10.02.2010 01:16 | Meine Presse Merkliste0

Finanzkrise: "Sturm, den die USA noch nie zuvor erlebt haben"

12.07.2008 | 10:10 |   (DiePresse.com)

Der größte Bankencrash seit 1984 schockiert die USA: Die Bankenaufsicht schließt die Hypothekenbank IndyMac. Im Falle einer Pleite der ebenfalls angeschlagenen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac droht ein völliger Kollaps des Immobilienmarkts.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der größte Bankencrash seit 24 Jahren erschüttert die USA. Die US-Bankenaufsicht übernimmt den in Nöte geratenen Hypothekenfinanzierer IndyMac. Auch Spekulationen um eine drohende Pleite der zwei größten amerikanischen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac haben bei der US-Regierung die Alarmglocken schrillen lassen: Finanzminister Henry Paulson und die Aufsichtsbehörden intensivierten am Freitag ihre Krisengespräche auf höchster Ebene. Im Mittelpunkt stehe eine Unterstützung der beiden Institute in ihrer "gegenwärtigen Form", sagte Paulson.

Größte Bankenpleite seit 1984

Der staatliche Einlagensicherungsfonds der US-Banken (FDIC) übernahm am Freitag den größten unabhängigen börsennotierten US-Hypothekenfinanzierer IndyMac, der in Kapitalnöte geraten ist, und sucht nun nach einem Käufer. IndyMac ist das zweitgrößte Finanzinstitut in der US-Geschichte, das seine Geschäfte einstellen muss und die fünfte Bankenpleite in den USA im heurigen Jahr. Der FDIC rechnet mit Kosten zwischen vier und acht Milliarden Dollar. Der Zusammenbruch von IndyMac ist laut "spiegel.de" der größte Banken-Crash in den USA seit dem Kollaps der Continental Illinois National Bank im Jahr 1984.

Die Bausparkassen-Aufsicht OTS machte den New Yorker Senator Charles Schumer für die IndyMac-Pleite mitverantwortlich. Seine Äußerungen von Ende Juni, in denen er angezweifelt habe, dass das Unternehmen die Häuserkrise überleben könne, hätten zu einem Ansturm der Sparer auf die Konten und damit zu einem rasanten Kapitalabfluss geführt. Allein in den folgenden elf Geschäftstagen hätten Sparer mehr als 1,3 Milliarden Dollar bei IndyMac abgezogen. Der demokratische Politiker wies die Anschuldigungen zurück und warf der Aufsichtsbehörde im Gegenzug vor, ihre Arbeit vernachlässigt und IndyMac nicht an seiner verlustträchtigen Kreditvergabe-Praxis gehindert zu haben.

"Befinden uns inmitten eines Tsunamis"

"Wir befinden uns inmitten eines Tsunamis im Finanzsektor. Dies ist ein Sturm, den die USA zuvor noch nie erlebt haben", sagte Peter Kenny, Direktor von Knight Equity Markets.

In den Medien wurde über eine staatliche Übernahme zur Rettung der Immobilien-Finanzierer Fannie Mae und Freddie Macspekuliert. Ihre Aktien befanden sich am Freitag an der Börse praktisch im freien Fall.

Wer sind Fannie Mae und Freddie Mac?
Fannie Mae ist die in den USA übliche Bezeichnung für die "Federal National Mortgage Association", aus deren Initialen FNMA der Name gebildet wurde. Fannie Mae ist die weltgrößte Hypothekenbank. Freddie Mac ("Federal Home Loan Mortgage Corporation") ist die zweitgrößte börsennotierte US-amerikanische Hypothekenbank.


