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Nowotny: "Bankenhilfe rettet die Volkswirtschaft"

23.06.2012 | 13:49 |   (DiePresse.com)

Der Nationalbank-Gouverneur verteidigt das milliardenschwere Hifspaket für Spaniens Banken. Und der Euro als Währung "funktioniert". Im Hinblick auf die Finanztransaktionssteuer gibt sich Nowotny "skeptisch"

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Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny hat am Samstag die Milliardenhilfe für Banken verteidigt. "Das ist eine Lehre aus der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre: Ein Zusammenbruch des Bankensystems hat massive Auswirkungen auf die gesamte Volkswirtschaft. Es ist nicht so, dass wir die Banken retten, sondern wir retten die Volkswirtschaft", sagte Nowotny in der Ö1-Radioreihe "Im Journal zu Gast".

Ob die Bankenhilfe für Spanien im Ausmaß vom 62 Mrd. Euro ausreichend sein wird, wollte Nowotny nicht bewerten. "Es wäre vermessen zu sagen, dass ich ein intimer Kenner der spanischen Bankbilanzen bin." Die Prüfung hätten zwei externe Beratungsagenturen durchgeführt, "ich nehme an, die haben ihre Arbeit schon gut gemacht".

Die Zweifel von IWF-Chefin Christine Lagarde an der Lebensfähigkeit des Euro kann Nowotny nicht nachvollziehen. "Der Euro als Währung funktioniert", so der Nationalbank-Gouverneur, es gebe aber Probleme in einzelnen Ländern. Aber selbst wenn etwa Spanien sich nicht mehr finanzieren könnte, bedeute das nicht, dass das Land deswegen aus dem Euro austreten müsste. Solche Situationen gelte es aber zu verhindern, im Sinne einer langfristigen "Brandverhinderung" durch Fiskalpakt, Bankenregulierung und Rettungsschirme.

OeNB-Chef drängt auf politische Union

Nowotny hält eine Weiterentwicklung der EU zu einer stärkeren politischen Union zumindest in der Wirtschaftspolitik für notwendig. "Das setzt natürlich auch voraus, dass das von der Bevölkerung auch akzeptiert und verstanden wird." Dazu gehöre auch etwa ein EU-Kommissar, der konkreten Einfluss auf nationale Budgets nehmen kann. In der Wettbewerbspolitik gebe es das bereits und das sollte auf die Finanzpolitik übertragen werden, regt Nowotny an. Die Alternative wäre eine Zersplitterung Europas, ein Machtverlust und in der Folge ein Verlust an Lebensqualität, Wohlstand und Freiheit.

Die Einigung der EU-Finanzminister, eine Finanztransaktionssteuer zunächst nur in einigen Ländern einzuführen, begrüßt Nowotny. Man könne nicht auf eine Einigung aller Länder warten, dem stünden massive Interessen entgegen. So werde etwa die Position Großbritanniens beeinflusst von den Interessen des Banken- und Finanzzentrums London.

An eine wesentliche regulierende Wirkung der Finanztransaktionssteuer glaubt Nowotny nicht, "da bin ich persönlich eher auf der skeptischeren Seite". Man sollte besser direkt über die Bankengesetzgebung, die Bankenregulierung und die Bankenaufsicht regulieren, so der OeNB-Chef. Dabei sollte man langfristige Transaktionen de facto nicht belasten, kurzfristige und spekulativere aber stärker.

Vor dem kommenden EU-Gipfel warnt der OeNB-Chef vor überzogenen, unrealistischen Erwartungen: Dass man die längerfristige Strukturierung der europäischen Finanzwirtschaft nicht bei einem zweitägigen Gipfel lösen könne, "ist doch jedem klar."

(APA)

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49 Kommentare
 
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Der Herr Gouverneur ...

sollte doch einmal auf der Couch Platz nehmen!

Gast: Test
28.06.2012 13:56
1 0

Solang er redet

...solang er nicht persönlich haftet, ist es leider nur Geschwätz

Gast: Bänkster
25.06.2012 17:33
0 0

"Bankenhilfe rettet die Volkswirtschaft"

>>> auch NUR deshalb, weil man die FINANZBRANCHE zuvor über mehr als 20 Jahre ohne Plan und Gedanken völlig deregulieren und ungehemmt entfesseln ließ.

