Kriegsangst und schlechte Arbeitsdaten - langsam wird's freaky

Welche Volldeppen programmieren eigentlich die Rechner an der Wallstreet?

Wie ich hier zuletzt beschrieben habe, schaue ich in diesen allzu spannenden Tagen besonders besorgt drein, wenn der Goldpreis plötzlich in die Höhe springt. Denn jeder dieser Hüpfer könnte ein Hinweis auf einen ausbrechenden Krieg im Nahen Osten sein. Sie können sich also vorstellen, dass ich ein wenig geschockt war, als ich das folgende gesehen habe:

 

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Guckst du rechts.

 

Keine Sorge! Von Krieg ist (heute) nicht die Rede. Aber aus den USA kamen neue Arbeitslosenzahlen. Und die waren schlechter als erwartet. Und wenn heutzutage eine Zahl "schlechter als erwartet" ausfällt, dann heißt das: Alarm! Und wenn es auch noch die "Wichtigste Benchmark Aller Zeiten" ist (also US-Arbeitslosenzahlen), dann heißt das: ALARMSTUFE ROT.

 

Und jetzt wird's freaky

Die Federal Reserve hat nämlich den möglicherweise langsam näher kommenden langsamen, schrittweisen, extrem vorsichtigen, LANGSAMEN Rückzug aus der expansivsten Geldpolitik aller Zeiten von genau dieser Zahl abhängig gemacht: der US-Arbeitslosenquote.

Und deswegen sind wir wieder zurück im Bad-News-Is-Good-News-Modus - und da stellt sich mir die Frage: Welche Volldeppen programmieren eigentlich die Tradingrechner an der Wallstreet, wenn diese auch im Fall von KRIEG allen Ernstes weiterhin daran glauben, dass die Fed mit dem Gelddrucken aufhört; im Fall von Schlechter-als-erwarteten-Arbeitslosenzahlen aber vor Freude im Kreis hüpfen - und der Dow (anders als im Kriegsszenario) MIT Gold klettert, weil die Fed jetzt weiterdrucken MUSS!?!

(Ganz abgesehen von der Tatsache, dass durch Inflation kurzfristig beschaffte Jobs irgendwann als Teuerung zurückkehren und mehr Probleme schaffen.)

 

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Seriously?

 

Wir fassen zusammen: #taperoff #suuuuuurpriiiiiise

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Schlechte Arbeitsdaten Goldpreis springt
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Schlechte Arbeitsdaten Goldpreis springt – NJ
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