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Schwundgeld: Wenn "BürgerBlüten" den Euro ersetzen

16.11.2010 | 14:32 |  Von Peter Huber (DiePresse.com)

Weltweit leidet das Vertrauen in die Papierwährungen, gleichzeitig boomen Alternativwährungen. Können sie Dollar und Euro ersetzen?

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Das Vertrauen in die Papierwährungen leidet weltweit. "Die Währungen befinden sich alle auf der Intensivstation. Die Finanzkrise mit dem Schuldenaufbau hat diesen Vertrauensverlust in Papiergeld noch beschleunigt", urteilt etwa Credit Suisse-CIO Stefan Keitel. Immer mehr Anleger halten daher Ausschau nach Vermögenswerten wie Gold, Silber, Platin und Palladium. Der deutsche Währungsexperte Thorsten Polleit prophezeite im "Die Presse"-Interview gar das Ende des ungedeckten Papiergeldsystems und eine Rückkehr zum Goldstandard.

Abseits zahlreicher mehr oder weniger glaubwürdiger Gold-Apologeten werden aber auch wieder Ökonomen lauter, die sich für den Gebrauch von "Komplementärwährungen" - griffiger auch Schwundgeld genannt - aussprechen. Der folgende Überblick soll zeigen, ob dieses ein brauchbares Modell für heutige Finanzkrisen sein kann.

"BürgerBlüten", "KannWas" und "Sterntaler"

In immer mehr Regionen in Deutschland zahlen Bürger nicht mehr mit Euro, sondern mit alternativen Währungen, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet. Die bekannteste dieser sogenannten Regionalwährungen ist der "Chiemgauer", aber auch "BürgerBlüten", "KannWas" und "Sterntaler" sind im Umlauf. Das besondere daran: "Während der Euro Währungen in großem Maßstab zu vereinen versucht, konzentriert sich das Lokalgeld auf die Identifikation der Teilnehmer mit ihrer Region und ihrer Währung", zitiert die Zeitung Franziska Ziegler, die eine Diplomarbeit über Regionalwährungen geschrieben hat.

Doch was zeichnet dieses Regional- oder Schwundgeld aus? Ein entscheidender Punkt ist jener, dass Sparen bestraft wird. Ein Negativzins soll dafür sorgen, dass ein hoher Umlauf des Geldes gesichert wird (daher auch die Bezeichnung "Schwundgeld"). Zurückzuführen ist diese Idee auf den Finanztheoretiker Silvio Gesell (1862-1930).
Gesell strebte einen "verantwortungsvollen Kapitalismus" an, der über ein ohne Zinsen auskommendes Geldsystem funktionieren sollte. Durch den ständigen Weitergabedruck würden Waren gekauft, Rechnungen beglichen oder ohne Zinsforderungen verliehen. "So wirke Geld als Diener des Menschen und nicht als dessen Herrscher", schreibt die "FAZ".

"Das Experiment von Wörgl"

Gesells Theorie war schon einmal sehr gefragt. In der Zeit der Depression nach 1929 experimentierten Lokalpolitiker in Europa und den USA mit eigenen Währungen. Am erfolgreichsten war damals ein Österreicher. Michael Unterguggenberger (www.unterguggenberger.org), Bürgermeister von Wörgl gab im Juli 1932 "Arbeitswertscheine" aus. Damit wurden die Arbeitslosen der Stadt für das Ausführen öffentlicher Arbeiten bezahlt. Das Schwundgeld verlor pro Monat einen Prozent an Wert. Die Folge: Die Arbeitslosigkeit fiel binnen eines Jahres um 25 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg die Arbeitslosigkeit im restlichen Österreich um 20 Prozent.

Wolfgang Broer (Autor des Buches "Schwundgeld. Michael Unterguggenberger und das Wörgler Währungsexperiment 1932/33") schrieb über "Das Experiment von Wörgl": "Das träge Geld, das im übrigen Österreich buchstäblich in Strohsäcken und im Sparstrumpf faul herumlungert, kommt in Wörgl plötzlich auf die Beine". Als Folge blühte die lokale Wirtschaft auf. Gemeinden wie St. Pölten, Liezen, und Lilienfeld zogen nach. An die 200 weiteren Kommunen wollten das Währungsexperiment ebenfalls realisieren. Laut Broer zog Regierungschef Engelbert Dollfuß die Notbremse: Das Wörgler Experiment wurde vom Verwaltungsgerichtshof verboten.

