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Shoppingcenter-Chef: "Nur kaufen kann man online auch"

10.10.2012 | 09:02 |  Von Herbert Asamer (DiePresse.com)

Markus Pichler, Österreich-Manager von Unibail-Rodamco sieht auf den stationären Handel gravierende Veränderungen durch Online-Shopping zukommen. In der SCS und im Donauzentrum möchte er mit trendigen Marken wie Hollister punkten.

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Die Presse: Wie hat sich das Donau Zentrum, das vor zwei Jahren um 28.000 Quadratmeter erweitert wurde, seit damals entwickelt?

Markus Pichler: Wir haben ein Kundenwachstum, einen Zuwachs bei Umsatz absolut und pro Quadratmeter. Aber wir sind noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt. Für mich sind auch die qualitativen Signale sehr wichtig. Es gab vor Jahren viele Konsumenten, die gesagt haben, Donauzentrum, nie im Leben gehe ich dort hin. Heute sagen mir viele Bekannte, ich muss wegen der Kinder ins Donauzentrum. Da sind ikonische Marken wie ein Hollister natürlich ein Zugpferd. Damit können wir neue Kundengruppen ansprechen und dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Und damit wird eine Spirale ausgelöst, da dieser Erfolg wieder neue Händler und Marken anzieht.

Wie fängt man einen so großen Fisch wie Hollister für das Donau Zentrum und die SCS?

Als Teil eines internationalen Konzerns können wir durch unsere großen Zentren für Marken ein Plattformfunktion übernehmen. Dadurch kommen wir natürlich mit vielen Marken sehr frühzeitig ins Gespräch. Hollister ist ein ganz konkretes Beispiel: Bei der Eröffnung des Hollister-Shops in der SCS hatte das Zentrum einen Kundenzuwachs von 41 Prozent zum Vergleichstag des Vorjahres. Da Hollister vorerst nicht vorhat, in Wien weitere Stores aufzusperren, decken wir 100 Prozent des Portfolios ab.

Momentan sorgt der Bekleidungshandel immer für die Knalleffekte. Würde nicht Primark, der eine breite Kundenschicht anspricht, gut in ihre beiden Zentren passen?

Ja, warum nicht. Aber Primark hat die Entscheidung getroffen ins G3 zu gehen. Das muss man zur Kenntnis nehmen.

Andere Anbieter wie H&M, P&C und C&A sind auch in ihren Zentren vertreten und eröffnen jetzt Filialen im G3.

Schauen wir mal. Um jetzt konkret zu werden, G3 bereitet mir jetzt keine schlaflosen Nächte. Aber eines ist klar, der Kuchen in Wien wird nicht größer. Man muss sich anschauen, wie sich das entwickelt.

"Österreicher haben ein schlampiges Verhältnis zur Krise"

Wie stehen Sie zu der oftmals geforderten Sonntagsöffnung?

Bei der Sonntagsöffnung möchte ich differenzieren. In Österreich gibt es keine Sonntagsruhe. Wenn Sie im Winter in Tirol, in Salzburg oder in den Tourismusorten Schifahren gehen, dann gibt es aufgrund der Verordnung der jeweiligen Landeshauptleute eine Sonntagsöffnung. Und ich frage, warum geht das in Wien und in Niederösterreich nicht. Diese föderale zersplitterte Lösung ist für mich nicht nachvollziehbar.

Fühlen Sie sich ungerecht behandelt?

Nein. Wenn es generell eine Sonntagsruhe gebe, dann bin ich natürlich einverstanden. Aber genau das haben wir nicht.

Wenn der Wiener Bürgermeister jetzt die Wiener Innenstadt zur Tourismuszone erklärte, wäre das für Sie nicht verständlich?

