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Konjunktur: Die große Angst vor dem Rückfall

25.06.2012 | 18:40 |  von Jeannine Hierländer (Die Presse)

Niemand hat erwartet, dass 2012 ein gutes Jahr wird. Doch mit Aktien und Rohstoffwerten geht es rapide abwärts. Und selbst in Deutschland schrumpft die Zuversicht. Wird alles schlimmer als gedacht?

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Wien. Wann haben wir es endlich geschafft? Im April 2011 sah es kurz so aus, als sei das Ende der Wirtschaftskrise in Sichtweite: Da verkündete die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), dass ein „selbsttragender Aufschwung“ zu sehen sei, die Wirtschaft sich erholt. Davon ist nun keine Rede mehr. Überraschten Deutschland und Österreich im ersten Quartal noch mit einer guten Konjunktur, ging es im Mai plötzlich abwärts: Aktienmärkte und Ölpreis sackten ab, ebenso die Stimmung unter Analysten und Unternehmern.

Zum Beispiel der ZEW-Index: Er erfasst, wie zuversichtlich deutsche Finanzexperten bezüglich der Entwicklung der deutschen Wirtschaft sind. Im Mai fiel er um 12,6 auf 10,8 Punkte. Das war der erste Rückgang nach fünf Anstiegen in Folge. Im Juni sanken die Erwartungen so stark wie zum letzten Mal im Oktober 1998. Ähnlich verhält sich der Ifo-Geschäftsklimaindex, der die Stimmung in deutschen Unternehmen misst. Nachdem er mehrere Monate in Folge gestiegen war, brach er im Mai ein, um im Juni weiter zu sinken.

Gefährlicher Boom in China

Auch die Entwicklung des Ölpreises deutet auf eine Abkühlung der Weltwirtschaft hin: Im Vergleich zu den Höchstständen im März sanken die Preise für Rohöl zuletzt um etwa 30 Prozent. Kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent im März noch bis zu 128 Dollar (heute 102 Euro), waren es Ende der Vorwoche nur noch knapp 90 Dollar. Ein deutliches Signal für eine sinkende Nachfrage, weil ein Rückgang der Industrieproduktion erwartet wird. Auch der Goldpreis und die Aktienmärkte gaben nach. In den USA stockt der Aufschwung, die Arbeitslosigkeit ist hoch. Die Schwellenländer entpuppen sich auch nicht als jener Konjunkturmotor, auf den Europa gehofft hat: In China etwa fußt das Wachstum großteils auf einem Immobilienboom. Platzt dieser, ist das Wachstum in China und in Folge auch in Europa gefährdet.

In Ökonomenkreisen macht sich Unsicherheit darüber breit, welche Szenarien noch realistisch sind. Deuten die Ereignisse des Mai schon auf den nächsten Absturz hin? Droht der Welt ein nächstes 2009?

„Ausschließen kann man das auf keinen Fall“, sagt etwa Michael Grömling vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW). „Ich bin da äußerst vorsichtig geworden. Denn wir haben auch 2008 nicht gedacht, dass uns die Finanzkrise so tief runterziehen wird.“ Marcus Kappler vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, das den ZEW-Index erstellt, hält die aktuelle Situation hingegen nicht mit 2009 vergleichbar. „Der Kollaps von Lehman Brothers war ein Schockereignis, die Verflechtungen waren nicht klar.“ Entscheidend werde 2013 sein, und wie es mit Spanien und Italien weitergeht. „Aber wenn die großen Länder zerbrechen, dann hätte das dramatische Auswirkungen.“

Wie dramatisch, das hat die Weltbank kürzlich errechnet. Dabei ging sie davon aus, dass große Euroländer, die für ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes der Eurozone stehen, pleitegehen und keine Kredite mehr bekommen. Die Auswirkungen wären laut Weltbank dramatisch: Die Wirtschaft in der Eurozone würde um 8,5 Prozent schrumpfen, jene der Schwellenländer um vier Prozent.

