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"Das ist schlimmste Stammtisch-Ökonomie"

06.07.2012 | 10:33 |   (DiePresse.com)

172 Ökonomen warnen in einem offenen Brief vor der geplanten Bankenunion - und spalten die Zunft. Kritiker haben bereits eine Gegen-Position formuliert. Der deutsche Finanzminister Schäuble ist angesichts der "Horrormeldungen" empört.

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172 Ökonomen rund um den deutschen ifo-Chef Hans-Werner Sinn wollen die Bankenunion verhindern, wie "DiePresse.com" am Donnerstag berichtete. Eine Bankenunion bedeute eine kollektive Haftung für die Schulden der Banken des Euro-Systems, warnen die Volkswirte. Sie rufen deshalb in einem offenen Brief in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" die "lieben Mitbürger" zum Protest auf: "Unsere Volksvertreter sollen wissen, welche Gefahren unserer Wirtschaft drohen".

Doch es gibt auch zahlreiche Ökonomen, die diesen Appell scharf kritisieren. Sie haben im "Handelsblatt" bereits ihre Gegen-Position formuliert.

Auszug aus der Gegenposition
Die Länder der Euro-Zone sind durch eine systemische Krise mit zwei Wurzeln (Staatsschulden und unterkapitalisierte Banken) herausgefordert. Auf die damit aufgeworfenen Fragen lassen sich keine einfachen Antworten finden. Die Krisenpolitik steht notgedrungen im Streit unterschiedlicher Einschätzungen und Sichtweisen, zumal nicht auf Lehrbuchweisheiten zurückgegriffen werden kann. Die Öffentlichkeit ist vor diesem Hintergrund durch Sorgen und Ängste geprägt, die sich mehr aus unbestimmten Gefühlen als aus sachlichen Informationen speisen.

In einer solchen Situation kann es nicht die Aufgabe von Ökonomen sein, mit Behauptungen, fragwürdigen Argumenten und in einer von nationalen Klischees geprägten Sprache die Öffentlichkeit durch einen Aufruf weiter zu verunsichern. So werden in diesem Text insbesondere Ängste und Emotionen vor einer Bankenunion geschürt, ohne dass dies mit den erforderlichen Fakten unterlegt wird.

Der Aufruf baut ein Schreckgespenst auf und schürt Furcht. Der Öffentlichkeit, die nach Orientierung verlangt, und der Politik, die in schwierigen Entscheidungssituationen Kurs zu halten sucht, wird damit nicht geholfen. Es wird Schaden angerichtet für die politische Gestaltungsfähigkeit wie für das Ansehen unseres Fachs.

Quelle: Handelsblatt

"Das ist schlimmste Stammtisch-Ökonomie"

Prominentester Vertreter ist der deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger. "Der Aufruf schadet dem öffentlichen Ansehen der deutschen Wirtschaftswissenschaft", kritisiert er laut "Spiegel Online". "In einer Diskussion, die naturgemäß durch viele Ängste und Emotionen geprägt ist, muss die Aufgabe der Wissenschaft darin bestehen, durch eine nüchterne Diagnose der Probleme und eine Analyse der Vor- und Nachteile alternativer Therapien zu einer Versachlichung beizutragen. Diesem Anspruch wird der Aufruf nicht gerecht."

"Das ist schlimmste Stammtisch-Ökonomie. Deutsche Ökonomen sind gut im Jammern – das ist in der aktuellen Lage aber absolut kontraproduktiv. Der Job von Wissenschaftlern ist, zu prüfen, welche Banken in Italien und Spanien systemisch relevant sind. Da kommt von deutschen Ökonomen aber überhaupt nichts", sagt er laut "Financial Times Deutschland".

"Aufruf schürt lediglich Ängste"

"Die Sprache dieser Ökonomen stößt mich ab. Sie ist geprägt von nationalen Klischees und einem latenten Nationalismus aus PR-Gründen. Ich schäme mich, dass  so viele  Kollegen ein solches Dokument unterzeichnen. Das wirft kein gutes Licht auf unsere Zunft", lässt auch Gustav Horn, Chef des Düsseldorfer Forschungsinstituts kein gutes Haar an den Kritikern. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, spricht von einem unverantwortlichen Aufruf. Die Aktion habe "mit ökonomischer Argumentation nichts zu tun". Dennis Snower, Chef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, übt ebenfalls Kritik: "Der Aufruf schürt lediglich Ängste und zeigt keinen einzigen Weg zur Lösung der Probleme auf", zitiert ihn "Financial Times Deutschland".

