Das Leben mit dem weichen Euro

21.05.2010 | 19:44 |  VON ROSEMARIE SCHWAIGER (Die Presse)

Schon seit der Einführung sind die Experten mit dem Kurs eigentlich nie zufrieden. „Die Presse“ verrät, wie man sein Vermögen vor der drohenden Inflation schützt.

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So stolz sahen sie aus. Wie aufgeregte Jungväter auf einer Säuglingsstation posierten die EU-Finanzminister zu Silvester 1999 mit ihrem neuen Liebling. Der Euro hatte den Ecu abgelöst und war als Buchgeld installiert worden. Das Projekt Währungsunion, lange nur eine ambitionierte Idee, hatte Gestalt angenommen. Allgemein wurde dem Euro viel Glück und ein langes, gesundes Leben gewünscht.

In den etwas mehr als elf Jahren seines Bestehens hat der Euro schon einiges mitgemacht. Und wie immer sein Kurs gerade stand, stets gab es Experten, die den Status quo besorgniserregend fanden. Ein Blick in die Archive zeigt, dass man die aktuelle Hysterie nicht ganz so ernst nehmen soll: Vor vier Jahren etwa, Anfang April 2006, notierte der Euro bei 1,2112 zum Dollar – also ungefähr auf demselben Niveau wie jetzt.

Doch während die Eurozone derzeit über den Absturz ihrer Währung jammert und Milliarden zur Stützung des maroden Patienten beiseitelegte, gab es seinerzeit Unruhe, weil der Euro so stark war. Insbesondere für Exporte in die USA wäre ein niedrigerer Kurs wünschenswert, sagte der damalige VW-Chef Bernd Pitschetsrieder. Einen Monat später (der Euro war auf 1,28 geklettert) bekam auch der luxemburgische Premier und Chef der Eurogruppe, Jean Claude Juncker, kalte Füße. Er sei über den starken Euro „nicht wirklich, aber zunehmend besorgt“, erklärte Juncker.

Dabei hatte sich die Währung zunächst als windelweicher Softie präsentiert. Am 4. Jänner 1999, dem ersten Tag des Börsenhandels, war der Euro mit einem Wechselkurs von 1,1789 zum Dollar gestartet. Dann ging es flott bergab. Schon im März sah sich René Alfons Haiden, früherer Generaldirektor der Bank Austria, zu beruhigenden Worten verpflichtet: „Nicht der Euro ist weich, sondern der Dollar ist stark.“

Der bisher tiefste Stand wurde am 26. Oktober 2000 mit 0,8252 Dollar erreicht. Die Fachwelt stritt über die Konsequenzen. „Ich betrachte den Wechselkurs nicht als einen Eckwert für Erfolg“, sagte Christian Noyer, Vizepräsident der Europäischen Zentralbank, „der Euro ist ein voller Erfolg.“ Ernst Welteke, Präsident der Deutschen Bundesbank, hörte sich deutlich besorgter an: Sollte die Schwäche andauern, müssten die Zentralbanken intervenieren.

Ab Jänner 2002 hatten endlich auch die Konsumenten die neuen Scheine und Münzen in der Tasche. Dem Euro tat diese Konfrontation mit der Realität offenbar gut, erstmals stieg er kontinuierlich, erreichte im Juli die Parität zum Dollar und hielt sich wacker. Man hätte richtig stolz auf ihn sein können – wäre da nicht EZB-Chef Wim Duisenberg gewesen. „Auf der einen Seite bin ich froh, dass der Euro eine solch stabile, starke und solide Währung ist“, sagte er im Juni 2003. „Andererseits sehe ich jedoch auch, dass sich der starke Wechselkurs gegenüber dem Dollar ungünstig auf die Exporte aus den Euroländern in die USA auswirkt.“ Die arme Währung kann es offenbar nur falsch machen.

Ähnlich geht es weiter. Der Eurokurs sinkt ein wenig, schon ist Feuer am Dach. Der Eurokurs steigt, und die Experten warnen vor Schäden für die Exportwirtschaft. Sinkt oder steigt er noch dazu etwas schneller als gewöhnlich, wird umgehend eine größere Stabilität beschworen. Bewegt er sich eine Zeit lang gar nicht, findet sich zuverlässig ein Fachmann, der größere Wechselkursflexibilität einmahnt.