Die Gefahr ist gestiegen

Ein realistisches Szenario? Bernhard Felderer, Ökonom und Chef des Staatsschuldenausschusses, kann damit nichts anfangen. „Wir können nicht ausschließen, dass die Welt untergeht. Aber es hat keinen Sinn, über so einen extremen Fall nachzudenken.“ Die Abstürze im Mai führt Felderer auf die Wahlen in Griechenland und Frankreich und die Situation der spanischen Banken zurück.

Laut EU-Kommission soll die Wirtschaft in der Eurozone heuer um 0,3 Prozent schrumpfen, jene Österreichs um 0,8 Prozent wachsen. Ob die Prognosen halten? „Die Gefahren sind natürlich gestiegen“, sagt Marcus Scheiblecker vom Wifo. Ihn hat eher das gute erste Quartal überrascht. „Dass sich die schwache Entwicklung in den restlichen Euroländern irgendwann auf die exportlastige Wirtschaft in Österreich und Deutschland auswirken wird, kam ja nicht überraschend.“

Und 2013? „Eine Rezession im Euroraum ist leider durchaus denkbar. Wenn auch nicht das wahrscheinlichste Szenario.“

Auf einen Blick

Im ersten Quartal überraschten Deutschland und Österreich noch mit einer guten Konjunktur. Doch im Mai kam es zu einem rapiden Absturz: Aktienkurse, Ölpreis sackten ab, die Erwartungen von Unternehmern und Analysten verschlechterten sich. Ökonomen halten einen Rückfall in die Rezession nächstes Jahr für möglich, wenn auch nicht für das wahrscheinlichste Szenario.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.06.2012)

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102 Kommentare
 
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Egal was noch kommt

wir sind aktuell in Europa in einer deflationären Abwärtsspirale. In einer solchen möchte ich jedenfalls keine Schulden haben, sondern Bargeld außerhalb des Bankensystems, möglichst in fremden Währungen, halten.

Die Schuldner dachten, dass ihre Schulden weginflationiert werden. Doch die Deutschen sind da (zum Glück für die Gläubiger) ganz anderer Meinung.


Re: Egal was noch kommt

Weiters argumentieren Sie sich selbst aus. Gerade in einem deflationären System macht es keinen Sinn, das Geld im Ausland anzulegen.

Re: Egal was noch kommt

Ewiges Deflationsgesülze.

Schon 2009 wurde mal davon gesprochen, nur weil der VPI 2008 kurz zurückgegangen war.

Ich hatte es damals schon mit dem Argument widerlegt, dass alleine durch die Lohnerhöhungen eine Deflation bei uns quasi unmöglich wird.

Und zur Not würde die EU einfach Geld drucken, keine Angst. Deflation kommt sicher nicht, und schon gar nicht in einer Spirale. Da müsste man schon kontinuierlich Geld wegnehmen und verbrennen.

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Re: Re: Egal was noch kommt

Wenn die Geldmenge nicht mehr steigt, dann darf man das in einem Schuldensystem bereits Deflation nennen. Das ist in Europa derzeit der Fall.

Der VPI ist eine nichtssagende manipulierte Zahl.

Gast: Reflector
26.06.2012 21:43
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Man sieht die ratlosen

Ökonomen und kommt aus dem Staunen nicht raus.

Haben die wirklich nichts kapiert oder tun sie nur so um ja nicht die Katze aus dem Sack lassen zu müssen?

Wie auch immer, die seit 2008 laufende Bereinigung geht nun sichtbar weiter, diese wurde lediglich mit frischem Geld einige Zeit lang als geheilt verkauft, wodurch sich jedoch die Fallhöhe beträchtlich erhöhte.

Am Ende wird die Wahrheit durchsickern, nämlich, dass die Guthaben, also die Forderungen Vieler wertlos sind, weil schon längst nicht mehr vorhanden weil uneinbringlich.

Und spätestens dann erleben auch wir den hässlichen dritten Akt des Finanz-, Wirtschafts- Sozialkrisen Spektakels.

Diesesmal ist es keine Show, diesesmal sind die vermeintlichen Zuseher die Begossenen auf der Bühne.

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DAX

seit Jahresbeginn ist der DAX im plus. Ich finds generell nicht schlimm. dass die Bäume nicht in den himmel wachsen, sollte jeder wissen.

