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Greenspan: Trotz Kreditkrise Globalisierung nicht gefährden

05.08.2008 | 10:01 |   (DiePresse.com)

Der ehemalige US-Notenbankchef warnt vor einer Regulierungswelle nach der Kreditkrise. Und er rechnet damit, dass weitere US-Banken staatliche Hilfe brauchen werden.

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Der ehemalige Chef der US-Notenbank kündigt in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen eine Rezession für die US-Wirtschaft an. So auch gestern, Montag, in der Financial Times. Er geht auch davon aus, dass weitere US-Banken staatliche Hilfe brauchen werden, um nicht zahlungsunfähig zu werden. Weil die rein geldpolitischen Maßnahmen der Notenbank so gar nicht gefruchtet haben, spricht er von einer Krise, die nur „ein oder zwei Mal in hundert Jahren vorkommt". Nur mehr direkte staatliche Hilfe konnte Finanzunternehmen wie Northern Rock noch retten.

Eine Entspannung sieht Greenspan erst, wenn sich der US-Markt für Einfamilienhäuser wieder erholt. Das wird dauern, denn es gibt nach der Immobilienblase noch viele unvermietete Häuser. Erst wenn diese wieder vermietet sind, wird der Neubau anlaufen und der Wert der Immobilien steigen. Dann wird sich auch die Situation der mit diesen Häusern besicherten Kredite bessern, weil die Häuser wieder mehr wert werden.

Sorgen macht sich Greenspan um die Globalisierung. Er warnt vor einer weltweiten Regulierungswelle in Folge der Kreditkrise. Diese könnte die Globalisierung bremsen.

(mad)

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20 Kommentare
Gast: markt
05.08.2008 17:44
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Spekulation geht in beide Richtungen

Gott sei Dank sind staatlichen Regulierungs-Gesetzgeber ein bisserl langsam.
Da wollte man schon den pösen Ölspekulanten endgültig das Handwerk legen und auf einmal haben eben diese diesmal nicht so bösen Spekulanten den Ölpreis von 145 auf 120 Dollar heruntergeprügelt.
So ein Glück, wäre das Gesetz schon in Kraft, müssten wir heute noch immer 145 Dollar zahlen.

Re: Spekulation geht in beide Richtungen

tja, und genau mit diesem rückgang des ölpreises sind heute die spritpreise wieder fast an ihre höchstgrenzen gegangen. welch logischer effekt.

falls du vollkoffer es noch nicht kapiert haben solltest: auch die staatliche regulierung orientiert sich am rohölpreis, allerdings wird entsprechend diesem dann der benzinpreis an der zapfsäule eingestellt.

Peter
05.08.2008 14:38
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Wer ist Greenspan ?

Ist das der, der mit seiner Zinspolitik in der FED die Imobilienblase erst ermöglicht hat? Ist das der, der den Banken die höchsten Gweinne aller Zeiten ermöglicht hat und nun nach dem Saat schreit um die Verluste von der Allgemeinheit tragen zu lassen? Ist das der, der unzählige Millarden Doller drucken lies und die Geldmenge ins unermässliche steigen lies und nun über die Inflation ganze Bevölkerungsschichten in die Armut stürzt? Das ist er, der grösste Abzocker zu Gunsten des Kapitals der je gelebt hat!

kog07
05.08.2008 16:45
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Re: Wer ist Greenspan ?

Staatliche Hilfe ja - staatliche Regulierung nein. Der Begriff Versorgungsstaat bekommt damit eine neue Bedeutung...Ist ja in Österreich (siehe Bawag) nicht anders gelaufen...

Re: Re: Wer ist Greenspan ?

das gegenteil wäre besser. keine staatliche hilfe (die würden zuviele nur ausnutzen ohne leistung zu erbringen) dafür aber staatliche regulierung, damit bleibt die chancengleichheit im land gewahrt.

dein bawagvergleich hier ist übrigens vollkommenenr schwachsiinn. totaler nonsens. eben durch fehlende staatliche regulierungen konnten einige wenige gemeines kapital ins ausland verschieben. wo es übrigens noch immer liegt und nur darauf wartet, von elsner und freunden verbraucht zu werden. oder hat irgendjemand geglaubt, der elsner und der flöttl haben das wirklich verspekuliert?

Re: Wer ist Greenspan ?

und was sagt uns der name greenspan?

es sind immer dieselben, seit jahrtausenden schon.

Re: Re: Wer ist Greenspan ?

Lieber Leute die Geld und Kapital machen als Provinzler die umverteilen wollen und in Ihrer Kleinbürgerlichkeit zu ersticken drohen.

Im Übrigen: ein wirklich saudummer Kommentar. Schauerlich.

Re: Re: Re: Wer ist Greenspan ?

ich bin nicht kleinbürgerlich, will auch nicht umverteilen. aber menschen, die nichts hackln und durch ausbeutung anderer geld kassieren, sind nunmal automatisch nicht meine freunde.

Antworten Antworten Gast: N:N
05.08.2008 16:07
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Re: Re: Wer ist Greenspan ?

ekelhafter Antisemit. Wegen solchen katholischen Dorftrotteln wurde Österreich zur Lederhoseprovinz.

Re: Re: Re: Wer ist Greenspan ?

ich bin weder katolisch noch trottel und wohne auch in keinemdorf.

was gesagt werden muß, muß gesagt werden, auch wenn es so manchem politisch "korrekten" menschen nicht paßt.

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Die Globalisierung als...