Wieder einmal zeigt sich, dass Ökonomie keine exakte Wissenschaft ist. Als der Euro im Jänner 2004 recht zügig auf einen Wechselkurs von fast 1,3 gegenüber dem Dollar klettert, sagt EZB-Chef Jean-Claude Trichet: „Wir sind besorgt. Wir sind nicht gleichgültig.“ Klaus Liebscher dagegen, österreichisches Ratsmitglied im EZB, beruhigt: „Sie sollten dies nicht überbewerten, denn die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Exporteure wird nicht nur vom Wechselkurs bestimmt.“

Teilweise panisch reagiert die Fachwelt im Juli 2008 auf den bisherigen Höchststand von fast 1,6 Dollar. „Es ist verrückt zu glauben, dass man das halten kann“, sagte Ökonom Robert Mundell. „Der hohe Eurokurs macht die meisten Länder der Eurozone viel weniger wettbewerbsfähig.“ Ins Jahr 2010 startet der Euro fast gleich stark. Seither ist er gefallen, blieb aber genau in jenem Bereich, den viele Experten früher als optimal bezeichnet hatten. „Kein Grund zur Beunruhigung“, sagte Ewald Nowotny, Gouverneur der heimischen Nationalbank. EZB-Chef Jean-Claude Trichet hat mehr Sinn für Dramatik: Wegen der gewaltigen Schulden und der Euroschwäche stecke Europa in einer dramatischen Krise, sagte er vergangene Woche. „Wir erlebten und erleben wirklich dramatische Zeiten.“
Gut, dass der Euro schon einiges gewöhnt ist.

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127 Kommentare
 
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Gast: uhudler
29.05.2010 14:27
0

da dreck wird immer wacher

Und wir reden hier von Symptomen und deren Behandlung!
An die Ursache ist über diese politischen Gestaltern nicht heran zu kommen, da sie selbst die Verursacher sind und sich die Fehler nicht eingestehen!
Findet keine Armutsbekämpfung , sonder wie z.Bsp. in der von Ex-Minister Bartenstein / ÖVP gestalteten Arbeitsmarktpolitik zu erfahren ist Armutserzeugung statt, so werden die Betroffenen in die Kriminalität gedrängt und die Gefahr der sozialen Unruhen, wie in vielen europäischen Ländern schon vorhanden, wächst auch bei uns!
Die EU wurde ganz im Sinne der ÖVP neoliberal ausgerichtet, weswegen die Probleme europäisch/global und mitzuverantworten sind!

Gast: Quit
25.05.2010 13:16
0

Nur so weiter.....!

Ihr müßt so weitermachen dann lebt ihr tatsächlich mit einem weichen Euro, es dürfte doch bekannt sein man kann eine Sache totreden! Hurra, wir killen den Euro und damit Europa und uns! Ihr armessligen Narren wollt ihr wirklich Krawall und die Leute auf der Strasse. Noch ist der Euro gut oder ist 1,24 schwach!

Gast: €
24.05.2010 23:06
1

Der Euro verleitete die EU Länder zu moral hazard

Ohne Euro hätte Griechenland nie so viele Schulden machen können.

Österreich hätte nie so ein großes Ding im Osten drehen können. 300 Milliarden Ostkredite.

Österreichs Banken hätten nie so viele Fremdwährungskredite vergeben können.

Spanien hätte nie so viele Häuser bauen können. Da stehen mehr Häuser leer, als in ganz Amerika.

Ohne Euro gäbe es nie so hohe Ungleichgewichte zwischen Nord u. Süd.

Ohne Euro hätte es in ganz Europa nicht so viele Fehlinvestitionen gegeben.

Ohne Euro hätten wir keine Eurokrise.


Gast: blubbelbubel
24.05.2010 22:47
0

physisches Gold ist keine Verpflichtung von jemand anderem

und je mehr gelogen und betrogen wird in der Finanzindustrie, umso interessanter ist dieser Aspekt
so einfach ist das

Abgesehen davon dass sich die tatsächlichen Werte wie zufällig bei den Geldwechslern ansammeln. Zinsen auf aus dünner Luft hergestelltem Kredit verlangt werden und Fiat-Geld nur durch Schulden geschöpft werden kann.

war ein nettes Experiment, ungedecktes Papiergeld.
wir waren einfach die Meerschweinchen.

Gast: Ökonom
23.05.2010 10:06
9

Der Euro schützt uns !

Der Euro schützt uns, denn hätten wir die vielen alten nationalen Währungen, dann gäbe es jetzt massive Schwankungen und jede Menge Spekulation zwischen diesen europ. Währungen.
UNd das wäre noch viel, viel schlimmer.

