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"Corporate Consulting Club"-Diskussion: "Die Krise als Chance"

14.04.2009 | 09:58 |   (DiePresse.com)

Unter Leitung von "DiePresse.com"-Wirtschaftsredakteur Ewald Bechtloff diskutierte eine hochkarätige Runde zu dem Thema "Die Strategie für die Krise: Wie macht man aus einer Krise eine Chance?".

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Unter Leitung von "DiePresse.com"- Wirtschaftsredakteur Ewald Bechtloff diskutierte eine hochkarätige Runde am 7. April zu dem Thema "Die Strategie für die Krise: Wie macht man aus einer Krise eine Chance?". Der "Corporate Consulting Club" lud dazu Hans Georg Kantner vom Kreditschutzverband von 1870, Mondi-CEO Peter J. Oswald, Sonnentor-Geschäftsführer Johannes Gutmann, Johann Strobl von der Raiffeisen Zentralbank AG und Ex-Wiener Börse-Chef Stefan Zapotocky ins Hilton Vienna Plaza.

"Druck löst positive Schlankheitskur aus"

Ex-Börse-Chef Stefan Zapotocky verbreitete angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise Optimismus: "Der Druck löst eine positive Schlankheitskur aus. Ich bin mir sicher, dass in zwei Jahren 80 Prozent der Unternehmen besser dastehen als je zuvor, denn bis dahin wird jeder seine Lektion gelernt haben." Und weiters: "Egal was passiert, die Zeit geht weiter." Er betonte die Notwendigkeit für Unternehmen, sich auf Schocks und Krisen durch Notfallpläne vorzubereiten. Firmen sollten mehr in Forschung und Entwicklung investieren statt ihr Geld in bestehenden Produktlinien zu belassen.

In die selbe Kerbe schlug Johann Strobl, Chief Risk Officer der Raiffeisen Zentralbank AG. "Es ist wünschenswert, dass sich auch der Kunde mit der Krise beschäftigt. Mit Kunden die Pläne für die Zukunft haben und gegen die Krise vorgehen, können wir mehr anfangen, als mit solchen, die das nicht wahrhaben wollen", sagte er.

Die Krise als Chance

Hans Georg Kantner vom Kreditschutzverband von 1870 betonte, dass die Wirtschaftskrise nicht automatisch alle Unternehmen vor unmögliche Aufgaben stellt: "Gerade für diejenigen, die bisher vernünftig und eher zurückhaltend gehandelt haben, bietet sich jetzt die Möglichkeit ihr Können zu beweisen. Wichtig ist zu erkennen, dass Veränderungen eine reale Chance für das Unternehmen darstellen und von großer Bedeutung sind."

Dem stimmte Mondi-CEO Peter J. Oswald zu: "Es haben sich alle stark verschuldet, Industrien haben zu viele Kapazitäten ausgebaut. Nun haben wir die Chance, dass sich einige Bereiche wieder normalisieren. Die Fehler der letzten Jahre müssen definitiv ausgebessert werden." Er rät "auf eigene Stärken zu setzen und sich auf den tatsächlichen Bedarf der Kunden zu konzentrieren. Dies werden definitiv die Gewinner der Krise sein."

Auch Sonnentor-Geschäftsführer Johannes Gutmann ist überzeugt, dass es sich vor allem lohnt "auf Innovationskraft und auf wichtige Maßstäbe wie Mitarbeiter-Zufriedenheit zu setzen, um die Krise zu überleben". Als Unternehmer aus dem Waldviertel hat er außerdem einen gewissen Startvorteil in Zeiten wie diesen: Im allgemein eher strukturschwachen Waldviertel hat man schon fast Routine im Umgang mit Krisen.

(Red.)

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