Dichter und Politiker waren begeistert

Der damalige französischen Ministerpräsidenten Edouard Daladier war so beeindruckt, dass er 1934 sogar persönlich nach Wörgl kam. Auch der US-Dichter Ezra Pound war fasziniert. Er widmete dem Wörgler Experiment zwei Gesänge seiner weltberühmten "Pisaner Cantos" (siehe auch den Spectrum-Artikel "Uns bleibt immer Wörgl!" von Gerhard Drekonja-Kornat). Das Experiment Wörgl schlug Wellen bis in die USA. 22 Städte machten es 1933 dem Wörgler Beispiel Broer zufolge nach. Im US-Kongress wurde sogar ein Gesetzesantrag eingebracht, in dem die Einführung von Schwundgeld gefordert wurde.

Zu Anhängern von Gesells Theorien gehörte später laut "heise.de" auch der heute wieder vielzitierte Ökonom John Maynard Keynes, der Gesell für bedeutsamer gehalten haben soll als Marx. 1984 griff Margrit Kennedy Gesells Ideen in dem Buch "Geld ohne Zinsen und Inflation" wieder auf. Sie schlug statt der Abwertung durch Marken computergestützte Verwaltungsverfahren vor.

Ersatzwährung, um US-Präsident zu erpressen

Wie sehr kann Schwundgeld aber auch heute noch eine Alternative zu den Leitwährungen sein? Der Autor John S. Cooper lässt in seinem Verschwörungsthriller "Zero" eine digitale Ersatzwährung auferstehen, die den Dollar ersetzen soll. Sie soll eine Alternative zu den Geschäften des internationalen Finanzsektors darstellen. In dem Buch bemächtigen sich schließlich eine handvoll Wirtschaftsbosse der Idee, um mit der unabhängigen Währung den US-Präsidenten zu erpressen.

Für einen Thriller ist das angemessen, doch mit der Realität hat das nicht viel zu tun. Bereits der Begriff Regionalwährung zeigt auf, warum Chiemgauer & Co. Euro und Dollar in Zukunft wohl nicht ersetzen werden. Denn mit Regiogeld können nur Waren und Dienstleistungen aus der Region gekauft werden. Damit soll die lokale Wirtschaft gestärkt werden.

"Regionalwährungen sind unnötig teuer"

Tatsächlich gibt es laut Schwundgeld-Expertin Heidi Lehner vom Zürcher Money Museum durchaus eine Hochkonjunktur bei Komplementärwährungen. Gab es 1990 nur 100 Parallelwährungen, sind es heute rund 4000. "Seit der Finanzkrise nehmen wir eine erhöhte Nachfrage nach konkreten Projekten wahr. Die Menschen sind verunsichert und suchen vor allem im sozialen und kulturellen Bereich nach neuen Wegen, die nötigen finanziellen Ressourcen bereitzustellen", sagt Lehner der Schweizer "Handelszeitung" zufolge.

Gerhard Rösl von der Fachhochschule Regensburg hingegen hält Regionalwährungen für einen Werbegag der Regionen: "Wie jedes kuriose und gut vermarktete Produkt weckt das Regiogeld zunächst Interesse". Seiner Meinung nach stärkt es aber weder die örtliche Wirtschaft noch die Beschäftigung. Profiteure seien einzig und allein die Herausgeber. Sein Vorwurf: "Sie geben den Kunden Scheine, bekommen dafür Euros. Diese legen sie in einer Bank an und bekommen dafür Zinsen. Das ist nicht konsistent: Denn eigentlich wollen sie eben jenes Zinssystem bekämpfen".

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37 Kommentare
 
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Gast: Ritchy Rich
27.11.2010 00:40
0 0

ThomasKerschbaum@gmx.de

Es war schon immer so: Die Schlauen leben von den Dummen und die Dummen von der Arbeit.
Schwundgeld würde es erforderlich machen, daß wir Schlauen uns neue Möglichkeiten überlegen müssten, auf Kosten der Dummen zu leben.
Aber auch dann wäre ich zuversichtlich. Dumm bleibt Dumm und Schlau bleibt Schlau !!

Gast: Gesellianer
20.11.2010 00:32
0 0

Gold und Deflation

Was die Goldstandard-Anhänger hier, wie immer, nicht wahrnehmen, ist, dass eine durch Gold gedeckte Währung weiterhin anfällig für Deflation ist, da nicht verzinstes Geld dem Geldkreislauf entzogen wird, auch wenn es durch Gold gedeckt ist.

Und natürlich ist es nicht richtig, dass Sparen beim Freigeld bestraft würde, im Gegenteil Sparguthaben sind von der Umlaufgebühr befreit. Was bestraft wird, ist das Horten von Geld, also die dritte Option neben konsumieren und sparen.