Die Zeitung lässt zudem den spanischen Ökonomen Xavier Vives zu Wort kommen (mehr dazu...), der davon überzeugt ist, dass Europa eine Bankenunion braucht. Eine Bankenunion sei "eine notwendige Voraussetzung für das Überleben einer Währungsunion, die wie die europäische nicht dazu in der Lage ist, ihren Mitgliedern direkte Hilfe zu untersagen." Und: "Eine Bankenunion müsste gleichzeitig zentrale Bankenaufsicht, Abwicklungsstelle und Einlagensicherungsfonds sein, zumindest für systemrelevante und grenzübergreifende Finanzinstitute."

Schäuble: "Ich finde das empörend"

Auch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bezeichnet die Kritik der 172 Ökonomen als unverantwortlich. Wenn die Wirtschaftswissenschaftler von einer drohenden Vergemeinschaftung von Bankenschulden sprächen, dann treffe das überhaupt nicht zu, sagte Schäuble am Freitag im InfoRadio des rbb. "Im Kern geht es ja nicht darum, die Haftung zu vergemeinschaften, sondern eine gemeinsame Aufsicht in Europa zu schaffen", so der Finanzminister.

"Ich finde das empörend. Ich finde das der Verantwortung eines Wissenschaftlers nicht entsprechend", kritisierte Schäuble die Einwände der Ökonomen. Er warf den Wissenschaftlern vor, mit "Horrormeldungen" Verwirrung in der Öffentlichkeit zu stiften.

"Kein Rettungsschirm für Banken"

Der Finanzminister wies den Vorwurf energisch zurück, mit der möglichen Öffnung des Rettungsschirms ESM für Bankenhilfen könnte Deutschland auch für Bankenschulden haften. Aus dem Rettungsschirm für Staaten sei mit Sicherheit nicht ein Rettungsschirm für Banken geworden, betonte Schäuble.

Der Finanzminister räumte ein, dass es schwierig sei, der Bevölkerung immer wieder zu erklären, wie wichtig die gemeinsame Währung sei. "Wenn diese Europäische Währung auseinanderbrechen würde, wäre eine wirtschaftliche Katastrophe für Deutschland, für Europa, für die ganze Weltwirtschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit zu befürchten. Das müsse verhindert werden.

(phu/APA)

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242 Kommentare
 
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"politisches" Projekt....

... jaein - mehr ein Projekt um die Deutschen in der EU zahm (weil schwächer) zu halten - funktioniert eigentlich recht gut, weil es offensichtlich immer noch genügend Druckmittel gibt, um der deutschen Regierung jedes Zugeständnis (jedes wichtige) abzuringen. An der Stelle von Angela Merkel hätte ich versucht (da ZAHLEN für Club Med nicht verhindert werden kann/ konnte) das Ganze an eine Garantie für einen permanten Sitz im UN Sicherheitsrat zu knüpfen...

Die Milliarden, die uns fehlen.........

Schauen wir uns einmal die Zahlen an. Wenn der Fiskalpakt eingehalten wird, müssen die europäischen Staaten in den nächsten Jahren über 2.000 Milliarden Euro aus ihren Haushalten heraushacken: bei Gesundheit, bei Sozialem, bei Bildung und bei Renten. Was soll dann denn noch von Europa übrig sein? Wer den Steuerzahler solchen Risiken aussetzt - wir reden hier über zwei gigantische Rettungsschirme mit einem Haftungsvolumen allein für Deutschland von 300 Milliarden, eventuell von 400 Milliarden Euro - wer solche Risiken provoziert, sollte rot anlaufen, wenn er von Haushaltskonsolidierung redet. Nehmen wir das doch von den Befürwortern selber beschworene Prinzip der Haftung nur einmal ernst: Wer den Nutzen hatte, soll auch den Schaden tragen. Wer hatte den Nutzen? Es ist doch kein Zufall, dass parallel zu den Staatsschulden auch die privaten Vermögen der oberen Zehntausend in Europa immer neue Rekorde erreichen. Holen wir uns das Geld doch dort zurück! Denn da liegen die Milliarden, die uns fehlen."

Wer hatte den Nutzen?

Wir alle.
Auch dieser Staat lebt auf Pump. Nur ein Beispiel: Die Pensionsbeiträge decken bei weitem nicht die Zahlungen.
Wir zahlen also Pensionen auf Pump, d.h. Pensionen werden als Zukunftsinvestition behandelt. Das ist einfach nur noch pervers.
Und genau deshalb werden auch alle dafür zahlen. Je jünger, desto mehr.
Finden Sie das fair?

0 0

Re: Die Pensionsbeiträge decken bei weitem nicht die Zahlungen.

naja, bei der Asv bis vor kurzem aber allemal noch, dafür längst schon nicht mehr bei den Bauern und Beamten !

Der Vergleich dazu was der öffentliche Dienst (gesamte Bürokratie und Ruhensbezüge) auf Pump sehr lange schon kostet wäre angebrachter gewesen, wohl selbst einer davon um davon ablenken zu wollen ?!


Re: Re: Die Pensionsbeiträge decken bei weitem nicht die Zahlungen.

