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„Eine Krise bei uns? Nein, auf keinen Fall!“

02.11.2008 | 18:29 |   (Die Presse)

Rumänien erwartet trotz der globalen Finanzkrise rund acht Prozent Wachstum.

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BUKAREST(pbo). Geht es nach der liberalen Minderheitsregierung unter Premier Calin Popescu-Tariceanu, ist in Rumänien von Krise nicht viel zu spüren. Trotz der globalen Finanzkrise erwartet die Regierung heuer ein Wirtschaftswachstum von acht bis neun Prozent. Auch die Ökonomin Monica Apostol wiegelt ab: „Eine Krise bei uns? Nein, auf keinen Fall!“

Demgegenüber behaupten immer mehr Experten, dass Rumänien auf eine Zahlungsunfähigkeit zusteuere. Möglicherweise wird das Land, ähnlich wie Ungarn, auf einen Kredit des Internationalen Währungsfonds (IWF) oder der Weltbank angewiesen sein. Auch die Analysten der Raiffeisen Bank läuten die Alarmglocken: Rumänien sei viel zu sehr von ausländischer Finanzierung abhängig, als dass es der Krise entgehen könnte.

Wirtschaftsforscher erwarten, dass sich die Zahl der rumänischen Arbeitslosen im nächsten Jahr verdoppeln wird. Überdies wird erwartet, dass die etwa drei Millionen Auslandsrumänen angesichts der Wirtschaftskrise weit weniger Geld an ihre Angehörigen nach Rumänien schicken könnten. Im Vorjahr überwiesen rumänische Gastarbeiter laut Schätzungen rund sechs Milliarden Euro an ihre Familien zu Hause.

Unterdessen tobt in Rumänien bereits ein erbitterter Wahlkampf angesichts der bevorstehenden Parlamentswahlen Ende November. Die Opposition spart dabei nicht mit allerlei populistischen Versprechungen. Dies bringt die Regierung Tariceanu inzwischen zunehmend in Bedrängnis.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.11.2008)

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1 Kommentare
Gast: grubenhund
03.11.2008 08:55

gar kein so schlechter anschauungsunterricht

für an sich arme Menschen, die vierzig Jahre lang einer Schicksalsfrage nachhingen: wann kommen die Amerikaner? Die kollektive Erinnerung verzeichnet den Verrat des Ostens durch die Amis an die Russen zu Yalta. Nun sind sie angekommen, mit den allerschönsten Geschenken von denen man allerdings kaum geträumt hatte.
Wären sie nämlich heute noch bei den "muscali" (Russen), hielten sie die Remasuri mit Sicherheit für eine böse, verleumderische Erfindung der Parteipropaganda.

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