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Re: DAX

Seit dem Jahr 1997, hat der DAX (ein Performanceindex in dem Dividenden inkludiert sind!) keine positive nominelle Rendite geschafft.

Berücksichtigt man die Geldentwertung der letzten 15 Jahre, ergibt das einen beträchtlichen realen Kapitalverlust.


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Re: Re: Re: DAX

Okay, es war beim DAX 1998.

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Re: Re: Re: DAX

Was gibt es da zu erklären?
Seit dem Hoch 1997 hat der DAX keine Kursgewinne mehr gemacht (inkl. der Dividenden!).

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im März sanken die Preise für Rohöl zuletzt um etwa 30 Prozent

welche man bei uns dem Kunden allerdings nicht weitergab, sondern sogar weiterhin erhöhte weshalb natürlich auch die Lebensmittelpreise ansteigen obwohl die Einkommen bestenfalls (falls man nicht im geschützten Bereich tätig ist) stagnieren !

Die Gefahr dafür das künftig die Armut weiter ansteigt ist NICHT in China sondern bei uns selbst, bzw dem Zwang dieser teuren Union, begrünbar !

Die Granden gewähren sich ja weiterhin mehrfache Gehälter und zudem Übersiedlungen von Brüssel nach Strassburg udn zurück, OHNE das dafür auch nur ein Hauch von Notwendigkeit erkennbar sein kann, und retten weiterhin Banken statt das Volk vor deren Missbrauch ..... !

Das ist ein schleichender Staatstreich

Die denkenden Menschen sind vereinzelt und sind wütend oder wundern sich. Der restlichen Bevölkerungsmehrheit war es schon immer wurscht was passiert.

Es wird garantiert keine Volksabstimmung/befragung bzgl. der Souveränitätsaufgabe geben.

An alle Demokraten: Wenn das geschehen sollte müssen wir losschlagen

Gast: Störrisch...
26.06.2012 15:41
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Kapitalismus....

...Zitat V.Pispers: "Zu viel war nicht genung!" wird am Grabstein des Kapitalismus stehen.

Und nein, ich bin bitte keine Verfechterin des in der Vergangenheit praktizierten Sozialismus, der mehr als unsozial war!

Ich habe nie verstanden (obwohl kaufm. Ausbildung) warum zum Henker "die Wirtschaft" ständig wachsen muss, wir Güter produzieren, die keiner braucht und weggeschmissen werden.

Vielleicht doch wegen der paar wenigen gierigen Hanseln (alte europ./amerik. Familien & Großkonzerne), die den Hals nicht voll genug mit Geld, Macht und Abhängigen (= Sklaven) bekommen können?

Sind wir nun soweit, dass 20% der Gesamtbevölkerung alle erforderlichen Güter produzieren können und die übrigen 80 % mit Brot und Spiele bei Laune (ohne Beschäftigung und in ärmlichen Verhältnissen) gehalten werden.

Das war doch der Master-Plan der Globalisierung (Aktienmärkte) bzw. EU (und USA), die die Zerstörung der Klein und Mittelbetriebe mit unseren Steuern forciert und umgesetzt haben!?

Nein, das ist natürlich alles kein Zufall, das ist so geplant - seit der indust. Revolution!


Re: Kapitalismus....

Das ist nicht geplant, das ist die Summe der Dummheit aller Einzelnen.

Wer sagt schon: "Wir fordern die Befriedigung der Bedürfnisse aller Menschen!"

Nein, es heisst: "Arbeit für alle!"

Arbeit ist aber nur ein Mittel zum Zweck, und wenn 20 % bereits alle Güter herstellen können, dann ist die Arbeit ungleich verteilt und es ist Zeit für eine Anpassung.

Aber nicht mal das kapiert Otto Normalbiertrinker. Und wenn er dann auch noch in der Glühlampenfabrik arbeitet, meint er auch, dass Haltbarkeit der Produkte schlecht wäre, weil man sich dann, wenn der Markt gesättigt wäre, eventuell bequemen müsste, einen neuen Arbeitsplatz zu suchen.