Ein ungedecktes, per se wertloses Transfermedium durch ein anderes zu ersetzen? Typisch Hominide Lösung!

Wie wäre es statt dessen mit 100% durch reale Ressourcen wertgesicherte Transfermedien, welche sich zyklisch den Ressourcen anpassen (also mit diesen Wert gewinnen oder wertlos werden - wenn z.B. die besichernde Ressource nur bedingt haltbar ist)?

Wenn man dann noch ein System einführt, wo in wirtschaftlichen Transaktionen 1:1 (also gleichwertig) getauscht wird, ohne Reduktion des Transaktionswertes durch Dritte, die mitschneiden, hätte man direkt ein sinnvolles System!
(Ich spreche von Steuern, Tarifen, Abgaben, Zöllen und andere Abgaben, die durch Nötigung einkassiert werden und bei jeder Transaktion zwischen zwei Bürgern die Kassen Dritter füllen und den Wert der Transaktion vermindern.)

Ich bin noch in einer Welt aufgewachsen,

... in der Schuldenmachen einen negativen Anstrich hatte.
Heute ist das chic.

Re: Ich bin noch in einer Welt aufgewachsen,

Da müssten Sie über 30.000 Jahre alt sein.

Die gesamte Geschichte der Neuzeit basiert auf den Dogmen "teile und herrsche" bei den Eliten und "wachset und vermehret Euch" für deren Nutzmenschen.

So ein Wachstumsdogma und Verdrängungswettbewerb lässt sich nur durch Schulden (ökologische und ökonomische) finanzieren.

Die Staatsverschuldung und der nicht nachhaltige Raubbau an ökologischen Ressourcen ist sicher nicht erst in Ihrer Lebenszeit erfunden worden ... die Schuldenberge (ökologisch und ökonomisch) wachsen schon sehr, sehr lange (nur halt nicht so schnell, wie in den letzten Jahren, seit die physikalische Grenze des Wachstums weit überschritten ist)!

Gast: Desinfoterminator
18.11.2010 16:07
0 0

JEDER kann Geldschöpfer werden!

Geldschöpfung nach Basel II und Basel III (da sind keine windigen Währungen wie der Zimbawedollar oder US-Dollar dabei) wird ganz einfach nach dem Prinzip der doppelten Besicherung geschöpft.

Das geht ganz einfach. Jemand gibt einer Bank z. B. Gold, sein Haus u. s. w. als Pfand. Die lässt den Pfandwert schätzen - die Gutachten zahlt der, der den Kredit will - und gibt dann das Pfand an die EZB weiter, die maximal die Hälfte des Pfandwerts an die Bank in Form von Schuldscheinen, die sich Euro oder Franken nennen, auszahlt. Die Notenbank nimmt für das Service nur ganz geringe Zinsen von meist nicht einmal einem Prozent pro Jahr. Die Bank, die das Geld fast gratis von der Notenbank bekommt, schlägt dann einige hundert Prozent als sogenannte Risikoprämie auf. Die Bank muss nämlich der Notenbank das Pfand auslösen, auch wenn es zu dem Zeitpunkt Null wert sein sollte.

Beispiel: Bankkunde hinterlegt 100.000 in Gold bei Bank, die Bank reicht das Pfand an die EZB weiter, diese wiederum gibt der Bank MAXIMAL 50.000 (halben Pfandwert) in baren oder giralen (das ist egal) Euro an die Bank, die das Geld mit gigantischen "Risikoaufschlägen" von vielen hundert Prozent an den Kunden als Kredit weitergibt.

Fällt der Goldpreis um 20 % muss der BANKKUNDE Sicherheit nachschießen oder eben um 20.000 Gold verkaufen, dann hat er 30.000 Schulden und 60.000 Sicherheit.

Billiger wären Kredite, wenn jeder selbst eine Banklizenz hätte, aber da könnten die SPÖVP-Bankenbonzen nicht abzocken!

solche systeme sind langfristig erst recht katastrophal

da sparen dort ein voller verlust ist stehn die leute dumm da wenn sie eine grössere anschaffung tätigen müssen. der absolute schock würde dann bei pensionsantritt erfolgen, da können sie ohne ersparnisse dann im armenhaus leben.

Die Idee ist nicht schlecht,

aber was passiert wenn ich Geld nicht für Konsum=relativ kleine Beträge brauche, sondern um einen Hauskauf oder eine andere große Investition zu finanzieren?

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Re: Die Idee ist nicht schlecht,

Na dann sparen Sie eben diese Scheine VORHER an ;-)
Aber Vorsicht, die Scheine sind angeblich jeden Tag weniger wert!

