Madoff-Opfer erhalten 405 Mio. Dollar Schadenersatz

25.06.2012 | 08:53 |   (DiePresse.com)

Das Schneeballsystem von Madoff verursachte einen Schaden von 65 Milliarden Dollar. Nun erhalten einige Opfer Schadenersatz.

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Einige der Opfer des US-amerikanischen Anlagebetrügers Bernard Madoff sollen 405 Millionen Dollar (323 Millionen Euro) Schadenersatz erhalten. Die Zahlungen erfolgen innerhalb der kommenden drei Jahre aufgrund einer zivilrechtlichen Einigung.

Der Generalstaatsanwalt des US-Staates New York, Eric Schneiderman, teilte am Sonntag mit, er habe eine zivilrechtliche Einigung zwischen dem Hedgefondsmanager J. Ezra Merkin und Kunden Madoffs erreicht. Merkin hatte vier Fonds mit Hunderten Anlegern geleitet und mehr als 2 Milliarden Dollar bei Madoff investiert. Die Entschädigung für die Opfer von Madoffs Schneeballsystem durch Merkin soll innerhalb der kommenden drei Jahre ausgezahlt werden. Der Staat New York soll 5 Millionen Dollar erhalten, um die Abfindung umzusetzen.

Auswirkung auf andere Anleger unklar

Ein Sprecher von Generalstaatsanwalt Schneiderman erklärte, er könne nicht abschätzen, welche Auswirkungen die Einigung auf andere Anleger haben würde, die durch Madoffs Betrügereien ebenfalls Geld verloren hatten.

Der Schaden durch Madoffs über Jahre hinweg betriebenes Schneeballsystem beläuft sich auf geschätzte 65 Milliarden Dollar. Tausende wurden Opfer der einstigen Wall-Street-Stars. Auch in Österreich verloren Anleger Geld, so versickerten etwa die Mittel des "Primeo"-Fonds der Bank Austria bei Madoff. Zahlreiche Klagen sind anhängig. Madoff wurde 2009 zu 150 Jahren Haft verurteilt.

 

(APA)

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3 Kommentare

Hätte es in dem Fall nicht wirklich einflussreiche und wohlhabende Anleger getroffen...

...würde hier immer noch recherchiert und gesucht.

Es sind halt alle gleich. Vor allem beim Geld.

Gast: sozial-spekulanten
25.06.2012 19:55
0

im nadelstreif, mit roter nelke im knopfloch

Die Bank Austria Worldwide Fund Management Ltd. (BAWFM) hat bei Geschäften mit dem US-Milliardenbetrüger Bernard Madoff angeblich Warnungen der Bank-Austria-Innenrevision ignoriert. Dies geht aus einem bankinternen Revisionsbericht aus dem Jahr 2001, der dem Wirtschaftsmagazin "Format" vorliegt, hervor. Die BAWFM war als Investmentberater für den von Madoff gemanagten Primeo-Fonds tätig.

Auf dem Verteiler des Revisionsberichts des Jahres 2001 sollen sich die Namen von Ex-Vorstand Franz Zwickl, damals zuständig für Konzernrevision, Friedrich Kadrnoska sowie Karl Samstag befinden. Der damalige Vorstandsvorsitzende Gerhard Randa stand ebenfalls auf dem Verteiler.

Gast: Geldbeobachter
25.06.2012 10:44
0

Merkin, Merkel, Madoff

Oder die Drei Ms... Auf demselben Ast gewachsen....

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