Antworten Gast: Barbara S.
23.05.2010 19:59
0

Billige Schauermärchen sind zu wenig

Lieber selbsternannter Ökonom!

Etwa so schlimm und allerschlimmstens wie der schwedischen Krone, der norwegischen Krone oder dem Schweizer Franken?

Antworten Antworten Dr.Gernot Stöckl
24.05.2010 14:58
0

Re: Billige Schauermärchen sind zu wenig

Liebe Barbara!

Vergleichen Sie einmal das österreichische Budgetdefizit einschließlich aller "ausgelagerten" Schulden in ÖBB, Asfinag uswusw. mit den Budgets der von Ihnen genannten Länder!!!!!

Und vor allem, vergleichen Sie die Regierungen dieser Länder mit der unsrigen!

Antworten Antworten Antworten Gast: Barbara S.
24.05.2010 16:32
0

Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben zu wollen, kann nicht der Weisheit letzter Schluß sein

Lieber Dr. Stöckl!

Sie scheinen mir von heißen Eislutschern zu träumen.
Weil einerseits kritisieren Sie das ungezügelte Wachstum (mit Krebsfolgen), andererseits huldigen Sie der EU.
Was für ein Widerspruch!

Man könnte jetzt sagen: Typisch Akademiker, vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen.

Aber vielleicht werden Sie doch Ihren Widerspruch bald einmal erkennen.
Hoffentlich!

-----------------------

Das Budgetdefizit wird durch das Euro-Schlamassel nicht besser sondern ganz im Gegenteil !!!!!!!
Wer kommt als nächstes nach Griechenland, zuerst Portugal oder doch vorher Spanien?
Über kurz oder lang stecken wir selber voll in dem EU-Morast fest!

Also bitte endlich die Augen vor der EU-Realität öffnen!

Klar, eine Brüssel gegenüber völlig unterwürfige, rückgratlose Regierung kann man vergessen.


Antworten Antworten Antworten Antworten Dr.Gernot Stöckl
24.05.2010 21:30
0

Re: Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben zu wollen, kann nicht der Weisheit letzter Schluß sein

Ihre Logik kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen! Tut mir leid!

Wer glaubt, außerhalb des Euro und der EU ginge es uns viel besser, ist bar jeglichen Realitätssinn!

Ich danke täglich unserem Schicksal, daß die EU unserer Regierung auf die Finger klopft.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Barbara S.
25.05.2010 00:12
0

Re: Re: Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben zu wollen, kann nicht der Weisheit letzter Schluß sein

An Ihrem eklatanten Widerspruch können Sie sich nicht vorbeischwindeln:
Einerseits kritisieren Sie das ungezügelte Wachstum (mit Krebsfolgen), andererseits huldigen Sie der unaufhörlich dahinwuchernden EU.

Was den Realitätssinn angeht, denken Sie doch einmal zurück an die EU-Proheten, die vor der Euro-Einführung verkündet hatten, es wäre doch so logisch, daß es keine Alternative zur Euro-Teilnahme gäbe.
Heute widersprechen ihnen allein die Schweden ganz klar, deren Krone NICHT an den Euro gebunden ist.

N.B.: In Island ist längst wieder eine klare Mehrheit gegen die EU-Mitgliedschaft. Zuletzt laut Umfrage 60% dagegen und nur rund 24% dafür, Rest Unentschlossene.
Dort fällt man auf oberflächliche Angstmache offensichtlich nicht hinein!
Das ist halt eine typische Eigenschaft des Österreichers, wohl historisch bedingt.

Antworten hw
23.05.2010 12:51
3

Re: Der Euro schützt uns !

ich könnte mir sogar vorstellen, dass sich manche staaten wieder in die haare gegriffen hätten.
wir hätte ohne euro einwirtschaftliches gemetzel und eventuell noch mehr in europa.

und die ami hätte es gefreut.

Antworten Antworten Gast: Barbara S.
23.05.2010 20:14
0

Die EU-Schauermärchenerzähler haben wieder Hochsaison

Was haben sich die EU-Fanatiker nicht schon so alles vorgestellt!

Die hatten sich z.B. vorgestellt, dass es zur Euro-Teilnahme keine Alternative gäbe. Schweden, Dänen und Engländer beweisen das Gegenteil davon.
Jene hatten sich auch vorgestellt, dass europäische Länder ohne EU-Mitgliedschaft untergehen würden.
Weder Schweizer noch Kroaten noch Norweger sind wirtschaftlich untergegangen.