War ja wie erwähnt nur ein Beispiel. Schön, dass Ihnen ein anderes einfällt, wobei hier ggfs. auch detaillierter vorzugehen wäre.
Polizei darf hoffentlich was kosten (wieder nur ein Beispiel - nein, auch nicht mein Arbeitgeber;-)), bei der Verzehnfachung von Bestimmungen (und deren Überprüfung) nur zur Legitimation von 9 Landesreichen kann man das anders sehen.

Abschliessend vielleicht noch die Bemerkung, dass die Meinung von Leuten nicht zwangsweise auf deren Einkommensquelle schliessen lässt. Zumindest bei denen, die ein bisserl intelligenter sind.

Antworten Antworten Gast: Die 1OO% Staatsschuldenquote
06.07.2012 12:34
2 0

Re: Wer hatte den Nutzen?

richtig,das ist nur noch pervers ! gleich pervers wie dass der öst. staat die gemeindeschulden u. die öbbschulden nicht zu den staatsschulden dazurechnet bzw. falsche angaben über seinen staatshaushalt macht,also geschäfte mit unternehmen die so tricksen u. solch unseriöse bilanzen erstellen würde ich keine machen !! ps: je jünger desto mehr sollte man sich "die zukunft wo anders überlegen" wenn nicht schnellstens einahlt geboten wird bzgl. schuldenmachen u. sozialgeschenke verteilen auf pump !!

Re: Re: Wer hatte den Nutzen?

Asfinag nicht zu vergessen - uuuuaaaahhh!

Re: Re: Wer hatte den Nutzen?

Nicht viel hinzuzufügen, ausser den Hinweis, dass das Versteckspiel mit den ausgelagerten Schulden zumindest erschwert wird, da diese Beträge in die EU-weit gültige Berechnung der Schulden einfliessen werden.
Was ja nur insoweit positiv ist, als dass Gegensteuern immer von der aktuellen Position aus gemacht wird. Dann ist wenigstens letztere ein wenig klarer;-)

Antworten Gast: Die 1OO% Staatsschuldenquote
06.07.2012 11:27
2 1

Re: Die Milliarden, die uns fehlen.........

links linke stammtischparolen gepaart mit rechter stammtischhetze !! "mein gotterl nau" die oberen zehntausend sind die bösen u. ihnen gehört das vermögen abgenommen ---> denn alle oberen zehntausend haben ausnahmslos ihr geld gestohlen oder geschenkt bekommen u. kein einziger hat dafür gearbeitet oder sich selbst etwas aufgebaut geschweige denn arbeitsplätze geschaffen !! "das gute" ist dass leute die ihnen das glauben bzw. dies gleich sehen nicht in der lage sind nach dem dritten vormittagsbier eine gewalttätige revolution anzuzetteln ..... ps: sie sollten sich einmal zeit nehmen u. objektiv recherchieren woher die mega- staatsschulden in europa stammen u. wofür das meiste geld ausgegeben wurde,die mega- staatsschulden die überhaupt zur krise geführt haben u. in weiterer folge die banken(deren freund ich gar nicht bin) u. den euro mithineingezogen haben !

Es macht mich stolz,deiner Meinung nach.......

.....linkslinke Meinung vertreten zu dürfen- wohl bekomm´s-damit wirst Du leben müssen !

Gast: LegendIn
06.07.2012 10:38
29 0

"Wess Brot ich ess, dess Lied ich sing"


Bofinger ist kein Wissenschaftler sondern Gewerkschafter und Lobbyist.

Gustav Horn leitet das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Michael Hüther ist nebenbei Mitglied im Kuratorium der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, nach ihrer Eigenaussage verfolgt sie das Ziel, ihre ordnungspolitischen Botschaften bei Entscheidern und in der Bevölkerung zu verankern.

Dennis Snower arbeitete als Berater für den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank.

No comment!

Re: "Wess Brot ich ess, dess Lied ich sing"

Ich hab es mir schon gedacht, "aber noch nicht zu fragen getraut", dass von einigen dieser Öknomen v.a. eine politische Botschaft gesendet wird, vielen Dank für die Information!


Was Bofinger und Hüther partout nicht begreifen wollen:


1. Der Euro ist eine „Fehlkonstruktion“. Verstößt gegen Prinzip „One State One Money“ (Prof. Breuss).
2. Euro ist irreparabel. Man kann nicht Staaten mit ihren verschiedenen „Kulturen“ über einen Kamm scheren. „Germanic rules“ passen nicht für andere Länder. In der Währung drückt sich aus „was ein Volk ist“, seine Kultur, ein Fleiß, seine Bildung seine Ordnung (Schumpeter).
3. Banken und Kreditsystem haben dem Staat und seiner Finanzierung zu dienen: „C´est au souverain de donner le crédit, non à le recevoir“. Der Verzicht auf eigene Währung ist Verzicht auf eigene Souveränität.
4. Daher ist die Rückkehr zur eigenen Währung die Bedingung für die Wiederherstellung der Ordnung in der Eurozone (No Bailout!). Das hat mit dumpfem Nationalismus nicht zu tun, sondern nur mit dem gesunden Menschenverstand. Der ist ja auch in jenen Staaten der EU noch zuhause, die dem Euro aus feien Stücken ferngeblieben sind.

