Causa "Goldprofessionell": Beide Geschäftsführer in Haft

2.700 Kleinanleger von "Goldprofessionell" zittern um ihr Geld. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt.

THEMENBILD: 'GOLD'
Schließen
THEMENBILD: 'GOLD'
APA/ROBERT JAEGER

Im Skandal um die Salzburger Anlagefirma Goldprofessionell und ihre gleichnamige Schweizer Mutterfirma sind nun beide frühere Geschäftsführer der Österreich-Gesellschaft in Haft. Wie der "Kurier" am Wochenende berichtete, wurde nun der zweite Geschäftsführer, der Österreicher Mathias L., in Deutschland festgenommen. Der ehemalige Manager soll nach Österreich ausgeliefert werden. Hier sitzt bereits sein früherer Geschäftsführer-Partner Torsten K. in Haft. Die Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe, so die Medien.

In der Affäre ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. Für 2700 Kleinanleger in Österreich, Deutschland, der Schweiz und mehreren Balkanländern dürften ihre Investments in Gold- und Silber mit einem finanziellen Desaster enden ("Die Presse" berichtete). Insgesamt sollen die Sparer der Firma "Goldprofessionell Austria", eine Tochter der Schweizer Goldprofessionell, laut Medienberichten mindestens zehn Millionen Euro bezahlt haben.

Nur Gold im Wert von 100.000 Euro sichergestellt

Dabei wurden insbesondere kleine Sparer angesprochen: Mit 30 Euro pro Monat konnte man dabei sein. Das Geld dürfte allerdings nicht in den Kauf von Edelmetallen investiert worden sein. Laut Angaben der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, die die Ermittlungen leitet, konnten Edelmetalle lediglich im Gegenwert von 100.000 Euro sichergestellt werden, berichtet der "Kurier".

Die Schweizer Aufsicht hatte die Zürcher Gesellschaft bereits im Juni 2016 in den Konkurs geschickt. Die Salzburger Firma wurde laut FirmenCompass per 1. April "Mangels einer wesentlichen Voraussetzung" von Amts wegen gelöscht. Nach der Konkurseröffnung und einer Strafanzeige wegen Betrugs bestreiten die "Goldgräber" alle Vorwürfe.

>>> Bericht auf "Kurier.at"

(APA)

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.