So trägt, wiegesagt, jeder sein Scheffelchen bei.

Antworten Antworten Gast: Störrisch...
27.06.2012 08:42
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Anstatt...

...Dummheit des Einzelnen, würde ich es Unwissenheit und Bequemlichkeit nennen.

Es ist (scheinbar) so schön bequem eine Obrigkeit zu haben, die einem sagt, was richtig und wichtig ist und die einen füttert!

Was vor "Arbeit für alle" als Propaganda serviert wurde, war "Leben im Überfluss (materielle Güter) für alle" - seit industr. Revolution = Massenproduktion - gibt (eine Illusion d.) Sicherheit, nie wieder leiden oder hungern zu müssen!

Was nicht bedacht wurde, was ist, wenn die Großkonzerne (=Geldadel) genug verdient haben/nicht mehr genug verdienen, und die Tür vom Supermarkt bleibt zu!? (da bin ich ganz beim Herrn Düringer)


Gast: Schweinchen Schlau
26.06.2012 15:01
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Ewiges Wachstum kann es nicht geben

Je mehr man die Wirtschaft künstlich fördert, womöglich mit Schulden, umso mehr wird das Wachstum einbrechen, wenn die Förderung zurückgenommen wird.
Mit Schulden zieht man das Wachstum vor, das dann, wenn die Schulden zurückgezahlt werden, die Wirtschaft umso mehr abstürzen lässt.

Aber warum muss die Wirtschaft immer weiterwachsen? Die Wirtschaft ist bereits erwachsen, sie darf nicht mehr weiterwachsen, sonst wird sie bald körperbehindert sein.
Statt einem permanent fortschreitenden Wachstum sollten wir lieber auf mehr Ausgleich zwischen den Regionen achten, damit der Weltfriede gewahrt bleibt.

Mit der Realität konfrontiert

Natürlich wird alles schlimmer als gedacht. Wer hat überhaupt an eine blühende Wirtschaft in Deutschland geglaubt, während ringsherum die Staaten in Flammen stehen?

Jetzt sind die deutschen Unternehmen in Panik:
http://www.start-trading.de/blog/2012/06/22/panikstimmung-in-deutschen-unternehmen/

Recht so!

Gast: bubble3
26.06.2012 12:52
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Blasen entstehen durch zu viel billiges Geld

Ohne Euro hätte es in Spanien nie eine Immoblase gegeben.
Zahlten sie früher mit Peseta 15-20% für einen Hauskredit, so zahlten sie plötzlich mit neuer Kunstwährung Euro nur noch 6%.
Durch billiges Geld wurde Spanien nahezu verführt.

Billiges Geld führte in ganz Europa zu gigantischen Fehlinvestitionen, die nun durch Pleiten bereinigt werden sollten.

Diese Pleiten (Schulden die im Eurobankensystem hängengeblieben sind), will man auf keinen Fall zulassen. Man schiebt das Problem vor sich her, bis die Lawine die täglich größer wird, alle erdrückt.

Da kann die EZB Geld drucken so viel sie will, die Schulden verschwinden deshalb nicht. Irgendwann muss aber irgendwer all diese Schulden bezahlen und das wird bitter für alle 500 Mill. Europäer, denn nur diese werden dafür aufkommen.

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Re: Blasen entstehen durch zu viel billiges Geld

Wenn ich ins Wasser falle, werde ich versuchen zu schwimmen - es ist der Überlebenstrieb -, auch wenn ich vielleicht weiß, dass ich im kalten Wasser nicht sehr lange schwimmen kann.

So ähnlich verhält sich die Politik und die Zentralbanken heute.


Gast: Bürger01
26.06.2012 12:21
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Politik vs Kapital

Es ist schon erstaunlich , dass die Zinsen für Staatsanleihen vorgeben , was passieren muß .
Es braucht eine Inflation des Euro und die kann es laut EZB über 2 % nicht geben .Daher müssen EU-Mitglieder mit hohen Zinsen für eigene Staatsanleihen aus dem Euro raus (oder verarmen) - das ist wiederum der finanzielle Ruin der restlichen EU. Jetzt beginnt gerade der wirtschaftliche Ruin und das spiegeln die Aktienmärkte . Die Achillesferse haben Spekulanten (oder doch Investoren) gefunden doch wie dreht man jetzt diesen Wahnsinn zurrück ?
> durch eine mittelhohe Inflation , ohne der geht nichts mehr !