Wir sollten Sinn und seinen 171 Kollegen dankbar sein, dass sie wenigstens zu unverantwortlichen „Bankennunion“ eindeutig Stellung bezogen haben.

Gast: gast45
06.07.2012 10:35
7 0

typisch

die umfrage vor der abstimmung im parlament durch die zeitung ..die haben im ernst zum grossteil nicht die details gekannt .. nach dem motto .. der clubobmann hat gesagt, und drum heben wir die hand ...
... wem wundert es, wenn volkswirte, die teilweise die doppelte zeit für das pipifaxstudium gebraucht haben, oder juristen und politikwissenschaftler, die eine bilanz nur vom hörensagen kennen, oder gleich nur hausfrauen oder leute die ihr maturazeugnis verlegt haben, ohne sich bis ins detail zu informieren und das zu verstehen so mir nix dir nix über milliarden schulden abstimmen ?

Gast: Hans im Glück
06.07.2012 10:29
5 1

Es gibt immer unterschiedliche Meinungen...

das ausschlaggebende ist, dass man das Problem anpackt.

Die Politiker reagieren immer zu spät und mit den falschen Mitteln.

So werden wir immer tiefer in die Krise schlittern.
Erst wenn es kracht wird die aktuelle Elite ausgetauscht. Erst dann wird man die richtigen, da notwendigen Entscheidungen treffen.

1 0

Re: Es gibt immer unterschiedliche Meinungen...

Politiker haben bzw dürfen aber keine eigene besitzen, da sie von der Macht von der sie abhängig sind, gar nicht abweichen dürfen; siehe Klubzwwang, und was dabei bei parlamentarsichen Abstimmungen (Namenswahl) wohl herauskommen muss !

Wenns krancht, werden meist auch wieder nur die Figuren in diesem Spiel ausgetauscht, und die Spieler nämlich die wahren Mächtigen deren Namen niemand von uns kennt, steuirn weiterhin das geschehen !

Und falls mal ein Land ausschert und sich getraut eine andere Partei als die seit Ewigkeit gesponserten zu wählen, regnet es weltweite Sanktionen, bis das Ergebniss den Playern wieder gefällt weil sie mit denen tun und lassen können was gerade inn und gewollt ist !

Warum wohl erpresst man Ungarn seitenens der ÄÜ und liess Irland erneut abstimmen bis das ERgebniss passte ?!

0 0

...

sarrazin: endlich kann jeder buecher voll debiloplattitueden schreiben und damit bruehmt werden. wichtig ist auch den bankrott zu diskutieren um der gruppe die das bezahlt ihre rechte streitig zu machen.

Gast: MH
06.07.2012 10:26
13 0

Am Stammtisch

herrscht jedenfalls nicht abscheuliche Verlogenheit und Stillschweigen.

Gast: Eusebius
06.07.2012 10:24
8 0

Toller Sager

Also wenn die Leute beim Stammtisch SO viel wüssten, analysieren und interpretieren könnten, wie zB Prof. Sinn, dann schaute die politische Situation total anders aus.
Dieser "Sager" ist polemisch und diffamierend, so viel ist sicher.

Re: Toller Sager

Ist doch gut, dass Bofinger von den Proleten auf den Thron setzen lässt, die Gewerkschaften und nun gegen den Stammtisch wettert.

Hat der Wirtschaftsweise jemals was vorhergesehen? Nein, hat er nicht.

Gast: Auceza
06.07.2012 10:20
0 19

Dick und Doof

Die Diskussionen der Ökonomieprofessoren in den USA wurden treffend mit einer Komödie von Dick und Doof verglichen.
Genau dieselbe Situation liegt nun in Deutschland vor. Herr Sinn u.a. versuchen scheinbar ihr ramponiertes Image zu flicken, nachdem sie vor der Krise nachweisbar "Unsinn" gepredigt haben und durch die Realität widerlegt worden sind.

Andere Ökonomen, die natürlich auch nicht wirklich erklären können, was eigentlich passiert, wollen sich nicht die Show stehlen lassen und albern mittels leerer Worthülsen herum.

Wir haben ein theoretisches Vakuum nach dem Zusammenbruch des neoliberalen Weltbildes, welches sich nicht mehr mit wirtschaftswissenschaftlichem "Stroh" füllen lässt.

