2

Re: Re: schlicht

Auch das ist eine sehr schlichte Sichtweise auf sehr komplexe Sachverhalte.

Re: Re: schlicht

Wo genau liegt das "ausbaden", wenn man Geld zu 1% von der EZB aufnehmen und zu 3,5% (AT) weiterverleihen kann?
Aber bitte unter der realistischen Annahme, dass wenn der Schuldner nicht zahlen kann, jemand anderer für ihn einspringt.
Sollten Sie der Meinung sein, dass 2,5% Zinsdifferenz für die absolute Nullleistung noch zu wenig sind, nehmen Sie doch in o.a. Beispiel nicht AT sondern Italien, Spanien, Portugal etc. etc.

Was ich sagen will: Die Schuldenpolitik der einzelnen Staaten ist natürlich nachweislich ruinös. Aber "ausbaden" tun´s immernoch die Steuerzahler, die Banken retten dürfen, im Gegensatz aber keinerlei Anteile oder sonstige Rechte erhalten.

 
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