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Club 2: 'Manisch-depressiver Markt' und 'Teufelswerk ESM'

21.06.2012 | 13:30 |   (DiePresse.com)

Wie wirkt sich die Krise auf unser Geldsystem aus? Der ORF fragte eine sehr heterogene Runde, ob wir bald zum Sparstrumpf zurückkehren.

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Für Wirtschaftsforscher Stephan Schulmeister ist die Euro-Krise in erster Linie eine Vertrauenskrise: "Das 'Sich-Sorgen-Machen' ist ein Feind des Wirtschaftssystem", sagte er am Mittwochabend im "Club 2". Wenn alle aus Angst vor der Krise das Geld sparen anstatt investieren würden, "produzieren sie die Krise". Für den deutschen Survival-Shop-Besitzer und Buchautor Gerhard Spannbauer ist das Hauptproblem ein völlig anderes: "40 Prozent leben in Deutschland von Zuwendungen. Wie soll ich mit so einer Bevölkerung vorankommen?"
Dass bald auch Wien und Berlin die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen, daran hat er keine Zweifel. Seine Schlussfolgerung: Es braucht mehr Eigenverantwortung. Diese sei in der modernen Gesellschaft oft verloren gegangen: "Meine Oma wusste, dass es ihr schlecht geht, wenn sie nicht arbeitet. Heute meinen die Leute, sie haben das Recht auf einen Flat-Screen".

Moderatorin Renata Schmidtkunz bringt die Diskussion auf eine höhere Ebene. "Ist das Geldsystem auf Sand gebaut?", will sie wissen. Laut Presse-Wirtschaftsjournalist Nikolaus Jilch, wurde das "Geldsystem dereguliert, indem es vom Gold gelöst wurde". In der Euro-Zone würden wir daher nun vor einem großen Problem stehen: "Alle wollen unbedingt an die Druckerpresse der EZB und damit die wichtigste Grundlage der Zentralbank abschaffen" - nämlich, dass diese Staaten nicht finanzieren dürfe.

"Meine Oma wusste, dass es ihr schlecht geht, wenn sie nicht arbeitet. Heute meinen die Leute, sie haben das Recht auf einen Flat-Screen"
Gerhard Spannbauer

Schulmeister, der an dem Abend wohl am häufigsten am Wort war, sieht das anders. Staatsanleihenkäufe zumindest durch den Euro-Rettungsschirm ESM - den Survival-Shop-Besitzer Spannbauer als undemokratisches "Teufelswerk" bezeichnet - seien eine Notwendigkeit. Schließlich würden Spekulanten seit Oktober 2010 gezielt gegen einzelner Länder wetten: "Ich sitze im Trading-Room. Ich weiß, wie schnell sie lernen".

Das Hauptproblem ist laut Schulmeister die Dominanz der Finanzwirtschaft gegenüber der Realwirtschaft. Heute seien "die Ackermanns die großen Chefs". Die Industriemanager wurden sich den "unproduktiven" Bankern unterordnen. Das sei in den 1960er Jahren, in Zeiten der boomenden Wirtschaft, nicht der Fall gewesen. Nun würde der Staat nach der Pfeife der "manisch-depressiven" Märkte tanzen und nicht umgekehrt.
Das "chinesische Wunder" sei schließlich auch nur möglich, da die Zinsen vom Staat reguliert werden und so keine Spekulationen möglich seien. Man müsse wieder zu realen Werten zurückkehren - sich dafür aber nicht vom Papiergeld verabschieden. Nur so könne ein Wirtschaftsaufschwung wie jener in China unterstützt werden.

„Ich sitze im Trading-Room. Ich weiß, wie schnell sie lernen"
Stephan Schulmeister

Ob China wirklich ein gutes Beispiel sei, fragt sich daraufhin Presse-Redakteur Jilch. Politische Eingriffe würden immer nur neue Probleme erzeugen, die dann wieder gelöst werden müssten. Sein Fazit: "Es läuft darauf hinaus, dass sich das Währungssystem verändern wird" - hin zu realen Werten. Denn Private würden ohnehin in Sachwerte flüchten und auch "die Zentralbanken tendieren in Richtung Gold". Jilchs Fazit: Man solle sein Geld in allem anlegen, "was man angreifen kann". Das heißt auch: Keine Goldzertifikate - sondern Goldmünzen.

