Der ehemalige Chef der US-Notenbank kündigt in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen eine Rezession für die US-Wirtschaft an. So auch gestern, Montag, in der Financial Times. Er geht auch davon aus, dass weitere US-Banken staatliche Hilfe brauchen werden, um nicht zahlungsunfähig zu werden. Weil die rein geldpolitischen Maßnahmen der Notenbank so gar nicht gefruchtet haben, spricht er von einer Krise, die nur „ein oder zwei Mal in hundert Jahren vorkommt". Nur mehr direkte staatliche Hilfe konnte Finanzunternehmen wie Northern Rock noch retten.
Eine Entspannung sieht Greenspan erst, wenn sich der US-Markt für Einfamilienhäuser wieder erholt. Das wird dauern, denn es gibt nach der Immobilienblase noch viele unvermietete Häuser. Erst wenn diese wieder vermietet sind, wird der Neubau anlaufen und der Wert der Immobilien steigen. Dann wird sich auch die Situation der mit diesen Häusern besicherten Kredite bessern, weil die Häuser wieder mehr wert werden.
Sorgen macht sich Greenspan um die Globalisierung. Er warnt vor einer weltweiten Regulierungswelle in Folge der Kreditkrise. Diese könnte die Globalisierung bremsen.