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Re: Politik vs Kapital

Das möchte die Merkel aber nicht haben. Ich denke, die hat keine Ahnung was sie tut.

Gast: Steve mit Job
26.06.2012 12:11
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Dieses Szenario MUSS KOMMEN

Keine Angst, dieses Szenario muss kommen.

Wir leben jetzt in einer Übergangszeit, die seit dem Fall des Kommunismus andauert. Um diesen Übergang zu beschleunigen und zu lenken, MUSS man die Wirtschaft ein wenig drosseln. Das ist "Part of the Roadmap," auch wenn es vielen Haus und Hof kosten wird. Und auch ein paar Staaten wie Griechenland sind genau genommen "egal." Es geht um mehr.....

"Die Abstürze im Mai führt Felderer auf die Wahlen in Griechenland und Frankreich und die Situation der spanischen Banken zurück"

Lieber Hr. Felderer, das sind nur die Auslöser, nicht die Ursachen.Ursache ist eine massenhafte Fehlinvestion bzw. Verschwendung von Ressourcen aufgrund falscher Preissignale. Aufgrund ständiger Interventionen können Märkte ihre Rolle nicht mehr ausführen. Bsp. Zinsen, Löhe etc. (Frankreichs Holland: der will einen höheren Mindestlohn und geringere Arbeitslosigkeit. Ein höherer Mindestlohn steigert die Produktionskosten und erhöht so definitiv die Arbeitslosigkeit.)

Gast: Black Magic
26.06.2012 11:01
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Die Vorbereitung

Langsam beginnt die mediale Verbereitung auf das Unvermeidliche.

Wir haben keine Wirtschaftskrise.
Es gibt Güter und Dienstleistungen im Überfluss.

Vor unseren Augen windet sich die Währungskrise des verzinsten Geldsystems.

Unsere Einkommen wachsen, wenn überhaupt, linear.
Zinseszins ist eine Exponentialfunktionen.
Hätte jemand im Jahre Null einen Cent zu vier Prozent Zinsen Schulden gehabt, so wären diese heute: 19.400.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 €. (0,01 * 1,04^2013)

Wo Schulden sind, gibt es genau die gleiche Menge an Guthaben.

Wer besitzt diese ?

Hubert von Goisern hat ein bemerkenswertes Lied herausgebracht: "Brenna tats guat".
Gemeint ist (Bar)Geld.

Jedoch auch dieses wird unbemerkt von der Öffentlichkeit abgeschafft.
In Spanien, Belgien, Schweden usw. dürfen Barzahlungen nur noch bis zu einer bestimmten Summe getätigt werden. In Italien nur noch bis 1.000€.

Offiziell, um die "Kriminalität" einzudämmen.
In Wahrheit, um einen Bankrun zu verhindern.

Die den Banken gehörenden Medienkonzerne berichten im geistigen Windschatten der Fussball-EM nichts über den politischen Verrat der Unterzeichnung des ESM Vertrages, durch welche wir für alle Sculden auf dem Kontinent mithaften.

"Es gibt zwei Wege eine Nation zu versklaven und zu erobern, der eine ist das Schwert, der andere sind Schulden".

John Adams, 2. amerik. Präsident

Re: Die Vorbereitung

Ihr Beitrag hier erinnert mich zwar fatal an ein Interview mit Dirk Müller, aber Sie haben Recht. Es ist so wie Sie schreiben. Nur leider kümmert das den Großteil der Bevölkerung nicht und somit haben die Politiker leichtes Spiel. Denn die bauen auf die Unwissenheit der Bürger und fahren leider (!) gut damit.

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Alles leicht durchschaubar, wenn man es sehen will

Die Aufgabe der Politiker ist es Zeit zu gewinnen, damit sie selbst, die Banker und Superreichen ihre Schäfchen noch ins Trockene bringen können.

 
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