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"Das ist schlimmste Stammtisch-Ökonomie"

06.07.2012 | 10:33 |   (DiePresse.com)

172 Ökonomen warnen in einem offenen Brief vor der geplanten Bankenunion - und spalten die Zunft. Kritiker haben bereits eine Gegen-Position formuliert. Der deutsche Finanzminister Schäuble ist angesichts der "Horrormeldungen" empört.

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172 Ökonomen rund um den deutschen ifo-Chef Hans-Werner Sinn wollen die Bankenunion verhindern, wie "DiePresse.com" am Donnerstag berichtete. Eine Bankenunion bedeute eine kollektive Haftung für die Schulden der Banken des Euro-Systems, warnen die Volkswirte. Sie rufen deshalb in einem offenen Brief in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" die "lieben Mitbürger" zum Protest auf: "Unsere Volksvertreter sollen wissen, welche Gefahren unserer Wirtschaft drohen".

Doch es gibt auch zahlreiche Ökonomen, die diesen Appell scharf kritisieren. Sie haben im "Handelsblatt" bereits ihre Gegen-Position formuliert.

Auszug aus der Gegenposition
Die Länder der Euro-Zone sind durch eine systemische Krise mit zwei Wurzeln (Staatsschulden und unterkapitalisierte Banken) herausgefordert. Auf die damit aufgeworfenen Fragen lassen sich keine einfachen Antworten finden. Die Krisenpolitik steht notgedrungen im Streit unterschiedlicher Einschätzungen und Sichtweisen, zumal nicht auf Lehrbuchweisheiten zurückgegriffen werden kann. Die Öffentlichkeit ist vor diesem Hintergrund durch Sorgen und Ängste geprägt, die sich mehr aus unbestimmten Gefühlen als aus sachlichen Informationen speisen.

In einer solchen Situation kann es nicht die Aufgabe von Ökonomen sein, mit Behauptungen, fragwürdigen Argumenten und in einer von nationalen Klischees geprägten Sprache die Öffentlichkeit durch einen Aufruf weiter zu verunsichern. So werden in diesem Text insbesondere Ängste und Emotionen vor einer Bankenunion geschürt, ohne dass dies mit den erforderlichen Fakten unterlegt wird.

Der Aufruf baut ein Schreckgespenst auf und schürt Furcht. Der Öffentlichkeit, die nach Orientierung verlangt, und der Politik, die in schwierigen Entscheidungssituationen Kurs zu halten sucht, wird damit nicht geholfen. Es wird Schaden angerichtet für die politische Gestaltungsfähigkeit wie für das Ansehen unseres Fachs.

Quelle: Handelsblatt

"Das ist schlimmste Stammtisch-Ökonomie"

Prominentester Vertreter ist der deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger. "Der Aufruf schadet dem öffentlichen Ansehen der deutschen Wirtschaftswissenschaft", kritisiert er laut "Spiegel Online". "In einer Diskussion, die naturgemäß durch viele Ängste und Emotionen geprägt ist, muss die Aufgabe der Wissenschaft darin bestehen, durch eine nüchterne Diagnose der Probleme und eine Analyse der Vor- und Nachteile alternativer Therapien zu einer Versachlichung beizutragen. Diesem Anspruch wird der Aufruf nicht gerecht."

"Das ist schlimmste Stammtisch-Ökonomie. Deutsche Ökonomen sind gut im Jammern – das ist in der aktuellen Lage aber absolut kontraproduktiv. Der Job von Wissenschaftlern ist, zu prüfen, welche Banken in Italien und Spanien systemisch relevant sind. Da kommt von deutschen Ökonomen aber überhaupt nichts", sagt er laut "Financial Times Deutschland".

"Aufruf schürt lediglich Ängste"

"Die Sprache dieser Ökonomen stößt mich ab. Sie ist geprägt von nationalen Klischees und einem latenten Nationalismus aus PR-Gründen. Ich schäme mich, dass  so viele  Kollegen ein solches Dokument unterzeichnen. Das wirft kein gutes Licht auf unsere Zunft", lässt auch Gustav Horn, Chef des Düsseldorfer Forschungsinstituts kein gutes Haar an den Kritikern. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, spricht von einem unverantwortlichen Aufruf. Die Aktion habe "mit ökonomischer Argumentation nichts zu tun". Dennis Snower, Chef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, übt ebenfalls Kritik: "Der Aufruf schürt lediglich Ängste und zeigt keinen einzigen Weg zur Lösung der Probleme auf", zitiert ihn "Financial Times Deutschland".

