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Hollande: Euro-Rettungsschirm soll Anleihen kaufen

20.06.2012 | 10:50 |   (DiePresse.com)

Die hohen Anleihezinsen für Spanien und Italien haben eine Debatte neu entfacht: Die Rufe nach Stützungskäufen durch den ESM werden lauter. Auch Deutschland könnte den Widerstand dagegen bald aufgeben.

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Nach den Wahlen in Griechenland und der Bankenrettung in Spanien sind die Renditen für spanische und italienische Staatsanleihen alarmierend angestiegen. Italiens Premier Mario Monti hat daher am Rande des G20-Gipfels dafür plädiert, dass die Rettungsfonds EFSF oder ESM reformfreudige Länder mit Anleihekäufen stützen sollen. Man müsse versuchen, "die Finanzierungskosten der Länder zu stabilisieren, die sich an ihren Kalender für Reformen halten, und das muss sich deutlich vom Konzept der Rettung unterscheiden", so Monti. Seine Begründung: Sinken durch die Reformbemühungen nicht die Zinsen, würde die Bevölkerung die Sparmaßnahmen nicht akzeptieren.

Monti bekommt nun Unterstützung von Frankreichs neuem Präsidenten Francois Hollande, berichtet das "Handelsblatt Online". Hollande sagte demnach, die Idee sollte bei seinem Treffen mit den Regierungschefs Deutschlands, Italiens und Spaniens am Freitag in Rom diskutiert zu werden.

Gibt Deutschland Widerstand auf?

Die deutsche Regierung dementierte zwar, dass am G20-Gipfel über einen solchen Plan diskutiert worden sei. Einem Bericht des britischen "Guardian" zufolge ist Kanzlerin Angela Merkel aber bereit, den Widerstand gegen Staatsanleihenkäufe durch den Rettungsschirm aufzugeben. Der Hilfsfonds soll zu diesem Zwecke auf 750 Milliarden Euro aufgestockt werden. Offiziell verkündet werden soll das Programm Ende Juni, schreibt die Zeitung.

Die ESM-Richtlinien räumen zwar die Möglichkeit ein, am Sekundärmarkt Bonds zu kaufen. Das ist aber nur möglich, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) außergewöhnliche Marktbedingungen festgestellt hat. Das "Handelsblatt Online" zitierte dazu einen deutschen Regierungsvertreter: "Sowohl im EFSF als auch im künftigen ESM sind Sekundärmarktkäufe als eines von mehreren Instrumenten vorgesehen. Über konkrete Initiativen ist hier in Los Cabos nicht gesprochen worden".

VIDEO: G20-Gipfel fordert Lösung der Euro-Krise

Sie hat Einfluss nicht nur auf Europa, sondern auch auf die Wirtschaft der USA: Die Euro-Krise. Deshalb hat US-Präsident Barack Obama zum Abschluss des G20-Gipfels noch einmal Druck gemacht.

(Red.)

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11 Kommentare
Gast: L.W.
20.06.2012 16:14
3 0

Diesen Wahnsinn muss man sich einmal vor Augen halten.

750 Mrd. !

Das wären für jeden der 500 Mio EU-Einwohner 1.500 €. Für jeden !

Nur mehr krank das alles...

Hollande

weiß genau das er der nächste ist der Geld aus den Schirmen absaugen muss.

Deshalb schreit er ja auch so laut, denn was andere schon bekommen haben kann man ihm dann nicht verwehren, dem Herrscher der Grand Nation !!!!!!

Also ich sehe die Betonwand schon ganz deutlich auf die uns unsere Regierenden mit ihrem Gefährt EU zusteuern. Nur dumm das keiner weiss wo die Bremse zu finden ist.

Gast: gert3344
20.06.2012 15:02
1 0

denken nur bis morgen

das erkennen der probleme von übermorgen überfordert den intellektd er spitzenpolitiker

und was ist in 10 jahren herr hollande? wenn dann auch die heute noch halbwegs intakten staaten aufgrund von krediten für andere da stehen, wo griechenland heute schon steht, wer haftet dann? der nikolo oder wer?

ach ja da gilt hinter mir die sintflut

Re: denken nur bis morgen

Nur keine Sorge, das wird keine 10 Jahre dauern.

Noch nicht bemerkt das die Abstände immer kürzer werden ????

Haben die Märkte Spanien "geknackt" (unter den rettungsschrim gedrängt) wird es Schlag auf Schlag gehen.

die Rating-Gurus stehen doch schon in Startlöchern den dann noch verbliebenen AAA Staaten das B- aufzudrücken.

das dauert nicht mal mehr 2 Jahre bis alles zusammenkracht.

Gast: Gegen globale Ausbeutung
20.06.2012 12:59
2 0

Langsam gibt's nur noch Bilderberger und Goldman Sachs Leute an der Spitze der EU

Traurig wie eine kleine Gruppe alles kontrolliert und alle ausquetscht.

