Im krisengeschüttelten Italien wird jetzt auch verstärkt bei den Lebensmittelausgaben gespart. Immer mehr italienische Familien kaufen bei Diskontern ein. 49 Prozent der Italiener sucht mehrere Supermärkte auf, um die Preise zu vergleichen. Auch bei Reisen, Bekleidung und Freizeitausgaben wird der Rotstift angesetzt. Die als Gourmets bekannten Italiener haben seit Jahresbeginn ihre Ausgaben für Lebensmittel um 35,8 Prozent gekürzt, ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts SWG.
Gespart wird nicht nur bei der Menge der Lebensmittel, die gekauft werden, sondern auch bei der Qualität. So wird verstärkt auf Fisch, Fleisch, Spirituosen und Obst verzichtet, während die Ausgaben für die billigere Pasta um drei Prozent gewachsen sind, ergab die Umfrage.
Nord-Süd-Gefälle bei Ausgaben
In Italien bestehen nach wie vor starke Unterschiede zwischen den Pro-Kopf-Ausgaben im industriereichen Norden und im ärmeren Süden des Landes. Nach Angaben des nationalen Statistikamts Istat gab 2011 eine Durchschnittsfamilie in der Lombardei 3.033 Euro pro Monat aus, in Südtirol waren es 2.941 Euro. In Sizilien betragen die Durchschnittsausgaben 1.635 Euro.
(APA)
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