Sozialpsychologin Angelika Kofler vom GfK, hat wohl nicht ganz unrecht, wenn sie davon spricht, dass es in der Diskussionsrunde "keinen gemeinsamen Nenner gibt", was man eigentlich unter der Euro-Krise versteht. So wird laut der Politikwissenschaftlern Gabriele Michalitsch derzeit ein "politischen Kampf um die Rolle des Finanzkapitals" ausgetragen. "Das hilft mir als Familienvater jetzt recht wenig", entgegnet Spannbauer. Dass wir immer noch auf hohem Niveau jammern, resümiert Kofler. Nur langsam würden die Menschen aufwachen und merken, "dass es kein Geburtsrecht ist, dass es uns gut geht".

>>> Die gesamte Sendung in der ORF-Tvthek

(Red.)

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27 Kommentare
 
12
Gast: genius
23.06.2012 19:04
0 3

Jilch, ein Knilch?

Jilch soll Wirtschaftsjournalist sein? Das er kein Wirtschaftswissenschafter ist war ja offensichtlich, aber selbst für einen Journalisten hat er ja scheinbar sehr wenig Substanz. Ein peinlicher Auftritt.
Ein echter Ökonom der liberalen Seite als Gegenpart zu Schulmeister wäre weitaus interessanter gewesen!

Gast: OekR. P. Moser
23.06.2012 13:19
2 0

Es droht die totale Schuldknechtschaft

Nein zum ESM!
Oder wollen wir wirklich mit einer Verbecherbande an der Regierungsspitze in die totale Schuldknechtschaft???

Gast: Kibietz
22.06.2012 15:21
5 0

Das ist die Lösung: Die Regulierung des Finazsystems

Es war ja auch bei uns in früheren Zeiten reguliert, da wusste jeder genau das man 3,5% Zinsen auf sein täglich fälliges Sparbuch gibt, wieviel ist es heute?
Da wusste man auch genau welche Gebühren für einen Kredit verlangt werden durften und wie hoch die Zinsen waren,

Man muß dahingehend regulieren das der Realmarkt und die Bürger Nutzniesser sind und nicht die Großkapitalisten und spekulanten.

Frage:

Was spricht denn dafür ein kaputtes System weiter zu fördern indem wir Milliarden in den ESM / die Banken pumpen und unsere Zukunft + Staatsgold dafür opfern?

Österreich will das nicht.

Stoppt die Schuldenunion. Der ESM ist ein Mega-Spekulationsfond ohne Haftbarkeit für die Akteure!

Wahnsinn, was sonst kann man dazu noch sagen?


Gast: Johann Berger
21.06.2012 17:20
17 2

Köstlich amüsiert

Stephan Schulmeister: ich bin Empiriker! Ja wenn die Keynes Anhänger zur Historischen Schule der Nationalökonomie zurückkehren, weil ihnen nichts mehr einfällt. Die Austrians haben für diese Sorte an Voodoo-Jünger den Begriff Kathedersozialisten geprägt. Jilch: gewisse Ansätze, aber es fehlt am Fundament. Wenn Schulmeister von den 50iger und 60iger Jahren schwärmt, wo die Märkte noch gefesselt waren, dann sollte er - als Empiriker- bei Kostolany nachschlagen. Da wurde der französische Franc zum Spielball, da stürzten die Regierungen reiheweise, da wurde großes Geld gemacht. Im Gegenteil je stärker die Beschränkung umso höher der Gewinn. Renata Schmidtkunz: Ich werde mich beim nächsten Club2 über evangelische Theologie revanchieren. Sichtbar nichts über das Thema wissen, aber mit Betroffenheitspathos die Freiheit abschaffen wollen. Voll daneben wäre noch ein freundliches Urteil. Daher ORF: abschaffen, sonst wird das Fremdschämen unerträglich. PS: Aufzeichnen und zum Gaudium der Welt auf Youtube veröffentlichen.

Antworten Gast: genius
23.06.2012 20:02
1 1

ich würde mich wirklich für Belege Ihrer Aussagen interessieren!