Jetzt sind wir in einem Zustand angelangt, in dem eine Insolvenz einer "system-relevanten" Bank ganze Staaten in den Abgrund reißen kann.

Kann das ein wünschenswerter Zustand sein ?

Klar "rettet" dann eine Bankenhilfe ganze "Volkswirtschaften". Aber damit kann doch nicht der Endzustand erreicht sein.

Die Finanzwirtschaft muss wieder sträker reguliert werden und ihr Fesseln angelegt werden - und zwar so, dass eine Insolvenz nicht eine Volkswirtschaft gefährden kann.

Leider ist da bisher kaum Nennenswertes geschehen. Ist die Finanzlobby zu stark, unsere Politiker unwillens oder unfähig, diesen Zustand zu verbessern?

Gast: _warum_
25.06.2012 16:12
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...na wenns der nowotny sagt, dann wirds so sein...


Re: ...na wenns der nowotny sagt, dann wirds so sein...

"Der" redet leicht - ist in dieser Position offenbar besachwaltet oder er versteht "das Geschäft" nicht!

Ich weiss, dass er muss

Aber Fakt ist, dass Bankenrettung Geld an Unternehmen vergibt, die nachgieweisen haben, dass sie nicht wirtschaften können. Ansonsten würden sie ja keiner Rettung bedürfen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass es dann besser geht, eher nicht so hoch.

Das Geld - auch wenn es ja nur im IT-System "geschaffen" wird - wird damit anderen, bis dahin noch funktionierenden Wirtschaftsbereichen, durch Kaufkraftschwund entzogen.

Kaufkraft, die allerdings ohnehin nur auf Pump geliehen war. Denn was Hr. N. eigentlich sagen sollte: Wir müssen Banken "retten", damit sie den Staaten weiter ihre Mistpapiere abkaufen - und wir uns weiter der Illusion hingeben können, dass ein Staat, der Schulden mit Schulden bezahlt, mit 3% Zinsen marktgerecht bewertet würde.

Gast: AVier
24.06.2012 18:01
0 0

Was war die Konsequenz von 1930, Herr Nowotny?

Zitat Nowotny:
"Das ist eine Lehre aus der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre: Ein Zusammenbruch des Bankensystems hat massive Auswirkungen auf die gesamte Volkswirtschaft. Es ist nicht so, dass wir die Banken retten, sondern wir retten die Volkswirtschaft"

Herr Nowotny, wissen Sie auch, was eine wichtige Konsequenz aus der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre war?

Der Glass-Steagall Act von 1933!!! Also die Trennung von Geschäftsbanken (Kernaufgaben) und Investmentbanken (Risikogeschäfte).

Strauchelnde Geschäftsbanken werden demnach verstaatlicht und strauchelnde Investmentbanken werden einfach in den Konkurs geschickt, ohne den Steuerzahler mit deren "Rettung" zu behelligen!

Gast: Gast 2012
24.06.2012 10:26
1 0

Volksverdummung Marke SPÖ

eines Tages kommt selbst der eingefleischte SPÖ-Wähler dahinter, wie sehr ihn seine "Vertreter" verarscht und ausgenommen haben. Mit diesen Steueropfern retten wir keineswegs die Volkswirtschaft sondern sorgen dafür, daß die Reichen schadlos gehalten werden und die feudalen Politpensionen roter Politiker gesichert bleiben!

Gast: Sekundant
24.06.2012 08:22
2 0

Bankenhilfe rettet die Nettonehmer.

Nowotny will SEIN System retten, das der Beamten und Politiker mit ihren relativ angenehmen Lebensstil.

