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VW übernimmt Porsche per 1. August komplett

04.07.2012 | 22:47 |   (DiePresse.com)

Schon in wenigen Wochen soll der Sportwagen-Produzent vollständig unter das Dach des VW-Konzerns schlüpfen - für 4,4 Milliarden Euro.

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Vollzug nach monatelanger Blockade: Volkswagen holt bereits zum 1. August das Porsche-Sportwagengeschäft komplett unter sein Dach - und das ohne Steuerlast. Die Wolfsburger zahlen für die noch fehlenden 50,1 Prozent der Porsche AG rund 4,46 Milliarden Euro an die Porsche-Dachgesellschaft Porsche SE (PSE). Außerdem übertragen sie parallel eine VW-Stammaktie. Das teilten Europas größter Autobauer und die PSE am Mittwochabend in Pflichtmitteilungen für die Finanzwelt mit.

Die Umsetzung der Transaktion ist für den 1. August dieses Jahres geplant. Die Gremien beider Seiten hätten dem Vorhaben "nach dem Vorliegen aller erforderlichen verbindlichen Auskünfte der Finanzbehörden" am Mittwoch zugestimmt. Damit machten die beiden seit langem bereits eng verbandelten Partner den Deal öffentlich. Rein steuerrechtlich handelt es sich nicht um einen Verkauf, sondern um einen internen Umbau. Daher muss auch die eine Aktie fließen.

Etwa zwei der 4,46 Milliarden Euro will die Porsche-Dachgesellschaft nutzen, um ihre Schulden abzutragen. Die PSE hatte vor rund vier Jahren vergeblich versucht, nach der Macht bei den Wolfsburger zu greifen. Am Ende hatte sie 11,4 Milliarden Euro Schulden und VW wurde zur letzten Rettung.

Als erste Nothilfe einigten sich die einstigen Kontrahenten Ende 2009, dass knapp die Hälfte der Porsche AG für damals rund 3,9 Milliarden Euro an die Wolfsburger ging. Der nun übertragene zweite Teil ist teurer, weil zwischenzeitlich der Wert des hochprofitablen Porsche-Sportwagengeschäftes stieg und die Partner mehr Einsparungen umsetzen können als zunächst gedacht.

Nach dem Abbau des Schuldenbergs soll die PSE den überwiegenden Teil der noch verbleibenden Summe für "strategische Beteiligungen" in der Autowelt benutzen. Den Weg frei gemacht dafür hatte die PSE vor wenigen Tagen bei ihrer Hauptversammlung. Die Schwaben halten nach der gescheiterten Übernahme die hauchdünne Mehrheit an VW. Ihre Mehrheitseigner - die Familie Porsche und Piëch - haben im Hause VW großen Einfluss, Ferdinand Piëch gilt als VW-Machtzentrum.

Kern des Deals ist, dass VW den grundsätzlich steuerpflichtigen Kauf der noch ausstehenden zweiten Hälfte der Porsche AG als eine - ausdrücklich legale - Umstrukturierung ausweist. Die ist steuerfrei. Das Delikate an der Sache: Normalerweise fließt bei einem Geschäft dieser Art kein Geld. Für gewöhnlich ist es ein Anteilstausch. Für die noch ausstehende Hälfte der Porsche AG hätten also eigentlich VW-Aktien zum Gegenwert fließen sollen. Nun aber wandert eben nur eine Aktie plus die Milliardensumme in den Süden. Diese Gestaltungsmöglichkeit ist das Extrem, aber erlaubt.

(APA)

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5 Kommentare
Gast: gladiator18
05.07.2012 14:16
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Jetzt brauchts euch dann keinen 911er auch nicht mehr kaufen....:)

....Porsche 911 2.0 Tdi mit 140 Ps.....hahahahihhihih

Und da

wird immer über die bösen griechischen Unternehmer seniert.

Dabei ist VW keinen Deut besser, die tun doch auch nichts anderes als sich überall wo möglich vor der Zahlung ihrer Steuern zu drücken.

Daimler ist da ja auch dabei, die zahlen schon jahrelang keine Steuern. Jeder Handwerker in Stuttgart zahlt mehr als DB.

Ist doch überall das gleiche. Die ganze EU unterscheidet in nichts von GR.

Für die Leser der wirtschaftsnahen "Presse"

muss das heute doch ein Jubeltag sein!
Hier wird aufgezeigt, wie man verantwortungsvoll mit Firmenvermögen umgeht - erfolgreich den Staat besch...., und das auch noch als moralisch einwandfrei darstellen kann.

Gast: Hermann vom Gipfel
05.07.2012 08:57
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Firmen zahlen schon lange keine Steuern mehr. Dass muss nun Otto

NORMALVERBRAUCHER begleichen, zusätzlich zu seinem neuen Auto, dass immer teurer und kurzlebiger wird.

Gast: nK
05.07.2012 08:14
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galaktischer Betriebsrat

Wi geht es eigentlich dem lustigen Betriebsrat, der galaktischen Widerstand dagegen leisten wollte?

Hobbyökonom