"je stärker die Beschränkung umso höher der Gewinn"? Der Umsatz der Finanzwirtschaft ist doch in den letzten 2 Jahrzehnten mit fortdauender Liberalisierung fast exponentiell gewachsen.
"da stürzten die Regierungen reihenweise"? Wo denn bitte?? In den USA und Westeuropa waren die Regierungen damals deutlich stabiler als heute.

Finanz"industrie"

Das einzige was zählt, ist die Realwirtschaft. Das Finanzwesen sollte eigentlich nur Mittel zum Zweck sein.
Allein schon das Wort Finanzindustrie sagt alles über das perverse System aus!!!

10 0

...

die duemmsten in einem club 2 - sehenwert!

Antworten Gast: Johann Berger
21.06.2012 17:20
3 0

Für diesen Club

musste der ORF lange suchen!

24 2

Schulmeister: "Ich sitze im Trading-Room. Ich weiß, wie schnell sie lernen."


Was hilft ihm als dies, wenn er dabei nicht über seinen Brillenrand hinaussieht? Oder meint der selbsternannte Empiriker allen Erntes, die Jungs in den Tradingrooms könnten auch nur einen einzigen bösen Kontrakt abschließen, wenn es nicht die entsprechenden engelsgleichen Gegenparteien gäbe, die anders als die 'Bösen' auf den Erfolg von Reformen, Rückzahlungen und Umschuldungen setzten?

In Schulmeisters empirisch wie logisch falscher Betrachtung wetten die Bösen allein unter ihresgleichen und das stürzt die Welt ins Unheil. Dümmer geht's nicht.

Nicht minder absurd ist Schulmeisters Dagobert-Duck-Angst-Spar-Ausführung. Das Geld der kleinen Leute liegt definitiv nicht zuhause unterm Kopfkissen, sondern auf der Bank, wo es für Kreditnehmer abrufbar wäre -- falls diese denn ein Vertrauen in die Zukunft hätten und die Banken wiederum brauchbare Konditionen anböten.

Zu den Erfolgen der Wirtschaft nach dem Krieg -- Schulmeisters zentales Argument -- ging die einzig richtige Erklärung, es gab damal noch keine vollkommen willkürlich agierenden Zentralbanken, leider etwas unter.

Zum Sendungsverlauf: Jilch ließ sich anfangs von Schulmeisters Unterbrechungen und Schmittkunz' inferiorer Moderation den Schneid abkaufen. Wie bei den meisten dieser Sendungen wurde redlicher Debattenstil einer Seite untergebuttert vom hartnäckigem Phrasendreschen der Linken, deren falsche Aussagen damit ausreichend lange im Raum stehen bleiben konnten.

Antworten Gast: Zyni
21.06.2012 18:26
1 6

Den Bürgerlichen

mangelt es am weltanschaulichen Fundament, was durch höfliche Zurückhaltung in der Debatte noch verschlimmert wird. Aber ich bin mir sicher in der Sky-Bar glänzt die Arroganz umso heller.

Gast: Get
21.06.2012 15:25
9 2

Die linke ORF Sippe fragt sich nur wie lange sie noch ungeniert die GIS einkassieren kann um ihre Genossen zu versorgen.

Sonst gar nichts...

Gast: Hastalavista
21.06.2012 15:14
16 0

Nein zum ESM!

Der ESM ist ein Ermächtigungsgesetz, das die finanzielle Hoheit Österreichs beschneidet. In Kombination mit dem Fiskalpakt ist das eine tödliche Mischung, die uns nicht nur in die Schuldenfalle treibt sondern den Staat und die Rechte der Menschen komplett aushöhlt! Daher nein zum ESM! Volksabstimmung sofort!

Hoffentlich kann der ESM durch die derzeit laufenden Aktivitäten in Deutschland noch verhindert werden. Das Verfassungsgericht empfiehlt Präsident Gauck mit der Unterschrift zum ESM zu warten, da mit ein Verfassungsklagen gegen den ESM zu rechnen ist:

http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE85K02V20120621

Warum unternimmt in Österreich niemand was gegen den ESM?


Warum unternimmt in Österreich niemand was gegen den ESM?

