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Krisengipfel bei Bank-Austria-Mutter

05.10.2008 | 18:51 |   (Die Presse)

UniCredit muss Kapital aufstocken und Beteiligungen sowie Immobilien abstoßen. Durch Probleme in Mailand ist auch die Bank Austria unter Druck gekommen.

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wien/Mailand (dom/ag.).Krisenstimmung herrscht seit Tagen in der Mailänder Konzernzentrale der UniCredit, der Mutter der Bank Austria (BA). Gestern, Sonntag, spitzte sich die Lage nochmals zu: Die UniCredit-Spitze wurde zu einer Krisensitzung zusammengetrommelt. Es ging vor allem um eine Aufstockung des Kapitals um nicht weniger als fünf bis sechs Mrd. Euro. Laut italienischen Medienberichten plant UniCredit-Boss Alessandro Profumo, der in der Vorwoche wiederholt Gerüchte über seinen bevorstehenden Rücktritt dementieren musste, den Verkauf von Immobilien und Beteiligungen, darunter jener an der Generali-Versicherung und am Mautbetreiber Atlantica. Auch eine Wandelanleihe in Höhe von zwei Mrd. Euro ist im Gespräch. Die Sitzung war zu Redaktionsschluss noch im Gange.

 

Problem Hypo Real Estate

Durch den Überlebenskampf der deutschen Hypo Real Estate hatte sich die Situation bei der UniCredit am Wochenende nochmals zugespitzt. Die Hypo Real Estate war bis 2003 ein Teil der deutschen UniCredit-Tochter HypoVereinsbank. Dem Vernehmen nach gibt es noch immer starke finanzielle Verflechtungen zwischen der UniCredit und der Hypo Real Estate. Exakte Zahlen hat man in Mailand nicht genannt. Was die Nervosität noch verstärkt haben dürfte.

In der Vorwoche war die UniCredit-Aktie an mehreren Tagen nach massiven Kursstürzen vom Handel ausgesetzt worden. Am Freitag legte die Aktie dann knapp zehn Prozent zu. Ihre ursprüngliche Gewinnprognose für 2008 von 52 bis 56 Cent je Aktie wollte Profumo in der Vorwoche nicht bestätigen.

Durch die Probleme in Mailand ist auch die Bank Austria unter Druck gekommen. Die Kunden reagierten nervös. Medienberichte, dass einigen BA-Filialen das Bargeld ausgegangen sei, wurden vom Sprecher der Bank umgehend dementiert. Es wurden zwar in der Vorwoche relativ hohe Summen abgehoben, das sei aber immer rund um den Monatsanfang so. Über die Höhe der abgehobenen Beträge gab es keine Auskünfte.

Einen Wettbewerbsnachteil hat die BA beim Thema Einlagensicherung, das derzeit heimische Bankkunden besonders interessiert. Bei der BA sind Einlagen im Ernstfall bis zu 20.000 Euro pro Kunden gesichert. Die dezentralen Sektoren der heimischen Finanzbranche, also Raiffeisenkassen, Volksbanken und Sparkassen, haben hingegen sektoreigene Sicherungssysteme, die Einlagen unabhängig von der Höhe bis zu 100 Prozent absichern.

Die spanische Zeitung „El Economista“ hatte in der Vorwoche berichtet, dass die spanische Großbank Santander Appetit auf das großteils von der BA gesteuerte Ostgeschäft der UniCredit habe.

Die UniCredit dementierte derartige Verkaufspläne. Auch Analysten halten es für unwahrscheinlich, dass sich die Italiener von der Bank Austria bzw. dem Ostgeschäft trennen. Das Ostgeschäft sei noch immer ein Wachstumsmotor der Bank, in Österreich habe die BA durch ihr dichtes Filialnetz eine breite Einlagenbasis, was für Banken in Krisenzeiten wie jetzt besonders wichtig sei.