Nur eines ist meines Erachtens klar: Frau Merkel hat keine Ahnung von VWL und kann ihre Planlosigkeit gut im Chaos der wirtschaftswissenschaftlichen Meinungsbilder verstecken.

Frau Merkel konnte schon lange Zeit die Gefährlichkeit der Atomkraft als promovierte Physikerin nicht vernünftig einschätzen. Wer glaubt nun ernsthaft, dass sie den "genialen" Durchblick in anderen Themenkreisen hat???

Antworten Gast: vwler
06.07.2012 11:55
3 1

VWL wird ueberbewertet

Jeder Hauptschueler weiss, dass man in schlechten Zeiten sparen muss.

Jeder Hauptschueler, der in den Himmel schaut, weiss auch, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Dazu bedarf es keiner Wissenschaft.

Wo und wann hat Sinn Unsinn gepredigt?...


....Quelle, Zitat???

Erleuchte uns einmal mit deinem studentischen Wissen, ansonsten halt den Mund.

Gast: Der Notar
06.07.2012 10:18
12 0

nationale Was?

Die üblichen Verdächtigen wie Bofinger wedeln mit der nationalen Rute! Es ist eine Pfui Gack National-Ökonomie. (Zwinker, Klares Signal a´la Sarrazin! für die fortschrittlichen Beisser und Kläffer). Aber lieber Bofinger, auch wenn sie immer trauriger in den diversen Quatsch-Talks schauen, war Griechenland nicht NATIONAL im Sinn von Eigeninteresse wahren und den anderen das Haxel stellen? Ist Frankreich, mon dieu, vielleicht nicht mehr NATIONAL? Mir deucht die haben einen veritablen Dachschaden die Herren Professoren. Zumindest WELTFREMD und ELFENBEINTRUM fällt mir noch dazu ein!

20 0

fadenscheinige Begründen so weit das Auge reicht

Gestern behauptete jemand bei einer Diskussion im deutschen Fernsehen: "wenn wir nicht den Euro haben, dann bricht unsere Exportwirtschaft zusammen!"

Wenn man sich diese Behauptung ein bißchen näher ansieht, dann muß man feststellen, wenn man das als bare Münze nimmt. Daß offensichtlich die Importländer nur deshalb was kaufen, weil sie mit dem Euro zahlen können. Heißt das jetzt, die zahlen deshalb so leicht damit, weil das irgendwann sowieso von anderen Staaten gezahlt wird. Oder heißt das jetzt, nur weil man keine Umrechnung mehr hat, wird auf Teufel komm raus importiert? Da frage ich mich aber dann beklommen, ein Unternehmer, der unbedingt einen Lieferwagen aus dem Ausland kaufen will, macht das dann nicht, weil er umrechnen muß und liefert seine Waren dann mit dem Handkarren?

Abgesehen von dem ganzen Larifari. Bemerke ich, daß Politiker die Menschen für blöd halten. Denn sonst würden sie nicht öffentlich so einen Stuß daherreden. Andererseits ist diese Annahme auch wieder nicht von der Hand zu weisen, da genau solche Leute immer und immer wiede gewählt werden!

1 0

Re: fadenscheinige Begründen so weit das Auge reicht

wie auch mit dem angeblich nur durch die ÄU garantierten Frieden und noch seltsameren Argument namens Wohlstand, den es wohl nur noch in den oberen Kreisen zu bestaunen und leben gibt !

Es gab zu Schillingzeiten ebensoviel Ex- Import und Handel wie heute, dafür aber blieb den Familien noch Geld übrig um sich etwas ansparen oder leisten zu können !

Heute kostet eben eine aufgeblähte Bürokratie (Brüssel) samt der Bankenoligarchie in deren etliche davon integriert sind, imens viel Geld, obwohl eigentlich bisher gar nichts sinnvolles herausgekommen ist.--- ausser, dass man nun Banken um jeden Preis retten muss ?!

Ein noch stärkeres Brüssel würde natürlich auch noch höhere Kosten verursachen, aber darüber spricht man ja heute noch nicht !

Darum; steht auf Bürger der Zahlerländer und verhindert dies, solange es noch möglich ist denn unsere Volkskasperl dürfen das nicht !!!

Antworten Gast: grösso
06.07.2012 13:25
0 0

Re: fadenscheinige Begründen so weit das Auge reicht

Vielleicht sollte man einfach einmal aus dem Export der letzten Jahre (bzw. aus dem "Wirschaftswachstum") herausrechnen, was durch Kredite "bezahlt" werden konnte, die wir eifrigst dazu gewährt haben - aber nun abschreiben, und zukünftig durch unsere eigene Steuerleistung ausgleichen müssen, weil sonst "systemrelevante" Größen fallen, damit nur ja alles so bleibt wie es "war".

Cui bono?

