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Schmiergeld: 8,5 Jahre Haft für Ex-BayernLB-Vorstand

27.06.2012 | 17:39 |   (DiePresse.com)

Gerhard Gribkowsky wird vorgeworfen, beim Verkauf von Formel-1-Anteilen 44 Millionen Dollar Schmiergeld kassiert zu haben.

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München/APA. Das Münchner Landesgericht hat den früheren Vorstand der Bayerischen Landesbank (BayernLB), Gerhard Gribkowsky, am Mittwoch zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Gribkowsky habe beim Verkauf der Formel-1-Anteile der BayernLB von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone 44 Mio. US-Dollar (35,3 Mio. Euro) Schmiergeld kassiert und nicht versteuert, so das Gericht. Der frühere Spitzenbanker wurde wegen Bestechlichkeit in Tateinheit mit Untreue verurteilt. Laut der Anklageschrift hat Gribkowsky das Geld, das er von Ecclestone erhalten hat, mit einer Stiftungskonstruktion in Österreich verschleiert.

Oberstaatsanwalt Christoph Rodler verlangte für den Exbanker eine Haftstrafe von zehn Jahren. Rodlers Angaben zufolge hatte Gribkowsky im Jahr 2006 als Risikovorstand der BayernLB den Auftrag, die Anteile der Bank an der Formel 1 zu verkaufen. Dabei arbeitete er eng mit Ecclestone zusammen, der die Bank als Eigentümer unbedingt loswerden wollte. Um sicherzugehen, dass Gribkowsky den Verkauf in seinem Sinne regle, habe Ecclestone dem Banker aus Bayern einen Beratervertrag bei der Formel 1 und viel Geld versprochen – was Gribkowsky ganz recht war. „Er hatte schon lange die Absicht, die staubige Landesbank zu verlassen“, sagte der Oberstaatsanwalt, der auch eine Mitschuld bei Ecclestone sieht.

Der Formel-1-Boss bestreitet, illegal gehandelt zu haben. Ecclestone hatte bei seiner Zeugenaussage erklärt, er habe sich von Gribkowsky bedroht gefühlt und eine Anzeige bei den britischen Steuerbehörden befürchtet, die ihn Milliarden hätte kosten können. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen Ecclestone, hat aber noch keine Entscheidung über eine Anklage getroffen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28. Juni 2012)

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13 Kommentare
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In Österreich

Wäre ihm das nie passiert,bei uns gehen alle Gauner frei durchs Land.

Gast: Steuerlose
28.06.2012 00:50
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Staatsbürgerschaft sofort wechseln

In Ö hat er ja Steuern bezahlt, ich verstehe die deutsche Justiz nicht; da laufen noch genug Massenmörder von der Nazizeit bzw. wieder aktive Neonazi herum und wegen dieser Steuerkleinigkeit "dreht" die Justiz durch; wenn in Ö solche Maßstäbe zu Anwendung kommen würden, wären die Gefängnisse überfüllt; bei uns werden solche Leute teilweise noch mit Orden ausgezeichnet; er hatte eben das Pech, im falschen Land zu arbeiten

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Re: Staatsbürgerschaft sofort wechseln

Wenn man Gauner bevorteilt, darf man sich eben nicht wundern, wenns zu häufungen kommt.
Das was der Herr gemacht hat, ist in AT in der Tat nicht unüblich, um nicht gar zu sagen, es gehört zum Geschäftsmodell mancher Personen und Gruppen.

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Und bald wird zu lesen sein: Graf "Ali" wurde zu 2 Wochen bedingter Haft verurteilt und zu einer €100,- Zahlung... damit sich die Republik größere Bananen kaufen!


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Re: Und bald wird zu lesen sein: Graf "Ali" wurde zu 2 Wochen bedingter Haft verurteilt und zu einer €100,- Zahlung... damit sich die Republik größere Bananen kaufen!

Man konnte auch anders anfangen: mit welchen Beamten und Entscheidungsträger (hat) er "kommuniziert"?
Und warum mit ihm und nicht direkt mit den Unternehmen?

Gast: ckx375
27.06.2012 21:32
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Unglaublich!

Es gibt tatsächlich noch Staaten in dem das gewöhnliche Rechtsempfinden eines Menschen auch von der Justiz geteilt wird. In Ö absolut unvorstellbar.

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schnell

wie schnell das in DE geht. in AT: Erinnerungslücken und schon geht man frei.

So etwas wäre in

Österreich undenkbar!

Re: So etwas wäre in

Stimmt. Wir können neidvoll über die Grenze schauen.

Gast: Bööörnie
27.06.2012 18:03
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Na da

sind wir aber gespannt ob der Bernie angeklagt wird.

Der Hockenheim GP ist dann mal fix Geschichte,die Hälfte der paar GP's die es noch in Europa gibt auch.

Hmmm kleines Ratespiel,wie wird wohl betreffend einer Anklage entschieden werden ?

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Herr Ecclestone


weiß einfach viel zu viel.

Als Boss der großen Geldwaschmaschine und Steuerhinterziehungszirkus names Formel 1 wird er sich sicherlich abgesichert haben. Er hat wahrscheinlich sehr viele Leute in der Hand.

Antworten Antworten Gast: Bööörnie
28.06.2012 12:09
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Re: Herr Ecclestone

Am Besten fand ich,dass Herr Bernie zu Protokoll gegeben hat,dass er sich eingeschüchtert fühlte und darum gezahlt hat.

Das muss man sich mal auf der Zunge zagehn lassen,der Typ kennt jeden Gauner im Nadelstreif,rund um den Erdball,beim Vornamen und fühlte sich von dem LB Typen eingeschüchtert :-)

Ich kann mir richtig vorstellen wie der Bernie gezittert hat,armer Bernie :-(

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Re: Re: Herr Ecclestone

kleiner wie schulerbuben geben sich die so tollen bosse, wenns vor gericht stehen.

ja liebe frauen so sehen wahre männer aus!

Hobbyökonom