 

Verkäufe auch in Österreich

In Österreich will Profumo die Anteile an den Regionalbanken Oberbank, Bank für Kärnten und Steiermark sowie Bank für Tirol und Vorarlberg verkaufen. Der Wert der Aktienpakete wird zusammen auf 700 Mio. Euro geschätzt. Laut „Kronen Zeitung“ könnte eine Gruppe von österreichischen Investoren, darunter Miba-Chef Peter Mitterbauer, zum Zug kommen. Gestoppt wurde hingegen der Verkauf der BA-Immobilienstiftung.

Ein Problem ist die schwache Verfassung der UniCredit auch für die Gemeinde-Wien-nahe AVZ (Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten). Sie hält noch immer rund vier Prozent der UniCredit-Aktien und hat diese – so hört man – zu einem Wert in ihren Büchern stehen, der um einiges über dem aktuellen Kurs liegt. Für 13.Oktober ist eine außerordentliche Sitzung des Stiftungsvorstandes anberaumt.

AUF EINEN BLICK

Die UniCredit, Mutter der Bank Austria, hatte schon in der Vorwoche mit Krisengerüchten zu kämpfen. Die Aktie war deswegen mehrmals vom Handel ausgesetzt worden. Am Sonntag spitzte sich die Lage zu, nachdem klar wurde, dass die deutsche Hypo Real Estate ums Überleben kämpft. Mit ihr ist die UniCredit finanziell verflochten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.10.2008)

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12 Kommentare
Gast: gesys
06.10.2008 08:57
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die rolle von schüssel

sollte man auch nciht vergessen, gerade er war's doch der auf den rückzug der stadt wien aus derba bestanden hat, ansonsten es nicht zum verkauf der ca gekommen wäre.

tja und häupl und im speziellen randa: keine ahnung was die beiden dazu getrieben hat sich in die hände einer maroden bank (hvb) zu begeben

alles zusammen ein jammer

mr.nuad
05.10.2008 23:03
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Jetzt reich¿s

Im Normalfall müsste dieser Briefkasten bald zum Bersten gefüllt sein. Doch siehe da, fast keine Kommentare. Heute habt Ihr noch Angst um Eure Arbeitsplatz, morgen sitzt schon ein Italiener statt Dir in der Bank.
Die Gehirnwäsche von Hr. Profumo hat funktioniert. Wir sind alle abhängig und schön folgsam, sonst gibt¿s eine auf die Finger. Danke liebe BA - ich frag mal bei einer anderen Bank.

mr.nuad
05.10.2008 22:57
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Jetzt reicht¿s

An alle Kollegen der BA - jetzt reicht¿s. Wann wird endlich gehandelt. Rette sich, wer kann.

Gast: Gast
05.10.2008 22:14
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Gustostückerln

Ja, die Geschichte der guten, alten Zentralsparkasse, späteren B.A.Unicredit, ist leider auch so ein Beispiel mangelnder wirtschaftlicher Kapazität der Sozialdemokraten.
Bei der jüngsten Wahlkampagne haben wir ja wiederum entsprechende Gustostückeln dieser Art über uns ergehen lassen müssen.
Abschaffung der Studiengebühren: jetzt zahlt wieder der Hilfsarbeiter mit seiner Steuerleistung die Studienkosten für den Generaldirektorssohn. Mehrwertsteuer für Lebensmittel halbieren: zum Leidwesen des Erfinders zwar verhindert (wäre nur ein Geschenk an den Handel geworden, und hätte die dauerhaft wirksame, dringend nötige Lohnsteuersenkung auf Sankt Nimmerlein verschoben, weil kein Geld dafür da gewesen wäre), demonstriert aber das wirtschaftspolitische Unvermögen des Ideengebers. Usw.
Und nun steht der Autor dieser neusten Gustostückeln auf dem Sprung zum Regierungschef, womöglich noch mit ÖVP Hilfe.

Gast: ökonom
05.10.2008 20:49
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Randa ist der größte Kapitalvernichter der 2. Republik

und steht dafür noch immer auf der Payroll der BA.
Er nutzt ein Büro, samt Sekretariat und Dienstwagen für
erwiesene Unfähigkeit, für welche die Mitarbeiter und Aktionäre teuer bezahlt haben.
Wie auch die Gemeinde Wien und die Wiener Bevölkerung durch die radikale Abwertung der AVZ Anteile nach der Aktienumwandlung in die HVB Aktien.

