Italien verbietet Barzahlungen über 1000 Euro

Die Regierung will gegen Geldwäsche vorgehen. Italien ist bis heute eine Bargeldgesellschaft.

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Italien verbietet Barzahlungen ueber
(c) AP (UDO WEITZ)


[Rom/APA] Seit 1. Juli können in Italien lediglich Beträge unter 1000 Euro mit Bargeld bezahlt werden. Bisher lag die Grenze noch bei 2500. Geldflüsse über 1000 Euro sollen per Kreditkarten, Banküberweisung oder Scheck erfolgen. Dieser „Kampf gegen das Bargeld“ der Regierung von Mario Monti steht im Zeichen des Kampfes gegen die Geldwäsche.
Schattenwirtschaft und Geldwäsche grassieren in dem von der Rezession schwer belasteten Italien. Das Land ist bis heute eine Bargeldgesellschaft – was für die neue Regelung heikel ist: Nur zehn Prozent der Italiener zahlen mit Kreditkarte oder Bankomat, im Rest Europas sind es über 30 Prozent. Der Prozentsatz der Bargeldzahlungen beträgt 59 Prozent in Frankreich und 78 Prozent in Deutschland. In Italien sind es derzeit noch 90 Prozent.

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