Weil wir wieder mit demselben Schmäh gepackt werden: Wir könnten dort dann wenigstens mitbestimmen, die Sache ist alternativlos, es handelt sich um einen durchdachten Plan, Europa darf nicht scheitern... Hab ich was vergessen?

1 1

Re: Warum unternimmt in Österreich niemand was gegen den ESM?

Ja den Apell an die Brieftasche:
Es ist die billigste und sicherste Lösung.

Gast: so viele kluge menschen hier
21.06.2012 15:01
2 24

Schulmeister, der an dem Abend wohl am häufigsten am Wort war

Mir wäre am liebsten gewesen, er hätte die ganze Zeit geredet. Er war der einzige in der Runde mit echter Sachkompetenz.

Regelrecht peinlich hingegen der PRESSE-Redakteur Jilch, der sich wie ein besserwisserischer erstsemestriger Student benommen hat, der ständig zeigen will, dass er gescheiter ist - ohne es zu sein.

Diesmal schwach leider auch die Diskussionsleiterin - die offensichtlich von der Materie nichts verstand. Mit ihrem Bemühen, dass auch das "einfache Volk" das Gespräch versteht, hat sie einen sinnvollen Diskussionsverlauf ständig unterbrochen und letztendlich verhindert.

Antworten Gast: Tourist
24.06.2012 01:51
0 0

@so viele kluge menschen hier

Sehe ich GANZ genau so. Die Moderatorin muss wohl ihre Zuseher fuer ziemlich dumm halten. Die, die davon eh nix verstehen, schauen bei sowas eh nicht laenger als 5 Minuten zu, wenn ueberhaupt.

Re: Schulmeister, der an dem Abend wohl am häufigsten am Wort war

Natürlich hat Hr. Schulmeister Sachkompetenz - völlig unbestritten.
Tatsache ist allerdings auch, dass er für Konzepte eintritt, die sich empirisch als nicht funktionierend herausgestellt haben.

Das wichtigste dieser Konzepte ist die Idee, dass wenn der Staat investiert, die Kosten dafür durch "angekurbelte" Wirschaft von selbst wieder eingespielt werden. Das ist empirisch nicht nachweisbar.
Keynes wird mit diesem Konzept übrigens gerne in Verbindung gebracht, jedoch dabei auch (bewusst) missverstanden.

Mir persönlich wäre es lieber, würde Hr.Schulmeister ihm bekannte (und auch in seine Ideologie passende) andere - nachweislich funktionierende - Konzepte öffentlich einem breiteren Publikum vorstellen. Pensionssysteme bzw. Arbeitsmarktpolitik skandinavischer Prägung fallen mir da ein. Er könnte damit Beweisen, dass funktionierende Sozialsysteme nicht schuldenfinanziert sein müssen. Und damit (bei ausreichender Wiederholung) auch hierzulande den Menschen die Angst vor Reformen nehmen.

0 2

Re: Re: Schulmeister, der an dem Abend wohl am häufigsten am Wort war

Wenn ich mich nicht irre hat er sehr wohl auf die skandinavischen Systeme verwiesen,
allerdings waren die nicht Thema der Sendung.

5 3

Das war wohl einer der wertlosesten Club2 ever.

Die Moderatorin war für ORF-Verhältnisse an dem Abend ja noch passabel,
bis auf dass sie ständig in Bezug auf den Survival-Shop-Besitzer(Spannbauer) versucht hat
diesen zu der Aussage zu bewegen,
dass man unsere Demokratie getrost abschaffen könne.

Spannbauer scheint ein ziemlicher Sonderling und VTler zu sein,
der mit seinem Shop jedoch einen Markt wiederentdeckt hat,
der in Österreich vermutlich seit den 60er Jahren versiegt war.

Gabriele Michalitsch fiel in bester Löwelstraßenmanier
nichts Besseres ein als ständig auf Verteilungsgerechtigkeit zu plädieren(was zum Teil nicht unberechtigt ist, jedoch nicht als Allheilmittel zu sehen sein sollte).

Angelika Kofler war ständig am Grinsen als wäre sie high,
hielt sich ansonsten aus der Diskussion heraus.