Die Zeitung lässt zudem den spanischen Ökonomen Xavier Vives zu Wort kommen (mehr dazu...), der davon überzeugt ist, dass Europa eine Bankenunion braucht. Eine Bankenunion sei "eine notwendige Voraussetzung für das Überleben einer Währungsunion, die wie die europäische nicht dazu in der Lage ist, ihren Mitgliedern direkte Hilfe zu untersagen." Und: "Eine Bankenunion müsste gleichzeitig zentrale Bankenaufsicht, Abwicklungsstelle und Einlagensicherungsfonds sein, zumindest für systemrelevante und grenzübergreifende Finanzinstitute."

Schäuble: "Ich finde das empörend"

Auch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bezeichnet die Kritik der 172 Ökonomen als unverantwortlich. Wenn die Wirtschaftswissenschaftler von einer drohenden Vergemeinschaftung von Bankenschulden sprächen, dann treffe das überhaupt nicht zu, sagte Schäuble am Freitag im InfoRadio des rbb. "Im Kern geht es ja nicht darum, die Haftung zu vergemeinschaften, sondern eine gemeinsame Aufsicht in Europa zu schaffen", so der Finanzminister.

"Ich finde das empörend. Ich finde das der Verantwortung eines Wissenschaftlers nicht entsprechend", kritisierte Schäuble die Einwände der Ökonomen. Er warf den Wissenschaftlern vor, mit "Horrormeldungen" Verwirrung in der Öffentlichkeit zu stiften.

"Kein Rettungsschirm für Banken"

Der Finanzminister wies den Vorwurf energisch zurück, mit der möglichen Öffnung des Rettungsschirms ESM für Bankenhilfen könnte Deutschland auch für Bankenschulden haften. Aus dem Rettungsschirm für Staaten sei mit Sicherheit nicht ein Rettungsschirm für Banken geworden, betonte Schäuble.

Der Finanzminister räumte ein, dass es schwierig sei, der Bevölkerung immer wieder zu erklären, wie wichtig die gemeinsame Währung sei. "Wenn diese Europäische Währung auseinanderbrechen würde, wäre eine wirtschaftliche Katastrophe für Deutschland, für Europa, für die ganze Weltwirtschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit zu befürchten. Das müsse verhindert werden.

(phu/APA)

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242 Kommentare
 
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Der "Wirtschaftsweise" Bofinger ist ein linker Gewerkschaftsvertreter, daher sind seine Äußerungen cum grano salis zu lesen!

Natürlich versuchen die Regierer wie bei uns ihre Standpunkt stützende Fachleute zu suchen und natürlich auch dafür zu honorieren.
Frage aller Fragen ist aber für Deutsche und Östereicher " WOLLT IHR DEN EUROPÄISCHEN BUNDESSTAAT?WOLLT IHR DIE SCHULDEN UND HAFTUNGSUNION? JA ODER NEIN".
Irgendwie fühle ich mich dabei an Goebbels und seine Frage "wollt ihr den totalen Krieg" erinnert. Das ERgebnis war ein vernichtetes Mitteleuropa.
Ganz so schlimm wird es zwar nicht kommen, aber von einem einigermaßen wohlhabenden Mittelstand werden wir "befreit" werden. Die kleingeredete Inflation wird es früher oder später schaffen.

Gast: Lukas
07.07.2012 17:56
2 0

der Zeitpunkt kommt mit Riesenschritten näher

wo die Bürger Europas ihren verantwortlichen Politikern das Vertrauen entziehen.

Das ist schlimmste Stammtisch-Ökonomie

was haben diese sogenannten Wissenden denn gegen Stammtische

am Stammtisch sitzen oft wesentlich klügere Leute und vor allem ehrbarere Leute als hinter den Schreibtischen der Niedertrachtkorruptionsgierregulierungsentmündigungsbüros der Voll(ks)demoratten

Wer sind die Kritiker?