"Heute liegt unser Hauptaugenmerk darauf, Fannie Mae und Freddie Mac in ihrer derzeitigen Form zu unterstützen, weil sie eine wichtige Aufgabe erfüllen", erklärte US-Finanzminister Henry Paulson am Freitag. Mit einer entsprechenden gesetzlichen Regelung solle das Vertrauen in die Immobilienfinanzierer gefördert werden, erklärte er mit Blick auf das derzeit im Kongress debattierte Immobiliengesetz. Die "New York Times" hatte am Freitag berichtet, die beiden Finanzinstitute sollten nach den Plänen der Regierung unter staatlichen Schutz gestellt werden, sollte sich ihre Lage weiter verschlechtern. Derzeit seien Fannie Mae und Freddie Mac aber nicht in einer Krise, die ein Einschreiten der Regierung erfordere.

Ausfall der Finanzierer kaum verkraftbar

US-Branchenführer Fannie Mae und Nummer zwei Freddie Mac stehen hinter mehr als der Hälfte aller Hypotheken in den USA. Schon jetzt belasten ihre Probleme die ohnehin gebeutelten Finanzmärkte massiv. Ein Ausfall wäre laut Experten kaum verkraftbar. Die dramatische Entwicklung weckt böse Erinnerungen an das Schicksal der Investmentbank Bear Stearns, die im Frühjahr wegen drohender Insolvenz unter dem Druck der Regierung und der Behörden ihrem Notverkauf zustimmen musste.

Fannie Mae und Freddie Mac hätten eine "wichtige öffentliche Aufgabe", betonte Paulson. Mit den Äußerungen wollte er die Märkte beruhigen. Die Aktien erholten sich zwar etwas von ihren schlimmsten Verlusten zu Handelsbeginn, Händler zeigten sich aber enttäuscht von den ihrer Ansicht wenig konkreten Aussagen des Ministers.

Sollte die öffentliche Hand einspringen, würden die Aktien praktisch wertlos und der US-Steuerzahler müsste für weitere Ausfälle bei Hypothekenkrediten geradestehen, berichtete die "New York Times". Eine völlige Verstaatlichung sei letztlich verworfen worden, da sich durch die enormen Außenstände beider Banken die Staatsschulden zu stark erhöhen würden. Schon jetzt besitzen die vom Staat gegründeten Institute allerdings gewisse Garantien, die sie bei Kapitalengpässen unter staatliche Kontrolle stellen würden.

Abwärtsspirale dreht sich immer schneller

Das Problem: Machen Insolvenzgerüchte erst einmal die Runde, dreht sich die Abwärtsspirale immer schneller. Für die Institute wird es immer teurer, sich Kredite und frisches Kapital zu verschaffen. Der Ex-Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis, William Poole, hatte die Finanzierer als praktisch zahlungsunfähig bezeichnet.

In den vergangenen neun Monaten schrieben die Institute zusammen Verluste von rund 11 Mrd. Dollar (6,95 Mrd. Euro). Fannie Mae besorgte sich zudem eine milliardenschwere Kapitalspritze, Freddie Mac war damit bisher erfolglos. Seit Beginn der US-Immobilienkrise brachen die Aktienkurse der beiden Gesellschaften um rund 90 Prozent ein. Zum Wochenschluss fielen die bereits am Vortag massiv abgestürzten Papiere weiter deutlich: Fannie verlor bis Mittag (Ortszeit) rund 30 Prozent auf 9,22 Dollar, Freddie 28 Prozent auf 5,74 Dollar.

Freddie und Fannie haben Schuldverschreibungen im Volumen von insgesamt fünf Bill. Dollar in ihren Büchern, was mehr als einem Drittel des US-Bruttoinlandsprodukts entspricht. Im Falle einer Pleite würde ein völliger Kollaps des US-Immobilienmarktes drohen, weil die beiden Firmen den Markt für Hypotheken nach dem Rückzug vieler Banken derzeit fast allein am Laufen halten. Investoren gehen deshalb davon aus, dass die US-Regierung einen Zusammenbruch der beiden Institute mit allen Mitteln verhindern will.