Ich sehe es mehrschichtig. Wir müssen uns mit dem Thema beschäftigen, denn hier werden föderale Blüten getrieben. Zudem glaube ich, die Sonntagsöffnung würde zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich beitragen. Zu unserem Einzugsbereich gehört auch die Slowakei, dort sind die Geschäfte sieben Tage die Woche offen.
Meine grundlegende Position ist: Probieren wir es doch einmal aus. Machen wir einen Test, so wie in Deutschland mit sechs bis acht Sonntagen im Jahr. Sollte die Einführung nach zwei Jahren nichts bringe, dann ist das Thema gegessen. Wenn jemand mit den vier Sonntagen von der Fußball-EM 2008 kommt, so glaube ich nicht, dass diese repräsentativ waren. Eine neue Regelung geht auch nur in einem sozialpartnerschaftlichen Konsens. Die letzten Aussagen der neuen Handelsvorsitzenden der Bundeswirtschaftskammer, Frau Lorentschitsch, bestärken mich jetzt jedoch nicht unbedingt, dass die Wirtschaftskammer das Thema aktiv aufgreifen möchte.

Ist der Handel durch die Wirtschaftskrise in Unordnung geraten?

Grundsätzlich glaube ich, dass es dem österreichischen Handel noch gut geht im Vergleich zum internationalen Handel. Auch wenn der Einzelhandel real im Juli bei minus 1,7 Prozent stand. Wir müssen uns darauf einstellen, dass es die jährlichen Wachstumssprünge von bis zu vier Prozent, die wir in der Vergangenheit hatten, für ein paar Jahre nicht geben wird. Das hängt von der Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Situation ab, wo es derzeit nicht einfach ist, eine Planung oder eine Prognose abzugeben. Die Pessimisten sagen, in zwölf Monaten gibt es den Euro nicht mehr. Die Optimisten sprechen von einem 1,5-prozentigen Wirtschaftswachstum im Jahr 2013. Da sind schon Welten dazwischen. Wir haben noch wirklich kein Gefühl, wie sich das auf den Arbeitsmarkt auswirkt.

Ist die Krise im österreichischen Handel gar noch nicht angekommen?

Die Krise ist bei uns noch nicht in dem Maße angekommen wie in anderen Ländern wie Spanien und Frankreich, wo wir auch als Konzern tätig sind. Ich glaube nicht, dass wir uns mittel- oder langfristig diesem Trend entziehen können, obwohl die Österreicher ein schlampiges Verhältnis zur Krise haben. Das hat uns in der Vergangenheit oft geholfen. Wir ignorieren sie weg, das ist auch hin und wieder keine schlechte Strategie. Weiters haben gute Lohnabschlüsse, wie 2009 und 2010 geholfen, den privaten Konsum zu stärken. Alles was bei den niedrigen Einkommensniveaus durch Lohnerhöhungen netto mehr überbleibt, fließt direkt in den Konsum. Ich glaube, dass es hier eine Korrelation, quasi eine Stützungsfunktion gibt.

Die Fünf-Prozent-Forderung der Metallergewerkschaft finden Sie gut?

Ich spreche nicht über bestimmte Branchen, das sollen sich die Arbeitgeber und Gewerkschafter ausmachen. Aber generell glaube ich, dass Lohnerhöhungen zum Großteil direkt in den Konsum gehen. Auch die Sparquote geht zurück. Das sind alles Punkte, die dem Handel helfen. Die Frage ist nur, ist das gesamte Potential irgendwann ausgereizt und fallen wir dann in ein Loch? Das heißt, muss sich der Handel mit gleichbleibenden oder leicht fallenden Umsätzen in bestimmten Branchen einfach anfreunden.

In der nächsten Zeit könnten Flächen knapper werden. Das G3 soll auf absehbare Zeit das letzte große EKZ sein. Wie kommen dann neue Marken in den Markt?

Ich möchte das Onlineshopping ins Spiel bringen. Online wird sich auf den Flächenbedarf auswirken, speziell in manchen Branchen dürfen wir eine signifikante Verschiebung zu Online erwarten.

Wie wird sich das auf den Flächenbedarf von Handelsketten auswirken? Welche Branchen sind da am meisten betroffen?

Ich glaube, es wird alle Branchen mit Ausnahme der Gastronomie betreffen. Wie schnell sich die Situation verändern wird, hängt davon ab, wie stark Online gepusht und beworben wird. Wenn Sie zu H&M gehen, sehen Sie auf jedem Sackerl und im Schaufenster die Online-Werbung. Mediamarkt und Saturn haben in den letzten zwölf Monaten im Fernsehen fast ausschließlich nur die Online-Plattform beworben. Deshalb wird es hier zu signifikanten Verschiebungen kommen. Als Zentrumsbetreiber fürchten wir uns aber nicht davor. Wir haben uns strategisch gut darauf vorbereitet und glauben, dass das Interesse und die Notwendigkeit für große Marken gerade an den Top-Standorten weiter stark präsent zu sein, wichtiger wird.

