25.05.2013 17:00 Merkliste 0

Italien verbietet Barzahlungen über 1000 Euro

02.07.2012 | 10:24 |   (Die Presse)

Die Regierung will gegen Geldwäsche vorgehen. Italien ist bis heute eine Bargeldgesellschaft.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren


[Rom/APA] Seit 1. Juli können in Italien lediglich Beträge unter 1000 Euro mit Bargeld bezahlt werden. Bisher lag die Grenze noch bei 2500. Geldflüsse über 1000 Euro sollen per Kreditkarten, Banküberweisung oder Scheck erfolgen. Dieser „Kampf gegen das Bargeld“ der Regierung von Mario Monti steht im Zeichen des Kampfes gegen die Geldwäsche.
Schattenwirtschaft und Geldwäsche grassieren in dem von der Rezession schwer belasteten Italien. Das Land ist bis heute eine Bargeldgesellschaft – was für die neue Regelung heikel ist: Nur zehn Prozent der Italiener zahlen mit Kreditkarte oder Bankomat, im Rest Europas sind es über 30 Prozent. Der Prozentsatz der Bargeldzahlungen beträgt 59 Prozent in Frankreich und 78 Prozent in Deutschland. In Italien sind es derzeit noch 90 Prozent.

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

49 Kommentare
 
1 2
Gast: EFF EFF
02.07.2012 17:47
8 0

Big Brother is eating you!

Monti ist kein Politiker. Monti ist ein Bankster.
Die Kreditkarte verschafft den Banken die totale Kontrolle über den Geldumlauf. Bislang hat das Bargeld die Geldschöpfung der Banken begrenzt. Giralgeld auf dem Kreditkartenkonto verlässt die Bank nicht mehr. Wenn gar kein Bargeld mehr im Umlauf ist, wäre die Geldschöpfung der Banken unlimitiert. Das heißt die Banken könnten soviel Kredite geben, wie sie möchten ohne auch nur einen Euro zu besitzen. Die Kredite würden nur noch schneller die Bilanzen aufblasen als sie es heute mit der EDV schon tun. Heute kommen auf einen echten Euro ca. 50 Giralgeldeuro.
Abkommen wie Basel III, die versuchen diesen Betrug in einem erträglichen Rahmen zu halten, werden durch Schattenbanksysteme wie Stiftungen und Immobilienfonds ausgelagert.
Zur Vorratsdatenspeicherung hatte ich gewarnt, dass diese gefährlich für Widerstand und Demokratie werden, falls die Daten irdendwann bei einem Putsch in die Hände des Regimes fallen könnten. Der Systemwechsel ist offensichtlich bereits im Gange.

Gast: André
02.07.2012 17:08
15 0

Prima

Also verbietet ein Land dass der EU angehört die Bezahlung/Annahme ihres eigenen geschaffenen gesetzlichen Zahlungsmittels. Das ist ein Irrenhaus und ich lach mich schlapp.

Einen Biometrschischen Pass !

Alles mit Kreditkarte,die Telefongespräche werden 6 Monate aufgezeichnet,alles andere sowieso !
Der freie Westen ;D Das ist dort wo die
Menschen nur mehr als kontrollierte
Energie angesehen werden,wen der Saft ausgeht,gibt's noch Geld für den Sarg,auch Pension genannt ;D
Damit man sich selbst entsorgt und niemandem von da oben,auf den Sack geht.

Gast: Istituto per le Opere di Religione
02.07.2012 15:27
8 0

Italien verbietet Barzahlungen über 1000 Euro

Wer die italienisch-katholische Mentalität kennt, der weiß auch, sie werden sich daran halten.

Re: Italien verbietet Barzahlungen über 1000 Euro

Hehehe!.. Ich habe mich gerade gefragt, ob ich wohl Bargeld über € 1000,-- annehme, wenn diese Regelung auch bei uns Mode wird. Nach einer sehr kurzen Denkpause habe ich für "ja" entschieden. Nur Cash ist fesch!

Re: Italien verbietet Barzahlungen über 1000 Euro

genau, höchstens wir werden abgezockt

Gast: Adelbert
02.07.2012 15:11
1 0

was wird

aus den aktien die man bei der Bank zu liegen hat wenn die Bank pleite macht.

4 0

Re: was wird

Was soll daraus werden es bleibt was es ist .
Ein bedrucktes Papier und im günstigsten Fall bekommen sie einige Ziffern und Nullen auf dem Kontoauszug gut geschrieben.
Bargeld kostet bei der Erzeugung und die Menschen kann man nicht kontrollieren.
Erst wenn Bargeld abgeschafft wird hat die EU die DDR überholt.

Re: was wird

Die sind Sondervermoegen und von der Pleite theoretisch nicht betroffen. Der Zugriff kann allerdings fuer einige Wochen unmoeglich sein.

Gast: Hans im Glück
02.07.2012 13:43
8 1

Bank Run ... das ist die einzige Sprache die die Banken kennen

Das wollen sie verhindern, zu verunmöglichen.

Wer noch Geld bei der Bank liegen lässt dem ist nicht mehr zu helfen.

Antworten Gast: Spachtelmaße
02.07.2012 15:26
0 0

Re: Bank Run ... das ist die einzige Sprache die die Banken kennen

Darf ich fragen wie sie ihr Gehalt bekommen?