"Das war nur eine politische Show"

Der New Yorker Dow Jones-Index verlor nach den Äußerungen Paulsons über zwei Prozent und rutschte zum ersten Mal seit zwei Jahren unter die Marke von 11.000 Punkten. "Das ist keine gute Nachricht für den Dollar und für die Aktienmärkte. Ich verstehe nicht, was noch passieren muss, bis die Regierung Freddie Mac und Fannie Mae rettet", sagte Analyst Firas Askari von BMO Capital Markets.

Auch Michael Woolfolk von der Bank of New York Mellon zeigte sich von der Ankündigung enttäuscht. "Das war nicht das, was die Märkte erwartet haben, sondern lediglich eine politische Show. Er (Paulson) hat lediglich sein Cheer-Leader-Outfit im Schrank gelassen."

 

(Ag.)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

43 Kommentare
eurowave
13.07.2008 12:35
0 0

Einfach mal auf...

das-bewegt-die-welt.de nachsehen.

Dann werden einige Augen geöffnet werden. Wir bewegen uns erst am Anfang eines viel grösseren geschehens

Paco
13.07.2008 12:19
0 0

Die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen ...

Sogar die russische Zentralbank ist mit 100 Mrd. Dollar in Fannie Mae und Freddie Mac engagiert ...

Ja ja, die Gringos lassen weltweit Bluten, zu ihren Gunsten, da sind sie Weltklasse (Präsident Coolidge: "Amerikas Geschäft ist das [gute] Geschäft").

Ist schon lustig, die US-Vermögensbilanz ist zwar stark negativ (einige tausend Mrd. Dollar), aber ihre Forderungen ans Ausland sind kaum in Schrottwerten, z.B. Staatsanleihen von Loser-Nationen, ausgewiesen.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/russland-bleibt-freddie-und-fannie-treu;2011027

hhernler
13.07.2008 09:08
0 0

es ist ja doch unglaublich..

die gralshüter des finanzkaptalismus betteln um staatlichen eingriff. im winter schon der Ackermann von der deuschen bank, nun wallstreetgrössen. jahrelang haben sie in unverschämter weise unglaubliche summen umverteilt, von den kleinen weg in ihre eigenen taschen.

sie haben dabei so übertrieben, dass nun kein stein mehr auf dem anderen bleibt. und jetzt sollen wieder die steuern der kleinen helfen? was ist mit den vermögen von denen, die die ganze sache organisiert haben? die kommen fein raus. die sitzen im vorstand des nächsten aktienfonds und fordern dann den rückzug des staates aus lukrativen feldern.

eigentlich ist der spruch ja schon so abgestumpft, ich will ihn nicht mehr hören, aber leider stimmt er: privatisierung der gewinne, verstaatlichung der verluste. das ist deren geschäft!

Kantig
13.07.2008 06:18
0 0

Wem gehört die Welt?

Die Oberfläche der Kugel wird zerstückelt und verkauft. Gekauft mit der Illusion von Geldwert, der nur aus buntem Papier gemacht ist.

Zum bequemeren täuschln erfunden, macht Zins daraus eine Druckerei. Wenn ich als Geldgeber nichts für mein Geben bekomme, leihe ich nichts.

Wie sähe eine Welt aus, in der Geld nur zum Täuschln, nicht zum Zinsgewinn gebraucht wird?

Es gäbe kaum Straßen, keine Forschung und keine Kriege?

Wenn ich das wüßte....

Gast: Pour le merite
12.07.2008 21:17
0 0

Es ist völlig richtig, dass, wenn die VSA samt ihrem Dollar

in den Keller gehen, es auch weitreichende Auswirkungen, vor allem auch in Europa haben wird.

Dennoch ist meine Schadenfreude bei weitem größer als die Angst vor einer Hyperinflation bzw. Stagflation.