Warum?

Die Stores in den Flagship-Standorten sind nicht nur Einzelhandelgeschäfte, sondern auch Marken-Statements. Die Frage wird mehr sein, ob sich das Filialnetz in den B- und C-Lagen ausdünnt. Es ist fraglich, ob dort investiert wird, wenn 20 bis 30 Prozent des Branchenumsatzes in den Online-Kanal wandert. Das muss ja Auswirkungen haben. Unibail-Rodamco ist mit dem strategischen Fokus des Konzerns auf große Einkaufszentren gut vorbereitet. Ich glaube nicht, dass es in den nächsten Jahren zu einem Flächenmangel kommen wird. Die B-und C-Lagen geben schon heute ein trauriges Bild ab und das wird sich noch verstärken. Das ist städteplanerisch natürlich nicht gewollt, es wird sich aber nicht vermeiden lassen.
Zudem werden Marken in den nächsten Jahren nicht die gleiche Expansions- und Penetrationsstrategie haben wie vor zehn Jahren. Ich halte einen Zehn-Prozent-Anteil von Online am gesamten Einzelhandelsumsatz in den nächsten Jahren noch für ziemlich konservativ.

"Arbeitszeitzuschläge stammen aus einer Zeit, wo die Gesellschaft noch eine andere war"

Shopping wird seinen Erlebnischarakter behalten. Könnte das der Performance größerer Unternehmen mehr zugute kommen?

Mit dieser Aussage bin ich zu 100 Prozent einverstanden. Wir wollen, dass Shopping in einem Einkaufszentrum ein Erlebnis wird. Entweder als Retailexperience, die ich online nicht habe; ich kann ein Hollister-T-Shirt auch online bestellen, aber dann fehlt das Erlebnis des Stores. Und weiters kommen Angebote der Gastronomie und der Unterhaltung hinzu. Shopping in einem Einkaufszentrum muss zum Erlebnis werden, denn „nur" kaufen kann man online auch.

Der Fall Schlecker hat eine starke Medienpräsenz gehabt. Was halten Sie vom Konzept „Dayli" des Investors und könnten Sie sich ein solches Geschäft in einem ihrer Zentren vorstellen?

Nein, ich kann mir das nicht vorstellen. Denn viele der Serviceleistungen, die zusätzlich zum normalen Produktsortiment anscheinend angeboten werden sollen, werden in den Zentren bereits abgedeckt. Daher ist es keine Nische, die wir besetzen müssen.
Ich kann mir jedoch vorstellen, dass in manchen Regionen, vor allem in kleineren Orten, „Dayli" kein unpassendes Konzept ist. Aber 900 Standorte in Österreich, das sehe ich etwas vorsichtig, um es so auszudrücken. Ich kenne das Konzept nicht genau und will mir nicht anmaßen, über die Pläne des Investors zu urteilen. Man muss prinzipiell froh sein, dass sich jemand engagiert und Arbeitsplätze gesichert werden. Prinzipiell hat das schon einen gewissen Charme, man muss es halt konsequent durchdenken, wo das überall funktionieren kann. In Wien wird es etwas schwieriger, aber wenn ich es richtig im Kopf habe, ist das auch nicht unbedingt einer der Schwerpunkte von Schlecker. Aber in ländlichen Regionen, warum nicht.

Ein Teil der Mariahilfer Straße von der Andreasgasse bis zur Kirchengasse soll zur Fußgängerzone werden. Wie sehen Sie den Vorschlag?

Prinzipiell ist die Mariahilfer Straße einer unserer großen Mitbewerber. Ob die Straße dadurch gewinnen kann, da weiß ich noch zuwenig über das Konzept und Funktionsweise. Wir wissen sehr wohl von unseren Besuchern, dass hier im Donauzentrum 3000 Parkplätze und in der SCS 9000 Parkplätze ein ganz wichtiges Asset sind. Die Mariahilfer Straße ist in Wellen zu sehen, da gibt es wieder einen gewissen Modernisierungsschub, der notwendig ist. Vielleicht ist die Änderung zur Fußgängerzone eine gute Gelegenheit.