Also müssen sie wieder in anderen werthaltigen Dingen, wie z.B. Gold, ansparen.

gleich

kaufen - später bezahlen - ist doch ganz einfach.

eine win win situation. das geld des verkäufers verliert keinen wert, weil er es in stückchen bekommt.
und sie könnens in stückchen auftreiben.

funktioniert ja mit dem normalen geld auch nicht anders

3 0

Wir haben ein SCHWUNDGELD- System!

Warum sollte ein neues Schwundgeld, das doch einfach nur temporär den Geldumlauf erhöht, weil es ununterbrochen entwertet wird, längerfristig anders fatal wirken wie das heutige auf Schulden basierende System? Das heutige Geld wird doch auch ununterbrochen entwertet. Keynes Idee war je eine Art Geldsystem, das dauernd inflationiert wird, um das Anhäufen von Geld im Sparstrumpf zu verhindern.
Finanzielle Ressourcen einfach nur so bereitzustellen nutzt gar nichts!
Man muss vorher eine Wertschöpfung erbringen und dann kann man investieren.

mises.org

Antworten Gast: Hudriwudri
17.11.2010 15:14
1 0

Re: Wir haben ein SCHWUNDGELD- System!

Ganz genau. Modernes Geld ist Freigeld im Gesellschen Sinn, genauso wie Landbesitz durch ein paar Grossgrundbesitzer seine Vorstellungen von "Freiland" recht akkurat verwirklicht hat. Das kapieren seine Juenger aber nicht, die kommen ueber die Beschwoerung von "Exponentialfunktion" und "Zinseszins" selten hinaus.

Gast: Hans im Glück
17.11.2010 11:11
0 0

BürgerBlüten gegen StaatsBlüten

Oder GemeinschaftsBlüten?

Alles keine richtigen Alternativen.

Jeder kann Geld selbst definieren!

Marktgeld ist Zentralbankgeld bei WEITEM ueberlegen.

Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek haben diesbezueglich vor einigen Jahrzehnten schon gute Ueberlegungen publiziert. Kann nur jedem die oesterreichische Schule der Nationaloekonomie ans Herz legen!

goldzähne raus !!


Gast: Gast
16.11.2010 22:31
4 0

Vertrauen ist schwindend

Das Problem, selbst die Alternativwährungen können das nicht verhindern was die jetzigen Währungen attackiert.
1. Nämlich es gibt keine Reserve zur Währung, so wie jetzt Dollar, Euro etc. zum großen Teil ungedeckt sind sind es auch die Regionalwährungen.
2. Was passiert wenn man sich etwas nicht sofort leisten kann sondern darauf sparen muss, z.b. Immobilien, Maschinen, etc., hier setzt ein Geldverlust ein der negativ sich auf Investitionen auswirkt.
3. Güter werden weit transportiert udn nciht immer Lokal gebraucht, wer garantiert sichere Wechselkurse?
4. Wer druckt das Geld? Ist ja nix anderes wie jetzt Wer die Gelddruckerei hat hat die Macht über die Region.
usw.
Alles in allen, zwar interessant zur stärkung von lokaler Wirtschaft aber nicht möglich als Ersatzwährung zu existieren.

Re: Vertrauen ist schwindend

Ich glaube, die Antwort nach Greco war: zwei Währungen bzw zwei parallel laufende Systeme:

1 "Spar-"mittel;
1 Zahlungsmittel.

Zweiteres sollte niemals zum Ansparen dienen. Problem ist eher, wer kontrolliert - auch das sollte dezentral erfolgen und kann somit erst seit dem Internetzeitalter angedacht werden.

MfG

Antworten Gast: Gast
17.11.2010 09:50
0 0

Re: Vertrauen ist schwindend

So it is!

Gast: Machbar
16.11.2010 22:30
1 1

Richtungsweisende Literatur

Wie kommt es, dass Gottfried Feder nie erwähnt wird, wenn es um Zinsloses Geld geht. Mit seinen Schriften „Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft“ und „Kampf gegen die Hochfinanz“ hat er einen bemerkenswerten Beitrag geleistet.

Gast: Georg Hitsch, KAESCH
16.11.2010 21:42
0 0

Verein KAESCH - Netzwerk für Nachbarschaftshilfe

Auch in Wien startet in Kürze ein neuer Tauschkreis. Unter dem Namen "KAESCH" soll ein alternatives Geld-System für die Regionen Kabelwerk, Alterlaa, Schöpfwerk und Untermeidling starten.