Re: fadenscheinige Begründen so weit das Auge reicht

Die Exportgeschichte lässt sich tatsächlich so erklären, wie Sie vermuten:
Kann ein Teil meines Marktes seine Währung nicht abwerten, habe ich erstens kein Risiko, dass ich morgen weniger Gegenwert bekomme und zweitens die Gewissheit, dass dieser Markt seine eigenen Produkte nicht konkurrenzfähiger machen kann.

Dass die daraus entstehenden Kosten (die spätestens jetzt jeder sehen sollte) die Allgemeinheit zu tragen hat, interessiert dann wenig.

Dass tatsächlich so argumentiert wird, eine Volkswirtschaft hätte sich ihre Produkte, die Andere nutzen, gefälligst selbst zu bezahlen, ist im Grunde sowieso frech. Aber ein Hinweis mehr auf das, was sich keiner zu sagen traut: Ohne Transferunion geht das einfach nicht. Entweder ich will eine gemeinsame Währung, dann automatisch auch eine Transferunion. Oder eben nicht.

Diese Herumeierei ist kontraproduktiv, teuer und ganz nebenbei auch fürchterlich entwürdigend.

Die Menschen sind blöd bzw. lassen sich zu leicht manipulieren!


0 0

Re: Die Menschen sind blöd bzw. lassen sich zu leicht manipulieren!

und wen wundert das bei der erfolgreichen Verbildung der letzten Jahrzehnte ?

Wieviele (so manch Politiker eingeschlossen) können denn heute noch ohne Computer rechnen oder gar logisch denken ????

Das schlimme daaran, man will dies sogar noch mittels allgemeiner Schulen weiter vorantreiben, um was wohl erreichen zu wollen ???

Beim €uro hat man leichtsinnig und grob fahrläsig die PIIGS Staaten mitaufgenommen!



Wie konnten diese Staaten jemals die Konvertierungsbedinungen erfüllen ?

Man hat das vermutlich absichtlich getan um eine Fiskal- und Wirtschaftsunion zu erzwingen, umso die Staaten zu entmachten!

Deshalb hat man ja scheinbar bilateral den ESM erfunden, weil die derzeit Mächtigen sich nicht die Macht durch die EU nehmen lassen wollen!

Nichts als wüste Experimente auf unser aller Kosten!


Alle vorliegenden Fakten weisen schon seit Jahren darauf hin, dass sämtliche "Experten" nicht den Ansatz einer Idee zur Problemlösung der verschiedenen Wirtschaftskrisen haben, die uns heimsuchen. Neben der Bankenkrise treffen uns u.a. die internationalen Schuldenkrisen, die globalen Währungskrisen, usw., usf.

Jede einzelne der feststellbaren Krisen wäre geeignet, jeden Sparer und jeden Steuerzahler schwer zu schädigen.

Nicht nur Europa und USA sind davon betroffen, sondern auch die für die globale Wirtschaft äußerst wichtigen Staaten, wie z.B. China und Indien. Weshalb traut sich niemand, das Wort "Weltwirtschaftskrise" klar und deutlich auszusprechen?

Warum teilt uns niemand der Verantwortlichen die Wahrheit mit, nämlich dass niemand eine Ahnung davon hat, wie und mit welchen Instrumenten zumindest eine kurzfristige Entschärfung der schlimmsten Folgen erreicht werden könnte?

Imho findet auch auf globaler Ebene nichts anderes statt, als ein unreflektiertes Experimentieren von Ahnungslosen auf unser aller Kosten, und ohne jede Ahnung von den möglicherweise zu erwartenden Resultaten und Nebenwirkungen dieser Experimente.

Langsam wäre es an der Zeit, dass uns seitens der "Experten", des IWF, der EZB, der Regierungen und aller Verantwortlichen und Unverantwortlichen reiner Wein eingeschenkt wird, statt immer neuen fiktive Szenarien zu entwickeln.

Die grausliche Wahrheit wär noch immer erträglicher, als dieses ewige deprimierende Herumwurschteln von Stümpern.

unterkapitalisierte Banken - nette Umschreibung für leichtsinniges, ja grob fahrlässiges, Handeln des Managements!



Es wurden zuviele Kredite leichtsinnig vergeben, zu stark erweitert (zugekauft) und/oder zu viel Spekuliert.

Dafür müsste man die Manager eigentlich einmal vor Gericht stellen, und nicht so tun als wären die Banken "erstaunlicherweise" unterkapitalisiert!

Antworten Gast: kommunalkredit
06.07.2012 10:39
5 0

Re: unterkapitalisierte Banken - nette Umschreibung für leichtsinniges, ja grob fahrlässiges, Handeln des Managements!

ja eh .. und die unterrichtsministerin und vermutlich gröste spekulantin österreichs lacht frischgeschminkt von der regierungsbank während die sozialisten gegen die spekulanten wettern :-)

Re: Re: unterkapitalisierte Banken - nette Umschreibung für leichtsinniges, ja grob fahrlässiges, Handeln des Managements!

