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Barclay: Notenbank bei Zinsskandal mitverantwortlich

04.07.2012 | 14:11 |   (DiePresse.com)

Die britische Notenbank soll von künstlich niedrig gehaltenen Libor-Zinsen gewusst haben

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Der Streit um Manipulationen beim Libor-Zinssatz in der Londoner City weitet sich auf staatliche Stellen aus. Vor einem Auftritt des zurückgetretenen Barclays-Chefs Bob Diamond vor dem Finanzausschuss des Parlaments lancierte die Bank Unterlagen, wonach die Zentralbank von künstlich nach unten regulierten Zinssätzen gewusst habe.

So soll der stellvertretende Chef der Bank of England (BoE), Paul Tucker, am 28. Oktober 2008 per Telefon eine Empfehlung des damals Labour-geführten Finanzministeriums an Diamond - damals Chef des Investmentbankings - weitergegeben haben. Barclays legte Unterlagen vor. Demnach soll Tucker gesagt haben: "...es muss nicht immer der Fall sein, dass wir so hoch erscheinen, wie wir das bisher waren...". Vom Tag des Gesprächs an fiel der Liborsatz rapide. Libor ist der Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen

Mit Spannung wurde erwartet, ob Diamond bei der Anhörung im Finanzausschuss weitere Vorwürfe gegen die damalige Regierung von Premierminister Gordon Brown und gegen die Zentralbank erhebt. Der Skandal um die Zinsmanipulation hat auch Vorstandsmitglied Jerry del Missier den Job gekostet. Neben Barclays sind auch weitere Banken aus Europa, USA und Asien im Visier der Aufsichtsbehörden, darunter auch die Deutsche Bank.

 

(APA/dpa)

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1 Kommentare
Gast: Hans im Glück
04.07.2012 19:33
0 0

Bei den Behörden weiss die eine Hand nicht was die andere tut.

Die Zentralbanken sind die größten Zins-Manipulierer.

Was ist z. B. die Operation Twist?

END THE FED!
END THE ECB!

Hobbyökonom