Ich darf zitieren: Münchner Merkur vom 07.07.2012 / Seite 2 Kommentar von Georg Anastasiadis:
"Dabei lohnt der Blick auf die Verfasser des Gegenappells: Professor Rürup lebt seit Jahren prima als Regierungsberater und Gutachter in Diensten der Volksparteien, Peter Bofinger ist der Hausökonom der SPD, Michael Hüther Chef des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft. Schon klar, die exportstarken Dax-30-Konzerne fürchten den Einbruch der Absatzmärkte in Europa; deshalb soll die Eurorettung ungestört von lästigen Professorenwarnungen weitergehen, koste es, was es wolle. Volkswirtschaftlich betrachtet sind Ausfuhren in die Pleiteländer Hellas, Spanien & Co. aber kein gutes Geschäft mehr: Die Zeche für den pumpfinanzierten Exportboom begleicht am Ende der deutsche Steuerzahler über die Rettungspakete. Die Konzernprofite werden privatisiert, die Kosten der Eurorettung sozialisiert. Die in und mit Deutschland lebenden Familienunternehmer haben das längst verstanden, wie deren Proteste zeigen. "
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Warum schreibt das die PRESSE nicht?
Über die "Empörung" von Schäuble kann man dabei nur winen, denn das Lachen ist den Bürgern schon lange vergangen.

Gast: gastnamen
07.07.2012 09:30
2 0

Enteignung der Euroverbrecher

Traurig, wie wir an der Nase herumgeführt werden.
Griechenland beschönigte seine Bilanzen mit SWAP Wetten mit denen eigentlich nur Goldman Sax gewann und jetzt wird von Europa Kohle nachgeschoben.
Linz (natürlich nicht Goldman Sax) in groß.
Das Volk sollte endlich aufstehen und diesen Geld und Machtgeilen alles, bis auf das was sie zum Leben brauchen wegnehmen. Denn diese Leute geben ja selbst in Interviews zu, wie sie zu gunsten von Macht und Geld Europa ruinieren.

Wenn es mal einen Streik in ganz Europa geben würde, dass würde der Umwelt nicht schaden und unsere "ach so heiligen unantastbaren Obrigkeiten" mal zum Überlegen veranlassen.
Mittlerweile wird ja gegen das Volk Waffengewalt und Propaganda eingesetzt, was richtig nach Revolution schreit.

Ich kann nur jedem diese 44min Doku empfehlen.. genauso wie Zeitgeist "moving forward" und die anderen Teile, zu finden auf youtube.
https://www.youtube.com/watch?v=Y8EvIp9qePw

Dieser Satz ist ein Gustostückerl:

"Der Öffentlichkeit, die nach Orientierung verlangt, und der Politik, die in schwierigen Entscheidungssituationen Kurs zu halten sucht, wird damit nicht geholfen."

Soll auf gut "Deutsch" bedeutet: Wir diktieren die Bürger und jede abweichende Meinung bringt uns nur ärger!

Gast: chrematistikus
06.07.2012 22:32
3 0

Stammtisch - oder Kathederökonomen

Michael Hüther hatte eine Teilverstaatlichung europäischer Großbanken gefordert (Presse 17.01.2012)

Nun ist er auf die Linie Maschmeyer (AWD) / Rürup (Pensionsfonds) eingeschwenkt:

Rettet das Geld der Finanzspekulanten durch staatliche Haftungen!

Mir sind diese Kathederökonomen enfach suspekt.

Gast: Hubertus
06.07.2012 21:36
10 0

Der Ziehsohn Kohls

Seit der 100.000,- DEM Spende wissen wir ,daß es Schäuble mit der Wahrheit nicht so genau nimmt.Rechtsbruch wie die glatte Nichtbeachtung der no bail out Klausel sind für ihn ein Klacks. Auch sonst ist seine Fachkenntnis endenwollend.Wer erinnert sich nicht an seine Aussage am Anfang der Griechenlandkrise: Das wird eine einmalige Hilfe sein. Angeblich verwirren diese Wirtschaftswissenschaftler die Öffentlichkeit. Mag sein. Wohin uns aber die "geradlinige" und " kenntnisreiche" Leadership des Hrn. Schäuble gebracht hat, kann jeder selbst erkennen. Da er die Aussagen der 172 nicht mit Sachargumenten bekämpfen kann, versucht er es mit Diffamierung. Das hat er bei Kohl gelernt. Und er findet immer ein paar nützliche I..., zB den Herrn Bofinger, der Stammtischniveau fürchtet und sich um den Ruf der deutschen Wirtschaftswissenschaft Sorgen macht. Er sollte sich lieber um das deutsche Volksvermögen Sorge machen. Und der wissenschaftliche Ruf des Herrn Bofinger? Na ja, es kann nicht jeder eine Leuchte sein.

Antworten Gast: Ansichtssache
07.07.2012 01:00
1 0

Re: Der Ziehsohn Kohls

Ich bin ja kein Politiker und bin auch gegen jegliche Gewalt in der politischen Auseinandersetzung.
'Doch ich kann es nachvollziehen wenn viele Europäer jetzt der Meinung sind ''Hätte man dem damals in den Kopf anstatt in den Rücken geschossen, wäre Europa zumindest jetzt um einen Lumpen ärmer''.