Absolut richtig. Abgesehen davon ist ja auch die Tatsache, dass es beim Währungsexperiment keinen Plan B gibt ein guter Hinweis darauf, dass es sich dabei um reine Spekulation handelt.

Gast: lou
06.07.2012 10:10
6 0

100 leute in einem raum

alle mit 100€ schulden beim nachbarn bedeutet eine gesamtschuld von 10000€.

Jetzt gibts einen schuldenschnitt, es werden alles schulden erlassen und keiner hat nur 1cent mehr oder weniger als vorher :D

Die weltuntergangsscenarien sind auch nicht mehr dass was sie mal waren. Da lob ich mir Sauren regen, ozonloch, pandemien, waldsterben da ging die welt noch mit stil unter.

Re: 100 leute in einem raum

Sie haben persönlich exakt gleich viel Schulden wie Guthaben? Was für ein Zufall. Dürfen Sie aber nicht verallgemeinern.

Antworten Gast: Febobo
06.07.2012 11:29
4 0

Re: 100 leute in einem raum

Sie vergessen den 101. Mann im Raum bei dem die 100 ihre Schulden gemacht haben. Der hat 10.000 € Guthaben und kein Interesse an einem Schuldenschnitt.

Vergessen Sie niemals, wir leben in einem Schuldgeldsystem, Guthaben = Schulden, Schuldenschnitt = Guthabenschnitt.

Es steht 172-5, die wesentlichen und seriösesten Wirtschaftswissenschafter sind unter den 172 ...

.... und jetzt?

13 0

Es gibt keine Wirtschaftswissenschaft,

die vorherberechnen könnte, was im Extremfall passiert.
Wirtschaft ist eine Sozialwissenschaft.

Aber man sollte für den Fall nach dem Zusammenbruch dieses Systems nachdenken, welches System man dann einführen möchte.
Das neue System sollte jedenfalls logisch nachvollziehbar sein. Das war das Alte leider überhaupt nicht. Schuldenmachen bis zum Ende, hat keinen logisch vertretbaren Ansatz.


Antworten Gast: anderswo
06.07.2012 10:24
3 1

Re: Es gibt keine Wirtschaftswissenschaft,


Überlegungen dazu gibt es ja

http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Huber_(Soziologe)

Die derzeitige Geldschöpfung ist ja Mittelalter pur.

Gast: Alter Pauker
06.07.2012 10:01
10 0

Stammtisch-Ökonomen...

...sitzen jedenfalls in den Parlamenten, auch am Ring. Und letztere glauben offensichtlich, dass der ESM unsere öst. Banken absichert - mit deutscher Hilfe. Also wieder einmal eine Trittbrettfahrt in Wien.
Seriöser wirkt auf mich Frank Meyer:
http://www.mmnews.de/index.php/mmnewstv/10357-frank-meyer-die-kurbel-ist-ab

Haftung

Zitat aus dem Appel gelesen gestern in diepresse:

"Die Bankschulden sind fast dreimal so groß wie die Staatsschulden und liegen bei den fünf Krisenländern im Bereich von 9 Billionen Euro. Es ist schlechterdings unmöglich, die Steuerzahler, Rentner und Sparer der bislang noch soliden Länder Europas für die Absicherung dieser Schulden in die Haftung zu nehmen, zumal riesige Verluste aus der Finanzierung der inflationären Wirtschaftsblasen der südlichen Länder absehbar sind."

Zitat Ende!

Antworten Gast: anderswo
06.07.2012 10:15
4 0

Re: Haftung


Es stellt sich grundsätzlich die Frage, warum die Allgemeinheit für aus Luft geschöpfter Schuld, für die Tilgung zuständig sein sollte.

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/8610-geldsystem-als-okkulte-religion

Re: Re: Haftung

Naja so haben es sich halt die Personen gedacht, die dieses Geld schöpfen. Es macht nämlich keinen Spaß arbeiten zu gehen wenn man sowieso selber Geld drucken kann.

Gast: Wirwollendiewahrheit
06.07.2012 09:52
7 0

Raus mit der Wahrheit

Wieso zitzerlweise. Na haben wir in Wahrheit überhaupt nix im Detail geprüft? Wars die Kombination aus Faulheit + Angst vor der Wahrheit. Jeder Interessierte weiss, dass es gelte die Bankenverflechtungen im Detail zu analysieren. Aber dazu gibts ja nicht einmal noch ausreichend Gesetze um dies länderübergreifend und flächendeckend durchzuführen. Ja leider sind die meisten Ökonomen auf den von öffentlichen Mitteln und damit politisch gespeisten Biertisch abhängig. Würden sie sich ausschließlich ihrer Professur widmen, wären sie relativ unabhängig, wenn da nicht diese lukrativen Neben (haupt) Jobs wären. Das ganze System ist doch auf das tägliche Beschwindeln des Volkes ausgerichtet. Normalerweise fällt es nicht auf. Aber man hat sich zu weit an die Klippe herangeschwindelt.
Und jetzt ist Schluß mit Biertisch.