Durch eine weltweite starke Rezession werden die VSA mit sich selber so beschäftigt sein, dass ihnen hoffentlich das Kriegstreiben endlich vergeht, und Israel wird sich seine Waffen aus dem Erlös von Jaffa Orangen beschaffen müssen.
Hoffentlich wird in diesem Zuge das "Ungleichgewicht" der letzten Jahrzehnte hinweggefegt und es kommt zu einer wirklichen Neuordnung-
Natürlich, die EU wird nicht zuletzt auf Grund des Euros wird ähnliches Schicksal erleiden, denn für die Fortführung dieses Molochs wird schlicht kein Geld mehr dasein, da auch die Nationalstaaten an sich selber arbeiten müssen.
Dann wird man sehen, welches Volk Krisen am besten bestehen wird.

Frei nach dem Motto:

Rette sich wer kann!

Kapstadt
13.07.2008 18:03
0 0

Re: Es ist völlig richtig, dass, wenn die VSA samt ihrem Dollar

Gefällt mir sehr gut was du da schreibst.Ich stimme dir vollkommen zu.Die Finanzkrise könnte die Welt sogar zu einem besseren PLatz machen.

iznogood
12.07.2008 20:54
0 0

amerika ist nicht die welt

eine finanzkrise rüttelt die welt auf. wir sind aber nicht mehr abhängig von amerika wie 1929. insgesamt wird also europa auch gewinnen.
wer im forum dem sozi die schuld gibt, begibt sich auf das niveau derer, die vor 70 jahren den juden die schuld für alle misstände zuweiste. er/sie haben wohl das falsche studiert. man denke positiv.
tatsächlich möge auch der schwarze an europa glauben (und nicht nur an die eu!) wir haben vedammt gut gearbeitet, wir gehen als sieger heraus.
finished

panda82
12.07.2008 17:41
0 0

Wenn die USA Pleite ist...

sind England und Deutschland auch Pleite.

Wenn Deutschland auch Pleite ist, existiert Österreich schon nicht mehr!!!

mick232
12.07.2008 20:52
0 0

Re: Wenn die USA Pleite ist...

Zwei US Firmen sind pleite. Das heißt noch lange nicht, daß die USA pleite sind.

nuXbe
12.07.2008 22:36
0 0

Re: Re: Wenn die USA Pleite ist...

Die USA sind so pleite,
da braucht es gar keine einzige Firma die pleite ist um zu sagen dass die USA pleite sind....

hw
12.07.2008 19:10
0 0

Re: Wenn die USA Pleite ist...

deutschland ist auch mit dem osten sehr gut verknüpft.

trotzdem sollte man mr.bush an dieser stelle einmal für seine "leistungen" danken.

Antworten Antworten Gast: gu926cw
13.07.2008 12:23
0 0

Re: Re: Wenn die USA Pleite ist...

Dies ist der größte Schwachsinn, den ich seit langem gelesen habe.

Gast: Gerald Nessmann
12.07.2008 16:26
0 0

Ich seh das nicht so arg

ME ist der Artikel ein wenig uebertrieben - vielleicht sollte der Reporter Primaerquellen zitieren anstatt vom Spiegel abzuschreiben. Laut FDIC handelt es sich um die drittgroesste Bank die zusammengebrochen ist. Ich nehme an dass der Vergleich in absoluten und nicht realen Dollars gemacht wurde.

4 bis 8 Milliarden Dollar sind fuer die FDIC schon verkraftbar, wenn ihr Versicherungstopf 52 Milliarden Dollar beinhaltet - das Geld kommt ja nicht vom Steuerzahler.

IndyMac, eine "Federal Saving Bank" unter Aufsicht der OTS (Office of Thrift Supervision) ist eine privat organisierte Bank, die in den 80er Jahren gegruendet wurde. Der 'Zusammenbruch' (eher die Illiquiditaet) der Bank wurde durch Abzug von Einlagen hervorgerufen (Danke Senator Schumer - du Dumpfbacke).

Im Gegensatz dazu sind Fannie Mae and Freddie Mac quasi-oeffentlichrechtliche Institutionen die keine Einlagen akzeptieren, sondern Hypotheken von Banken und Brokern kaufen, und am Finanzmarkt verkaufen.