Schafft man der Teilung der Straße nicht neue Wertigkeiten innerhalb einer Einkaufszone?

Das sind jetzt politische Entscheidungen. Fußgängerzonen haben schon einen Charme. Allerdings muss das Konzept so ausgestaltet sein, dass die Kunden auch dorthin kommen können. Es besteht die Befürchtung, dass dann rund um die Mariahilfer Straße ein Verkehrschaos ausgelöst wird, denn die Straße ist eine der Durchzugsadern zwischen Gürtel und Zweier-Linie. Da könnte dann der Schuss vielleicht nach hinten losgehen. Für Menschen, die in der schönen Jahreszeit flanieren wollen, hat eine Fußgängerzone natürlich Vorteile. Für größere Einkäufe, die sich in der U-Bahn schwer transportieren lassen, ist es sicherlich nicht vorteilhaft. Daher tun sich in Fußgängerzonen Großkonzepte etwas schwerer.

Herr Lugner mobilisiert gegen das Rauchergesetz. Wie sehen Sie als direkt betroffener Zentrumsbetreiber diese Regelung?

Es gibt hier eine Unschärfe im Gesetz, die niemand so wollte, die aber geklärt und ausgeräumt werden muss. Unsere Gastronomen haben bis jetzt das Gesetz so interpretiert, dass sie einen abgetrennten Raucherbereich haben müssen. Und was alle auch umgesetzt haben, soll jetzt nicht mehr reichen. Man hat sich über den Spezialfall Einkaufszentren keine Gedanken gemacht. Deshalb ist es notwendig, das zu klären.

Wie sollte eine Lösung ausschauen?

Es geht grundsätzlich um den Nichtraucherschutz, was ja auch ein legitimes Ziel ist. Ich meine, Lösungen über durch Glas/Schiebetüren komplett abgetrennte Raucherbereiche mit eigener Abluft erfüllen das Gesetz. Das neueste Erkenntnis, dass die Umsetzung für alle Lokale, die direkt an eine Mall angrenzen, nicht ausreichend ist, war nicht im Sinne des Erfinders. Ich glaube, dass man hier übers Ziel schießt. Es gibt hier eine Unschärfe im Gesetz und die muss geklärt werden.

Was würden Sie sich von der Politik wünschen?

(Denkt lange nach) Als Unternehmen würde ich mir wünschen, die Verwaltungs- und Bürokratiestrukturen zu durchleuchten und auszudünnen. Unser Unternehmen investiert sehr viel Geld in Österreich. Wir sind stolz darauf und tun es gerne, aber die Bürokratie - bei aller Berechtigung, dass man Verwaltungs- und Genehmigungsprozesse braucht- macht es einem nicht immer leicht, das zu sagen. Es wäre gut, die bürokratischen Spielformen für Unternehmen, die investieren wollen, abzubauen.

Was würden Sie sich für den Einzelhandel wünschen?

Wir haben immer noch - keiner will den Arbeitnehmern etwas wegnehmen- Regelungen bei den Arbeitszeitzuschlägen, die aus einer Zeit kommen, wo einfach die Gesellschaft noch eine andere war, speziell die Zuschläge für Abendöffnungen. Ich halte diese 18- oder 19-Uhr-Regelung einfach für überholt. Das stammt noch aus einer Zeit, wo Geschäfte generell um 18 Uhr geschlossen haben. Da herrschte die Mentalität, die Zeit danach muss noch extra abgegolten werden. Inzwischen sind Öffnungszeiten bis 20 oder 21 Uhr üblich, ich sage auch nicht jeden Tag, aber einmal oder zweimal die Woche. Das sollte in einer Dienstleistungsgesellschaft, und Handel ist zu einem Gutteil Dienstleistung, Normalzustand sein und nicht über Zuschlagsregelungen pönalisiert werden. Man drängt damit die Leute zum Onlineshopping. Und das ist für die Arbeitsmarktsituation nicht vorteilhaft. Das wäre schon ein konkreter Wunsch. Generell sollten die Arbeitszeiten während der gesetzlich zulässigen Öffnungszeit als Normalarbeitsstunden gelten, natürlich im normalen Ausmaß, und nicht verteuert und pönalisiert werden.