Antworten Antworten Gast: Barbara S.
23.05.2010 20:07
0

Die Argumentation der EU-Fanatiker ist wirklich nur mehr lachhaft

Ja, man denke nur an das so schreckliche Gemetzel zwischen den Euro-freien Nationen Norwegen und Schweden.
Na, und die neutralen Schweizer, die sind ja überhaupt die ärgsten Kriegstreiber!


Antworten Antworten Dr.Gernot Stöckl
23.05.2010 14:17
0

Re: Re: Der Euro schützt uns ! Und gerade das stört die Amis!

Amerika will kein starkes, selbstbewußtes Europa und schon gar keine Konkurrenz zu seinem Dollar!

Die derzeitige Krise ist nichts anderes, als ein kalter Wirtschaftskrieg der Wall Street gegen den Euro!

Gast: Ökonom
23.05.2010 09:50
2

Folgen der Wirtschaftskrise sind Folgen der ungeregelten Märkte


Klar kommen jetzt noch eine ganze Serie von Problemen auf uns zu.

Hat denn wirklicch jemand gedacht, diese gigantische Wirtschaftskrise wäre demnächst ausgestanden und wir machen weiter wie bisher???

Als Ökonom macht mir ein weicherer Euro weit weniger Sorge als eine mögliche Depression.

Tatsächlich kann man eine Wirtschaft nur mit Produktivität retten und nicht mit Geld.
Das muß man einmal begreifen.

Antworten Dr.Gernot Stöckl
23.05.2010 14:42
1

Re: Folgen der Wirtschaftskrise sind Folgen der ungeregelten Märkte

Sie meinen wohl, Folgen der geregelten Märkte....., denn wo gibt es einen ungeregelten Markt bei den unzähligen Subventionen, Strafzöllen, nichttarifarischen Handelshemmnissen, Sanktionen usw.usw.

Und mit Produktivität meinen Sie wohl Wirtschaftswachstum, nehme ich an!

Wirtschaftswachstum als Grundlage einer florierenden Wirtschaft kann auch wohl nur einem Ökonomen (=nicht lernfähiger, geistig minderbemittelter Wichtigmacher, wenn er reinen Herzens ist, da er sonst ja ein gemeiner Betrüger wäre!) einfallen!

Biologisch betrachtet bedeutet ungezügeltes Wachstum nichts anderes, als Carcinom! Jedes ungebremste Wachstum bringt das Individuum um!

Und da auch die Wirtschaft ein lebender Organismus ist, was die Ökonomen ja noch immer nicht begriffen haben, muß auch sie an ungezügeltem Wachstum letztlich zu Grunde gehen!!!

Nicht das Wachstum darf der Fetisch der Wirtschaft sein, sondern die Innovation muß es sein! Innovationen setzen sich durch, sind gleichsam die ständige Wiedergburt, dieses Goethesche Stirb und Werde, Wachstum alleine führt nur zu Verteilungskämpfen.

Das und nur das müssen die hochgelehrten Ökonomen erst einmal begreifen!!!!!

Antworten Antworten Gast: Barbara S.
23.05.2010 20:28
0

Re: Re: Folgen der Wirtschaftskrise sind Folgen der ungeregelten Märkte

Richtig! Ungezügeltes Wachstum zeigt sich als Krebs.
Auf einer BEgrenzten Welt kann es kein unbegrenztes Wachstum geben.

Die EU huldigt dem unaufhörlichen Wachstum, ob bei der Wirtschaft oder auch beim Geopraphischen.
Otto Habsburg hatte schon vor rund 5 Jahren davon in einem SN-Interview gesprochen, dass natürlich auch die nordafrikanischen Länder eingebunden werden sollen.
Die EU würde weiter und immer weiterwuchern, wie ein Krebs bis zum Exotus. Sie MUSS immer weiterwachsen, weil sie sich an den USA orientiert, dh es gibt keine Nachhaltigkeit. Der Zwang zum stetigen Weiterwuchern führt nona zum Ende der EU.
Dieses Ende wird aber nicht angenehm werden, darum gilt es für Österreich, sich rechtzeitig von dieser EU-Titanic zu verabschieden.

Das und nur das müssen die "hochgelehrten" restlichen EU-Anhänger erst einmal begreifen !