Anschnallen, liebe Leute!

Wenn Fanny & Freddie in die Knie gehen, dann geht Europa mit auf den Boden. Soviel steht fest. Und wir alle werden Preissteigerungen und Arbeitslosigkeit sehen, wie wir es bestimmt nie wollten. Sich darüber zu freuen, wie das einige hier tun, ist glatter Masochismus, denn niemand wird verschont bleiben von den Auswirkungen. Auch nicht jene, die heute ihr Häuschen noch bezahlen können. Wenn morgen nämlich der Job wackelt, die Lebenshaltungs- und Finanzierungskosten hochschnellen, dann ist auch bei jenen Schluß mit lustig. Und wer in Revolutionen und Kriegen sein Heil sucht, nun der bedenke, dass jedes Kriegsgebiet um mindestens ein, zwei Generationen zurückgeworfen wird. Das kann's ja wohl nicht sein, oder? Auch wenn sich mancher jetzt freut, dass die USA einen Dämpfer bekommen, sollten wir deshalb nicht unseren Überlebensinstikt verlieren.

hw
12.07.2008 19:13
0 0

Re: Anschnallen, liebe Leute!

"Sich darüber zu freuen" wieso den? die pensionen und beamtengehälter sind sicher.

Antworten Gast: eurotor
12.07.2008 17:57
0 0

Re: Anschnallen, liebe Leute!

und bushler kommt ungeschoren davon. wo bleiben dieameikanischen rechtsanwälte,die ihn wegen des erlogenen kriegskurses auf schadenersatz klagen. noch vor kurzem musste man sich in europa,dem hohen zinsniveau beugen, weil die amis dirngend geld brauchten. jetzt sind dort die zinsen wieder niedrig, sonst gäbe es noch mehr hypopleitiers. offenbar sind die zwangsversteigerungsgewinnler schon gesättigt. ein ganzes land im zinger der gierlinge. vollkommen krank.

Antworten Gast: Messalina
12.07.2008 15:41
0 0

Re: Anschnallen, liebe Leute!

richtg, dann geht es uns allen an den Kragen, es gibt keinen Grund zur Schadenfreude, wollen wir hoffen, daß der Kelch an UNS ALLEN vorübergeht

birgit
12.07.2008 14:23
0 0

Marx & Lenin

haben zumindest eine ihrer Thesen und zwar monopolistische "Staatliche Notenbanken" bzw. Zentralbanken zu installieren, weltweit implementieren können. Der Dollar mit Anhangwährungen sind politische Spielbälle einer sozialistischen Schuldenpolitik.
Welcher Politiker lässt sich schon diesen Einfluss nehmen?

Kito
12.07.2008 13:24
0 0

An alle Antikapitalismusjammeranten

Nun, dann stellt man das System der bösen Bereicherung eben ein. Dann ist nichts mit Eigenheim für Mittellose. ICH kann mir mein Haus problemlos leisten - kann das auch jemand, der monatlich 1500 Euro Einkommen generiert? Altes, gutes System: Hast Du gute Herkunft und gute Ausbildung, darfst Du Dir ein Haus kaufen. Verfügst Du darüber nicht, dann darfst Du ruhig demokratisch mit all den anderen Ziegelböhmen das Bett im Schichtbetrieb teilen. Wohnraum für alle? WOZU? Der Gemeine realisiert doch nicht, daß durch dieses System Wohlstand und Prosperität geschaffen wird, den er sich ansonsten niemals leisten könnte. Autos braucht die plebs ebenfalls nicht; und wenn, dann soll sie wieder 25 Jahre sparen, bis ein Gebrauchtwagen erschwinglich ist. Meines Erachtens ein wesentlich passableres System, weil ich so endlich wieder Parkplätze bekomme. Bonus: Auf den Straßen geht es ebenfalls weniger ruppig zu. Ab in die Gute Alte Zeit, wo man noch fünfzehn Zinspaläste besitzen konnte!

hhernler
13.07.2008 09:27
0 0

Re: An alle Antikapitalismusjammeranten

Völlig klar!
Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder glaubt, er gehört zur Gesellschaft. Ja mittlerweile sogar Frauen!