Stephan Schulmeister akzeptierte keine Gegenargumente,
versuchte den Presse-Wirtschaftsjounalisten Jilch als inkompetent darzustellen(was ihm dieser nicht gerade schwer machte),
blieb allerdings konkrete Lösungsvorschläge schuldig
und träumt von einem (wirtschaftlichen) Revival der "wilden" 60er Jahre.

Und der Jilch,
tja den beschreibt man wohl am Besten als einen dieser
selbstgefälligen, präpotenten, abgeschleckten Schnösel
die man an Samstag Abenden vermutlich in der Sky-Bar trifft
und die sich mit Buchhalter herzhaft über das Geld anderer unterhalten.

Alles in Allem verlorene Zeit.

Bei solchen Runden versteh ich warum man den Club2 abschaffen will.

Antworten Gast: so viele kluge menschen hier
21.06.2012 15:07
0 4

Re: Stephan Schulmeister akzeptierte keine Gegenargumente, versuchte den Presse-Wirtschaftsjounalisten Jilch als inkompetent darzustellen

Das war wohl eher umgekehrt - dass Jilch mit seiner ganzen offenkundig fehlenden Fachkompetenz Schulmeister belehren wollte. Dieser hat dies mit viel Geduld ertragen - und nur an seinem Mienenspiel war es zu erkennen, wie unangenehm ihm der Jilch und dessen schnöseliges (da bin ich ganz bei Ihnen !) und sinnbefreites Auftreten war.

2 0

Re: Re: Stephan Schulmeister akzeptierte keine Gegenargumente, versuchte den Presse-Wirtschaftsjounalisten Jilch als inkompetent darzustellen

Ja und nein.

Mit viel Geduld würde ich nicht sagen,
er hat ihn als unwissend bezeichnet.

Ganz unrecht hatte er nicht immer,
es gab Gegenargumente denen er sich gesperrt hat.

PS:
Wesentlich interessanter als der Club2
war die Pressestunde mit Bernhard Felderer:
http://www.youtube.com/watch?v=5kc7G5Bnhw8

Gast: LegendIn
21.06.2012 14:42
25 1

Stefan Schulmeister ist für echte Ökonomen so etwas wie Hansi Hinterseer für Opernsänger ist

Der originelle rote Stefan Schulmeister vom WIFO meint, man bräuchte nur den "erfolgreichen" Weg der billigen Schulden für die PIGS fortzusetzen - mit Hilfe von Eurobonds.

Und dann, einige Monate später, nach dem explodieren der Eurobonds-Blase könnte man die Mega-Schulden vielleicht hinter "Weltbonds" verstecken.

Und darauf hoffen, dass nach dem Platzen der Weltbonds dann irgendwelche Außerirdischen einspringen.

Zu begreifen dass erschlichener Wohlstand auf Schulden nicht nachhaltig sein kann, dazu fehlt es offenbar an Intelligenz oder es besteht ein Überfluss an Ideologie.

Warum muss immer der, sagen wir es schmeichelnd, "originellste" aller WIFO-"Experten" im ORF auftreten?

***

Schulmeister ist zeitlebens für "Kaufkraftsteigerung durch mehr Schulden" eingetreten und irrt jetzt, wo dieses Konzept grandios in den Abgrund führte, wie ein kopfloses Huhn herum.

Zuzugeben dass diese Megaverschuldung falsch war, diese Größe hat er nicht. Also bleibt ihm nur, die letzten pfändbaren Aktiva der EURO-Zone, die Triple-AAA-Staaten, ebenfalls in den Schuldenstrudel zu werfen.

Und dann?

Ein schrecklicher ideologisch bornierter Mensch!

Antworten Gast: Tourist
24.06.2012 01:54
0 0

Re: dazu fehlt es offenbar an Intelligenz

Nur weil Ihnen die Intelligenz sagt, dass die Erde eine Scheibe ist weil Sie einen Horizint sehen, entspricht das nicht der Realitaet.

Mit einem Wort: Schulmeister will das chaotische System Wirtschaft in ein ideologisches Korsett zwingen!

Und damit fällt er zwangsläufig sehr oft der Lächerlichkeit preis.

 
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