Immer mehr arbeitslose junge Spanier und Griechen suchen ihr Glück im Ausland. Die deutsche Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will Jugendliche bei der Arbeitssuche Unterstützen und schlägt eine "Euro-Ausbildung" vor. "Es gibt mittlerweile Zehntausende unbesetzte Ausbildungsplätze im Norden - und im Süden viele junge Menschen, die trotz guter Abschlüsse in ihrer Region keine Chance bekommen", sagte sie im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung".
Das größte Hindernis - die Sprachbarriere - soll mit Hilfe von öffentlich finanzierten Sprachkursen überwunden werden. Die Ministerin plädiert auch dafür, die europaweite Arbeitsvermittlung Eures auf die Vergabe von Ausbildungsplätzen auszudehnen. Von der Leyen will außerdem das "duale Ausbildungssystem" auch in Südeuropa etablieren. Anders als in Deutschland oder Österreich ist es dort nicht üblich, dass in Berufsschulen und BHS Theorie und Praxis parallel vermittelt werden.
Mit den neuen Maßnahmen könne arbeitslosen Jugendlichen auch in der akuten Krise schnell geholfen werden. Das dürfe aber keine "Einbahnstraße von Süden nach Norden" geben. Für das Projekt stünden kurzfristig 7,3 Milliarden Euro ungenutzter Mittel aus dem europäischen Sozialfonds zur Verfügung, sagte von der Leyen nach Gesprächen mit der EU-Kommission in Brüssel.
(Red.)

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