Man sollte wieder ordentlich Schulgeld einführen, damit klar unterschieden wird, wer wohin gehört! Die können halt dann Auto waschen statt Auto fahren.

Antworten Gast: veritas
12.07.2008 18:52
0 0

Re: An alle Antikapitalismusjammeranten

keine Angst, auch Sie bleiben nicht verschont. Oder sind Sie der Rothschild.

Antworten Gast: ziggy
12.07.2008 15:55
0 0

Re: An alle Antikapitalismusjammeranten

Schon vieles richtig, was Du da sagst, aber sag mir, warum jammern die supertollen Neoliberalisten ausgerechnet immer dann nach dem Staat, wenn sie Mist gebaut haben? Bis dahin soll sich der blöde Staat schön raushalten, weil die Gewinne, die streichen die Neoliberalisten lieber selber ein, aber wenn es mal kracht, dann bitte schnell her mit den Steuermillionen (-milliarden). Finde ich auch nicht richtig so.

lurch
12.07.2008 15:49
0 0

Re: An alle Antikapitalismusjammeranten

Hoffentlich meinen Sie nicht das, was Sie schreiben. Den Kapitalismus, wo jeder etwas wird, der etwas kann, den gibt es nicht. Sicher manche kommen durch auf Grund ihrer Leistung aber die Mehrheit der sogenannten "Großkopferten" hatten eben persönliche Beziehungen und oder hatten ganz einfach Glück.
Die soziale Marktwirtschaft gab es in Westeuropa doch nur weil im Osten der böse Sozialismus steckte, da mußte man halt ein bißchen konziliant sein. Jetzt, da der Kommunismus weg ist, dreht man halt den Leuten schön langsam "die Gas ab". Offensichtlich glaubt man, daß man hier keinen Absatzmarkt mehr braucht, weil man ja in Osteuropa und Asien viel größere Geschäfte zu machen vermutet. Daß dies aber zum größten Teil nur Wunschdenken ist, wird hoffentlich bald den Wirtschaftslenkern klar. Hoffen darf man ja!!!!!!!!!!!

Steininger
12.07.2008 13:12
0 0

Eh klar, daß die Bankenaufsicht zuerst einen Politiker verantwortlich macht!

Das scheint die Strategie von diversen Aufsichtsbehörden zu sein. Zuerst schaut man angestrengt in die andere Richtung und nach dem Crash haben alle anderen schuld, nur nicht die Behörde. Das ist in den USA so und anderswo!
In Wirklichkeit sind alle diese Institute pleite aufgrund ihrer Aktivitäten. Wie eine Dominoreihe werden sie alle umfallen denn sie sind untereinander venetzt.
Fragt sich nur ob die Chinesen Schuldverschreibungen kaufen mit denen der marode Hypothekensektor in den USA saniert werden soll. Denn der Bundeshaushalt kann das Geld dafür kaum aufbringen, der kann sich ja kaum den Krieg leisten!

phuter
12.07.2008 11:54
0 0

Jetzt geht loos! Jetzt gehts loooos! Jetzt gehts loooos!

Jetzt kommt er - der lang erwartete, stark gefürchtete dicke fette Zusammenbruch! Rette sich wer kann...

0 0

Re: Jetzt geht loos! Jetzt gehts loooos! Jetzt gehts loooos!

Es ist vielleicht eine Enttäuschung für Sie aber:

Der große Zusammenbruch kommt nie. Auch DIE Weltwirtschaftskrise bekam erst später den Namen um sich zu rechtfertigen.

In den USA wird bald ein neuer Präsident amtieren und so viel ich mich erinnere hat (fast) jeder Präsident erst einmal einen Krieg begonnen um die Wirtschaft zu fördern.