Gast: 1. Parteiloser
20.06.2012 12:46
4 0

Nur Kommunisten wollen sich durch die Geldschöpfung retten!

Deren Ideologie, minimierte Leistungsanforderungen, maximierter Schutz der Beschäftigten, exzessive Umverteilung, das wird dann in deren Planwirtschaft umgesetzt.

Diese Planwirtschaft funktioniert aber in der Praxis nicht. Spätestens zu Ende des 20. Jahrhunderts sollten die Entscheidungsträger das auch gelernt haben. Damals ist der Comecon Raum, also ein großes Gebiet verschiedener Planwirtschaften, zusammengebrochen.

Auch diese Kommunisten haben ja immer für ausreichend Geld gesorgt. Die Bürger hatten ausreichend davon, gegen Ende der Planwirtschaft aber kaum was zu kaufen. Das lag daran, weil einfach zu wenig Leistung der Gesellschaft zur Verfügung war.

Der Traum der Ideologen, dass deren Helferlein Syndrom für alle Menschen durch eine Geldschöpfung finanziert werden kann, der Traum ist genauso real wie mein Goldesel im Garten.

Das Brutale für die Bürger Europa ist aber, dass die Kommunisten inzwischen in allen Farben und auf allen Ebenen in Europa auftreten. Das Prinzip der Planwirtschaft ist allen gleich, nur die Umverteilung erfolgt dann etwas anders, eben in die eigene Herrschaftsbereiche.

Ein Europa mit einem laufenden realen Leistungsmangel, unfreien Märkten und unfreien Menschen, der wird an der Unterdrückung der Menschenrechte genauso ersticken wie an der Unterversorgung. Gelddrucken kann diese Phänomene niemals verhindern.

Gast: Steuern sparen leicht gemacht!
20.06.2012 12:33
2 0

Das riecht verdächtig

nach neuen Belastungen für die ohnehin schon ausgequetschten und unterdrückten Bürger unseres Landes.

Wir wurden nicht gefragt, ob wir den Euro haben wollten, auch nicht, ob wir ihn retten wollten. Jetzt haben es die Eliten- die ja jetzt ganz ohne Volkes Meinung frei diktieren können- sogar fertiggebracht, dass wir für Schulden fremder Völer zahlen sollen, auf deren Schluderhaushalte wir nicht einmal Einfluss haben.

Es wird Zeit, den Regierenden Widerstand entgegenzubringen, der wirklich weh tut: Entzug der Steuermittel!

KEINE MITBESTIMMUNG - KEIN GELD!

Das ist ein fairer Deal.

Und so wirds gemacht:

www.steuerboykott.org

Re: Das riecht verdächtig

Nur der Vollständigkeit halber (bezogen auf den von Ihnen erwähnten Link):
a) Das Grundgesetz Art.20(2) besagt, dass die Staatsgewalt durch "besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung" ausgeübt wird. Ohne Jurist zu sein: Das wird man nur schwer ernsthaft in Zweifel ziehen können.

b) "Die Rückzahlung der Systemverschuldung ist unmöglich" stimmt nur global über *alles* hinweg betrachtet. Diese Betrachtungsweise erscheint jedoch ein wenig übertrieben. Salopp formuliert: Sollen doch die Amis machen, was sie wollen.
Wer Staatsschulden abbauen will ohne den Sozialstaat zu ruinieren oder die Wirtschaft "kaputtzusparen" weiss am Beispiel SWE, dass es *möglich* ist.
Alle anderen verschulden sich alternativlos und systemrelevant weiter und jammern über die böse Verschwörung.

Sinken durch die Reformbemühungen nicht die Zinsen, würde die Bevölkerung die Sparmaßnahmen nicht akzeptieren.

Nein. Sinken durch *echte* Reformen nicht die Zinsen, wäre das ein Wunder. Zumindest würde es sämtlichen Regeln der Marktwirtschaft widersprechen.

Was natürlich nichts daran ändert, dass 6 od. 7% Anleihenzins ruinös sind. Da geht kein Bus mehr zurück. Die EZB wird spanische Anleihen kaufen. Der Staat durch den ESM (weiter aufgestockt) refinanziert, dann teilweise Schuldenschnitt, wenn die Banken aus dem Desaster rausgekauft sind. Dann wendet sich der Blick gen Italien.

Gast: smilefile
20.06.2012 12:06
2 0

Hollande / Euro Rettungsschirm,...


"Das einzige Ziel dieser Finanziers ist Weltkontrolle durch die Schaffung von unauslöschlichen Schulden......"

Henry Ford

Re: Hollande / Euro Rettungsschirm,...

Schulden sind in unserem System längst unauslöschlich.

Das ist leider in unseren Geldsystem so:

Das Guthaben der einen sind die Schulden der anderen.

Ist immer nur die Frage, wer die Schulden gerade hat.

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