Am 24.11.2010 gehts los.

Details auf http://www.kaesch.at

Georg Hitsch
Gründungsmitglied KAESCH

0 0

Re: Verein KAESCH - Netzwerk für Nachbarschaftshilfe

Und WER garantiert, dass diese Währung (die erbrachten Zeitleistungen) einen Wertbestand hat?
Benötigen Sie eine Bankenlizenz?

Zum täglichen Einkaufen von Leistungen kann ich den Euro genausogut verwenden, denn dieser verliert ja auch nur längerfristig die Kaufkraft.
Oder spekulieren sie mit der Hyperinflation des Euro?

Antworten Antworten Gast: Georg Hitsch
17.11.2010 13:52
0 0

Re: Re: Verein KAESCH - Netzwerk für Nachbarschaftshilfe

Garantie gibt es leider keine. Das System lebt davon, daß sich die Mitglieder gegenseitig vertrauen.

Der Verein selbst muß "ausgeglichen" bilanzieren, d.h. alle "nicht konsumierten KAESCH" (Guthaben) und alle "bereits konsumierten KAESCH" (Schulden) zusammen müßen exakt 0 ergeben.

Es gibt keinen Umtausch von "echtem Geld" gegen KAESCH und umgekehrt.
Da primär nachbarschaftliche Dienstleistungen getauscht werden, sollte das Risko auch eher überschaubar.

KAESCH wird unterstützt unter anderem von Dr. Rudolf Scholten, Vorstandsmitglieder der Österreichischen Kontrollbank.

Banklizenz ist keine Notwendig.

Für den "täglichen Einkauf" ist KAESCH nicht gedacht. Eher für Nachhilfe, Kinderbetreuung, Hilfe beim Kellerräumen/Übersiedeln, Einkaufengehen, Rasenmähen, und dgl.

Georg Hitsch, KAESCH

0 0

Re: Re: Re: Verein KAESCH - Netzwerk für Nachbarschaftshilfe

Naja, Nachbarschaftshilfe ist ja grundsätzlich erlaubt, aber nicht wenn es in Kokurrenz zu irgend einem Gewerbe passiert. Dann ist man schón nahe am Pfusch.

Außerdem kann nicht jeder ohne Ausbildung oder erforderliche Kenntnisse eine Dienstleistung anbieten.

Ich könnte immer wieder einmal jemanden für Gartenarbeit oder Sonstiges gebrauchen, aber dass ich dann die gleiche Zeit als Gegenleistung investieren muss, das ginge nicht.
Ich bevorzuge es meine berufliche Tätigkeit auszuüben und das verdiente Geld dann in solche Dienstleistungen umzutauschen. Das ist für mich ein viel besseres Geschäft ;-)

Also ich wäre kein Nutzer dieses Systems.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Georg Hitsch, KAESCH
17.11.2010 23:21
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Re: Re: Re: Re: Verein KAESCH - Netzwerk für Nachbarschaftshilfe


Das Anbieten von Leistungen von geschützten Gewerben ist über unsere Plattform nicht zulässig.

Die Bewertung der Leistungen erfolgt Ebay-mässig, sodaß relativ schnell klar wird, wenn die gebackenen Kuchen nicht schmecken, oder der von dir gemähte Rasen nicht passt ....

Wenn diu lieber Geld bezahlst für eine Leistung, ist KAESCH nicht das Richtige für Dich. Bei uns kannst du ausschliesslich Leistungen mit anderen Mitgliedern tauschen.

Für Schwarzarbeit ist die Plattform nicht wirklich interessant, da es bei uns _niemals_ Geld für eine Leistung gibt (da ist es einfacher über den Bazar Leute zu finden, die bereit sind, dir für deine Leistung Geld zu bezahlen).

EUR 730,00 pro Kalenderjahr darfst du als Angestellter steuerfrei dazuverdienen (also zB mit KAESCH einnehmen).

Grundlage: EStG 41 (1) Z1)
http://www.jusline.at/41_Veranlagung_von_lohnsteuerpflichtigen_Eink%C3%BCnften_EStG.html

Bei Annäherung bzw. Erreichen dieser Umsatzgrenze wirst du von uns aufmerksam gemacht, daß die übersteigenden Beträge zu versteuern sind.

Georg Hitsch, KAESCH

Antworten Antworten Antworten Gast: Cash
17.11.2010 15:26
1 0

KAESCH


Kurzum: DIE Währung für jegliche Schwarzarbeit


genau

und das ist gut so - warum sollte der staat da noch mitschneiden und wieder ein paar beamten mäuler füttern.

 
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