... geographische Steuerung der Investitionen von Großkonzernen zwecks Gewinnmaximierung und damit verbundener Ausbeutung der Arbeitnehmer ist schuld an der zunehmenden Ungleichverteilung und daher abzulehnen. Die Kapitalmärkte sollten vielmehr wieder stärker kontrolliert, auch teilweise reguliert werden und die Spekulation verstärkt besteuert werden.
Es scheint, dass Mr. Greenspan eher die Interessen der US-Politik vertritt als die Bedürfnisse der breiten Bevölkerungsmehrheit. Die sozialen Entwicklungen der letzten Jahre - vor allem in den USA - sprechen jedenfalls für eine einseitige Begünstigung der Macht der Konzerne. Es wäre höchste Zeit, dass sich die Politik wieder mehr von sozialer Verantwortung als von Konzerninteressen beeinflussen liesse.

Re: Die Globalisierung als...

Greenspan hat durch seine Geldpolitik dazu beigetragen, daß sich breite Massen in den USA Konsum, Haus und Wagen leisten können. Konzernen wurde weniger Steine in den Weg gelegt um billiger zu produzieren.

Aber gerade die gewerkschaftlichen Branchen wie Produktion oder auch die Landwirtschaft in den USA ist reglementiert und führt automatisch zur Abwanderung.

Die Globalisierung schuld an Ausbeutung? Vor Jahrzehnten gabs in Indien und China mow nichts. Heute machen die uns Konkurrenz. Und das ist gut so. Nur der Wettbewerb hält frisch.

Die von Ihnen gewünschte Abschottung ist der Gang in die Versklavung!

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Re: Re: Die Globalisierung als...

Ich glaube, dass Sie keine Ahnung von aktuellen Daten zur sozialen Lage in den USA oder sonst wo haben, geschweige denn die Geschichte bzw. die soziale Entwicklung kennen. Die Umverteilung des Reichtums von unten nach oben schreitet mit der zunehmenden Globalisierung immer schneller fort und die Auswüchse ( siehe Immobilien- und Bankenkrise) müssen vom Steuerzahler, sprich von der Masse der sozial weniger Privilegierten bezahlt werden. Und eben diese Entwicklung greift (leider) auch immer stärker auf Europa und den Rest der Welt über.

phuter
05.08.2008 12:31
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Das wird nicht passieren...

Denn die Akteure in der Politik sind durchgehend auf der Gehaltsliste eben dieser Herrschaften. Wenn sich also etwas ändern soll, so müssen die Völker der sich diesem Spiel kollektiv verweigern. Oder einfacher ausgedrückt - eine Revolution machen! Warum glauben Sie wird gerade in Europa und den USA ein Überwachungs und Polizeistaat installiert, von dem die Gestapo nicht zu träumen gewagt hätte? Blöd sind sie ja nicht die Verbrecher an den Hebeln der Macht.

Antworten Antworten Gast: "Warum glauben Sie wird gerade in Europa und den USA ein Überwachungs und Polizeistaat installiert"?
05.08.2008 18:49
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Re: Das wird nicht passieren...

Sonnenklar: Um ebensolchen von ahnungslosen Schwätzern hastig einberufenen Revolutionen den Einhalt zu gebieten, der von all jenen Bürgern verlangt wird, die wissen, daß sie von diesem ach so unfairen System mehr profitieren als sie es von den unausgegorenen Visionen(*) blindwütiger Revoluzzer jemals könnten.

Im Zeitalter des egomanischen Individualismus haben solche Revolutionen auch keinerlei plebiszitären Charakter: Wo Rottensozialisierung statt Gemeinschaftsgefühl herrscht (was zur Zeit in überwiegendem Maße der Fall ist), wären sie lediglich ein Weg für die Frustrierten, es ihren erklärten Feindesgruppierungen/-schichten einmal so richtig heimzuzahlen.

Verende bitte.

(*) die wie in Deinem Fall und allen anderen Ausprägungen dieses Formenkreises selbstverständlich nicht konkretisiert werden.

Antworten Antworten Gast: dutchov
05.08.2008 14:28
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Re: Das wird nicht passieren...

Sehr Klar erkannt... wenn es nur die "Masse" auch erkennen wuerde.

Antworten Antworten Antworten Gast: ägänst se käbbitl
05.08.2008 18:50
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Re: Re: Das wird nicht passieren...

Fast schon CHRISTIAN Klar erkannt.

eurowave
05.08.2008 16:21
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Re: Re: Das wird nicht passieren...

Die Masse wird es erkennen, wenn es (zu)spät ist!!!!

Und deswegen wird schleichend ein Überwachungs- und Polizeistaat kreiert, für den Tag an dem die Masse erkennt dass wir alle im großen Stil beschissen worden sind. Dann werden Sie uns von unseresgleichen (Polizei, Militär) kontrollieren oder umbringen lassen.

Einfach mal auf
alles-schallundrauch.blogspot.com
nachsehen/nachlesen.

phuter
05.08.2008 10:50
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Ist die globalisierung schuld?

Wenn ja - weg damit!
Wenn nein - beibehalten.
Reguliert gehört aber einiges - denn die Art und Weise, wie die Kapitalmärkte es geschafft haben, die Verelendung der Massen und die Wirtschaftliche Instabilität der Welt voranzutreiben schreit nach Regulierung. Globalisierung ist toll für 1% der Menschheit - für 99% ist sie eine Katastrophe - und dies vor allem deshalb, weil die Menschen nicht global zusammenarbeiten sondern lediglich global gegeneinander ausgespielt werden.

kog07
05.08.2008 17:37
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Re: Ist die globalisierung schuld?

immerhin könnten sich ohne Globalisierung 99% der Europäer nicht 5 paar Socken um 5 Euro kaufen, oder DVD-Player um 39 Euro. Die Gewinner sind daher auch die Konsumenten.