Gast: Oeconomicus
24.06.2012 05:36
0 0

Die Sirenen der Sprachschurken werden schriller

In diesem Aufsatz wird u.a. versucht, das Spannungsfeld zwischen Bankenrettung und Demokratie auszuleuchten.

http://www.fortunanetz.de

Gast: gast45
23.06.2012 21:02
0 0

???????? :-)

er glaubt nicht das die finanztransaktionssteuer funktioniert, und deshalb begrusst er das sie eingeführt wird :-)

0 0

vwl

altmann hätte seine freude mit der tak

Antworten Gast: luzibur
25.06.2012 18:53
0 0

Bravo

Die ganze Weltwirtschaftskrise von den 30er Jahren ging von Amerika aus. Diesmal ist es genau das Gleiche. Lehman -brothers kaufte absichtlich wertlose Aktien auf, und somit schliterte eine Bank auf die Andere in den Konkurs. Durch die globale Vernetzung, und durch die europäische Einheitswährung hat die Krise Europa schnell erfaßt. Zur Bankenrettung verschenken wir Milliarden, Geld, daß wir gar nicht haben. Die Krot müßen wir Steuerzahler schlucken, in dem das alles teurer wird. Unsere ahnungslosen und korrupten Politiker machen da voll mit( bei ihrem Gehalt spüren sie nichts von der Teuerung) Tatsache ist, daß Amerika unser Wirtschaft ruinieren will, was ihnen auch gelingen wird, denn sie haben weltweit in allen Bereichen ihre Leute an den wichtigsten Schlüsselpositionen. Greenspan, Ackermann usw

Antworten Gast: jade 111
25.06.2012 18:50
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Re: vwl

Die ganze Weltwirtschaftskrise von den 30er Jahren ging von Amerika aus. Diesmal ist es genau das Gleiche. Lehman -brothers kaufte absichtlich wertlose Aktien auf, und somit schliterte eine Bank auf die Andere in den Konkurs. Durch die globale Vernetzung, und durch die europäische Einheitswährung hat die Krise Europa schnell erfaßt. Zur Bankenrettung verschenken wir Milliarden, Geld, daß wir gar nicht haben. Die Krot müßen wir Steuerzahler schlucken, in dem das alles teurer wird. Unsere ahnungslosen und korrupten Politiker machen da voll mit( bei ihrem Gehalt spüren sie nichts von der Teuerung) Tatsache ist, daß Amerika unser Wirtschaft ruinieren will, was ihnen auch gelingen wird, denn sie haben weltweit in allen Bereichen ihre Leute an den wichtigsten Schlüsselpositionen. Greenspan, Ackermann usw

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Es ist nicht so, dass wir die Banken retten

seit 2008 haben sie uns 4,5 BILLIONEN gestohlen. Banken und Politiker sind gleichermaßen dafür verantwortlich.
750 Mrd wollen sie noch schnell zum drüberstreuen opfern.

NICHTS funktioniert außer das aussackeln der Bürger.
Den Volkswirtschften könnte es blendend gehen, wenn wir nicht permanent mit Bankenrettungen beschäftigt wären....ein Super Plan!

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Wie soll dann das HF- Trading besteuert werden?

Hier werden ja berkanntlich in Bruchteilen von Sekunden Gewinne gemacht. Angeblich sogar ohne Kursveränderungen.

Die superschnellen Computer können sozusagen die Zukunft erahnen/vorwegnehmen, weil sie schneller sind als andere Marktteilnehmer.

Antworten Gast: trader1
25.06.2012 22:02
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Re: Wie soll dann das HF- Trading besteuert werden?

sagens das aber nicht zu laut, das mit dem in die zukunft reisen .. stellen sie sich vor, das macht ein jeder :-)

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Re: Wie soll dann das HF- Trading besteuert werden?

Natürlich funktioniert das Besteuern von Hochfrequenztrading nicht. Das ist jedermann klar das das völlig illusorisch ist.
Es geht auch nur um's Opium für das Volk.