Aber Wampo, der wirtschaftlich ahnungslose Oberfiaker von Wien, gefällt sich nur in Ausfälle gegen die FPÖ, besonders dann, wenn er alkoholisiert ist. Wann wird der zunehmend unfähige Wiener Bürgermeister endlich zu seinem und unseren Schutz nach Kalksburg verlegt???

Antworten Gast: AH
06.10.2008 05:21
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Re: Randa ist der größte Kapitalvernichter der 2. Republik

leider haben das die Rot-Wähler in Wien noch immer nicht begriffen, aber der Einäugige (= Wampo) ist der König unter den Blinden (= Rot-Wähler).

Antworten Gast: ökono-mist
06.10.2008 01:04
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Re: "Randa ist der größte Kapitalvernichter der 2. Republik"


Um Verwechslungen vorzubeugen: Dieser Kommentar stammt nicht von mir!

Antworten Gast: Faymann statt Häupl!
05.10.2008 23:42
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Re: Randa ist der größte Kapitalvernichter der 2. Republik

Ich kann nur hoffen, dass die "große" Koalition nicht zustande kommt und daß der Strahlemann statt Wampo Bürgermeister wird.

Antworten Gast: boebachter
05.10.2008 21:31
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Re: Randa ist der größte Kapitalvernichter der 2. Republik

nicht nur randal, auch elsner, die gewerkschaft, gerharter usw. - es gibt kaum einen wirtschaftlich erfolgreichen roten - außer in die eigene tasche so wie anddrosch und vranz -

wo bleiben nur die grünen und roten in diesem forum. ???
die roten - milliarden haben sie vernichtet - konsum, bank burgenland, bawag, bank austria usw. verschenkt
so traurig es ist aber hoffentlich merkt der trinkfeste wiener oberwampo die unikredit krise kräftig in der avz - er kann allerdings noch zu den spezialfreunden muzikant, schlaff und meinl usw gehen.....die haben an österreichern und mit österreich - sehr oft an der steuer vorbei in lie + ch unsummen ja milliarden gemacht und werden ihm dankbar sicherlich aushelfen aushelfen.

Antworten Antworten Lepanto
06.10.2008 08:49
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Re: Re: Randa ist der größte Kapitalvernichter der 2. Republik


Leistungen der Sozen:
- Österreichs äußere Selbständigkeit am Altar der EU geopfert.
- Österreichs wirtschaftliche Selbständigkeit wie von Ihnen beschrieben ruiniert.
- Österreichs innere Kraft durch Volksverblödung, H o m o geschwätz, Massenabtreibungen, Massenzuwanderung aus der dritten Welt etc ruiniert.

Was hätten die Trottel innerhalb einer Generation noch mehr ruinieren können?

Antworten Antworten Antworten Narziß
06.10.2008 09:28
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Re: Re: Re: Randa ist der größte Kapitalvernichter der 2. Republik

Mal so nebenbei, wenn die zugewanderten Massen plötzlich alle wieder zurückwandern würden könnte man Österreich dicht machen -- immer wieder der gleiche Schwachsinn hier in den Foren --> auch wenn ich in Punkto Einwanderung in die Sozialsysteme auch kritisch bin, aber diese plumpe Pauschalierung immer geht mir echt am Sack

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Neinsager
06.10.2008 11:31
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Re: Re: Re: Re: Randa ist der größte Kapitalvernichter der 2. Republik

Für den Fall, daß die ganzen Sozialhilfemammas wieder heimpilgern schreiben die Krankenkassen endlich mal kein Defizit mehr!!!

Wieviele Einwanderer zahlen denn ernsthaft Steuern und Abgaben in Österreich?!?!?

Uns in Österreich könnte es ohne die eingewanderten Schmarotzer echt gut gehen!!!!

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