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Umfrage: Jeder vierte Chef glaubt an bessere Zukunft

22.12.2008 | 18:06 |   (Die Presse)

Fast die Hälfte der befragten Führungskräfte sehen die momentane Lage ihres Unternehmens als gut. Nur 16 Prozent der Manager sehen ihren Betrieb derzeit in einer schlechten Lage.

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Wien (mac). Rezession, Deflation und Massenarbeitslosigkeit. Die jüngsten Prognosen der internationalen Wirtschaftsforscher können die Stimmung unter den Managern heimischer Betriebe derzeit offenbar nicht trüben. Nach einer aktuellen Umfrage, die das Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) gemeinsam mit dem Befragungsinstitut Eucusa durchgeführt hat, bewertet fast die Hälfte der befragten Führungskräfte die momentane Lage ihres Unternehmens als gut. Nur 16Prozent fühlen sich in einer üblen Situation.

„Der größte Teil der Krise besteht nur in den Köpfen der Menschen auf der Straße“, bestätigt Paul Jankowitsch, Chef des WdF, das Bild der Unternehmer. Doch auch die Einschätzung der 245Befragten variiert je nach Branche stark. So fühlten sich etwa Produktionsbetriebe im letzten Halbjahr weit stärker von der Krise betroffen als etwa der Handel.

Auch die Unternehmensgröße spielt offenbar eine entscheidende Rolle. Während bei Betrieben mit mehr als 1000 Mitarbeitern Pessimismus herrscht, blicken die Klein- und Mittelbetriebe, trotz der angeblichen Kreditklemme, überwiegend gelassen in die Zukunft. Im Schnitt erwartet nur ein Viertel aller Führungskräfte, dass sich die Lage für ihr Unternehmen im kommenden halben Jahr verschlechtern wird. Ebenso viele rechnen mit einer Verbesserung der Situation.

Die Hälfte der Befragten glaubt daran, dass alles so bleibt, wie es ist – was ja angesichts der Erwartungen der Wirtschaftsforscher schon eine positive Überraschung wäre. Für Jankowitsch sind aber nicht die fehlende Weitsicht oder mögliches Unwissen der Kleinunternehmer Grund für den Optimismus in diesem Segment. Der Mittelstand habe in der Krise einen großen Vorteil gegenüber Konzernen, glaubt er: Wer selbst entscheidet, habe zumindest das gute Gefühl, seine Zukunft in der Hand zu haben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.12.2008)

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