Gast: 1. Parteiloser
06.07.2012 09:49
3 1

Das Bankenproblem kommt doch auch nur von den irren Staatsausgaben!

Am Beispiel der heftigen Problem bei der HRE und der Kommunalkredit können wir erkennen, dass die Probleme durch die Staatsschulden und Wetten auf die Staatsanleihen, verursacht wurden. Die Verantwortlichen Banken haben einfach den Staaten eine Bonität zugesprochen, welche aber niemals wirklich vorhanden war, die sind die Politikern also voll auf dem Leim gegangen. Würden die Staaten deren Verpflichtungen auch ordentlich nachgekommen sein, dann wäre dieses Bankenproblem doch erst gar nicht entstanden.

Die Probleme mit den privaten Schuldnern können dann am Beispiel der Spanischen Banken beobachtet werden. Diese haben uneinbringliche Kredite durch eine, staatlich geförderte!, Immoblase bekommen. Die Menschen der Realwirtschaft können nun aber, verschärft durch die kranken einnahmenseitigen Sparmaßnahmen, die Kredite nicht mehr bedienen. Das einnahmenseitige Sparen der Staaten führt ja nur zu geringeren Einkommen der Menschen der Realwirtschaft und verschärft das Problem der privaten Schuldner.

Tatsächlich haben aber alleine die Staatsschulden der Eurozone den Finanzbereich um irre 10 Billionen aufgeblasen. Ohne die Staatsschulden wäre das Problem niemals so irre groß geworden.

Die irren Planwirtschafter brauchen aber noch immer zur Finanzierung deren Planwirtschaften etwa 5 Billionen Euro pro Jahr an Staatsausgaben.

Dir irren Planwirtschafter sind aber nicht bereit die Korrekturen bei den Staatsausgaben zu machen. So wird das Bankenproblem nur noch verschärft.

Antworten Gast: Ökonom (56)
06.07.2012 10:24
3 1

Irrtum! Die hohen Staatsschulden kommen von der Bankenkrise - als Folge der Finanzkrise


Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
06.07.2012 11:06
6 0

Das ist keine Frage der Ideologie, also des Glaubens, die Fakten sind zu eindeutig!

Ihre Aussagen stimmt doch nicht wie die Zahlen für Österreich deutlich zeigen!

Seit Ende 2008 haben die Banken vom Staat keine 5 Mrd. Euro bekommen, die Haftungen wurden ja vom Staat nie gebucht. Ein Teil ist durch die Zinsen auch wieder zurückgekommen, ein weiterer Teil durch die Bankenabgaben. Ein wesentlicher Teil des Schadens kam auch durch die Kommunalkredit, welche durch Zahlungsausfall eines Staates verursacht wurde.

Die Regierung hat aber seit Ende 2008 neue Schulden von mehr als 45 Mrd. Euro gemacht und jedes Jahr um die 150 Mrd. Euro an Staatsausgaben verursacht, kranken Staatsausgaben!

Wenn Sie so wollen, hätte die Finanzkrise in Österreich also einen max. Anteil von 11% am angerichteten Gesamtschaden, wahrscheinlich aber eher nur um die 5%.

Den Hauptschaden hat das Regierungsversagen gemacht, also min. knapp 90% kommt aus dieser Ecke.

Die Sachlage ist so eindeutig, dass die Schuldzuweisung an die Banken niemals funktionieren wird und ins Propagandaeck der Regierung gestellt werden muss.

Bankenhaftung

Gestern las ich, dass die Bankenunion den Steuerzahler bis zu 9 Billonen kosten könnte.
Und zwar haftet der Steuerzahler für Investoren die durch risikoreiche Anlagen einen hohen Zinsertrag erzielen wollten.

Warum sollte der Steuerzahler, der nicht gezockt hat dafür auskommen?

Antworten Gast: anderswo
06.07.2012 10:05
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Re: Bankenhaftung


http://de.wikipedia.org/wiki/Giralgeldsch%C3%B6pfung

Zitat

Bei der EZB beträgt der Mindestreservesatz derzeit 1 %.[3] Es kann also theoretisch maximal die 100-fache Menge an Giralgeld im gesamten Bankensystem geschöpft werden. Im November 2011 (bei dem damaligen Mindestreservesatz von noch 2%) waren in der Eurozone 893 Milliarden Euro Bargeld im Umlauf, während die Geldmenge M3 9.775 Milliarden Euro betrug.
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Der von ihnen genannte Betrag passt doch verblüffend gut zu jenem Betrag, den die Banken aus dem Nichts erschaffen haben.


 
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Hobbyökonom