Re: Re: Bank Run ... das ist die einzige Sprache die die Banken kennen

Geld wird bis auf die regelmäßigen Zahlungen(Betriebskosten etc.) in den nächsten paar Tagen abgehoben.

Antworten Antworten Antworten Gast: Hans im Glück
02.07.2012 20:13
2 0

So ist es richtig.

Man soll die Technik nutzen, aber nur zum eigenen Vorteil.

Keiner kann mich zwingen mein Geld am Konto zu lassen die mickrigen Zinsen sind es nicht wert.

Antworten Antworten Gast: Mitdenker
02.07.2012 18:33
2 0

Re: Re: Bank Run ... das ist die einzige Sprache die die Banken kennen

...bei mir gibts Lohn nur in bar...

Gast: Fprester
02.07.2012 13:39
10 0

Grosser Bruder?

Verhinderung der Geldwäsche dürfte nur eine Ausrede sein. Man will den Geldverkehr der Bürger total überwachen. Dass das kommen wird und zwar weltweit, war "Insidern" war schon lange bekannt.

15 0

Der Sinn dahinter ist,

dass alles "sichtbar" bleibt.

In Österreich ist es noch(!!!) möglich, bis zu 15.000 Euro in bar abzuheben, und damit EM zu kaufen.
Diese 15.000 sind für den Staat plötzlich "unsichtbar".

Auf keinem Sparbuch, in keiner LV, in keinem Grundbuch scheinen sie mehr auf und sind somit nicht angreifbar, d.h. bedroht von Besteuerung und Enteignung.

DAS ist der einzige Grund für Bargeldbschränkungen.

Die vorgeschobenen Gründe (Terror, org. Kriminalität) sind lächerlich. Für diese Gruppen stellt das kein Hindernis dar.
z.B. Atta hat sein Ticket für 9/11 auch mit Kreditkarte gekauft.

3 0

Re: Der Sinn dahinter ist,

Ergänzung:
Bargeld ist zwar auch nicht "sichtbar", aber dennoch angreifbar,
Stichwort Währungsreform!

7 0

Mitnaschen

Das ist wohl im Paket zur Bankenförderung auch noch dabei. Schließlich sollen die ja an jedem Geschäft mühelos mitnaschen können. Außerdem haben ja noch nicht alle eine Kreditkarte. Es hat gute Gründe, warum viele bar zahlen. Die Firmen bekommen bei Kreditkarten das Geld erst Wochen später. Wer will das denn ohne Not?

Jene die Geld waschen wollen, werden sich an die Regel wohl nicht halten, die halten sich ja auch an sonst nicht viel.

Gast: 1. Parteiloser
02.07.2012 12:04
7 0

Menschenrechtswidrige Gesetzgebung von Planwirtschaftern in Italien!

Den einzelnen Menschen wird ja prinzipiell die Verfügungsgewalt über sein Vermögen zugesprochen. Den einzelnen Menschen wird auch prinzipiell das Recht auf Arbeit und wirtschaftlicher Betätigung zugesprochen. Einschränkungen dieser Rechte sind nur dann möglich, wenn es zum Aufrechterhalten der Staatlichkeit geht. Das ist in diesem Fall aber sicher nicht der Fall, die Gesetzgebung mit Sicherheit Unverhältnismäßig.

Die Menschenrechte und die Grundprinzipien des Wirtschaften werden offensichtlich von allen Parlamenten in Europa vollkommen außer Kraft gesetzt und durch kranke Ideologien ersetzt.

Ideologen sind Gläubige und haben auch Rechte. Das Recht auf Ausübung deren Glaubens. Diese Recht muss aber dringend von der Gesetzgebung in die Gebetshäuser verlagert werden.

2 0

Re: Menschenrechtswidrige Gesetzgebung von Planwirtschaftern in Italien!

PRINZIPIELL wird dem Menschen die Verfügungsgewalt zugesprochen.

FAKTISCH wird sie ihm mit solchen Methoden abgesprochen.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
03.07.2012 10:29
1 0

Stimmt!

Ich bin zu 100% mit Ihrer Aussage einverstanden und auch der Meinung, dass es sehr viel Vorschriften gibt, welche den PRINZIPIELLEN Menschenrechten widersprechen.

Die Bedeutung dieser Erkenntnis ist aber einfach nur unglaublich, weil ja die FAKTISCHEN Vorschriften durch die laufende Gesetzgebung gemacht werden.

Das bedeutet dann, dass die PRINZIPIELLEN Menschenrechte von den lokalen Parlament laufend gebrochen werden und neue, den Menschenrechten widersprechende Fakten schaffen.

Ich bin der Meinung, dass Demokratien, wo die gewählten Volksvertreter gegen die Menschengrundrechte mit der Gesetzgebung verstoßen langfristig keine Überlebenschancen haben.

Gast: gast1984
02.07.2012 11:42
9 0

Kapitalverkehrkontrollen!

...und das in der EU die mit freiem Waren und Dienstleistungsverkehr wirbt!

0 0

Re: Kapitalverkehrkontrollen!

EU steht für :
Wohlstand,Frieden,Freiheit,Demokratie !!

Oder haben die die Völker immer nur belogen ????

5 0

Re: Kapitalverkehrkontrollen!

Inländerdiskriminierung ist gestattet :)

 
1 2

Hobbyökonom