Markus Pichler
Der 44-jährige Pichler steht seit Oktober 2008 an der Spitze des Immobilienunternehmens Unibail-Rodamco in Wien. In seiner Funktion als Managing Director Österreich verantwortet er die beiden größten heimischen Einkaufszentren, die Shopping City Süd in Vösendorf und das Donau Zentrum in Wien. Der gebürtige Kremser hat an der WU das Studium der Handelswissenschaften abgeschlossen.

Hollister
Hollister Co. ist ein US-Modeunternehmen, das zum Unternehmen Abercrombie & Fitch gehört. Die Marke wurde nach dem Ort Hollister in Kalifornien benannt. Hollister bietet Mode im Surf-Stil an. Die Modemarke betreibt zurzeit mehr als 500 Boutiquen weltweit. In Österreich ist das Label derzeit an vier Standorten in Salzburg, Graz, Wien und Vösendorf vertreten.

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7 Kommentare
2 1

was

ist bitte Hollister?

Hört sich nach belgischen Bier an... ;)

Re: was

Artikel gelesen?

Re: Re: was

Ja, aber die Auflösung kommt erst ganz unten und wenn’s extra eine Erklärung braucht dann ist diese Marke hierzulande nicht bekannt und Punkt.

wenn ich mir anschaue wie desaströs trendige shops wie der riesen modeshop

,dessen name mir jetzt nicht einfällt(obwohl er der grösste shop) ist dastehen, ist die scs sowieso zum scheitern verurteilt.

was die mit scs und multiplex aufführen ist eine frechheit.
die werden durch unibail zu tode reformiert.

nur fetzengeschäfte und essen.
der ganze gute branchenmix der vergangenen jahre ist dahin. die scs ist tot.


Gast: braver Bürger
10.10.2012 11:44
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Arbeitszeitzuschläge

Wenn man so verdient wie ein Manager, dann kann man natürlich auf Arbeitszeitzuschläge ohne weiteres verzichten. Ein Handelsangestellter tut das aber nicht.

Schön geworden, die SCS Renovierung

Gehöre auch zu jenen, die früher im DZ "nichtmal tot über den Zaun hängen" wollten. Auch das hat sich geändert.

Aber ganz allgemein, es fehlen die "Exoten" in den EKZ, früher gabs mal einen originellen Asiashop im DZ, irgendwas außerhalb der großen Bekleidungketten (die werden schnell langweilig)

Bzgl. Parkplätze: recht hat er,
wenn ich wo einkaufen soll, dann erwarte ich einen kostenlosen Parkplatz - ohne wenn und aber. Darum sterben die Einkaufstraßen und Stadtkerne österreichweit. Zu Tode beruhigt - und geschäftsleer.
In Wien funktionieren nur Kärntnerstraße/Graben aufgrund der Touristen und die Mariahilferstr (Noch, denn das Grüninnenchaos wird sie massiv schädigen).

Alles andere (Favoriten, Simmering, Meidling etc) ist tot, bzw. mit Wettbüros, 1 EUR Shops verseucht.

Gast: Johan Meltini
10.10.2012 08:37
4 1

Onlineshopping

Zuschläge bei bestimmten Arbeitszeiten drängen die Kunden zum Onlineshopping. Eine eigenartige Vorstellung.
Die Konsumtempel sind wohl ebenso etwas, das aus vergangenen Zeiten stammt. Dass die Couch im Wohnzimmer ein Konkurrent zum kitschigen Konsumtempel ist, liegt wohl auf der Hand.
Zudem wurde das Fachwissen der Verkaufsmitarbeiter über die Jahre sukzessiv herunter gewirtschaftet. Anstelle einer qualifizierten und sachlichen Beratung ist doch in weiten Teilen ein billiges 'verkaufen-wollen' getreten. Und nicht, weil die Verkaufsmitarbeiter so schlecht wären, sondern weil von oben aus den Warenentwicklungen ausgeschlossen. Das ist natürlich etwas, mit dem man in Zeiten der Informationsmöglichkeiten im Internet ganz schlecht fährt. In den Modeketten zu fragen, ob es Hemden aus Batist gibt, bleibt zu 99% ohne Antwort.

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