Antworten Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
24.05.2010 20:28
0

Re: Re: Re: Folgen der Wirtschaftskrise sind Folgen der ungeregelten Märkte

gut argumentiert! Gefällt mir.

Iason
22.05.2010 14:58
0

Einen weichen Euro und ein hartes Leben

Das werden vermutlich die nächsten Jahre bringen.

Der Euro hat in den letzten 5 Jahren gegenüber realen Werten wie z.B. Gold bereits 70% verloren.
Ein jährlicher Wertverlust von 21%.
Ist der Euro also weich?
Er ist butterweich, obwohl das so mancher Experte nicht wahrhaben möchte.

Wäre nicht die Wirtschaft so extrem schwach, hätten wir bereits jetzt enorm hohe Teuerungsraten.

Antworten Gast: Kaufmann
23.05.2010 09:53
4

Re: Einen weichen Euro und ein hartes Leben

Quack, qack, Iason.

Gold ist ja auch ein typisches Spekulationsobjekt.

Aber Ihr Kommentar ist so ganz typisch für viele Leute, die absolut keine Ahnung von Volkswirtschaft haben und überall ihren Senf dazu geben.


Antworten Antworten Iason
24.05.2010 10:04
0

Re: Re: Einen weichen Euro und ein hartes Leben

Gut, dass es Leute gibt, die "Super- Volkswirtschaftler" sind. Anscheinend haben die nichts zu sagen. Oder warum wohl sitzen wir in der Sch***?
Wo waren all die weisen Volkswirtschaftler in den letzten 15 Jahren?

Okay, ich habe keine Ahnung von Volkswirtschaft, keine Ahnung von Gold, etc..

Wichtig ist nur, dass man dann auch richtig positioniert ist. Sind sie das?

Antworten Fritz
22.05.2010 17:59
3

Re: Einen weichen Euro und ein hartes Leben

Was hat denn Ihre Aussage für einen Wert? Gar keinen!
Auch der jetztt von den EU-Gegenern so hochgepriesene Franken hat gegenüber dem Goldpreis verloren.
2006 lag er bei 500 Franken, stieg dann bis Jahresende 2009 auf 1200 Franken, wo er heute noch liegt.
Überzeugen Sie sich selbst, bevor Sie einen Unsinn schreiben:
http://www.stocks.ch/rohstoffe/goldpreis@CHF

Es ist unverantwortlich mit welchen Scheinargumenten hier Panik gemacht wird. Der nächste User wird wahrscheinlich eine Rewlation zwischen dem EURO und der Schneehöhe im vergangenen Winter herstellen!

Antworten Antworten Iason
24.05.2010 10:11
0

Re: Re: Einen weichen Euro und ein hartes Leben

Wovon ich geschrieben habe, das sind Fakten!

Der CHF ist genauso ein Fiat-Money wie der Euro oder der Dollar. Natürlich hat dieser genauso gegenüber Gold verloren.

Außerdem bin ich KEIN EU-Gegner!
Aber der Euro ist weich, das ist nicht abzustreiten. Alle Fiat-Money Systeme dieser Welt werden früher oder später kollabieren. Jetzt gibt es bereits Anzeichen, dass es nicht mehr SO lange dauern dürfte.

Wer hier der Realist ist, wird sich weisen - vielleicht in 5 bis 10 Jahren, vielleicht schon viel früher?

Antworten Antworten LePenseur
22.05.2010 18:40
0

Auch der jetzt von den EU-Gegenern so hochgepriesene Franken hat gegenüber dem Goldpreis verloren.

Stimmt schon. Aber er hat deutlich weniger verloren, als der Euro. Und das macht einen entscheidenden Unterschied.

Antworten Antworten Antworten Fritz
23.05.2010 10:26
0

Re: Auch der jetzt von den EU-Gegenern so hochgepriesene Franken hat gegenüber dem Goldpreis verloren.

Wenn der Bürgermeister von Djibuti nach dem Frühstück rülpst, tangiert mich das mehr!

Antworten Antworten Antworten Gast: Kress
23.05.2010 10:11
2

Re: Auch der jetzt von den EU-Gegenern so hochgepriesene Franken hat gegenüber dem Goldpreis verloren.

Und was bedeutet das?

Es bedeutet, dass die Schweiz das Problem einer überbewertenen Währung hat, was nur kurzfristig kein Problem ist.
Auf längere Sicht wird die Schweiz alles tun, um daas zu verhindern.
Warum? Weil, wie jeder studierte Volkswirt weiß, das auch viele Nachteile hat.

 
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