Lieber Stammtisch

als Schlachtbank!

jeder soll sich selbst

ein bild machen von Prof Sinn (35min video):
http://www.youtube.com/watch?v=Ui0NOk_lSbU&feature=player_embedded#!
die grausamen zahlen zu schulden, defizit, demographie. ö ist in den meisten statistiken mit angeführt und es sieht nicht gut aus ......

jaja, wenn sie keine argumente mehr haben,

die verrueckt geworden euphoriker, dann witrd fleissig die moralkeule geschwungen!

Europa Patient

Da liegt der schwer angeschlagene, in aller Eile wie Frankenstein zusammengeflickte Europa Patient, den instinktlose Politiker als Doktoren und Finanzhasardeure als Kupfuscher mit dem Euro infiziert haben und sein Geschwulst wächst jeden Tag. Da und dort beginnen Körperteile zu verfaulen. Doch nach wie vor werden die Sypmtome bekämpft und nicht die Ursache. Mit salbungsvollen Reden und Schmiererei, mit Einführung von sinnlosen Maßnahmen wie ESM (das dürfte etwas ähnliches sein wie Dauertropf), mit Aufstellung einer Feuerwehr (Zur Fieberbekämpfung) und natürlich Aderlass für jedes gesunde Körperteil, kurzum mit jeder Menge PseudoMaßnahmen werden die Symptome bekämpft. Bei diesem Aufwand können die Kurpfuscher natürlich nicht zugeben, daß man falsch liegt, auch wenn noch so viele Spezialisten vorzeigen würden wie´s geht. Man schreitet aufgeblasen vors Volk (via Medien wie ORF) und verkündet Frohbotschaften, tut Warnungen von Spezialisten als populistisch ab. Genau wie die ORF Kommentatorin bei der Parlamentsdebatte, die mit jedem zweiten Satz verkündete, daß hier die Populisten gegen die einzig wahren Sachverständigen debattieren.
Bei so viel Schwachsinn - genannt Sachverständnis - wird der Patient bald ins Astronautenstüberl (sprich Intensivstation) verlegt, wo es nur eine Frage der Zeit ist, wo er das Zeitliche segnet.
ESM wurde geschaffen um den Prager Fenstersturz und den dreissigjährigen Krieg zu vermeiden. Vorher wird noch die UDSSR/DDR Konstellation eingeführt.

12 1

Das Projekt Euro

ist gescheitert, doch welche Politiker wollen das schon zugeben. Lieber toben sie mit Schaum vor dem Mund (Schäuble), als dass sie der Realität ins Auge blicken und sich um die Bürger kümmern, die langsam aber sicher den Regierenden die Gefolgschaft verweigern. Auch bei uns ist es doch nicht anders. http://www.tagesschau.de/wirtschaft/euroschau138

Das ist schlimmste Manipulation

und Gehirnwaesche, meine Herren Rettungseuphoriker!

Gast: EFF EFF
06.07.2012 18:38
9 0

Die Eurokrise als Sternstunde der Ökonomie

Dennoch bleibe ich der Meinung:
Besser am Stammtisch als unterm Stammtisch.

Experte ist nichts anderes als eine andere Bezeichnung für Fachidiot. Selbstrekrutierte Ökonomen klammern sich mit ihren gegenseitig verschenkten Doktor- und Professortiteln an obsolete Weltbilder. Mein letzter Prof hatte seine Habilitation vor 30 Jahren geschrieben, spielt gerne Tennis und ahmt vorzugsweise die Harald Schmidt Show nach. Eine Flirtstrategie traue ich ihm zu. Eine Schuldenkrisenstrategie traue ich ihm nicht zu.

Gast: HB4242
06.07.2012 18:28
2 0

"Das ist schlimmste Stammtisch-Ökonomie" ....

Das ist keine Stammtisch-Ökonomie;

Das ist schlicht und einfach die "Ökonomie" der Finanzelite .....

Gast: jnp1
06.07.2012 18:18
6 0

DAFUER oder DAGEGEN

Gemaess Eigenaussage der "Experten" der Politiker wissen Sie selber nicht was zu tun sei, da Lehrbuchwissenschaften nicht anwendbar seien.
Das ist akzeptiert, aber warum wird von der Politik und deren "nahestehenden sogenannten Experten" sofort eine schlimme Propagandaschlacht gegen die Oekonomengruppe um Kraemer und Sinn derart penetrant inszeniert - das ist Politik heute.
Finnische Finanzministerin Frau Urpilainens duerfte eine der wenigen "hellen Koepfe" sein die ueber unser Wohl entscheiden.
Ein hoch auf Finnland.