Gast: badbanksmacht
23.06.2012 16:37
0 0

ein banker verteidigt die bankenbillionen aus steuergeldern- no na, was denn sonst. das souverän volk, soll in ganz europa durch eine bankerlobby ersetzt werden- diese demokratieauflösenden bankermeldungen gehen schon täglich ungefiltert durch die massenmedien.

bisher schon wurden abermrd. steuergelder in die tango korrupti länder mittels subventionen u.förderungen transferiert. nicht um deren volkswirtschaften in ordnung zu bringen- sondern die banken u. immobilenblasen wurden so künstlich aufgeblasen. U.diese sind nun am zerplatzen- land für land wird nun von deregulierten u.aufgeblasenen finanz-und bankenmärkten niederspekuliert u.in den ruin getrieben. die durch starke volkswirtschaften geprägten länder wie österreich oder deutschland sollen dies durch den sozialabbau bei den staatlichen asvg pensionen u.einen enormen einspardruck auf die arbeitende u.steuerzahlende bevölkerung finanzieren. Die von der politik aufgeblasenen casinobanken u.finanzkonzerne müssten ja ohne steuergeldsubventionen längst in den bankrott geschickt werden. damit die gewinne u.profite für die reichen u. vermögenden aktionäre aber nicht geschmälert werden, soll das auf keinen fall passieren- die geldeliten, spekulanten u. eine international vernetzte hochfinanz wollen den eu ländern nun alles herauspressen was nur geht. in den medien werden sogar schon die arbeitnehmer u.pensionisten als schuldige der banken/u.staatspleiten hingestellt. Die arbeitnehmer u.die völker haben über verhältnisse gelebt usw.,mit solchen vorwänden werden einsparungen beim steuerzahlervolk gerechtfertigt. U.die geplante banken/schulden/ u.fiskalunion ist wohl der letzte streich dieser finanzeliten. Europas bürger sollen weiter den reichtum der korrupten geldeliten finanzieren.

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"Nowotny: "Bankenhilfe rettet die Volkswirtschaft"

und wer rettet uns vor der Semmel Nowotny!?

Re: "Nowotny: "Bankenhilfe rettet die Volkswirtschaft"

würd ich auch so sehen, wer rettet ins vor solchen Idioten.
Retten wir dir Banken, damit sie uns weiterhin abzocken können.

Gast: Black Magic
23.06.2012 16:13
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Henry Ford

sagte:

"Wenn die Leute unser Geldsystem verstehen würden, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."

Während die Leute von den (den Banken gehörenden) Medienkonzernen belogen und mit seichten Informationen sinnlos beschäftigt werden, unterschreiben im geistigen Windschatten der Fussball EM Europas Politiker den ESM Vertrag.

Gast: b754
23.06.2012 16:09
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und wo genau ist der nutzen fürs volk?


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Re: und wo genau ist der nutzen fürs volk?

Der Nutzen fürs Volk liegt darin, dass Politiker kein übermäßiges Risiko eingehen wollen, denn ein Chaos sondergleichen wäre natürlich das Ergenis, wenn man Staaten und Banken in die Pleite entlässt.

Die Ironie dabei ist, dass Politiker noch niemals Verantwortung getragen haben, außer vielleicht der Gadaffi. Aber vielleicht haben sie Angst vor einem ähnlichen Schicksal.


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"...denn ein Chaos sondergleichen wäre natürlich das Ergenis, wenn man Staaten und Banken in die Pleite entlässt..."

das das exakte Gegenteil Ihrer Behauptung wahr ist, ist Ihnen aber schon klar - oder?

Gast: Mai
23.06.2012 16:00
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Vielleicht überkontrolliert ?

"Man sollte besser direkt über die Bankengesetzgebung, die Bankenregulierung und die Bankenaufsicht regulieren, ..."

Genauso reguliern und kontrollieren wie bei Kommunalkredit, HAA, Volksbank und auch bei der BAWAG (never forget).

Ich warte immer noch darauf, dass der Skandal um die Kommunalkredit untersucht wird und irgendwer von den Verantwortlichen wenigstens symbolisch 1 Tag in irgendein Gefängnis muss.
Gemessen an Elsner und Co ist da ja noch gar nichts passiert und im Gegensatz zur BAWAG muss bei der Kommunalkredit massiv Steuergeld eingesetzt werden.
Sehr seltsam.

Und von der wirklich dringenden Maßnahme, der Trennung der Banken in Geschäfts- und Investmentbanken redet überhaupt niemand mehr.
Das ist ebenfalls sehr, sehr seltsam.

 
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