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Kredite in den USA: Die Subprime-Blase füllt sich wieder

13.11.2009 | 15:53 |   (DiePresse.com)

Der US-Hausmarkt kommt nicht zur Ruhe. Dem staatlichen Hypothekengarant FHA geht das Geld aus. Besonders brisant: Ramschkredite, ein Auslöser der Finanzkrise, werden wiederbelebt und mit Staatshilfe vergeben.

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Dem US-Hausmarkt droht neue Gefahr. Die Geldreserven der staatlichen "Federal Housing Administration" (FHA) haben sich in den letzten Monaten drastisch reduziert. Der Puffer beträgt nur mehr 0,53 Prozent der 653 Milliarden Dollar an Hypotheken, die durch die FHA versichert werden, berichtet "Financial Times Deutschland". Regulativ sind zwei Prozent vorgesehen. "Es besteht die Möglichkeit, dass die Reserven unter Null gehen und auch dort bleiben", sagt Shaun Donovan, Chef des Ministeriums für "Housing and Urban and Development".

Die FHA hat sich in den USA in den letzten Monaten als wichtiger Akteur bei der Vergabe von Krediten positioniert. Ihr Marktanteil ist seit September laut "Financial Times Deutschland" von 24 auf 63 Prozent angeschwollen. Die Bonität der Schuldner ist jedoch häufig gering.

So hat die FHA gemeinsam mit der staatlichen Finanzierungsagentur Ginnie Mae ausgerechnet die berüchtigten, zweitklassigen Subprime-Hypotheken wiederbelebt. Das geht aus einer Studie der US-Notenbank in San Francisco hervor. Nach dem Zusammenbruch des Marktes 2008 sei der Anteil dieser Kredite bei der FHA nun wieder auf 20 Prozent gestiegen, berichtet das "Handelsblatt". Damit ist der Wert sogar höher als während des Booms der Subprime-Kredite.

Subprime-Kredite
Bei Subprime-Krediten handelt es sich um Darlehen an Kunden niedriger Bonität. In den Boomzeiten des US-Immobilienmarktes wurden sie in Anleihen verpackt und an Investoren verkauft. Als die Blase am Immobilienmarkt platzte, brach der Markt für die Verbriefung von Hypotheken zusammen. (Quelle: Handelsblatt)

US-Kreditnehmern droht nun eine Erhöhung der Prämien. Shaun Donovan hält Parallelen zur Subprime-Krise aber für abwegig: "Leute, die das behaupten, liegen mächtig falsch".

Seit es für Hauseigentümer mit schwacher Bonität fast unmöglich geworden ist, Darlehen zu erhalten, haben sich viele Arten staatlicher Förderprogramme etabliert, die diese Lücke schließen. Die Regierung will so den Wohnungsmarkt stabilisieren. Ihre Hoffnung: Stellt sie selbst Kredite zur Verfügung, könnten die Häuserpreise wieder steigen. Doch Experten befürchten, die Regierung finanziere damit bereits die nächste Blase, schreibt das "Handelsblatt".

(phu)

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5 Kommentare
derpradler
14.11.2009 12:19
0 0

der Neoliberalismus

- ist an sich eine "Blase"! Solange dieses Geldmafia -System nicht liquidiert wird geht es immer so weiter.
Da das Geld drucken in den U.S.A. dies Sache privater Banken ist, ist die nächste Krise schon vorprogrammiert.
Und wenn China den Dollar in den Ruhestand schickt, dann wird es auf diesem Globus lange, lange Zeit keine Probleme mehr mit dem selbstzerstörenden "homo sapiens" mehr geben

Antworten hw
14.11.2009 13:46
0 0

Re: der Neoliberalismus

wenn ... china wird das aber tunlichst vermeiden. die haben eben weniger suizides gedankengut in sich, als so mancher poster hier.

Nobodaddy
13.11.2009 16:56
0 0

Andere Situation?

Die Vergabe der Subprime-Kredite war doch nicht das eigentliche Problem, sondern der schwunghafte Handel mit diesen Papieren unter Vertuschung der Risiken!

Oder liege ich da etwa falsch?

Antworten hw
13.11.2009 17:45
0 0

Re: Andere Situation?

nicht ganz, die große verteilung hat halt die rasche verbreitung der krise ermöglicht.

natürlich werden, und das soll auch so sein, wieder kredite vergeben.
sollen die banken ihre häusl vermieten oder verfallen lassen? so kommt wenigstens wieder geld rein. schlimmstenfalls fällt halt das haus wieder ins eigentum der bank.

hw
13.11.2009 16:49
0 0

falsch!!

"Auslöser der Finanzkrise" das war einer von vielen bausteinen.

auslöser waren aber die steigenden energiekosten und die stark steigenden zinsen. das brachte viele amerikaner zum gleichen zeitpunkt(!) zur zahlungsunfähigkeit.

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    Um das Finanzwissen in Europa ist es schlecht bestellt. 93 Prozent der Österreicher wünschen sich mehr Finanzbildung in der Schule.

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