Gast: fi ha
06.07.2012 17:58
2 0

LOL. das ist natürlich auch eine möglichkeit

sich personlich komplett lächerlich zu machen.

18 0

CDU Bosbach hats gestern bei Illner auf den Punkt gebracht und einen Vergleich bezüglich Transferunion!

Das Land Bremen hatte in den 90ern 13000€ /Kopfverschuldung, durch Transfer der anderen Länder musste man sich nicht anstrengen und heute hat Bremen doppelt soviel Schulden / Kopf. Um so mehr Geld in den Süden gepumpt desto weniger strengen sie sich an, siehe Griechenland und bei den anderen wirds nicht anders werden.

Antworten Gast: E.T.
06.07.2012 19:42
2 0

Re: CDU Bosbach hats gestern bei Illner auf den Punkt gebracht und einen Vergleich bezüglich Transferunion!

Der Vergleich mit Bremen ist ein gutes Paradebeispiel.
Der einzige Hinkefuß daran, wenn man das Verhältnis Bremen - ganz Deutschland - dem Verhältnis zahlende Eurostaaten und empfangende Eurostaaten gegenüberstellt, dann sieht die Sache gleich viel erschreckender aus.

12 0

Re: CDU Bosbach hats gestern bei Illner auf den Punkt gebracht und einen Vergleich bezüglich Transferunion!

Für mich ist Wolfgang Bosbach einer der ehrlichsten und fähigsten Politiker Deutschalnds. Er redet nicht um den Brei, sondern legt die Fakten schonungslos auf den Tisch, was natürlich seinen Gegnern ein Dorn im Auge ist. Nicht umsonst hat er bei den letzten Wahlen zum Bundestag 50% Vorzugsstimmen erhalten. Auch viele Linke gaben ihm in seinem Wahlkreis Bergisch-Gladbach ihre Stimme. Auch wir bräuchten viele Politiker wie ihn. Meine Hochachtung hat er.


Besser Stammtisch-Ökonomie als jemand der dauernd falsch liegt (falls er nicht überhaupt im Dienste der Regierung lügt)


561 Millionen Euro in den Sand gestellt: "Ich finde das auch empörend!", Herr Schäuble!

Mit einem ökonetischen Wirtschaftsmodell hätte die Zinssenkung der EZB jedem Österreicher einen direkten BONUS VON 75 EURO gebracht

Also was wäre passiert, wenn wir anstatt einer Schuldenunion ein ökonetisches Wirtschaftssytem hätten?

http://oekonetik.info/buerger-bailout

Durch die Leitzinssenkung würde der "Bürgerkredit" der Staatsbürgerbank (30035 Euro, pro Kopf Verschuldung) um 0,25 % billiger werden. Über das Jahr gerechnet würde für jeden Österreicher ein BONUS VON 75 EURO dabei herausschauen. (Ich nehme an er würde damit zum Wirten gehen und die Realwirtschaft unterstützen.) Die Bankinstitute würden dabei LEIDER leer ausgehen.

Damit würden 0,25 % der Staatsverschuldung (in Österreich 561 Mio EURO) direkt in der Realwirtschaft landen. Das soll der ESM und die Bankenunion erst einmal nachmachen!

15 1

Das Auseinanderbrechen des Euros...

Wäre also nach den links-linken Ökonomen eine Katastrophe, und alles andere als eine Vergemeinschaftung von Schulden ist Stammtisch-Ökonomie?

Die wirtschaftliche Katastrophe ist bereits eingetreten; man spürt sie nur noch nicht, da sie mit aber- Billionen an ungedeckten euros / neuen Schulden überdeckt wird. Für die links-linken Bofingers ist das eine Super- Sache. Schulden braucht man offensichtlich nicht zurückzahlen, und Gläubiger gibt's auch keine in der Bofingers-Welt. Toll, oder?

Solange die Bofingers dieser Welt ihre Blödheiten weiter ungestraft von sich geben dürfen, solange werden die Ökonomen tatsächlich einen miserablen Ruf genießen. Und zwar zu recht.

Und solange Politiker wie Schäuble oder Faymann sich erdreisten, solche Ökonomen auch noch Glauben zu schenken, solange möge man ein demokratisches System haben, indem man Politiker möglichst schnell abwählen kann. Am besten eine Wahl jedes Jahr.

 
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Hobbyökonom